Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Work, Education, Organisation

Mobbing am Arbeitsplatz - soziale Konflikte als Resultat von innerbetrieblichen Strukturen -

Title: Mobbing am Arbeitsplatz - soziale Konflikte als Resultat von innerbetrieblichen Strukturen -

Intermediate Diploma Thesis , 2006 , 41 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benedict Hilligweg (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit Beginn der 90er Jahre treten verstärkt Konflikte am Arbeitsplatz in den Fokus der Öffentlichkeit. Einer der wohl am weitesten verbreiteten Konflikte wird dabei mit dem Begriff „Mobbing“ beschrieben. Dieser Ausdruck bezeichnet ein Phänomen,
welches in fast jedem Betrieb anzutreffen ist. Bereits jeder neunte Arbeitnehmer ist davon betroffen (Mecke, 2005, 14).
Um die Ursachen und Folgen von Mobbing zu ergründen, bedarf es zunächst einer Definition des Begriffs. Im Anschluss erfolgt eine Darstellung der strukturellen Bedingungen innerhalb der Betriebe. Daran anknüpfend wirft sich die Frage auf, in welchem Zusammenhang strukturelle betriebliche Bedingungen zu im Betrieb auftretenden sozialen Konflikten, insbesondere dem Mobbing stehen. Zur besseren Verdeutlichung werden die verschiedenen Ebenen dargestellt, auf denen sich Mobbing vollzieht und neben dem Mobbingprozess die -ursachen beleuchtet. Außerdem werden die Folgen und Präventions- und Interventionsmöglichkeiten gegen Mobbing dargestellt, bevor abschließend neben einem Fazit ein Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben wird.
Für die dieser Arbeit zugrunde liegenden empirischen Befunde und Ergebnisse wurde die in den Jahren 1981- 1984 von Heinz Leymann durchgeführte explorative Studie genommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition des Begriffs „Mobbing“

3 Strukturelle Bedingungen für Konflikte im Betrieb

3.1 Innerbetriebliche Sozialstrukturen

3.1.1 Der Betrieb als Sozialsystem

3.1.2 Betriebsstrukturen

3.1.2.1 Formelle Organisation

3.1.2.2 Informelle Organisation

3.2 Konflikte im Betrieb

3.2.1 Definition

3.2.2 Ursachen innerbetrieblicher Konflikte

3.2.3 Vom Konflikt zum Mobbing

4 Ursachen und Voraussetzungen von Mobbing

4.1 Ursachen von Mobbing

4.1.1 Gesellschaftliche Ursachen

4.1.2 Betriebliche Ursachen

4.1.3 Individuelle Ursachen

4.2 Charakteristika der mobbenden Personen

4.3 Mobbing in der betrieblichen Hierarchie

5 Mobbingprozess

5.1 Phasenmodell

5.1.1 Erste Phase – Konflikte am Arbeitsplatz

5.1.2 Zweite Phase – Eskalation des Konflikts

5.1.3 Dritte Phase - Machtübergriffe

5.1.4 Vierte und fünfte Phase – Verhalten der „Helfer“

5.2 Alternative Mobbingkonzepte

6 Folgen des Mobbings

6.1 Individuelle Folgen

6.2 Betriebliche Folgen

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung von Mobbing am Arbeitsplatz als Ergebnis sozialer Konflikte innerhalb betrieblicher Strukturen. Ziel ist es, die strukturellen Ursachen und den Verlauf von Mobbingprozessen theoretisch fundiert darzulegen und deren weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen sowie das Unternehmen aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen betrieblicher Sozialstrukturen (formell und informell).
  • Analyse der Ursachen von Mobbing (gesellschaftlich, betrieblich, individuell).
  • Detaillierte Untersuchung des Mobbingprozesses anhand des Phasenmodells.
  • Darstellung individueller und betrieblicher Folgen von Mobbing.
  • Diskussion von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.2 Informelle Organisation

Im Gegensatz zur formellen Struktur stehen bei der informellen Struktur die Interaktionen der beteiligten Menschen, also das Interaktionsgefüge des Betriebs, im Vordergrund. „Die von der Unternehmensführung nicht beabsichtigte Ausprägung der Organisation, also die gleichsam inoffizielle Organisation, bezeichnet man in der Betriebssoziologie als informelle Organisation“ (Kretschmar, 1976, 11). Nach Kretschmar (1976, 15) ist jede formelle Organisation von einer informellen Organisation begleitet, die nur dort entstehen kann, wo bereits eine formelle Organisation besteht. Die informelle Organisation steht dabei nicht unbedingt zum Gegensatz der Betriebs- und Unternehmensziele, sondern kann für das Unternehmen nutzbar gemacht werden (z.B. Stärkung des Gemeinschaftsgeistes).

