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Die Religion im Prinzipat Aurelians

Title: Die Religion im Prinzipat Aurelians

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Michael Sauer (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Betrachtet man die Leistungen Lucius Domitius Aurelianus in den fünf Jahren seiner Herrschaft als römischen Kaiser, fällt es leicht ihn als den Krisenmanager des dritten Jahrhunderts darzustellen.
Beim Tod des Claudius 270 genoss Aurelian als Präfekt der Reiterei große Popularität und Ansehen unter den Heerführern der römischen Armee. Seine Usurpation gegen den rechtmäßigen Nachfolger Claudius und die Übernahme der Kaisertitulatur geschah gewaltlos, da Quintilus bereits tod war, als Aurelian sich zum Kampf stellte.
Der neue Kaiser behauptete sich innerhalb eines Jahres unentwegt erfolgreich im Kampf gegen Einfallende Volkstämme; Gegen die Vandalen in Pannonien, die Juthungen und die Sarmaten an der Donau, einfallende Alemannen in Italien oder die seit dem Tod Claudius ebenfalls im Donauraum verbliebenen Goten.
Er befahl die Ummauerung Roms und die Befestigung anderer Städte im Raum Italiens wohl aus rationellen, als auch aus propagandistischen Gründen und schuf so ein Gefühl aufkommender Sicherheit und kaiserlicher Fürsorge unter den Bürgern Roms.
Die Aufgabe der Provinz Dakien aus strategischen Gründen konnte seiner Herrschaft auch keinen Abbruch tun.
Außerdem gelang es ihm die beiden entstandenen „Sonderreiche“ Palmyra unter der Herrschaft Zenobias und Vaballathus sowie das „Gallische Sonderreich“ unter Tercitus, gewaltsam mit dem römischen Reich wieder zu vereinen. Es gelang Aurelian das, was seine Vorgänger nicht überlebten, die Gefahr einfallender Barbaren zu stoppen und den drohenden Zerfall des Reiches zu beenden, gar rückgängig zu machen.
Die gewaltige geographische Expansion brachte einen Import neuer Religionen, Götter und Kulte mit sich und wirkte sich negativ auf das Einheitsgefühl der Bevölkerung von Rom und derer in den römischen Provinzen aus. Aurelian musste sich außer der Befriedung und Wiedervereinigung des Reiches also auch mit der Religiosität seines Reiches befassen.
Es ist das Ziel dieser Arbeit, die Erkenntnisse anderer Historiker vergleichend, historisch systematisch, das Verhältnis beziehungsweise den Umgang Aurelians mit den wichtigsten Religionen zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aurelians Umgang mit den klassischen Göttern Roms

2.1 Die Bedeutung der klassischen Götter des Pantheons.

2.3 War die Götterwelt des Pantheons durch Deus Sol Invictus bedroht?

3. Sol Invictus

3.1 Sol Invictus, ein neuer Kult in Rom?

3.2 Sol Invictus, ein Instrument zu Legitimierung Aurelians Herrschaft

4. Das Christentum. Eine wahrgenommene Bedrohung?

5. Abschluss - War die Etablierung von Sol Invictus politisches Kalkül oder göttliche Eingebung?

6. Quellen und Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert historisch-systematisch den Umgang des Soldatenkaisers Aurelian mit den verschiedenen Religionen des Römischen Reiches und untersucht, inwiefern die Förderung des Sol Invictus-Kultes der politischen Legitimation seiner Herrschaft diente.

  • Die Rolle der traditionellen römischen Götterwelt unter Aurelian.
  • Die Etablierung von Sol Invictus als staatliche Religion.
  • Das Verhältnis zwischen der kaiserlichen Herrschaft und dem aufstrebenden Christentum.
  • Die Instrumentalisierung religiöser Identität zur Reichseinigung.
  • Die Legitimationskraft kaiserlicher Religionspolitik im 3. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

3. Sol Invictus, ein neuer Kult in Rom?

Ob Sol Invictus Elagabalus, Mithras, Indiges, Helios, Malchabelus oder Sanctissimus es gab im Römischen Reich des 3. Jahrhunderts die verschiedensten Kulte, die die Sonne als bedeutendsten Bestanteil ihrer Gottheiten ansahen. Als geografischer Ursprung des Sonnenkultes wird das Gebiet des heutigen Irans und Syriens gesehen, von wo aus er sich bereits seit Mitte des 3. Jahrhunderts vor Christi im hellenistischen Raum verbreitete. Aurelian empfand mit großer Wahrscheinlichkeit, nach seinem erfolgreichen Feldzug gegen die die palmyrische Königin Zenobia im Sommer 272, Sol als seinen persönlichen Schutzgott und erklärte wenig später den Kult zur Staatsreligion.

