1 Einleitung
1.1 Bedeutungsvielfalt und Übernahme in das Management
Unternehmen werden in Zukunft nur Wettbewerbsvorteile erzielen, wenn es ihnen gelingt, die Qualifikation, Motivation und das Engagement ihrer Mitarbeiter zu steigern. Wie kann dieses Ziel, unter Berücksichtigung des oben genannten Zitates von Gottfried Keller(1), erreicht werden?
Diese Arbeit untersucht, in wieweit Coaching dieses Ziel unterstützen kann. Coach-ing wird in sehr verschiedenen Zusammenhängen mit den unterschiedlichsten Bedeutungen verwendet; über die Methode liegt weitgehend kein einheitliches Verständnis vor. Ein Schwerpunkt bildet die Hilfe zur Selbsthilfe und die Optimierung von Fähigkeiten bei Mitarbeitern oder Vorgesetzten, um die Bewältigung von Ar-beitsanforderungen zu erleichtern.
Abgeleitet wird das Wort Coaching vom englischen Begriff „coach“(2) , welcher mit „Kutsche“, „Nachhilfelehrer“ oder „Sporttrainer“ übersetzt werden kann. Als Anglizis-mus in der deutschen Sprache ist das Wort im Sportbereich seit etwa 1910 belegt und wurde als Bezeichnung für den Trainer und Betreuer einer Eishockeymann-schaft bekannt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Tätigkeit des Coachens nicht eindeutig eingegrenzt. Im europäischen Raum ist Coaching vor allem die Bezeichnung für Beratungs- und Betreuungsmaßnahmen beim Training und Wettkampf, wobei die lerntheoretischen und sportmedizinischen Einwirkungen eher ausgeschlossen werden und verstärkt auf die sportpsychologischen Elemente eingegangen wird. Im englischen Sprachraum hingegen werden alle Aktivitäten im Sport, die mit einer Leistungsoptimierung verbunden sind, mit dem Begriff Coaching belegt, und ebenso bezeichnet man umgekehrt alle diese Aktivitäten auch mit dem Wort Training.
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Zitiert nach: Brinkmann (2000), S. 6
Pons Globalwörterbuch (2000)
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Bedeutungsvielfalt und Übernahme in das Management
1.2 Begriffsbestimmung Coaching
1.3 Entstehungskontext des Coachings
1.4 Varianten von Coaching
2 Anwendung von Coaching
2.1 Zielgruppe von Coaching
2.2 Funktionen und Zielsetzungen von Coaching
2.3 Anlässe für Coaching
3 Vorgehensweisen beim Coaching
3.1 Methoden und Arbeitsverlauf beim Coaching
3.2 Grenzen und Gefahren beim Coaching
3.3 Abgrenzung von Coaching zu anderen Konzepten
4 Internes und externes Coaching
4.1 Coaching – ein innovatives Konzept zur Potentialfreisetzung
4.2 Kriterien für einen professionellen Coach
4.3 Arbeitsbedingungen von internen und externen Coaches
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Coaching als innovatives Konzept zur Potentialfreisetzung dazu beitragen kann, Wettbewerbsvorteile durch die Förderung von Qualifikation, Motivation und Engagement der Mitarbeiter zu erzielen, wobei insbesondere die Rahmenbedingungen der Deutschen Bahn AG Berücksichtigung finden.
- Grundlagen, Definition und Entstehungskontext von Coaching
- Anwendungsbereiche, Zielgruppen und Anlässe für Coaching-Maßnahmen
- Methodik des Coaching-Prozesses und die Rolle des professionellen Coaches
- Gegenüberstellung von internem und externem Coaching im Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Methoden und Arbeitsverlauf beim Coaching
Während des Coachings erfolgt eine individuelle Beratung auf der Prozessebene, indem der Coach keine direkten Lösungsvorschläge liefert, sondern den Klienten begleitet und ihn anregt eigene Lösungen zu entwickeln.
Der typische Coachingprozess wird in sechs verschiedene Phasen unterteilt: Die erste Phase, das Erstgespräch bzw. der Vertrag, hat eine Schlüsselposition im gesamten Coachingprozess. Hier wird der Grundbaustein für eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. Coach und Coachee lernen sich im Erstgespräch persönlich kennen. Sie besprechen, wie das geplante Coachingprojekt gemeinsam angegangen werden soll. Es ist sehr wichtig, dass der Coach dem Coachee sympathisch ist und ihm vertrauen kann. Der Coachee vertraut dem Coach viele persönliche Informationen an, um einen sinnvollen Coachingprozess zu etablieren. Daher ist Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz für Coaching eine essentielle Basis.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung des Bedeutungswandels von Coaching im Managementkontext und erste begriffliche Einordnung.
2 Anwendung von Coaching: Analyse der Zielgruppen sowie der Funktionen und Anlässe für den Einsatz von Coaching.
3 Vorgehensweisen beim Coaching: Detaillierte Darstellung der Prozessphasen, Methoden sowie kritische Betrachtung von Grenzen und Abgrenzungen zu anderen Konzepten.
4 Internes und externes Coaching: Untersuchung der Rollen von Coaches sowie der Qualitätskriterien und Arbeitsbedingungen im Unternehmensumfeld.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Herausforderungen von Coaching als Instrument der Personalentwicklung.
Schlüsselwörter
Coaching, Personalentwicklung, Potentialfreisetzung, Führungskräfte, Einzelcoaching, Team-Coaching, Mitarbeiterführung, Selbsthilfe, Coaching-Prozess, Coaching-Methoden, Unternehmenskultur, Feedback, Management, Coaching-Qualität, Arbeitswelt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Coaching als Instrument der Personalentwicklung zur Förderung von Mitarbeiterpotenzialen und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Methoden des Coachings, der Ablauf des Coaching-Prozesses, die Unterscheidung zwischen internen und externen Coaches sowie die Anwendung bei der Deutschen Bahn AG.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Coaching als innovatives Konzept zur Potentialfreisetzung die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter verbessern und als Unterstützung bei beruflichen Herausforderungen dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Coaching-Konzepten sowie auf praktischen Erkenntnissen und Experteninterviews, insbesondere im Kontext der Deutschen Bahn AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Anwendung von Coaching, die konkreten Vorgehensweisen und Phasen des Coachings sowie einen Vergleich zwischen internen und externen Coaching-Ansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Potentialfreisetzung, Personalentwicklung, Coaching-Prozess, Selbsthilfe, Führungskräfte und Coaching-Qualität.
Warum ist das Vertrauensverhältnis beim Coaching so zentral?
Da Coaching oft sensible, persönliche und berufliche Themen behandelt, ist Vertrauen die Grundvoraussetzung, damit der Coachee offen über Probleme sprechen und aktiv an seiner Weiterentwicklung arbeiten kann.
Wie unterscheidet sich der interne vom externen Coach?
Der interne Coach kennt die Unternehmenskultur und Arbeitsabläufe, steht aber unter Umständen in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Auftraggeber, während ein externer Coach durch Neutralität und eine unbefangene Sichtweise überzeugt.
- Quote paper
- Irma Verkaik (Author), 2002, Coaching - ein innovatives Konzept zur Potentialfreisetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6578