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Die Grenzen der Vollkostenrechung und die strategische Notwendigkeit der Teilkostenrechung

Title: Die Grenzen der Vollkostenrechung und die strategische Notwendigkeit der Teilkostenrechung

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christian Elling (Author), Katharina Anke Mutzbauer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Für die Finanzbuchhaltung, die auch als externes Rechnungswesen bezeichnet wird, gelten viele gesetzliche Vorschriften wie z.B. Form und Aufbewahrungsfristen (HGB) oder wie z.B. Warenbestände zu bewerten sind (Steuerrecht). Dies geschieht vor allem im Hinblick auf den in Deutschland üblichen Gläubigerschutz. Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR), die auch internes Rechnungswesen genannt wird, ist im Gegensatz dazu formfrei und kein gesetzlicher Bestandteil, für Betriebe aber dennoch unerlässlich, z.B. zur Kontrolle der Kosten und Leistungen, zur Analyse der Situation des Unternehmens und als Hilfsmittel des Controllings. Zudem wird sie als Kontrollinstrument für den Erreichungsgrad der Unternehmensziele verwendet.

Als zweckmäßig hat sich die Teilung der Organisationseinheit Rechnungswesen in die Abteilungen Finanzbuchhaltung/Geschäftsbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung/Betriebsbuchhaltung herausgestellt. Beide Abteilungen greifen jedoch auf Nebenbuchhaltungen wie etwa die Anlagen-, Material oder Lohn- /Gehaltsbuchhaltung zurück, auch bezieht die Kosten- und Leistungsrechnung viele Zahlen aus der Finanzbuchhaltung. Es können ergänzend Controlling oder betriebliche Statistik existieren (Nach Schmidt, 1996, S. 13 ff). Nach Haberstock (2005, S. 172) wird in der Kosten- und Leistungsrechnung zwischen verschiedenen Voll- und Teilkostenrechnungssystemen entsprechend des Sachumfangs der betrachteten Kosten unterschieden. Die Grenzen der Vollkostenrechung und die strategische Notwendigkeit der Teilkostenrechnung soll diese Arbeit darlegen.

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Gliederung

1 1. Einleitung

2 Die Vollkostenrechnung

2.1 Die Kostenartenrechnung

2.2 Kostenstellenrechnung und Betriebsabrechnungsbogen

2.3 Kostenträgerrechnung

2.4 Kritik zur Vollkostenrechnung

3 Die Teilkostenrechnungssysteme

3.1 Das Direct Costing

3.2 Erkenntnisse aus der Teilkostenbetrachtung

4 Fazit aus der betrieblichen Praxis

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die methodischen Defizite der klassischen Vollkostenrechnung und erläutert, warum die Einführung von Teilkostenrechnungssystemen für eine fundierte strategische Unternehmenssteuerung unerlässlich ist.

  • Grundlagen der Vollkostenrechnung und ihre operative Anwendung
  • Kritische Analyse der Schwachstellen bei der Gemeinkostenverteilung
  • Einführung in die Systematik des Direct Costing
  • Nutzen der Teilkostenbetrachtung für die Sortimentspolitik und Preiskalkulation
  • Gegenüberstellung und paralleler Einsatz beider Kostenrechnungssysteme in der Praxis

Auszug aus dem Buch

2.4 Kritik zur Vollkostenrechnung

In der praktischen Anwendung der Vollkostenrechnung wurde auch Kritik geübt, die die Grenzen der Vollkostenrechnung aufzeigt. Die Kritikpunkte (nach Männel, 1978, S. 21 ff.) sind im Einzelnen: Die Schlüsselung oder Aufteilung der Gemeinkosten, mangelhafte Aussagefähigkeit der Netto-Erfolgsgrößen, Fehler bei der Erfolgsplanung und –analyse.

Nach Männel (1978, S. 21 ff) liegt ein Schwachpunkt der Vollkostenrechung in ihrer Gemeinkostenschlüsselung. Der Verteilungsschlüssel der Gemeinkosten auf die Hilfs- und Hauptkostenstellen wird zwar mit kaufmännischer Vorsicht und kaufmännischem Grundgedanken fest gelegt, ist in den Grundzügen jedoch willkürlich gewählt und niemals die einzig mögliche Lösung. Dieser Umstand beeinflusst das Betriebsergebnis, kann es sogar verfälschen. Daher rührt die mangelhafte Aussagefähigkeit der Netto-Erfolgsgrößen. Der Periodengewinn kann nicht durch einfache Multiplikation des Stückgewinns mit der geplanten Ausbringungsmenge errechnet werden. Die Nettostückgewinne lassen keinen Rückschluss darauf zu, wie sich der Gesamterfolg entwickelt wenn eine Einheit mehr oder weniger produziert/abgesetzt wird. Daher entstehen bei der Vollkostenbetrachtung für die Erfolgsplanung und –analyse Fehler, da die Fixkosten ihrem Charakter nach konstant bleiben, egal wie die Ausbringungsmenge sich ändert, auch wenn nur um eine Einheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Differenzierung zwischen Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung ein und steckt den Rahmen der Arbeit ab.

