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Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe. Die praktische Umsetzung von Case Management in einer Familienorientierten Wohngruppe

Título: Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe. Die praktische Umsetzung von Case Management in einer Familienorientierten Wohngruppe

Tesis (Diplomatura) , 2005 , 40 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marlen Sauer (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Im Rahmen der Vorlesung „Soziale Einzelhilfe“ des Bereiches Sozialarbeit/Sozialpädagogik habe ich mit anderen Kommilitonen ein Referat über das Thema „Case Management“ gehalten. Dieses Thema fand ich sehr interessant. Natürlich kannte ich das Hilfeplanverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe schon aus meinen Praxisphasen. Bis dahin wusste ich aber noch nicht, dass es für den gesamten Hilfeprozess theoretische Grundlagen und fundierte Literatur für dieses Verfahren gibt. Nachdem ich durch das Referat mehr zum Case Management erfahren hatte, nahm ich die Abläufe zum Hilfegeschehen eines Klienten meiner Praxiseinrichtung bewusst wahr. Nun interessierte es mich, wie genau das theoretische Basiswissen auf die Praxis übertragbar ist und inwieweit sich Theorie und Praxis überschneiden.

Zu Anfang des dritten Semesters der Praxisphase nahm die Einrichtung zwei Kinder auf. Zuerst sollte ich gemeinsam mit einem Kollegen die Kinder als Bezugserzieher betreuen. Später ergab sich, dass ich für beide Kinder der Ansprechpartner und alleinige Bezugserzieher bin. In meinen Theoriephasen wurden die Kinder von einer Kollegin weiter betreut. Da ich nun die Rolle der Bezugserzieherin übernahm, ergaben sich für mich mehrere Aufgaben, die ich bis dahin noch nicht selbst ausgeführt hatte. Und als Bezugserzieherin identifiziert man sich teilweise mit der Rolle und den Funktionen eines Casemanagers.

Somit ergab sich die optimale Gelegenheit, mein theoretisches Wissen aus dem Studium auf die Praxis zu übertragen. Die Ziele des Reflexionsberichtes sind nun vielseitig. Vor allem möchte ich anhand des Fallbeispiels meine Tätigkeiten in der Einrichtung aufzeigen und meine gewonnenen pädagogischen Fähigkeiten darstellen. Das Fallbeispiel, mein Einsatz als Bezugserzieherin im dritten und vierten Semester und dessen Beschreibung, in Bezug auf den Hilfeprozess nehmen den größeren Teil des Berichtes ein. Anfangs möchte ich das theoretische Wissen mit Hilfe von Literatur zum Thema Case Management aufzeigen, insbesondere werde ich die Phasen des Verfahrens, wie sie in der Fachliteratur optimal beschrieben werden, darstellen. Anschließend beschreibe und stelle ich dar, anhand eines Fallbeispiels aus der Familienorientierten Wohngruppe, wie meine Tätigkeit als Bezugserzieher aussieht. Ich möchte den gesamten realen Hilfeprozess in einzelne Aspekte aufspalten und diese richtig in die Phasen des Case Managements einordnen bzw. zuordnen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung Begründung der Themenwahl und Ziele

2 Case Management in der Literatur - Ablauf und Phasen

2.1 „outreach“ – Vorabklärung

2.2 „assessment“ – Einschätzung und Bedarfsklärung

2.3 „planning“ – Zielvereinbarung und Hilfeplanung

2.4 „intervention“ – Durchführung

2.5 „monitoring“ – Kontrolle und Überwachung

2.6 „evaluation“ – Bewertung und Auswertung

2.7 „disengagement“ – Entpflichtung

3 Verfahren des Case Management am Fallbeispiel

3.1 Kurzvorstellung der Einrichtung – „Familienorientierte Wohngruppe“

3.2 Ablauf des Case Management am Fallbeispiel

3.2.1 „outreach“ - Vorabklärung

3.2.2 „assessment“ – Einschätzung und Bedarfsklärung

3.2.3 „planning“ – Zielvereinbarung und Hilfeplan

3.2.4 „intervention“ - Durchführung

3.2.5 „monitoring“ – Kontrolle und Überwachung

3.2.6 „evaluation“ – Bewertung und Auswertung

3.3 zyklische Wiederholungen der Phasen

4 Reflexion und alternatives Vorgehen

4.1 Reflexion positiver Aspekte

4.2 Reflexion veränderbarer Aspekte

4.3 Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen des Case Managements in der Kinder- und Jugendhilfe mit der praktischen Arbeit in einer familienorientierten Wohngruppe zu verknüpfen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit das theoretische Konzept auf den realen Hilfeprozess einer Bezugserzieherin übertragbar ist und wo Schnittstellen für ein optimiertes Handeln liegen.

