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Okkultismus und Satanismus im Jugendalter - Eine Skizze zum Forschungsstand

Title: Okkultismus und Satanismus im Jugendalter - Eine Skizze zum Forschungsstand

Intermediate Diploma Thesis , 2000 , 47 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tanja Adamus (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Sicher sind vielen die Berichte der Medien über jugendlichen Okkultismus und Satanismus noch vor Augen. Bemerkenswert ist hierbei, dass jegliche Regeln bezüglich einer tatsachenbezogenen Recherche in diesem Zusammenhang völlig über Bord geworfen werden, was zählt ist hier die Überschrift, die häufig auf eine angebliche Mode unter den Jugendlichen hinweist. Glaubt man einschlägigen Berichten, so sind Praktiken wie Gläserrücken, Pendeln und schwarze Messen unter Deutschlands Jugendlichen mittlerweile Gang und Gebe. Die Frage, die sich stellt, ist die nach dem Wahrheitsgehalt solcher medialen Prognosen. Was steckt wirklich hinter jenem vermeintlichen Trend? Suchen die Jugendlichen wirklich nach einer neuen Religion, die sie in der satanistischen Verkehrung christlicher Werte zu finden vermeinen oder ist die Beschäftigung mit okkulten Themen eine Flucht aus dem langweiligen Alltag?
Im Rahmen dieser Arbeit soll nun versucht werden, einen Überblick über den momentanen Stand der pädagogischen Forschung zu diesem Thema zu geben. Zu Beginn soll sich mit dem Bereich des jugendlichen Umgangs mit okkulten Praktiken beschäftigt werden, dabei soll nach der Darstellung der weitest verbreiteten okkulten Praktiken auf die Gründe eingegangen werden, die das jugendliche Interesse an diesem Themenbereich auslösen können, sowie eine anschließende vorsichtige Auseinandersetzung mit der Frage versucht werden, ob diese Beschäftigung mögliche Gefahren für den Jugendlichen mit sich bringt, wie es ja so oft behauptet wird. Daran anschließend soll eine ausführlichere Beschreibung der schwarzen Jugendkultur, der Szene der Gothics und Grufties, erfolgen, die sich vor allem mit den Aspekten befasst, wie es zur Hinwendung eines Jugendlichen zu jener Jugendkultur kommt und welche Werte und Normen innerhalb der Szene vorherrschen. Darüber hinaus wird der Stil und das Lebensgefühl der Schwarzen beschrieben, sowie abschließend ihr Verhältnis zur Religion näher betrachtet. Die überaus differenzierte Darstellung dieses Themenkomplexes scheint vor allem vor dem Hintergrund der vielen Missverständnisse und falschen Zuordnungen der Grufties in der Öffentlichkeit gerechtfertigt und nötig.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Prolog- Gott ist tot ?!?

1. Einleitung

2. Die Okkultwelle unter Jugendlichen- mediales Produkt oder Tatsache?

2.1. Zu den okkulten Experimenten Jugendlicher

2.2. Zu den Motiven für jugendlichen Okkultismus

2.3. Zu den Gefahren des jugendlichen Okkultismus

3. Die „schwarze Szene“- zur jugendlichen Subkultur der Gothic- Punks

3.1. Der Zugang- wie wird man zum Schwarzen

3.2. Zu den Werten und Normen der schwarzen Szene

3.3. Zum Stil der Grufties

3.4. Zum Lebensgefühl der Grufties

3.5. Zum Verhältnis der Grufties zur Religion

4. Geht die Jugend zum Teufel?- Jugendliche und Satanismus

4.1. Die Einfallspforte des Teufels- zum Verhältnis von Rockmusik und Satanismus

4.1.1. Zu den kirchlichen Positionen

4.1.2. Zur Verwendung satanischer Symbole in der Rockmusik

4.2. Satanistische Praktiken Jugendlicher

4.2.1. Fallstudie Bill

4.2.2. Zu den Beweggründen für die jugendliche Beschäftigung mit Satanismus

5. Kurze Stellungnahme der Verfasserin

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Thema Okkultismus und Satanismus bei Jugendlichen. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob es sich um eine tatsächliche religiöse Bewegung handelt oder ob mediale und kirchliche Darstellungen die Phänomene reißerisch überbewerten, während sie die tatsächlichen Hintergründe, wie etwa Identitätsfindung oder Freizeitgestaltung, verkennen.

  • Kritische Analyse der medialen Darstellung von Jugendokkultismus und Satanismus
  • Untersuchung der Beweggründe für jugendliche okkulte Praktiken
  • Differenzierte Darstellung der "schwarzen Szene" (Gothics/Grufties)
  • Abgrenzung zwischen bloßer Provokation in der Rockmusik und tatsächlichem Satanismus

Auszug aus dem Buch

2.1. Zu den okkulten Experimenten Jugendlicher

Bevor im folgenden auf die konkreten Erfahrungen Jugendlicher mit Okkultismus eingegangen werden soll, scheinen einige grundlegende Hinweise angebracht. So ist es zunächst keinesfalls so, dass mit dem jugendlichen Okkultismus ein lang verschwundenes Phänomen wiederaufgetaucht ist. Praktiken wie Karten legen oder Pendeln, aber vor allem die Deutung der Zukunft des Einzelnen aus den Sternen in Form der allseits beliebten und in nahezu jeder Illustrierten auftauchenden Horoskope, sind nie gänzlich aus dem Alltagsleben verschwunden.