2 Die Vollkostenrechnung: Das Kapitel erläutert den klassischen dreistufigen Aufbau der Vollkostenrechnung sowie deren methodische Vorgehensweise.

2.1 Die Kostenartenrechnung: Hier wird die systematische Erfassung aller angefallenen Kosten und deren Unterteilung in Einzel- und Gemeinkosten behandelt.

2.2 Kostenstellenrechnung und Betriebsabrechnungsbogen: Dieses Kapitel beschreibt die verursachungsgerechte Verteilung der Gemeinkosten auf die entsprechenden Kostenstellen mithilfe des Betriebsabrechnungsbogens.

2.3 Kostenträgerrechnung: Hier liegt der Fokus auf der Ermittlung der Herstell- bzw. Selbstkosten pro Kostenträger zur Preiskalkulation.

2.4 Kritik zur Vollkostenrechnung: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwachstellen der Vollkostenrechnung, insbesondere hinsichtlich der willkürlichen Gemeinkostenschlüsselung und fehlender Beschäftigungsvariabilität.

3 Die Teilkostenrechnungssysteme: Es wird die fundamentale Trennung von fixen und variablen Kosten als Basis für moderne Teilkostensysteme eingeführt.

3.1 Das Direct Costing: Der Abschnitt stellt das Direct Costing als Urmodell der Deckungsbeitragsrechnung und deren Berechnungsgrundlagen vor.

3.2 Erkenntnisse aus der Teilkostenbetrachtung: Hier werden die strategischen Vorteile, wie die Ermittlung von Preisuntergrenzen und Entscheidungsfindungen bei Zusatzaufträgen, erläutert.

4 Fazit aus der betrieblichen Praxis: Die Autoren ziehen ein Fazit über die Notwendigkeit, beide Systeme parallel zu betreiben, da sie jeweils unterschiedliche betriebliche Anforderungen abdecken.

Schlüsselwörter

Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Direct Costing, Deckungsbeitrag, Fixkosten, Gemeinkosten, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Preisuntergrenze, Sortimentspolitik, Unternehmenssteuerung, Betriebsabrechnungsbogen, Beschäftigungsvariabilität, Deckungsspanne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen Voll- und Teilkostenrechnung und zeigt die Grenzen des traditionellen Vollkostenansatzes auf.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Methodik der Kostenrechnung, die Problematik der Gemeinkostenverteilung und die strategische Relevanz der Deckungsbeitragsrechnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen der Teilkostenrechnung bei der Überwindung der Schwachstellen der Vollkostenrechnung wissenschaftlich und praxisorientiert darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und eine methodische Gegenüberstellung von Kostenrechnungssystemen anhand von Standardmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Vollkostenrechnung, deren Kritikpunkte sowie die Einführung in das Direct Costing und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Deckungsbeitrag, Fixkostenblock, kritische Ausbringungsmenge, Gemeinkostenschlüsselung und operative Erfolgsplanung.

Warum ist die Vollkostenrechnung laut Arbeit fehleranfällig?

Weil sie Fixkosten wie variable Kosten proportionalisiert, was zu einer verzerrten Erfolgsanalyse führt, sobald sich die Produktionsmenge ändert.

Wie ergänzen sich Voll- und Teilkostenrechnung in der Praxis?

Die Vollkostenrechnung eignet sich für langfristige Preiskalkulationen, während die Teilkostenrechnung verlässliche Daten für kurzfristige betriebliche Entscheidungen liefert.

Was beschreibt das Direct Costing in diesem Kontext?

Das Direct Costing ist das Urmodell, bei dem durch die Differenz von Verkaufspreis und variablen Stückkosten ein Deckungsbeitrag zur Deckung der Fixkosten erzielt wird.

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Details

Title
Die Grenzen der Vollkostenrechung und die strategische Notwendigkeit der Teilkostenrechung
College
University of Cooperative Education Mannheim
Course
Kosten- und Leistungsrechnung
Grade
1,5
Authors
Christian Elling (Author), Katharina Anke Mutzbauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V65735
ISBN (eBook)
9783638582384
ISBN (Book)
9783638788519
Language
German
Tags
Grenzen Vollkostenrechung Notwendigkeit Teilkostenrechung Kosten- Leistungsrechnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Elling (Author), Katharina Anke Mutzbauer (Author), 2005, Die Grenzen der Vollkostenrechung und die strategische Notwendigkeit der Teilkostenrechung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65735
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