Sind Männer die besseren Führungskräfte?


Referat (Ausarbeitung), 2004

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

Referat zum Thema:

Vorwort

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Führungskraft
2.2 Mitarbeiterführung

3 Führungsqualitäten
3.1 Was kennzeichnet eine gute Führungskraft?
3.2 Motivation

4 Momentaufnahmen
4.1 Qualifikationen

5 Führungsstil im Vergleich
5.1 Zeitdiebe

6 Führungsverhalten im Vergleich

7 Karriere-Hemmnisse
7.1 Biologische Gründe
7.2 Mangelnde Akzeptanz bei Männern
7.3 Stereotypen

8 Beurteilungen
8.1 Beurteilung beider Geschlechter durch die Stakeholder

9 Gewonnene Erkenntnisse und Lösungsansätze

Fazit

„Sind Männer die besseren Führungskräfte?“

Vorwort

Mit der Ihnen vorliegenden Arbeit zum Thema „Sind Männer wirklich die besseren Führungskräfte?“ möchte ich versuchen, Ihnen einen Überblick über Meinungen, Erkenntnisse und Forschungs- Ergebnisse zu diesem Thema zu geben.

Mit eingeflossen in diese Hausarbeit sind neben einschlägiger Literatur, zahlreiche Studien und Umfragen, Interviews von Führungskräften und persönliche Erfahrungen.

Einen Teil meiner Informationen und Daten konnte ich dem Internet entnehmen. Die Recherche erfolgte unter Zuhilfenahme der gängigen Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Altavista usw.

Quellen habe ich anhand von Hochzahlen kenntlich gemacht. Diese sind durch Fußnoten am Ende der jeweiligen Seite in numerischer Reihenfolge aufgeführt.

Zur Bearbeitung gesichtete und herangezogene Literatur ist im Literaturverzeichnis am Ende meiner Arbeit aufgeführt.

1 Einleitung

Die Fragestellung bietet vielseitige Interpretationsmöglichkeiten an.

Deshalb will ich zu Beginn die Fragestellung „Sind Männer die besseren Führungskräfte?“ noch etwas näher definieren, beziehungsweise möchte ich sie nach meinem Verständnis definieren.

Es ist weder ersichtlich mit wem die männlichen Führungskräfte verglichen werden sollen, noch sind keinerlei Kriterien aufgeführt nach dem das „besser sein“ beurteilt wird.

Die Fragen, die sich mir stellten, waren:

a.) Besser als wer?
b.) Nach welchen Kriterien wird das „besser sein“ definiert?

Zu a.)

Da die Formulierung mir nicht eindeutig erklären konnte, wer denn nun im Wettkampf um die bessere Führungskraft steht, habe ich mich an dieser Stelle für den Vergleich mit der weiblichen Führungskraft entschieden.

Mögliche, wenn auch nicht zwangsläufig praktikable Ansätze, wären der Vergleich mit Tieren, beispielsweise Schimpansen, oder der Vergleich mit dem neutralen „Zufall“ gewesen.[1]

Aufgrund der geringen Praxisnähe vernachlässige ich diese beiden Ansätze in meiner Ausarbeitung.

Zu b.)

Besser zu sein ist gegebenenfalls gar nicht schwer, es hängt nun mal einfach von den gewählten Beurteilungskriterien ab.

Als Beispiel möchte ich zwei Abteilungen A und B vergleichen. Abteilung A verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 20%. Abteilung B verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr eine Reduktion der Fehlzeiten seiner Mitarbeiter um 20%.

Um eine Aussage treffen zu können welche Abteilung sich „besser“ entwickelt und welche Führungskraft somit „besser“ abgeschnitten hat, bedarf es einem gewichteten Kriterienkatalog.

Das Gleiche gilt für den Vergleich zwischen Mann und Frau. Grundlage für einen gerechten Vergleich ist ein Ansatz, der gleichermaßen harte wirtschaftliche Kennzahlen und weiche Daten wie Mitarbeiterzufriedenheit, Fehlzeiten oder durchschnittliche Verweildauer eines Mitarbeiters in der Abteilung usw. entsprechend gewichtet.

Nur nach einem einheitlichen Modell, mit der bezogen auf die Stelle entsprechend gewichteten Kriterien, ist es meiner Meinung nach möglich einen Vergleich anzustellen und eine Aussage über „besser“, „schlechter“ oder „gleich gut“ zu formulieren.

Eine Antwort auf die Frage „Sind Männer die besseren Führungskräfte?“ zu finden, wird das Ziel meiner Ausarbeitung sein.

2 Definitionen

2.1 Führungskraft

„Eine Führungskraft ist eine Person, die eine leitende Stelle in einem privaten Unternehmen oder in einer staatlichen Behörde besetzt.“[2]

2.2 Mitarbeiterführung

„Mitarbeiterführung ist die bewusste Einflussnahme einer Führungskraft auf ihre Mitarbeiter mit dem Ziel, diese zu bestmöglicher Aufgabenerfüllung und Zielerreichung zu bewegen.“[3]

3 Führungsqualitäten

„Erstens die Fähigkeit vorherzusagen, was morgen, nächsten Monat und nächstes Jahr geschehen wird. Und es ist zweitens die Fähigkeit, später zu erklären, warum alles ganz anders gekommen ist.“[4]

Einer Umfrage von Jobware.de zufolge sind Männer und Frauen gleichermaßen geeignet als Führungskraft tätig zu sein. 73 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei Frauen und Männern gleichermaßen Potenzial für den Chefsessel sehen [5]

Führungskraft kann theoretisch jeder werden. Die Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch, ob man nur fachlich theoretisch oder auch tatsächlich praktisch in der Lage ist zu führen. Die fachliche Versiertheit in einem Aufgabengebiet bedeutet nicht gleichermaßen auch der Kopf dieses Aufgabengebietes sein zu können.

