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Christentum und Islam: Konflikt und Dialog

Title: Christentum und Islam: Konflikt und Dialog

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Bauer (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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11. September 2001, islamistische Terroristen fliegen zwei zuvor entführte Flugzeuge in das World Trade Center in New York und ein Flugzeug in das scheinbar sicherste Gebäude der Welt, das Pentagon. Über 5000 Menschen sterben bei den Anschlägen. Für die Vereinigten Staaten von Amerika ist das der erste und zugleich schwerste Angriff auf heimischen Boden. Die gesamten westlichen Regierungen bekunden dem amerikanischen Volk ihre Anteilnahme. Der Deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder spricht sogar von „einem Angriff auf die westliche Zivilisation“. Aber auch islamisch geführte Regierungen sprechen sich gegen die Anschläge aus. Die schrecklichen Bilder von den Anschlägen gehen um die ganze Welt, aber nicht nur diese Bilder. Wir sehen auch Bilder von jubelnden Palästinensern, Bilder von einem höhnisch lachenden irakischen Diktator Saddam Hussein. Nie werden wir die Schreie der hilflosen Menschen in New York vergessen, aber wir werden auch die freudenreichen Gesänge der Palästinensern und die Freudenbekundungen des irakischen Diktators nicht wieder so schnell aus unseren Köpfen herausbringen. Seit diesem Zeitpunkt sehen viele Menschen in jedem arabisch aussehenden Menschen einen potentiellen Terroristen.
Die Vereinigten Saaten von Amerika haben gleich nach den Anschlägen eine gigantische Antiterror-Allianz geschmiedet. Das islamistische Talibanregime wurde von dieser Allianz gestürzt und viele Terroristen wurden verhaftet.
Nun wollen die Amerikaner auch dem Regime um Saddam Hussein an den Kragen.
Doch in diesem Fall haben die Vereinigten Saaten von Amerika einen erheblichen Widerstand aus aller Welt zu spüren bekommen. Die Islamische Welt spricht schon von einem erneuten Kreuzzug der westlichen Welt gegen den Islam. Immer mehr islamische Gruppierungen stellen sich gegen den „westlichen Imperialismus“.
Kommt es wirklich zu einem „Clash of Civilizations“ wie es Huntington in seinem gleichnamigen Buch beschreibt? Oder fehlt es uns an Dialogfähigkeit mit dem Islam?
Was zum Beispiel können die christlichen Kirchen, die ja die westliche Welt seit über 2000 Jahren maßgeblich geprägt haben, zur Lösung dieses Konflikts machen?
Gibt es überhaupt eine Lösung in diesem Konflikt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Dialog zwischen dem Christentum und dem Islam

1. Der Dialog in der Theorie

a. Das zweite Vatikanische Konzil und die Folgen

b. Dialog im Koran?

2. Der Dialog im praktischen Leben

II. Konflikt zwischen dem Christentum und dem Islam

1. Der Beginn des Konfliktes

2. Der Höhepunkt des Konfliktes im Mittelalter

3. Die Zeit der Aufklärung

4. Die Konfrontation im 20ten und 21ten Jahrhundert

III) Gibt es Lösungen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen dem Christentum und dem Islam, mit einem besonderen Fokus auf die Dynamik von Dialog und Konflikt in Geschichte und Gegenwart, um zu ergründen, ob ein friedliches Zusammenleben möglich ist.

  • Theoretische Grundlagen des interreligiösen Dialogs.
  • Historische Ursprünge und Höhepunkte religiöser Konflikte.
  • Einfluss der Aufklärung auf das Verhältnis von Religion und Staat.
  • Moderne Konfrontationen und die Rolle der Globalisierung.
  • Lösungsansätze und Potentiale für ein friedliches Coexistieren.

