Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema Grammatikunterricht. Insbesondere soll auf den Grammatikunterricht an Berufsbildenden Schulen im Bereich der Mediengestaltung eingegangen werden. Als Themenschwerpunkt für einen exemplarischen Grammatikunterricht in diesem Ausbildungszweig wurde die Werbesprache ausgewählt. Im folgenden Abschnitt wird einführend eine Definition des Begriffes Grammatik ausgearbeitet. Verschiedene Grammatiken - wie zum Beispiel die funktionale und die rezeptive Grammatik sollen erklärt werden.
Im zweiten Kapitel werden didaktische Konzepte bezüglich Grammatikunterricht erklärt. Der Begriff Grammatikunterricht soll zunächst unter Berücksichtigung von Vorstellungen verschiedener Didaktiker erörtert werden. Didaktische Methoden zur praktischen Umsetzung von Grammatikunterricht werden anschließend dargestellt. Aufbauend auf dieser Grundlage soll am Beispiel des Themenkomplexes Werbesprache ein Unterrichtsentwurf im 3. Kapitel ausgearbeitet werden. Da ich diese Unterrichtssequenz speziell für den Ausbildungsberuf des Mediengestalters vorbereite, soll der Rahmenlehrplan untersucht werden. Anhand dieses Lehrplans soll erarbeitet werden, wo das Unterrichtsthema Werbesprach ein die Ausbildung eingebettet werden kann.
Anschließend möchte ich eigene Gründe nennen, die die Notwendigkeit des Grammatikunterrichts bzw. die Behandlung des oben genannten Unterrichtsstoffes für diese Berufsgruppe begründet. Es soll deutlich werden, dass Grammatikunterricht beim Mediengestalter u.a. als Einführung in das Thema Werbesprache stattfindet. Um einen Unterrichtsentwurf zu diesem Lernfeld zu erarbeiten, müssen zunächst die Unterrichtsvoraussetzungen beschrieben werden. Diese beziehen sich auf die inhaltlichen Vorkenntnisse der Schüler bezüglich Werbung sowie auf räumliche Gegebenheiten. Zur Umsetzung der Unterrichtsstunde sind außerdem gewisse Medien erforderlich. Die Unterrichtsziele werden detailliert für diesen Unterrichtsentwurf erläutert. Der Entwurf für die Unterrichtssequenz Einführung in die Werbesprache(Kapitel 3.3.3) ist tabellarisch dargestellt. Der Tabelle kann man die einzelnen Unterrichtsschritte und -ziele entnehmen; das erforderliche Unterrichtsmaterial und die geplante Zeit für einzelne Unterrichtsschritte sind dort angegeben. In diesem Abschnitt werden ebenfalls didaktische Überlegungen zum Unterrichtsentwurf diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begriffsklärung "Grammatik"
1.2 Beispiele verschiedener Grammatiken
2. Didaktische Konzepte für Grammatikunterricht
- verschiedene didaktische Methoden -
3. Grammatikunterricht beim Mediengestalter
3.1 Der Ausbildungsrahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf des Mediengestalters
3.2 Begründung der Themenwahl - Einführung in die Werbesprache -
3.3 Ein Unterrichtsentwurf zum Thema: Einführung in die Werbesprache
3.3.1 Unterrichtsvoraussetzungen
3.3.2 Unterrichtsziele
3.3.3 Methodisch-praktische Realisierung
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die didaktischen Möglichkeiten, Grammatikunterricht praxisnah in die Ausbildung von Mediengestaltern zu integrieren, wobei das Thema "Werbesprache" als zentrales Lernfeld dient, um theoretisches Wissen mit beruflichen Anforderungen zu verknüpfen.
- Didaktische Konzepte und Methoden des Grammatikunterrichts
- Integration sprachlicher Reflexion in die Berufsausbildung
- Analyse und Didaktik der Werbesprache
- Entwicklung eines berufsorientierten Unterrichtsentwurfs
- Förderung beruflicher Schlüsselqualifikationen durch Projektarbeit
Auszug aus dem Buch
3.3 Ein Unterrichtsentwurf zum Thema: Einführung in die Werbesprache
In diesem Abschnitt soll ein Unterrichtsentwurf zum Unterrichtsthema Einführung in die Werbesprache erarbeitet und vorgestellt werden.