3.1 Was kennzeichnet eine gute Führungskraft?

Für die gute Führungskraft steht neben fachlicher Qualifikation, was als Grundvoraussetzung angenommen wird, „Beherrsche die Sache, dann folgen die Worte“[6], vor allem die soziale Kompetenz im Vordergrund. Das Wort Sozialkompetenz beschreibt hierbei,

„Die Fähigkeit einer Person, die ihr eigenen Kenntnisse in Bereichen wie der Kommunikation, Problem- und Konfliktlösung, Verantwortung, Kooperation oder der Empathie gewinnbringend und zielführend einzusetzen.“[7]

Der tägliche Umgang mit seinen untergebenen Mitarbeitern/innen will gelernt sein. So ist es nicht verboten, eine persönliche Beziehung zu pflegen. Entscheidend ist dabei, stets respektiert zu werden und sich auch dementsprechend, nämlich der Position als Vorgesetzter entsprechend, zu verhalten. Exemplarisch hierzu möchte ich noch anführen, dass es zum Beispiel in der Beurteilung und Empfindung ab wann und wo (z.B. Büro oder Freizeit) das „Du“ angemessen ist, auch länderspezifische Unterschiede zu beobachten sind.[8]

3.2 Motivation

Eine gewichtige Rolle wird seit geraumer Zeit der Motivation der Mitarbeiter zugeschrieben. Gewiss ist es manchmal unmöglich für jeden Mitarbeiter/in ausreichend Zeit zu finden um ein ausführliches Gespräch zu führen. Dennoch sollte stets ein Interesse seitens des Vorgesetzten erkennbar sein. Motivation ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt von Harmonie und Arbeitsklima zu betrachten. Denn genau genommen, erledigen die Mitarbeiter die Aufgaben der Führungskraft. Anders lautet allerdings die Theorie des Harzburger Modell, die vorsieht, dass die Führungskraft nicht die eigenen Arbeiten abgibt, die ihr zu viel werden sondern nur diese die auch im Verantwortungsbereich des Mitarbeiters liegen. Jedoch ändert auch diese Ansichtsweise nichts an der feststehenden Gewissheit, dass motivierte Mitarbeiter einen substantiellen Teil zum Unternehmenserfolg liefern können. Somit muss es im eigenen Interesse sein das wichtige Führungsinstrument „ Motivation “ nicht schleifen zu lassen.

H. Ross Perot, ehemaliger Präsident von Electronic Data Systems (EDS), lebte die Meinung, dass für ihn jeder Angestellte ein vollwertiger Partner sei.[9] Solch eine Aussage zeigt die Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern. Perot`s Verhalten geht damit in eine Richtung die auch von Frauen vielfach eingeschlagen wird. Männer verfallen offenbar eher dem Fehler ihre Mitarbeiter nur als Erfülllungsgehilfe des Unternehmenszwecks zu sehen. Frauen sehen neben der Arbeitskraft auch den Menschen im Mitarbeiter.

Vorteile beim Motivieren der eigenen Mitarbeiter sehe ich bei der weiblichen Führungskraft. Ein Argument dafür ist das unterschiedlichen Gesprächsverhalten beider Geschlechter. Der Mann tut sich schwerer beim aufmerksamen Zuhören. Sein Bestreben ist es die eigene Sprechpause, die eigentlich dem Zuhören dienen sollte, als Kräftesammeln für den nächsten Überzeugungsversuch zu verwenden. Frauen beherrschen das aktive Zuhören besser, lassen das Gegenüber aussprechen und geben anderen Standpunkten eher eine Daseinsberechtigung.[10]

Neben der fachlichen und sozialen Kompetenz gibt es aber noch eine Reihe anderer Führungsqualitäten. In einer Befragung durch das IT Internetportals TechRepublic, von CIOs (Chief Information Officer) und Verantwortlichen für die Einstellung von Managementkräften wurde eine Rangliste mit den 10 entscheidenden Führungsqualitäten erstellt. Auf Rang 9 landete der Wunsch nach guten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, etwas das gerade im Feld der sich schnell entwickelnden IT Branche unabdingbar ist. Interessant zu beobachten ist die Ballung der gewünschten „soft skills“ auf den vorderen Plätzen:

[...]


[1] Vgl. Tages-Anzeiger, 19./20. Juni 2004, Alpha- Der Kadermarkt der Schweiz S.1,3

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/F%FChrungskraft, 13.06.04

[3] Westerholt, 1995, S.54

[4] Winston Spencer Churchill (1874-1965)

[5] http://www.jobware.de/pz/pm/meldungen/87.html, 13.06.04

[6] Marcus Porcius Cato, d.Ä. (234-149), röm. Feldherr, Staatsmann u. Historiker

[7] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkompetenz, 13.06.04

[8] Vgl. Beobachter, 11/2004, S.51ff.

[9] Vgl. Kets de Vries, 1989, S.13

[10] Vgl. Westerholt,1995, S.132

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Sind Männer die besseren Führungskräfte?
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz
Veranstaltung
Organisation und Führung
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V66153
ISBN (eBook)
9783638584319
Dateigröße
545 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sind, Männer, Führungskräfte, Organisation, Führung
Arbeit zitieren
Matthias Schlemmermeyer (Autor), 2004, Sind Männer die besseren Führungskräfte?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66153

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