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Die Geschichte der Hüte und die Umsetzung im Unterricht

Title: Die Geschichte der Hüte und die Umsetzung im Unterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christine Schröder (Author)

Textile, Print, Crafting
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Summary Excerpt Details

Hüte sieht man in unserer Zeit nur noch recht selten. Man findet zwar noch Kopftücher und Wintermützen, aber der richtige Hut ist nur noch in bestimmten Gruppen zu finden. Hierzu zählen zum Beispiel Prominente, Adlige und andere gehobene Schichten. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Pferderennen in Ascot/England. Jede Frau, die was auf sich hält, trägt dort einen Hut, der in Farbe, Form und Größe sehr auffällig sein kann. Der Hut und seine Moden konnten früher aber auch noch heute schnell politisch werden - sei es als rote Jakobinermütze oder als Zylinder aus der 1848er Revolution mit schwarz-rot-goldener Kokarde. Unsere SchülerInnen haben allerdings selten oder gar nicht die Möglichkeit Hüte zu tragen. Meistens wird ein Mensch, der auf der Straße einen Hut trägt eher belächelt als bestaunt.
Auch in anderen Kulturen findet man noch Kopfbedeckungen, die allerdings einen anderen Stellenwert haben, als in unserer Kultur. Daher ist es wichtig den SchülerInnen dieses Kleidungsstück nahe zu bringen, damit ein Gespür für diese anderen Kulturen entwickelt werden kann. Auch für die eigene Stilentwicklung und das Modeverständnis kann es wichtig sein, dieses Accessoires zu verstehen und kritisch damit umzugehen. Um dieses Verständnis zu entwickeln, ist es sinnvoll eine Unterrichtseinheit durchzuführen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Kulturgeschichte von Hüten und anderen Kopfbedeckungen

2.1 Kopfbedeckungen in der Zeit vor Christus

2.2 Kopfbedeckungen in der Zeit nach Christus

2.2.1 Vom Frühmittelalter bis zum Hochmittelalter

2.2.2 Das 17. Jahrhundert

2.2.3 Das 18. Jahrhundert

2.2.4 Das 19. Jahrhundert

2.2.5 Das 20. Jahrhundert

3. Die Unterrichtseinheit

3.1 Didaktische Überlegungen

3.2 Methodische Überlegungen

3.2.1 Herstellung des Papierhutes

4. Schlussüberlegungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Kopfbedeckungen und leitet daraus ein didaktisches Konzept für den Textilen Werkunterricht ab, das bei Kindern ein Bewusstsein für kulturelle Vielfalt, soziale Identität und die funktionale sowie ästhetische Rolle von Kleidung fördern soll.

  • Kulturhistorische Entwicklung von Hüten und Kopfbedeckungen vom Altertum bis in das 20. Jahrhundert.
  • Bedeutung von Kopfbedeckungen als Schutz, Statussymbol und Identitätsmerkmal.
  • Förderung von Toleranz und interkulturellem Verständnis durch den bewussten Umgang mit fremden Traditionen.
  • Praktische Umsetzung im Unterricht durch das Erforschen von Rollenbildern und die eigene Gestaltung eines Papierhutes.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Vom Frühmittelalter bis zum Hochmittelalter

Vom 4.-13. Jahrhundert, während des byzantinischen Kaiserreiches, wurden vor allem bei Herrschern und Herrscherinnen Kronen und Diademe getragen. Die vornehme Dame trug, ähnlich wie im 15./16. Jahrhundert, einen großen Wulstring um den Kopf, sowie „[...] Haarnetze, Schleier, Stirnbinden und Kugelförmige Kopfbedeckungen mit wulstigem Rand.“

