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Die besondere Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen

Título: Die besondere Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen

Trabajo Escrito , 2006 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jessica Weingart (Autor)

Teología - Teología práctica
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„Man muß das Gute tun, damit es in der Welt sei.“
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach



Im Rahmen der Untersuchungen zu dem Thema dieser Arbeit wurde eine Diskrepanz zwischen vielfältigen wissenschaftlichen Diskussionen und der angewandten Praxis der Seelsorge an Geschiedenen deutlich. Die praktische Ausführung von einer begleitenden Seelsorge ist gegenwärtig allerdings besonders wichtig. In Deutschland wurde 1995 jede dritte Ehe geschieden, in Großstädten sogar jede zweite. Einige TheologInnen ließen sich auf die Problematik der Seelsorge an Geschiedenen ein und wurden tätig. So folgten sie dem Anspruch des Zitats der Freifrau von Ebner-Eschenbach.
Zunächst werden Probleme angesprochen, die sich hinsichtlich der Seelsorge allgemein in Deutschland zeigen, es folgt die Untersuchung der Seelsorge als angewandtes Scheidungsritual und das Problem der Ehescheidung in der Theologie. Diese Problematiken werden in den Vorüberlegungen und der theologischen Reflexion angesprochen und bearbeitet. Dabei war es für das weitere Vorgehen in der Arbeit wichtig Position zu beziehen. Die besondere Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen konnte demnach auch als Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen wahrgenommen werden.
Bei der Wahl des Konzepts der Seelsorge an Geschiedenen orientierte ich mich an dem obigen Zitat und suchte einen Ansatz der Seelsorge aus, der die praktischen Erfahrungen der Autoren John Patton und Brian Childs aufgreift. Das Konzept wird dargestellt und hinsichtlich bestimmter Fragen ausgewertet. In dem Resümee wird das Erarbeitete zusammengefasst und reflektiert. Dazu beziehe ich Position und gebe Ausblicke, welche mir wünschenswert im Hinblick auf Geschiedene erscheinen, so dass Ehe nicht mehr länger als "lebenslänglich" empfunden werden muß.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Vorüberlegungen

2. Theologische Reflexion über Ehe- und Ehescheidung zur Zeit Jesu

2.1 Ehe und Ehescheidung

2.2 Die Haltung Jesu und der Urgemeinde zur Ehescheidung nach Markus 10,1-12

2.3 Auswirkung der theologischen Reflexion auf das Eheverständnis

3. Ein Konzept der Seelsorge an Geschiedenen: Die generationsübergreifende Ehe- und Familienseelsorge

3.1 Scheidung als Versagen des Miteinanders der Generationen

3.2 Scheidung als Beziehungsverlust

3.3 Wie Trennung und Scheidung erlebt wird

3.4 Phasen des Trennungs- und Scheidungsverlaufs

3.6 Ansatz einer Theologie der Scheidung

3.7 Auswertung des Konzepts

3.8 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischer Anwendung in der kirchlichen Seelsorge an Geschiedenen. Dabei wird ein generationsübergreifendes Konzept analysiert, um Wege aufzuzeigen, wie Betroffene in ihrer Lebenssituation seelsorgerlich begleitet und unterstützt werden können.

  • Theologische Einordnung von Ehe und Ehescheidung
  • Analyse des generationsübergreifenden Seelsorge-Konzepts von Patton und Childs
  • Bedeutung von Scheidungsritualen in der Kirche
  • Rolle des Seelsorgers in Krisenintervention und Begleitung
  • Verständnis von Trennung als Beziehungsverlust und Prozess

Auszug aus dem Buch

3.4 Phasen des Trennungs- und Scheidungsverlaufs

Patton und Childs haben die Erfahrung gemacht, dass Scheidung als ein komplexer und traumatischer Prozess abläuft. Untersucht man nun Phasenentwürfe des Scheidungsprozesses, so ist keiner völlig zufriedenstellend. Dennoch ist die Kenntnis des Verlaufs für den Berater wichtig. Der folgende Phasenentwurf ist von Elisabeth Kübler Ross und beschreibt den Sterbeprozess. Dieser ist grundlegend für andere Entwürfe für Scheidungsprozesse gewesen. Dabei sind drei Punkte für den Berater zu beachten:

1. Die Phasen erscheinen in der Praxis häufig in veränderter Reihenfolge.

2. Die affektiven und kognitiven Phänomene sind unabhängig vom Verhalten zu reflektieren.

3. Es müssen die Bedürfnisse von mindestens drei Generationen berücksichtigt werden.

Folgende sieben Phasen werden genannt:

1. Über eine kürzere oder längere Zeitspanne erlebt ein Ehepartner die Ehe als Falle. Die Gefühle der Desillusionierung werden wach, da der Ehepartner nicht so ist wie er selbst. Scheidungsgedanken tauchen auf. Die drei Generationen spüren eine wachsende Angst und verleugnen sie.

2. Die Angst wird verbalisiert und von einem oder beiden Ehepartnern bejaht. Das geschieht allerdings nur unter den Ehepartnern. Auslöser dieser Phase kann z. B. sein eine Affäre.