Auszug aus dem Buch

Der Beginn des Konfliktes

Grundsätzlich begann der Konflikt zwischen den Christen und dem Islam mit der Gründung des Islam. Als zwischen den Jahren 610 und 632 Muhammad seine Offenbarung von Gott bekam, entstand ein neues Zeitalter. Legitimiert durch die Offenbarungen, gründete Muhammad eine neue Religion, den Islam. Diese Religion breitete sich rasch um Mekka und Medina aus, da hier anfänglich heidnische Wüstenvölker lebten. Doch schließlich stößt die neue Religion auf altbewährte Religionen, das Judentum und Christentum. „In der frühen Phase der Verkündigung Muhammads erinnert seine Botschaft an die Themen und die Art der christlichen Prediger. Die Haltung Muhammads gegenüber den Christen war lange Zeit von Sympathie und Wohlwollen geprägt. Erst in einer späteren Phase seiner Verkündigung führten die politischen Umstände dazu, daß er gegen Ende seines Lebens eine härtere Gangart den Christen gegenüber einnahm. Um dem Islam zur alleinigen Herrschaft auf der Arabischen Halbinsel zu verhelfen, wurden nach und nach der Einfluß der jüdischen Stämme zurückgedrängt und die Wirkungsmöglichkeiten der Christen eingeschränkt. Schließlich kam die entscheidende Anweisung, Juden und Christen zu unterwerfen und sie dem Schutz der islamischen Gemeinschaft zu unterstellen (Sure 9,29).“

In Sure 3,19 stellt Muhammad den Islam als einzige gottgewollte Religion dar. Muhammad schreibt jetzt viel energischer gegen die Juden und Christen. Einige Koranstellen sollen zeigen, wie Hass erfüllt Muhammad war:

Sure 5,7: „Sprich: O ihr Leute des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion über die Wahrheit hinaus und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die früher irregegangen sind und viele irregeführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Dialog zwischen dem Christentum und dem Islam: Dieses Kapitel beleuchtet die theoretischen Ansätze zum interreligiösen Dialog, insbesondere durch Konzilsdokumente und den Koran, sowie deren Umsetzung in der Praxis.

II. Konflikt zwischen dem Christentum und dem Islam: Hier wird die historische Entwicklung der Auseinandersetzungen vom Mittelalter bis zur Neuzeit und die moderne Konfrontation im Kontext der Globalisierung analysiert.

III) Gibt es Lösungen?: Das abschließende Kapitel diskutiert die Möglichkeiten eines friedlichen Zusammenlebens unter Berücksichtigung sozioökonomischer Herausforderungen und der unterschiedlichen Rollen von Religion und Staat.

Schlüsselwörter

Christentum, Islam, Dialog, Konflikt, Aufklärung, Globalisierung, Religionsfreiheit, Glaube, Geschichte, Kreuzzüge, Koexistenz, Religion und Staat, Scharia, interreligiöser Austausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselhafte Geschichte und die gegenwärtigen Spannungen zwischen dem Christentum und dem Islam, wobei das Spannungsfeld zwischen Dialogbestrebungen und kriegerischen bzw. kulturellen Konflikten im Zentrum steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Dialogfähigkeit beider Religionen, historische Konfliktverläufe wie die Kreuzzüge, die gesellschaftlichen Auswirkungen der Aufklärung und aktuelle geopolitische Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für die oft problematischen Beziehungen zu identifizieren und zu hinterfragen, ob und wie ein friedliches Zusammenleben trotz unterschiedlicher religiöser und staatstheoretischer Grundlagen möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse von theologischen Schriften, historischen Dokumenten und modernen wissenschaftlichen Publikationen zum Thema Islam und Christentum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des theoretischen Dialogs, den historischen Ursprung von Konflikten, den Einfluss der Aufklärung auf die Säkularisierung im Westen sowie die moderne Konfrontation durch Terrorismus und Globalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie interreligiöser Dialog, Clash of Civilizations, Säkularisierung, Religionsfreiheit, islamische Gelehrsamkeit und christliche Moralvorstellungen geprägt.

Welche Bedeutung kommt dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu?

Das Konzil wird als ein historischer Meilenstein der römisch-katholischen Kirche dargestellt, der den Grundstein für einen offiziellen und wohlwollenden Dialog mit dem Islam legte.

Warum wird die Aufklärung als entscheidender Wendepunkt angeführt?

Die Aufklärung markiert laut Autor die Trennung von Staat und Religion im Westen, was ein fundamentaler Unterschied zur islamischen Tradition bleibt und oft zu Missverständnissen in der gegenseitigen Wahrnehmung führt.

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Details

Title
Christentum und Islam: Konflikt und Dialog
College
Munich School of Philosophy
Course
Islam und Christentum in Afrika
Grade
2,0
Author
Thomas Bauer (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V66096
ISBN (eBook)
9783638588287
ISBN (Book)
9783638671125
Language
German
Tags
Christentum Islam Konflikt Dialog Islam Christentum Afrika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Bauer (Author), 2003, Christentum und Islam: Konflikt und Dialog, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66096
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