Aufgrund der Tatsache, dass der jetzige Forschungsstand die Auffassung vertritt das die meisten Angaben über Kaiser Aurelian nicht glaubhaft sind, kann hier nur einer von Vermutung bzw. einer Möglichkeit gesprochen werden, dass Aurelians Mutter eine Priesterin des, dem Sol Invictus verwandten Sonnenkult gewesen ist. Es könnte also gut möglich sein, dass Aurelian den Sieg in der glühenden Wüstensonne auf das Wohlwollen von Sol Invictus Elagabalus, dem Schutzgott von Palmyra, zurückführte und beschloss, ihn zu seinem persönlichen Schutzgott zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der Krise des dritten Jahrhunderts und Aurelians Aufstieg zum Kaiser sowie die Notwendigkeit einer religiösen Neuorientierung zur Sicherung des Reiches.

2. Aurelians Umgang mit den klassischen Göttern Roms: Dieses Kapitel untersucht anhand numismatischer Quellen, wie Aurelian seine Herrschaft anfangs durch die Anerkennung der traditionellen Götter legitimierte und ob sein neuer Kult diese verdrängte.

3. Sol Invictus: Hier wird der Ursprung des Sol Invictus-Kultes beleuchtet und dargelegt, wie Aurelian diesen gezielt als Instrument zur Stabilisierung seiner Herrschaft und zur spirituellen Zentralisierung nutzte.

4. Das Christentum. Eine wahrgenommene Bedrohung?: Das Kapitel analysiert das ambivalente Verhältnis Aurelians zum Christentum und erörtert, ob die Religion in der damaligen Zeit als politisches Risiko wahrgenommen wurde.

5. Abschluss - War die Etablierung von Sol Invictus politisches Kalkül oder göttliche Eingebung?: Das Fazit zieht eine Bilanz und diskutiert, inwieweit die Religionspolitik eine strategische Entscheidung oder Ausdruck eines persönlichen Glaubens war.

6. Quellen und Literatur: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten antiken Quellen, Monographien, Aufsätze und Lexika zur wissenschaftlichen Einordnung auf.

Schlüsselwörter

Aurelian, Sol Invictus, Römische Religion, Kaiserkult, Soldatenkaiser, Mithraskult, Christentum, Herrschaftslegitimation, Krisenmanagement, Münzpropaganda, Religiosität, Absolutismus, Reichseinheit, Imperium Romanum, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die religiöse Politik des Kaisers Aurelian während der Krise des dritten Jahrhunderts und analysiert, wie er den Sol Invictus-Kult zur Festigung seiner Macht einsetzte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen das Verhältnis zum traditionellen römischen Pantheon, die Einführung des Sol Invictus als Reichsgott und der Umgang des Kaisers mit der wachsenden christlichen Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, historisch-kritisch zu prüfen, ob die Religionspolitik Aurelians als rein funktionales politisches Kalkül oder als Ausdruck einer persönlichen religiösen Überzeugung zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine vergleichende und historisch-systematische Auswertung von Quellen, insbesondere numismatischer Zeugnisse (Münzen) und historischer Überlieferungen.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Münzemissionen als Informationsquelle, den Vergleich zwischen Sol Invictus und dem Mithraskult sowie die Untersuchung der kaiserlichen Haltung gegenüber dem Christentum.

Welche Begriffe charakterisieren den Inhalt der Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Aurelian, Sol Invictus, Religionspolitik, Kaiserkult, Herrschaftslegitimation und die Krise des dritten Jahrhunderts.

Warum konnte Aurelian den Tempel des Elagabal nicht für seinen Sol Invictus-Kult übernehmen?

Aurelian wollte eine klare Trennung, da der neue Kult eine neue, römische spirituelle Zentralität begründen sollte und der Kult des Elagabal mit der negativen Erinnerung an seinen Vorgänger verbunden war.

Welche Rolle spielte das Militär bei der Verbreitung des Sol Invictus-Kultes?

Das Militär war eine zentrale Stütze Aurelians; da das Heer bereits mit dem Mithraskult vertraut war, der ähnliche Motive wie der Sol Invictus-Kult bot, war der Boden für die Akzeptanz einer solchen Gottheit in diesen Reihen bereitet.

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Details

Title
Die Religion im Prinzipat Aurelians
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Die Soldatenkaiser und das unruhige dritte Jahrhundert
Grade
2,3
Author
Michael Sauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V66241
ISBN (eBook)
9783638589147
ISBN (Book)
9783656779780
Language
German
Tags
Religion Prinzipat Aurelians Soldatenkaiser Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Sauer (Author), 2005, Die Religion im Prinzipat Aurelians, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66241
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