3.3.1 Unterrichtsvoraussetzungen
Eingangs werden einige inhaltliche Voraussetzungen, die sich auf den Kenntnisstand des Schülers beziehen, erklärt. So stellt die Definition des Begriffes Werbung eine Voraussetzung dar. Werbung wird vom Schüler unter dieser Bedeutung aufgefasst:
„Werbung ist eine absichtliche und zwangfreie Form der Beeinflussung, welche die Menschen zur Erfüllung der Werbeziele veranlassen soll.“29
Werbung selbst gilt nicht als Beeinflussung, sondern als Versuch einer solchen.
Auch die Werbeziele und -wirkungen sind Unterrichtsvoraussetzungen aus vorherigen Unterrichtsstunden: Die Schüler wissen, dass es unterschiedliche Werbeziele gibt wie z.B. die „Einführungswerbung“ als Werbung für ein neues Produkt, die „Erhaltungs- und Erinnerungswerbung“ für bereits bekannte Produkte, die „Stabilisierungswerbung“ beim Auftreten von Konkurrenzprodukten und die „Expansionswerbung“ bei einer Erweiterung des Produktanteils.30
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Grammatikunterrichts an berufsbildenden Schulen und stellt die Werbesprache als exemplarischen Themenschwerpunkt für Mediengestalter vor.
2. Didaktische Konzepte für Grammatikunterricht: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene theoretische Positionen und didaktische Methoden, um Grammatikunterricht lebendig und praxisorientiert zu gestalten.
3. Grammatikunterricht beim Mediengestalter: Das Hauptkapitel analysiert die Einbettung des Themas in den Rahmenlehrplan und präsentiert einen konkreten, praxisnahen Unterrichtsentwurf für das erste Ausbildungsjahr.
4. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und bestärkt die Notwendigkeit einer berufsorientierten Grammatikdidaktik, die Schülern hilft, sprachliche Manipulationen zu durchschauen.
Schlüsselwörter
Grammatikunterricht, Mediengestalter, Werbesprache, Didaktik, Berufsausbildung, Sprachreflexion, Unterrichtsentwurf, Rahmenlehrplan, Medienprodukte, Kommunikationsmodelle, Sprachanalyse, Fachdidaktik, Schlüsselqualifikationen, Werbeziele, Sprachmanipulation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Grammatikunterricht für Auszubildende im Bereich der Mediengestaltung didaktisch sinnvoll und praxisnah gestaltet werden kann.
Welches ist das zentrale Themenfeld?
Der Themenschwerpunkt liegt auf der "Werbesprache", die als Bindeglied zwischen linguistischer Theorie und beruflicher Anwendung fungiert.
Was ist das primäre Ziel?
Das Ziel ist es, durch einen konkreten Unterrichtsentwurf aufzuzeigen, wie Grammatikunterricht den Auszubildenden helfen kann, Werbetexte zu analysieren und ihre sprachliche Urteilskompetenz zu schärfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden didaktische Konzepte der Sprachreflexion analysiert und auf die Anforderungen des Ausbildungsrahmenlehrplans für Mediengestalter angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Untersuchung des Rahmenlehrplans, der Begründung der Themenwahl und der detaillierten Ausarbeitung eines Unterrichtsentwurfs zur Einführung in die Werbesprache.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Grammatikunterricht, Mediengestaltung, Werbesprache, handlungsorientiertes Lernen und Sprachreflexion charakterisiert.
Warum ist das Thema Werbesprache für Mediengestalter besonders relevant?
Es ist relevant, weil Mediengestalter täglich mit Werbetexten arbeiten und deren sprachliche Aussagekraft verstehen müssen, um diese professionell grafisch umzusetzen oder in der Kundenberatung zu argumentieren.
Wie trägt der Entwurf zur Förderung von Schlüsselqualifikationen bei?
Durch die integrierte Projektarbeit und den Perspektivwechsel zwischen Werbeagentur und Kunde werden Teamfähigkeit, freies Sprechen und kritisches Argumentieren gezielt trainiert.
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- Tina Schröder (Author), 2003, Didaktik des Grammatikunterrichts - Werbesprache: Ein Beispiel für den Grammatikunterricht im Berufsfeld des Mediengestalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66014