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Morphosyntax am Beispiel des Mittellatein und Altfranzösischen - mit Analyse ausgewählter Sekundärliteratur

Title: Morphosyntax am Beispiel des Mittellatein und Altfranzösischen - mit Analyse ausgewählter Sekundärliteratur

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mark Möst (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Der Begriff „Morphosyntax“ enthält zwei Bestandteile: zum einen den Wortbestandteil „morpho-“, „zu den Formen gehörig, die Formenlehre betreffend“, zum anderen „Syntax“, was die Lehre vom Satz bezeichnet. Der Petit Robert liefert für „morphosyntaxe“ folgende Definition: „Etude des formes et des règles de combinaison régissant la formation des énoncés.“1 Hieran lassen sich gut die Bereiche Morphologie und Syntax als Bestandteile der Morphosyntax identifizieren. Wenig hilfreich ist dagegen der Definitionsversuch im Lexikon der der romanistischen Linguistik: „[Es] läßt sich [...] unter dem Titel ‚Morphosyntax‘ ein eigener Bereich der Sprachzeichenbildung vom Rang der freien Moneme bis hin zum Syntagma, also zur satzgliedfähigen Wortgruppe ausgrenzen.“ Offensichtlich wird hier versucht, zwischen den Teildisziplinen Morphologie und Syntax die Morphologie als weitere Teildisziplin anzusiedeln, indem als untere Grenze das „Wort“ dient – genau dies jedoch ist dem Verfasser des Artikels nicht gelungen, indem er den Terminus „freies Monem“ dafür verwendet –, als obere Grenze, und dies ist schon eher aufschlußreich, das Syntagma; denn der Autor fährt fort: „Entsprechend behandelt die ‚Syntax‘ dann Konstruktionsprobleme von den Satzgliedkonstituenten ‚aufwärts‘“2.
[...]
1 Rey-Debove/Rey (Hrsg.), Petit Robert, Stichwort „morphosyntaxe“
2 Holtus u.a. (Hrsg.), Lexikon der romanistischen Linguistik, Bd. II, 1, S. 273

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen: Morphosyntax, Mittellatein, Altfranzösisch

1.1 Morphosyntax

1.2 Mittellatein

1.3 Altfranzösisch

2. Literaturauswahl zum Thema „Morphosyntax“ und zum Artikel

2.1 Mittellatein

2.1.1 Stotz: Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters. Band 4: Formenlehre, Syntax und Stilistik

2.1.2 Mantello / Rigg: Medieval Latin

2.2 Altfranzösisch

2.2.1 Lausberg: Romanische Sprachwissenschaft. Band III: Formenlehre

2.2.2 Buridant: Grammaire nouvelle de l’ancien français

2.2.3 Rheinfelder: Altfranzösische Grammatik. Zweiter Teil: Formenlehre

2.2.4 Pope: From Latin to modern French

2.2.5 Revol: Introduction à l’ancien français

3. Der Artikel in Mittellatein und Altfranzösisch

3.1 Mittellatein

3.2 Altfranzösisch

3.2.1 Formen des Artikels

3.2.2 Zur Verwendung des Artikels

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den morphosyntaktischen Status und die Entwicklung des Artikels im Übergang vom Mittellateinischen zum Altfranzösischen zu untersuchen. Dabei wird der Fokus auf die philologische Einordnung relevanter Sekundärliteratur sowie die systematische Beschreibung der morphologischen Ausprägung und syntaktischen Funktion des Artikels in beiden Sprachstufen gelegt.

  • Definition des Begriffs Morphosyntax im Kontext der historischen Sprachwissenschaft.
  • Vergleichende Analyse der Sekundärliteratur zu mittellateinischen und altfranzösischen Grammatiken.
  • Historische Herleitung des Artikels aus lateinischen Demonstrativpronomina und Zahlwörtern.
  • Struktureller Vergleich der Verwendung von bestimmten, unbestimmten und Nullartikeln.

