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Gestörtes Essverhalten - Was ist das?

Ein Fallbeispiel

Title: Gestörtes Essverhalten - Was ist das?

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benny Alze (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Ich habe ein narratives Interview mit Leila durchgeführt. Wir kennen uns aus dem entfernten Bekanntenkreis. Leila ist heute 20 Jahre alt. Ich habe sie gebeten sich in die Zeit von damals zurück zu versetzen und mir möglichst viel darüber zu erzählen. Der Anfang der Magersucht liegt schon sechs Jahre zurück und daher ist die Geschichte mit einige Lücken behaftet. „Da kann ich mich wirklich nicht mehr dran erinnern...!“ Außerdem konnte bzw. wollte ich an einigen Stellen nicht weiter nachhaken. „Das geht mir jetzt zu tief in die Geschichte rein. (...) Daran will ich mich auch gar nicht mehr erinnern.“ Ich habe an diesen Stellen aus emotionalen Gründen auch nicht weiter gefragt.
Man kann keine genaue Grenze zwischen gesundem und gestörtem Essverhalten ziehen. „Zwischen dem, was wir als normal akzeptieren, dem gestörtem und dem süchtigen Essverhalten sind die Grenzen fießend.“ In der heutigen Gesellschaft wird das Kalorienzählen, eine Diät oder die ausgiebige Mahlzeit akzeptiert und niemand würde denken, dass eine Essstörung die Ursache sei. Menschen mit einer Essstörung erleben ihr Essverhalten als eine Art Zwang, sei es das zwanghafte Abnehmen, ohne damit aufhören zu können (Magersucht) oder sei es das zwanghafte ‚Hineinstopfen’ von Nahrung, mit (Bulimie) oder ohne (Over-Eating- Störung) anschließendem Erbrechen. Die Verbindung dieser Zwänge besteht darin, dass die Kontrolle des Gewichts das Leben der betroffenen Personen bestimmt. Außerdem wird das Körperbild verzerrt wahr genommen und Gefühle ,z.B. satt oder hungrig, werden unterdrückt. Bei allen Formen ist ein „Drang nach Perfektion (...verbunden mit dem...) Gefühl, ihren eigenen und den Ansprüchen anderer nicht gerecht zu werden.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Fallbeispiel der ’ehemals’ magersüchtigen Leila

II. Gesundes Essverhalten oder Essstörung?

a. Magersucht – eine Essstörung vor allem junger Frauen?

b. Bulimie: die verschwiegene Sucht

c. Was man unter einer Over-Eating-Störung versteht

III. Der Einfluss der Umwelt:

a. Die Familie

b. Kulturelle Aspekte: Idealfigur und Schlankheitswahn

c. Individuelles Stresserleben: Aushalten von Spannung

d. Mangelndes Selbstwertgefühl – geringe Selbstachtung

IV. Den eigenen Weg finden – erwachsen werden

V. Figur und Gewicht

VI. Im Teufelskreis

VII. Entwicklung weiterer Symptome: Folge der Essstörung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen gestörten Essverhaltens unter psychologischen Gesichtspunkten, wobei anhand eines narrativen Fallbeispiels die Entstehung, Aufrechterhaltung und Auswirkungen von Essstörungen beleuchtet werden. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, wie sich Essstörungen entwickeln, welche Rolle das familiäre und gesellschaftliche Umfeld spielt und warum Betroffene oft in einen psychisch-biologischen Teufelskreis geraten.

  • Analyse der verschiedenen Formen von Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Over-Eating)
  • Die Bedeutung von familiären Strukturen und Leistungsdruck
  • Einfluss gesellschaftlicher Schlankheitsideale und Medien
  • Psychologische Aspekte wie Selbstwertgefühl und Stressbewältigung
  • Biologische und körperliche Folgen der Mangelernährung

Auszug aus dem Buch

I. Fallbeispiel der ’ehemals’ magersüchtigen Leila

Ich habe ein narratives Interview mit Leila durchgeführt. Wir kennen uns aus dem entfernten Bekanntenkreis. Leila ist heute 20 Jahre alt. Ich habe sie gebeten sich in die Zeit von damals zurück zu versetzen und mir möglichst viel darüber zu erzählen. Der Anfang der Magersucht liegt schon sechs Jahre zurück und daher ist die Geschichte mit einige Lücken behaftet. „Da kann ich mich wirklich nicht mehr dran erinnern...!“ Außerdem konnte bzw. wollte ich an einigen Stellen nicht weiter nachhaken. „Das geht mir jetzt zu tief in die Geschichte rein. (...) Daran will ich mich auch gar nicht mehr erinnern.“ Ich habe an diesen Stellen aus emotionalen Gründen auch nicht weiter gefragt.

