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Modulare Fabrik versus Fraktale Fabrik

Title: Modulare Fabrik versus Fraktale Fabrik

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nadja Kammerloch (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Die drastischen Verkürzungen der Produktlebenszyklen in Verbindung mit hohem Innovationsdruck im Bereich der Produktionstechnologien, Marktinternationalisierung, der Trend zur Fertigung kundenindividueller Produkte und damit gekoppelt eine hohe Variantenvielfalt erfordern eine schnelle und effiziente Anpassung der physischen Logistiksysteme hinsichtlich Größe, Funktion und Struktur auf veränderte Rahmenbedingungen. Zur Beschreibung solcher Tendenzen wird in der Literatur sehr oft der Begriff Turbulenz verwendet. Die Komplexität der Fabrikplanung als Konsequenz der gestiegenen Anforderungen an die Unternehmungen stellt die Herausforderung dar, die bewältigt werden muss, um erfolgreich in dieser Welt tätig sein zu können.
Die Fähigkeit zum raschen, effizienten und zielorientierten Strukturwandel gewinnt eine entscheidende Rolle.
Der Begriff „Wandlungsfähigkeit“ als eine neue Zielgröße, die eine Änderung der Struktur – im Gegensatz zur Flexibilität – einschließt und damit die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen erheblich erhöht, stellt dabei einen erforderlichen Wettbewerbsfaktor dar.
Bei der Betrachtung der Effizienz der klassischen Fabrikstrukturen und deren Analyse zeigt sich der Produktionsfluss als eine Schwachstelle: zu lang, intransparent und unübersichtlich. Darüber hinaus werden logistische Schwachstellen wie hohe Bestände, lange Lieferzeiten, geringere Liefertreue eindeutig erkennbar.
Das widerspricht den primären Zielen der Unternehmen nämlich der Wirtschaftlichkeit, der Flexibilität und der Attraktivität in den turbulenten Zeiten des 21. Jahrhunderts. Unter Berücksichtigung der kundenindividuellen Aspekte bei der Produktion spielt die Flexibilität der materialflusstechnischen Anlagen eine besonders wichtige Rolle. Bei der Betrachtung moderner Produktion ist eindeutig, dass die Tendenz zu kleinen Serienfertigung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die gegenwärtigen automatischen Materialflusssysteme versagen dabei. Diese sind unflexibel und zu komplex. Im Zusammenhang mit der Modularisierung und mit dem Ziel der Komplexitätsreduzierung in Unternehmen werden in der Literatur verschiedene Konzepte beschrieben und inzwischen erfolgreich in der Praxis realisiert, wie beispielsweise modulare und Fraktale Fabrikkonzepte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Modulare Fabrik

2.1. Konzept Modularer Fabrik

2.2. Vor- und Nachteile das Konzeptes

2.3. Anwendungsbeispiele

3. Fraktale Fabrik

3.1. Konzept Fraktaler Fabrik

3.2. Vor- und Nachteile das Konzeptes

3.3. Anwendungsbeispiele

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Konzept der modularen Fabrik mit dem Konzept der fraktalen Fabrik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Unternehmen durch den Einsatz dieser Strukturen die Wandlungsfähigkeit und Effizienz in einem turbulenten Marktumfeld steigern können.

  • Anforderungen an moderne Fabriksysteme (Globalisierung, Kundenorientierung, Innovationsgeschwindigkeit)
  • Konzeptionelle Grundlagen der modularen Fabrik (Fertigungssegmentierung)
  • Strukturmerkmale und Selbstorganisation in der fraktalen Fabrik
  • Vor- und Nachteile beider Ansätze für die betriebliche Praxis
  • Gegenüberstellung von klassischem Denken und neuen organisatorischen Paradigmen

Auszug aus dem Buch

3.1. Konzept „Fraktale“ Fabrik

„Die „Fraktale Fabrik“ schafft nicht nur Fabriken in der Fabrik, sondern Unternehmen im Unternehmen“.