Während des frühen Mittelalters gab es hauptsächlich nur zum Schutz Kapuzenmäntel (Cullus) für den einfachen Mann. Die Wikinger trugen reich verzierte Kopfbedeckungen oder eine Art Zipfelmütze, die sie im Orient kennen gelernt hatten. Erst im 11. /12. Jahrhundert kam eine einheitliche Kopfbedeckung für den Mann auf. Diese nannte sich zum einen Kalotte, eine halbkugelförmige Mütze, und zum anderen Coiffe, die eine eng anliegende Bundhaube aus Leder oder Leinen darstellte. Reichere Männer trugen die Coiffe nur aus Leder unter ihrem Helm wohingegen die Männer der unteren Ständen sie aus Leinen als einzige Kopfbedeckung verwendeten. Durch die stärkere Beziehung zum Orient kam im 11. Jahrhundert eine Art phrygischer Spitzhut aus Stroh auf, der vor allem Reisenden und Bauern als Sonnenschutz diente.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Bedeutung von Hüten im Alltag und motiviert die Notwendigkeit, dieses Kleidungsstück als kulturelles Accessoire wieder ins Bewusstsein der Schüler zu rücken.

2. Zur Kulturgeschichte von Hüten und anderen Kopfbedeckungen: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über die Entwicklung von Kopfbedeckungen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert und verdeutlicht deren Wandel als Schutzmittel, Statussymbol und Modeaccessoire.

3. Die Unterrichtseinheit: Hier werden didaktische Ansätze dargelegt, wie das Thema kulturell eingebettet werden kann, um Toleranz zu fördern und den funktionalen sowie soziologischen Wert von Kopfbedeckungen spielerisch zu vermitteln.

4. Schlussüberlegungen: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Hüte trotz ihres Funktionsverlustes im modernen Alltag ein mächtiges Mittel zur Identitätsbildung bleiben und im Unterricht wertvolle Impulse für soziales Verständnis liefern können.

Schlüsselwörter

Kopfbedeckungen, Kulturgeschichte, Hutmode, Textiles Werken, Interkulturelle Bildung, Didaktik, Papierhut, Identität, Schutzfunktion, Status, Kopfschmuck, Unterrichtseinheit, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit verknüpft eine historische Betrachtung der Kopfbedeckung mit deren Anwendung im fachdidaktischen Kontext des Textilen Werkens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Kulturgeschichte von Hüten, deren soziale und funktionale Bedeutung sowie die pädagogische Aufarbeitung für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Schülern durch die Auseinandersetzung mit Hüten ein besseres Verständnis für fremde Kulturen und die eigene Identitätsentwicklung zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse kulturgeschichtlicher Quellen, kombiniert mit fachdidaktischen Überlegungen für die Unterrichtspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen geschichtlichen Abriss sowie einen praktischen Entwurf für eine Unterrichtseinheit zur Herstellung von Papierhüten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kulturgeschichte, Kopfbedeckung, textiles Werken, Identität und interkulturelle Toleranz.

Warum wird im Unterricht das Material Papier verwendet?

Papier ist ein den Kindern vertrautes Material, das sich hervorragend eignet, um die Grundfertigkeiten des Gestaltens zu erproben, bevor man zu komplexeren textilen Materialien übergeht.

Welche Rolle spielt das Kasperletheater in diesem Konzept?

Das Theaterstück dient dazu, die Kinder durch verschiedene Figuren, die über Kopfbedeckungen charakterisiert werden, spielerisch an unterschiedliche Rollen und kulturelle Hintergründe heranzuführen.

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Details

Title
Die Geschichte der Hüte und die Umsetzung im Unterricht
College
University of Education Ludwigsburg  (Haushalt/Textil)
Course
Hauptseminar Fachdidaktik: Hüte und andere Kopfbedeckungen
Grade
1,5
Author
Christine Schröder (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V6583
ISBN (eBook)
9783638141215
Language
German
Tags
Geschichte Hüte Umsetzung Unterricht Hauptseminar Fachdidaktik Hüte Kopfbedeckungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schröder (Author), 2002, Die Geschichte der Hüte und die Umsetzung im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6583
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