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Die Rolle des Spartiaten Lysander bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges und seine Darstellung bei ausgewählten antiken Autoren

Title: Die Rolle des Spartiaten Lysander bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges und seine Darstellung bei ausgewählten antiken Autoren

Seminar Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: David Hohm (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Antike Autoren wie Xenophon, Diodor oder Plutarch haben sich mit Lysander beschäftigt. Dadurch erfahren wir, welche Rolle der Spartiate bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges (431 – 404 v. Chr.), also bei dem Sieg Spartas über den Rivalen Athen, gespielt hat. Dabei wird der Nauarch Lysander von den verschiedenen antiken Autoren jedoch vor allem in seinen persönlichen Eigenschaften und was seine politischen Taten betrifft unterschiedlich beschrieben, je nachdem welche Motivation oder Intention der Autor hatte.
In dieser Arbeit soll zunächst die Rolle des Admirals am Ende des Peloponnesischen Krieges dargestellt werden. Anschließend gehe ich auf die unterschiedliche Darstellung des Lysander ein, der es sogar kurzfristig als einer der ersten zu göttlicher Verehrung noch zu Lebzeiten gebracht hat. Dabei sollen neben verschiedenen Vergleichsmöglichkeiten die Erwähnung seiner Jugend, die Gewichtung seiner politischen Vorgehensweise und die kultische Verehrung des Spartiaten zu Lebzeiten im Vordergrund stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lysander und der Sieg Spartas über Athen

2.1 Lysander als Nauarch

2.2 Lysander als Epistoleus

3. Die unterschiedliche Darstellung Lysanders bei Xenophon, Plutarch und Diodor

3.1 Die Jugend Lysanders

3.2 Unterschiedliche Betonung der politischen Aktivitäten Lysanders

3.3 Unterschiedliche Darstellung der göttlichen Verehrung Lysanders

4. Zusammenfassung

5. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Rolle des spartanischen Feldherrn Lysander bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges und analysiert, wie diese Figur in den Schriften antiker Autoren unterschiedlich interpretiert und dargestellt wird.

  • Militärische Strategien und Erfolge Lysanders am Ende des Peloponnesischen Krieges.
  • Politische Ambitionen und der Aufbau von oligarchischen Strukturen durch Lysander.
  • Vergleichende Analyse der Quellen von Xenophon, Plutarch und Diodor.
  • Die kultische Verehrung Lysanders zu Lebzeiten als Machtinstrument.
  • Einfluss der subjektiven Autorensicht auf die historische Beurteilung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Unterschiedliche Darstellung der göttlichen Verehrung Lysanders

Ein weiteres Unterscheidungskriterium zwischen den verschiedenen Darstellungen des Lysander ist der Lysanderkult, den die Samier kurzfristig zu Ehren des Spartiaten aufbauten. Zum ersten Mal beschloss „eine griechische Stadt, einem lebenden Menschen Ehren zu erweisen, die bisher den Göttern vorbehalten gewesen waren“27. Die wichtigste Quelle zu diesem Vorgang ist der Schriftsteller Duris. Die Demokraten auf Samos hatten nach dem Sieg Lysanders von Aigospotamoi noch mehrere Monate der spartanischen Belagerung getrotzt, ehe sie im „Sommer 404 von Lysander zur Kapitulation gezwungen [wurden], der ihnen freien Abzug bewilligt hatte“28. Schließlich ließ Lysander die Oligarchen aus dem Exil zurückkommen und errichtete die Zehn-Mann-Regierung. Plutarch, der sich auf Duris bezieht, beschreibt die kultische Verehrung: „Er war der erste Grieche, so berichtet Duris, dem die Städte wie einem Gott Altäre errichteten und Opfer darbrachten, und der erste, auf den Päane gesungen wurden. Der Anfang eines derselben hatte folgenden Wortlaut.