Leila war 14 Jahre alt als „das“, die Magersucht, anfing. Sie wog 67kg bei einer Körpergröße von 170cm. Dies entspricht einem Body-Maß-Index von 23,18. Also war sie nicht gerade schlank, aber auf keinen Fall dick. Sie trieb Leistungssport in einem Verein. Im Verein liefen viele extrem dürre Mädchen in knapper Kleidung, herum. Dieser Anblick hat sie davon überzeugt, dass sie abnehmen muss. „Ich hatte mir das schon öfter überlegt, und als ich die ganzen anderen Mädels sah... .“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Fallbeispiel der ’ehemals’ magersüchtigen Leila: Anhand eines narrativen Interviews wird der Verlauf einer Magersucht bei einer jungen Frau dargestellt.

II. Gesundes Essverhalten oder Essstörung?: Definition und Abgrenzung von Magersucht, Bulimie und Over-Eating-Störungen sowie deren diagnostische Kriterien.

III. Der Einfluss der Umwelt:: Untersuchung der prägenden Faktoren durch Familie, gesellschaftliche Ideale, Stress und mangelndes Selbstwertgefühl.

IV. Den eigenen Weg finden – erwachsen werden: Analyse der Probleme bei der Ablösung vom Elternhaus und der Entstehung von Gefühlschaos durch die Anpassung an fremde Erwartungen.

V. Figur und Gewicht: Beschreibung des verzerrten Körperbildes und der Funktion der Gewichtsfixierung als Problembewältigungsstrategie.

VI. Im Teufelskreis: Darstellung der Wechselwirkung zwischen biologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren, die zur Chronifizierung der Störung führen.

VII. Entwicklung weiterer Symptome: Folge der Essstörung: Auflistung der physischen Schäden durch Mangelernährung und pathologische Kompensationsmechanismen.

Schlüsselwörter

Magersucht, Bulimie, Over-Eating, Essstörung, Körperbild, Selbstwertgefühl, Leistungsdruck, Adoleszenz, Diät, Schlankheitswahn, Fehlernährung, psychosomatische Folgen, psychische Gesundheit, Fallbeispiel, Teufelskreis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Analyse von Essstörungen, speziell Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und der Over-Eating-Störung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Entstehungsbedingungen, familiäre Einflüsse, gesellschaftliche Schlankheitsideale und die langfristigen körperlichen Folgen der Erkrankungen.

Was ist die primäre Zielsetzung der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Essstörungen zu entwickeln, illustriert durch ein praktisches Fallbeispiel.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche und der narrativen Fallstudie einer ehemals betroffenen Person.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Störungsbilder sowie die detaillierte Untersuchung der umweltbedingten und individuellen Stressfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Magersucht, Bulimie, Selbstwertgefühl, Körperbild und der Einfluss des sozialen Umfelds.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung?

Die Arbeit identifiziert Familienkonstellationen mit hohem Leistungsdruck und überbeschützenden Strukturen als potenziell begünstigende Faktoren für die Entwicklung von Essstörungen.

Warum fällt der Ausbruch aus dem Teufelskreis so schwer?

Durch die Verselbstständigung der Störung und die Verknüpfung der Gewichtskontrolle mit dem eigenen Selbstwertgefühl fühlen sich Betroffene in einem Kreislauf aus Angst und Zwang gefangen.

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Details

Title
Gestörtes Essverhalten - Was ist das?
Subtitle
Ein Fallbeispiel
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Benny Alze (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V66025
ISBN (eBook)
9783638588119
ISBN (Book)
9783638753753
Language
German
Tags
Gestörtes Essverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benny Alze (Author), 2003, Gestörtes Essverhalten - Was ist das?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66025
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