Prof. Dr.- Ing. E.h. Dr.-Ing. Otto H. Schiele

„ Als langfristige Perspektive müssen Unternehmen in der Lage sein, in der Turbulenz zu agieren, anstatt auf den Wandel zu reagieren“.31

Bereits 1993 wurde die „Fraktale Fabrik“ als integrierender Ansatz selbstständig agierender Unternehmenseinheiten thematisiert.32 Demnach erkennen diese Unternehmenseinheiten („Fraktale“) eigenständig ihre Ziele sowie interne und externe Beziehungen. Durch die Selbstorganisation und die Verfolgung der Ziele entstehen dynamische Fraktale, die sich je nach Zielsystem bilden, ändern und auflösen. Dies geschieht unter der Nutzung eines leistungsfähigen Informationssystems, auf das die Fraktale selbstbestimmend zugreifen können (Client/Server-Prinzip).33

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den gestiegenen Innovationsdruck und die Marktbedingungen, die eine höhere Wandlungsfähigkeit der Fabrikstrukturen erfordern.

2. Modulare Fabrik: Erläutert das Konzept der Fertigungssegmentierung und analysiert dessen Vor- und Nachteile sowie praktische Anwendungsbeispiele.

3. Fraktale Fabrik: Stellt den Ansatz selbstständig agierender Unternehmenseinheiten vor, die durch Selbstorganisation und Zielorientierung in dynamischen Strukturen agieren.

4. Fazit: Resümiert, dass es keine universelle Lösung gibt und die Wahl des Konzepts stark von der Unternehmenskultur und dem Engagement der Führung sowie der Mitarbeiter abhängt.

Schlüsselwörter

Modulare Fabrik, Fraktale Fabrik, Wandlungsfähigkeit, Fertigungssegmentierung, Selbstorganisation, Komplexitätsreduzierung, Produktionslogistik, Unternehmenskultur, Effizienz, Kundenorientierung, Prozessorientierung, Dezentralisierung, Wertschöpfungskette.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei moderne Organisationskonzepte für Fabriken – die modulare und die fraktale Fabrik – mit dem Ziel, ihre Eignung zur Steigerung der unternehmerischen Wandlungsfähigkeit aufzuzeigen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?

Die Themenfelder umfassen die Anforderungen moderner Märkte an Fabriksysteme, das Konzept der Fertigungssegmentierung sowie den Ansatz der Selbstorganisation von Unternehmenseinheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung beider Konzepte, um zu verstehen, wie Unternehmen auf die zunehmende Turbulenz und Komplexität ihrer Umwelt reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Konzepte sowie Praxisbeispiele aus der Produktionslogistik und Fabrikplanung zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der modularen Fabrik (Kapitel 2) und der fraktalen Fabrik (Kapitel 3), jeweils unterteilt in Konzepte, Vor-/Nachteile und Anwendungsbeispiele.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wandlungsfähigkeit, Selbstorganisation, Fertigungssegmentierung, Komplexitätsreduzierung und moderne Produktionsstrukturen.

Wie definiert sich ein Fraktal in der Fabrikplanung?

Ein Fraktal ist eine selbstständig agierende Unternehmenseinheit, die eigenständig ihre Ziele festlegt, interne Beziehungen steuert und zur Zielerreichung in dynamischen Netzwerken agiert.

Warum spielt die Unternehmenskultur eine so entscheidende Rolle?

Da sowohl modulare als auch fraktale Ansätze eine Abkehr vom klassischen, hierarchischen Führen hin zur Selbstverantwortung der Mitarbeiter erfordern, scheitern sie ohne eine entsprechende Vertrauenskultur.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Flexibilität und Wandlungsfähigkeit?

Wandlungsfähigkeit geht über reine Flexibilität hinaus, da sie eine grundlegende Änderung der Struktur und Ausrichtung beinhaltet, statt nur bestehende Prozesse innerhalb einer starren Struktur anzupassen.

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Details

Title
Modulare Fabrik versus Fraktale Fabrik
College
Technical University of Berlin
Grade
1,3
Author
Nadja Kammerloch (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V66086
ISBN (eBook)
9783638584111
ISBN (Book)
9783638903219
Language
German
Tags
Modulare Fabrik Fraktale Fabrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Kammerloch (Author), 2004, Modulare Fabrik versus Fraktale Fabrik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66086
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