«Des heiligen Griechenlands

Feldherrn aus dem weiträumigen

Sparta laßt uns besingen,

O Paian!»“ (Plut. Lys. 18,6)

Diese Verse wurden natürlich von den zurückgekehrten oligarchischen Flüchtlingen gesungen und nicht von den Demokraten. Sie waren es auch, die den Kult begründeten, schließlich hatten die von Lysander vertriebenen Demokraten dazu keine Veranlassung. Letztlich wurde sogar das Fest der Hera als Lysanderfest begangen (vgl. Paus. 6,3,15). Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die zurückgekehrten Exilanten Lysander persönlich zu Dank verpflichtet fühlten und dementsprechend auch von ihm abhängig waren, ließ er doch eine spartanische Garnison zurück. Schließlich hatte Lysander für die Oligarchen das geleistet, was diese vielleicht von der Stadtgöttin Hera erwartet hatten: eine Rückkehr in die Heimat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Person Lysander und Darstellung der Forschungsabsicht, die Rolle des Spartiaten unter Einbeziehung antiker Autoren zu beleuchten.

2. Lysander und der Sieg Spartas über Athen: Analyse der militärischen Taten Lysanders, insbesondere als Nauarch und Epistoleus, sowie seiner defensiven Taktik bis zum entscheidenden Sieg bei Aigospotamoi.

3. Die unterschiedliche Darstellung Lysanders bei Xenophon, Plutarch und Diodor: Detaillierte Untersuchung der divergierenden Perspektiven der Autoren auf Lysanders Jugend, sein politisches Agieren und die zeitgenössische göttliche Verehrung.

4. Zusammenfassung: Fazit über Lysanders Erfolg als Feldherr, seine politische Machtfülle und den Einfluss der subjektiven Autorenintentionen auf die historische Überlieferung.

5. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten antiken Quellenschriften und der sekundärwissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lysander, Sparta, Peloponnesischer Krieg, Athen, Xenophon, Plutarch, Diodor, Nauarch, Epistoleus, Aigospotamoi, Oligarchie, Herrscherkult, Antike Geschichte, Geschichtsschreibung, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Rolle des spartanischen Admirals Lysander während der letzten Phase des Peloponnesischen Krieges und wie er von antiken Geschichtsschreibern wahrgenommen wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der militärischen Strategie Lysanders, seinem Einfluss auf die Etablierung oligarchischer Regime und der Rezeption seiner Person durch Xenophon, Plutarch und Diodor.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Bild Lysanders in der antiken Literatur zu vergleichen und zu erklären, warum bestimmte Taten – wie die göttliche Verehrung – von manchen Autoren erwähnt und von anderen verschwiegen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische historische Analyse, die Berichte verschiedener antiker Autoren gegenüberstellt und durch moderne Forschungsliteratur einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die militärischen Ämter des Lysander, sein Vorgehen gegen Athen und die spezifische Darstellung seines Charakters und seiner politischen Macht durch die antiken Quellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit dreht sich primär um die Begriffe Lysander, Sparta, Peloponnesischer Krieg, Oligarchie, antike Historiographie und Machtinszenierung.

Warum spielt die göttliche Verehrung Lysanders eine Rolle in der Untersuchung?

Die göttliche Verehrung auf Samos ist ein Indiz für die enorme, jedoch umstrittene Machtfülle Lysanders und verdeutlicht durch ihr Vorkommen oder Fehlen in den Quellen die unterschiedlichen Intentionen der antiken Autoren.

Wie unterscheidet sich Xenophons Darstellung von der des Plutarch?

Xenophon lässt politische Aktivitäten Lysanders eher aus, um das Bild eines idealisierten spartanischen Systems zu wahren, während Plutarch als Biograph den Charakter und die moralische Dimension von Lysanders Handeln in den Mittelpunkt stellt.

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Details

Title
Die Rolle des Spartiaten Lysander bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges und seine Darstellung bei ausgewählten antiken Autoren
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Geschichte, Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Course
Proseminar: Geschichte Spartas im 4. Jh. v. Chr.
Grade
2,0
Author
David Hohm (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V65748
ISBN (eBook)
9783638582506
ISBN (Book)
9783656794721
Language
German
Tags
Rolle Spartiaten Lysander Beendigung Peloponnesischen Krieges Darstellung Autoren Proseminar Geschichte Spartas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Hohm (Author), 2006, Die Rolle des Spartiaten Lysander bei der Beendigung des Peloponnesischen Krieges und seine Darstellung bei ausgewählten antiken Autoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65748
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