  • Grundlagen des Case Managements und seiner Phasen
  • Praktische Anwendung des Case Managements am Fallbeispiel Anna
  • Zusammenspiel von Hilfeplan, Erziehungsplan und Dokumentation
  • Rolle des Bezugserziehers als Casemanager in der Wohngruppe
  • Reflexion über die Qualität und Effizienz pädagogischen Handelns

Auszug aus dem Buch

3.2.1 „outreach“ - Vorabklärung

Die Familie von Anna wurde dem Jugendamt Dresden Mitte September 2004 bekannt. Die Kindesmutter verlor ihre Wohnung aufgrund von Mietschulden, die Wohnung wurde zwangsgeräumt und die Familie wurde somit obdachlos. Anna und ihre Schwester kamen vorerst in den Kinder- und Jugendnotdienst, wo sich ihre weitere Perspektive klären sollte.

Die Fachkraft vom Jugendamt erledigte am 21. September 2004 die notwendigen Dokumentationen. Die Daten zu den Personen (Eltern und Kinder) wurden aufgenommen. Es wurde ein Leistungsanspruch auf Hilfe zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII) in der Teamberatung des ASD festgestellt. Die Kindesmutter erhielt Informationen zum Leistungsanspruch und wurde ausführlich über die Hilfen zur Erziehung beraten, sowie über mögliche Folgen und Konsequenzen unterrichtet. In der Vorabklärung, ob eine Hilfe benötigt wird, wurde außerdem eine Situationsbeschreibung schriftlich fixiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung Begründung der Themenwahl und Ziele: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch die Verknüpfung ihres theoretischen Studiums mit der praktischen Rolle als Bezugserzieherin und definiert die Ziele des Reflexionsberichts.

2 Case Management in der Literatur - Ablauf und Phasen: Es werden die theoretischen Grundlagen und die verschiedenen Stadien des Case Managements (outreach bis disengagement) gemäß Fachliteratur erläutert.

3 Verfahren des Case Management am Fallbeispiel: Das theoretische Modell wird anhand des Fallbeispiels "Anna" konkretisiert, wobei die einzelnen Phasen des Hilfeprozesses in der Einrichtung dokumentiert werden.

4 Reflexion und alternatives Vorgehen: Die Autorin reflektiert ihre pädagogische Tätigkeit kritisch, bewertet positive Aspekte und zeigt Verbesserungspotenziale für den Hilfeprozess sowie die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt auf.

Schlüsselwörter

Case Management, Kinder- und Jugendhilfe, Familienorientierte Wohngruppe, Bezugserziehung, Hilfeplan, Erziehungsplan, SGB VIII, Sozialpädagogik, Hilfeprozess, Reflexion, Assessment, Dokumentation, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Evaluation, Fallbeispiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die praktische Anwendung des Case Management-Verfahrens im Kontext einer familienorientierten Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Phasen des Case Managements, die Rolle der Bezugserziehung, die rechtliche Verankerung nach SGB VIII sowie die Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den realen Hilfeprozess eines Kindes theoretisch fundiert aufzuarbeiten, eigene pädagogische Leistungen zu reflektieren und die Übertragbarkeit von Case Management-Methoden in den Arbeitsalltag zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudie, in der die Autorin ihre eigene Arbeit als Bezugserzieherin anhand des theoretischen Rahmens des Case Managements analysiert und reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Literaturanalyse der Case Management-Phasen und eine detaillierte, phasenorientierte Darstellung der Hilfegestaltung für das Fallbeispiel "Anna" unter Einbeziehung der Dokumentationspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Case Management, Hilfeplanung, Reflexion, Bezugserziehung und SGB VIII.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Bezugserziehers von einem hauptberuflichen Casemanager im Fallbeispiel?

Die Autorin stellt fest, dass in ihrer Einrichtung keine hauptberuflichen Casemanager existieren; die Bezugserzieher übernehmen daher in der Praxis lediglich Teilaufgaben und Zuarbeiten für die zuständige Fachkraft des Jugendamtes.

Warum hält die Autorin den "Merkzettel" für den Erziehungsplan für sinnvoll?

Da der offizielle Erziehungsplan oft in der Akte verschwindet und für Kinder schwer verständlich ist, bietet der Merkzettel eine kindgerechte, transparente Übersicht, die das Kind aktiv in den Hilfeprozess einbezieht.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Rolle des Jugendamtes?

Sie kritisiert, dass das Jugendamt Entscheidungen oft nur auf Basis der "Akte" und ohne pädagogische Nähe zum Kind trifft und plädiert für eine intensivere, kooperative Zusammenarbeit zwischen Fachkraft und Erzieherteam.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe. Die praktische Umsetzung von Case Management in einer Familienorientierten Wohngruppe
Universidad
Heidenheim University of Cooperative Education
Calificación
1,0
Autor
Marlen Sauer (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
40
No. de catálogo
V65781
ISBN (Ebook)
9783638582711
ISBN (Libro)
9783656792758
Idioma
Alemán
Etiqueta
Case Management Kinder- Jugendhilfe Umsetzung Familienorientierten Wohngruppe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marlen Sauer (Autor), 2005, Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe. Die praktische Umsetzung von Case Management in einer Familienorientierten Wohngruppe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65781
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Extracto de  40  Páginas
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