3. Etwas wird direkt für die Ehe unternommen wie der Gang zum Eheberater, eine offene räumliche Trennung oder eine Umstrukturierung des gemeinsamen Lebens. Die anderen Generationen spüren vermehrt Angst. Bei den Kindern können Verhaltensstörungen, Krankheiten oder verstärktes Bedürfnis von Zuwendung auftreten. Die Ursprungsfamilien werden aktiv, indem sie versuchen zu helfen oder sie verleugnen die Situation weiterhin. Zentrales Merkmal dieser Phase ist das Nachdenken oder sprechen über Vor- und Nachteile einer Scheidung einer oder beider Partner.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Diskussion und kirchlicher Praxis in der Seelsorge für Geschiedene und führt in die gewählte Methodik ein.

1. Vorüberlegungen: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen der Seelsorge in Deutschland und den Wert säkularer Humanwissenschaften sowie kirchlicher Übergangsrituale.

2. Theologische Reflexion über Ehe- und Ehescheidung zur Zeit Jesu: Hier wird das biblische Verständnis von Ehe zur Zeit Jesu analysiert, insbesondere die Haltung Jesu und der Urgemeinde zur Ehescheidung.

3. Ein Konzept der Seelsorge an Geschiedenen: Die generationsübergreifende Ehe- und Familienseelsorge: Dieses Hauptkapitel stellt das Modell von Patton und Childs vor, das Scheidung als generationsübergreifendes Phänomen und Beziehungsverlust begreift.

3.1 Scheidung als Versagen des Miteinanders der Generationen: Es wird erörtert, wie unzureichende Ausdifferenzierung aus der Herkunftsfamilie Scheidungsprozesse beeinflusst.

3.2 Scheidung als Beziehungsverlust: Das Kapitel beschreibt Scheidung als schmerzhaften Trennungsprozess, der mit kindlicher Trauer und Identitätsverlusten verbunden ist.

3.3 Wie Trennung und Scheidung erlebt wird: Hier wird die pathologisierende Sicht auf Geschiedene kritisiert und die Notwendigkeit von Empathie und Klärung der eigenen Einstellung des Seelsorgers betont.

3.4 Phasen des Trennungs- und Scheidungsverlaufs: Die verschiedenen Phasen der Scheidung werden unter Berücksichtigung systemischer Bedürfnisse der beteiligten Generationen dargestellt.

3.6 Ansatz einer Theologie der Scheidung: Dieser Abschnitt entwickelt eine Theologie, die menschliche Fehlerlichkeit anerkennt und die Zuwendung Gottes auch in Scheidungssituationen betont.

3.7 Auswertung des Konzepts: Eine kritische Reflexion des Modells von Patton und Childs hinsichtlich seiner Vor- und Nachteile in der praktischen Anwendung.

3.8 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Plädoyer für eine wertschätzende, geduldige Begleitung Geschiedener.

Schlüsselwörter

Seelsorge, Ehe, Ehescheidung, Generationsübergreifend, Beziehungsverlust, Trennung, Scheidungsritual, Krisenintervention, Identitätsentwicklung, Theologie, Beratung, Patton, Childs, Familie, Glaube

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der seelsorgerlichen Begleitung von geschiedenen Menschen und analysiert die Diskrepanz zwischen theoretischen Ansätzen und der kirchlichen Praxis in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theologische Einordnung der Ehe, die psychologische Dynamik von Trennung und Scheidung sowie die praktische Anwendung generationsübergreifender Beratungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein geeignetes seelsorgerliches Konzept aufzuzeigen, das Betroffene in ihrer Identitätsfindung unterstützt und Scheidung nicht als bloße Sünde, sondern als schmerzhaften Lebensübergang würdigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und stellt ein spezifisches praktisch-theologisches Beratungskonzept (Patton/Childs) zur Diskussion und Auswertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theologische Reflexion zur Zeit Jesu und die detaillierte Darstellung und kritische Auswertung eines generationsübergreifenden Modells der Ehe- und Familienseelsorge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Seelsorge, Ehescheidung, Generationsübergreifend, Trennung, Beziehungsverlust, kirchliche Begleitung und theologische Reflexion.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Scheidungsritualen?

Die Autorin plädiert dafür, Scheidungsrituale in der Kirche als Möglichkeit anzubieten, um mit dem Erlebten abzuschließen und die christliche Begleitung auch in Krisenzeiten zu gewährleisten.

Warum ist die eigene Einstellung des Seelsorgers so wichtig?

Da Pastoren oft unbewusst Normen wie die "Rettung der Ehe" als einziges Erfolgskriterium übernehmen, ist eine Selbstprüfung des Seelsorgers entscheidend, um den Klienten unvoreingenommen dienen zu können.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Die besondere Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen
Universidad
Church university Bethel
Calificación
1,0
Autor
Jessica Weingart (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
23
No. de catálogo
V65958
ISBN (Ebook)
9783638583718
ISBN (Libro)
9783638671057
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aufgabe Seelsorge Geschiedenen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Weingart (Autor), 2006, Die besondere Aufgabe der Seelsorge an Geschiedenen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65958
Leer eBook
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