Auszug aus dem Buch

3.1 Mittellatein

Im klassischen Latein gibt es keinen Artikel, weder einen bestimmten noch einen unbestimmten. Im Gegensatz dazu besitzt das Griechische wenigstens einen bestimmten Artikel, in den romanischen Sprachen haben sich – wie dies noch für das Französische gezeigt werden wird – sowohl bestimmte als auch unbestimmte Artikel entwickelt. Die Beschäftigung mit griechischen, romanischen und arabischen Texten, wo es Artikel gab, machten es notwendig, diese auch im Lateinischen ausdrücken zu können. Dabei griff man weitgehend auf Pronomina zurück, die es bereits im Lateinischen gab, die aber in ihrer mittellateinischen Verwendung auf die bloße Funktion des Artikels reduziert waren, indem die ursprünglichen Demonstrativpronomina von der demonstrativen Kraft einbüßten.

Die folgenden Ausführungen zum Artikel im Mittellatein stützen sich auf Medieval Latin von Mantanello/Rigg, finden sich jedoch in ähnlicher Form auch in der Formenlehre von Stotz. Für den bestimmten Artikel wurde oft das Demonstrativpronomen „ille“ oder „ipse“ verwendet. Das Pronomen „quidam“, das bereits im Lateinischen eine Unbestimmtheit ausdrückt („ein gewisser“), findet sich in mittellateinischen Texten oft, um den unbestimmten Artikel wiederzugeben. Besonders in Abhandlungen über Wortschatz und Grammatik ergab sich die Notwendigkeit, das Genus von Substantiven mit Hilfe eines Beiwortes auszudrücken, so wie dies auch heute noch in den romanischen Sprachen üblich ist; hierzu verwendeten die Grammatiker das Pronomen „hic“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Morphosyntax, Mittellatein, Altfranzösisch: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Abgrenzung der Morphosyntax und definiert die untersuchten Sprachstufen Mittellatein und Altfranzösisch.

2. Literaturauswahl zum Thema „Morphosyntax“ und zum Artikel: Hier erfolgt eine kritische Vorstellung und Bewertung ausgewählter Standardgrammatiken und Fachwerke, die zur Analyse der Sprachstufen herangezogen wurden.

3. Der Artikel in Mittellatein und Altfranzösisch: Das Kapitel vergleicht die Genese, die morphologischen Formen sowie die syntaktischen Verwendungsweisen des Artikels in beiden Sprachperioden.

Schlüsselwörter

Morphosyntax, Mittellatein, Altfranzösisch, Artikel, Formenlehre, Syntax, Sprachgeschichte, Demonstrativpronomen, Romanistik, Grammatik, Sprachwandel, Nullartikel, Wortart, Sprachwissenschaft, Philologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Gebrauch des Artikels im Übergang vom Mittellateinischen zum Altfranzösischen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition morphosyntaktischer Phänomene sowie die philologische Analyse lateinischer und altfranzösischer Grammatikwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Darstellung, wie sich aus den demonstrativen Funktionen des Lateinischen durch morphosyntaktischen Wandel der Artikel in den romanischen Sprachen herausgebildet hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich deskriptiver, historisch orientierter Grammatikwerke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst relevante Fachwerke rezensiert und anschließend die spezifischen morphologischen Formen und syntaktischen Funktionen des Artikels in Mittellatein und Altfranzösisch gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Morphosyntax, historische Sprachwissenschaft, Mittellatein, Altfranzösisch sowie die Analyse von Sprachwandel und grammatikalischer Struktur.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Artikels in den behandelten Werken wie Buridant oder Rheinfelder?

Die Werke unterscheiden sich primär in der didaktischen Aufbereitung, der Einbeziehung lateinischer Ausgangsformen sowie der Trennung bzw. Integration von Morphologie und Syntax innerhalb der Kapitelstruktur.

Welche Rolle spielt das Demonstrativpronomen „ille“ für die Entstehung des Artikels?

Das Pronomen „ille“ fungierte als Basis, das durch den Verlust seiner demonstrativen Kraft und phonetische Abschleifung den bestimmten Artikel im Altfranzösischen ausbildete.

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Details

Title
Morphosyntax am Beispiel des Mittellatein und Altfranzösischen - mit Analyse ausgewählter Sekundärliteratur
College
University of Heidelberg  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar: Grundlagen der Philologie
Grade
1,0
Author
Mark Möst (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V65920
ISBN (eBook)
9783638587020
ISBN (Book)
9783640786466
Language
German
Tags
Morphosyntax Proseminar Grundlagen Philologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Möst (Author), 2003, Morphosyntax am Beispiel des Mittellatein und Altfranzösischen - mit Analyse ausgewählter Sekundärliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65920
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