In diesem Zusammenhang erscheint es auch als bedeutsam darauf zu verweisen, dass viele Jugendliche nicht von alleine in Kontakt mit Okkultismus kommen, sondern vielmehr durch Erwachsene, z. B. die Beschäftigung der eigenen Eltern mit Themen wie Hexerei, Karten legen oder auch Ufos, auf solche Phänomene aufmerksam gemacht werden. Somit ist die Beschäftigung mit okkulten Themen nicht typisch jugendlich. Allerdings unterscheiden sich Jugendliche und Erwachsene bezüglich der Bedeutung, die der Umgang mit okkulten Praktiken für sie hat. Während bei den Erwachsenen die Beschäftigung mit diesen Themen meist Bestandteil einer bestimmten geschlossenen Weltanschauung ist, „sind die okkulten Engagements Jugendlicher eher im Sinne eines ‚manipulativen Okkultismus’ oder als ‚okkulte Praxis des Machens’ zu verstehen“ (Helsper, 1992, S. 48).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Prolog- Gott ist tot ?!? Der Prolog setzt den thematischen Ton durch einen lyrischen Text der Gruppe Das Ich, der existenzielle Sinnfragen und das Gefühl des Verlorenseins thematisiert.

1. Einleitung: Die Verfasserin skizziert den kritischen Ansatz der Arbeit, die mediale Verzerrung des Themas zu hinterfragen und eine wissenschaftlich fundiertere Perspektive einzunehmen.

2. Die Okkultwelle unter Jugendlichen- mediales Produkt oder Tatsache?: Dieses Kapitel beleuchtet, dass okkulte Praktiken bei Jugendlichen meist eine spannende Freizeitbeschäftigung darstellen und keine tiefgreifende religiöse Wende.

3. Die „schwarze Szene“- zur jugendlichen Subkultur der Gothic- Punks: Eine detaillierte Untersuchung der schwarzen Szene, die zeigt, dass sie vor allem durch das Lebensgefühl von Melancholie und die Suche nach Gemeinschaft geprägt ist, nicht durch Satanismus.

4. Geht die Jugend zum Teufel?- Jugendliche und Satanismus: Hier wird differenziert zwischen satanistischer Symbolik in der Rockmusik als Protestform und tatsächlichen satanistischen Praktiken bei Jugendlichen.

5. Kurze Stellungnahme der Verfasserin: Ein abschließendes Resümee, das die Notwendigkeit einer sachlicheren und von Vorurteilen befreiten pädagogischen Forschung zu diesen Jugendthemen betont.

Schlüsselwörter

Jugendliche, Okkultismus, Satanismus, schwarze Szene, Grufties, Gothic, Rockmusik, Rebellion, Identität, Mediale Darstellung, Religion, Forschungsstand, Freizeitbeschäftigung, Jugendkultur, Subkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die öffentliche und mediale Darstellung von Jugendlichen im Kontext von Okkultismus und Satanismus der Realität entspricht oder ob es sich eher um eine Form von Freizeitgestaltung und Identitätsfindung handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem jugendlichen Umgang mit okkulten Praktiken, der Jugendkultur der "Schwarzen Szene" (Gothics) und dem Verhältnis zwischen Rockmusik und Satanismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand kritisch zu sichten und die häufigen Fehlinterpretationen sowie Klischees über "okkulte" oder "satanistische" Jugendliche anhand pädagogischer Erkenntnisse zu entkräften.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse bestehender, vorurteilsfreier Forschungsergebnisse basiert, insbesondere auf der Arbeit von Werner Helsper aus dem Jahr 1992.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: die Analyse okkulter Praktiken als Freizeitbeschäftigung, die soziologische Beschreibung der schwarzen Szene und die kritische Auseinandersetzung mit Vorwürfen von Satanismus in Musik und bei Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Jugendkultur, Okkultismus, schwarze Szene, Mediale Darstellung und Identitätsfindung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Rockmusik bei der Satanismus-Debatte?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Verwendung satanistischer Symbole in der Rockmusik primär als Provokation gegenüber der Erwachsenenwelt und als Ausdruck von Rebellion dient, nicht als ernsthaftes satanistisches Glaubensbekenntnis.

Warum wird die "schwarze Szene" in dieser Arbeit so detailliert untersucht?

Die Szene wird untersucht, weil sie besonders häufig Opfer falscher Zuschreibungen in Medien und Kirche wird und als "satanistisch" diffamiert wird, obwohl sie faktisch eher eine "Trauergemeinde" ist.

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Details

Title
Okkultismus und Satanismus im Jugendalter - Eine Skizze zum Forschungsstand
College
University of Duisburg-Essen  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Tanja Adamus (Author)
Publication Year
2000
Pages
47
Catalog Number
V6622
ISBN (eBook)
9783638141567
Language
German
Tags
Okkultismus Satanismus Jugendalter Eine Skizze Forschungsstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Adamus (Author), 2000, Okkultismus und Satanismus im Jugendalter - Eine Skizze zum Forschungsstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6622
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