Genaue Strukturen, wie etwa bei der formellen Organisation, sind schwierig herauszuarbeiten, da sie kein geschlossenes, wirtschaftlich logisches Gebilde ist, sondern sich spontan herausbildet (15). Die wichtigsten Merkmale der informellen Organisation sind die informelle Kommunikation, der soziale Status und die Verhaltensnormen.

Die informelle Kommunikation kann in zweifacher Weise von der formellen abweichen. Zum einen kann es sich um eine materielle Änderung der formellen Kommunikation handeln (Veränderung des Informationsinhalts), zum anderen könne die Informationswege verändert werden (Weiterleitung formeller Inhalte auf informellen Bahnen) (16). Neben diesen Aspekten besitzt die informelle Kommunikation auch gewisse Vorteile, da bestimmte informelle Informationen aufgrund gut eingefahrener Informationsbahnen schneller ihr Ziel erreichen. Bezüglich der Verbreitung von Informationen stellt Kretschmar (1976, 17) fest, dass informelle Informationen vor allem auf der selben Rangstufe, wo die sozialen Unterschiede weniger groß und die Arbeitsplätze nicht allzu weit voneinander entfernt sind, ausgetauscht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz von Mobbing als weit verbreitetes Phänomen dar und skizziert das methodische Vorgehen sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Definition des Begriffs „Mobbing“: In diesem Kapitel werden verschiedene Definitionen von Mobbing analysiert, insbesondere die Ansätze von Leymann und Neuberger, um den Begriff von anderen Konfliktarten abzugrenzen.

3 Strukturelle Bedingungen für Konflikte im Betrieb: Das Kapitel beleuchtet den Betrieb als soziales System und untersucht formelle sowie informelle Organisationsstrukturen als Nährboden für soziale Konflikte.

4 Ursachen und Voraussetzungen von Mobbing: Hier werden gesellschaftliche, betriebliche und individuelle Ursachen für Mobbing sowie die Rolle der betrieblichen Hierarchie und Tätercharakteristika identifiziert.

5 Mobbingprozess: Dieses Kapitel erläutert den zeitlichen Verlauf von Mobbing anhand des Phasenmodells nach Leymann sowie alternativer Konzepte wie dem von Glasl.

6 Folgen des Mobbings: Die Ausführungen konzentrieren sich auf die psychischen und körperlichen Auswirkungen für die Betroffenen sowie die negativen wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Entstehung und den Verlauf von Mobbing zusammen und betont die Notwendigkeit präventiven Handelns.

Schlüsselwörter

Mobbing, Arbeitsplatz, Soziale Konflikte, Betriebliche Sozialstruktur, Formelle Organisation, Informelle Organisation, Mobbingprozess, Phasenmodell, Psychoterror, Arbeitsleistung, Betriebsklima, Konflikteskalation, Machtverhältnisse, Stressfaktoren, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Mobbing am Arbeitsplatz als ein soziales Phänomen, das tief in betrieblichen Strukturen verwurzelt ist und als Prozess verstanden werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entstehung von innerbetrieblichen Konflikten, die Analyse von Mobbingursachen, die Darstellung des Mobbingprozesses und die Untersuchung der individuellen sowie betrieblichen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die strukturellen Bedingungen, die zu Mobbing führen, zu ergründen und ein Verständnis für den Verlauf und die Konsequenzen dieses Prozesses zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Literatur und nutzt empirische Befunde der explorativen Studie von Heinz Leymann aus den Jahren 1981-1984.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sozialstrukturen im Betrieb, die Definition und Ursachen von Konflikten, die spezifischen Ursachen von Mobbing sowie die detaillierte Beschreibung des Mobbingverlaufs in Stufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mobbing, Arbeitsplatz, soziale Konflikte, betriebliche Sozialstrukturen, Mobbingprozess und Arbeitsleistung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen „Mobbing“ und „Bossing“?

Der Autor grenzt „Bossing“ als eine spezifische Form des Mobbings ein, bei der die Angriffe gezielt von Vorgesetzten gegenüber Untergebenen ausgehen.

Warum spielt die informelle Organisation bei der Entstehung von Mobbing eine Rolle?

Die informelle Organisation bildet das spontane Interaktionsgefüge ab, in dem soziale Statusunterschiede und informelle Verhaltensnormen entstehen, die als Auslöser oder Verstärker für Konflikte und Mobbing dienen können.

Excerpt out of 41 pages  - scroll top

Details

Title
Mobbing am Arbeitsplatz - soziale Konflikte als Resultat von innerbetrieblichen Strukturen -
College
University of Göttingen
Grade
2,0
Author
Benedict Hilligweg (Author)
Publication Year
2006
Pages
41
Catalog Number
V66112
ISBN (eBook)
9783638584203
Language
German
Tags
Mobbing Arbeitsplatz Konflikte Resultat Strukturen Thema Mobbing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedict Hilligweg (Author), 2006, Mobbing am Arbeitsplatz - soziale Konflikte als Resultat von innerbetrieblichen Strukturen -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66112
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  41  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint