Täglich begegnen wir Projekten - ohne immer davon zu erfahren. Das neueste Angebot bei Tchibo: ein Handy. Dass der Sondertarif von O2 bereitgestellt wird und dass eine komplexe Organisation im Hintergrund steht, erfahren wir erst, wenn wir die Vertragsbedingungen genau durchlesen. Mit dem Neologismus Tchibofonieren sollen der eigene Name und der damit verbundene gute Ruf weiter getragen werden. Aber auch O2 profitiert von dieser Zusammenarbeit. (steigende Neukundenzahl ) Wie ein solches Projekt entsteht und wie die Vorbereitungszeit optimal genutzt werden kann, um zum Erfolg zu führen, wird in dieser Arbeit erörtert. Zunächst werden grundsätzliche Begriffe erklärt, die an verschiedenen Beispielen weiter ausgeführt werden.
Die Bedeutung des „Organisieren-könnens“ wird bei der Erläuterung der Projekte deutlich. Die Titelunterschrift soll deutlich machen, wie wichtig es ist, Absprachen von Terminen sowie Zeiten einzuhalten. Das schon aus der Bundeswehr bei militärischen Operationen bekannte Dreigestirn „Raum-Zeit-Kräfte“ wird im Laufe dieser Arbeit seinen Platz finden. Ein ausgewogenes Verhältnis der drei Faktoren sollte bei jedem Projekt angestrebt werden, auch wenn dies nicht immer zu einem hundertprozentigen gleichschenkligen Dreieck führt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Projekt
2.1. Definition des Begriffs Management
2.2. Projektmanagement
2.3. Projektarten
3. Initiierung eines Projektes
3.1. Projektanalyse und Projektplanung
3.2. Risiken
3.3. Projektstart
3.4. Projektsteuerung und -überwachung
3.5. Projektabschluss
3.6 Projektziel
4. O2-Tchibo
4.1. Denver Flughafen
4.2. Siemens Transportsystem
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen des Projektmanagements und analysiert, wie durch eine fundierte Organisation, präzise Planung und ein ausgewogenes Verhältnis von Zeit, Kosten und Leistung Projekte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden können. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Erfolgsfaktoren für die Projektsteuerung entscheidend sind und wie durch Beispiele aus der Praxis – etwa bei O2-Tchibo, dem Denver Flughafen und Siemens – gängige Methoden und Fallstricke illustriert werden.
- Grundbegriffe und Definitionen von Projekt und Projektmanagement
- Phasen der Projektinitiierung, von der Analyse bis zum Abschluss
- Risikoanalyse und die Bedeutung des "Raum-Zeit-Kräfte"-Verhältnisses
- Praxisbeispiele für erfolgreiche Kooperationen und komplexe Großprojekte
- Erfolgsfaktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit und effektive Aufgabenverteilung
Auszug aus dem Buch
3. Initiierung eines Projektes
Bei der Realisierung eines Projektes sollte die Regel „vom Groben zum Detail“ beachtet werden. Durch das Einhalten dieser Regel sollen eine hohe Transparenz geschaffen und das Risiko der technischen Realisierbarkeit verringert werden. Dabei ist der phasenweise Ablauf eine wesentliche Voraussetzung zur wirtschaftlichen Durchführung von Projekten. Die detaillierte Gliederung dieser Phasen erfolgt zwar immer individuell auf das Unternehmen abgestimmt, aber es gibt ein paar grundsätzliche Gliederungsmodelle.
Zur Planung gehört auch die Ermittlung eines geschätzten zeitlichen Aufwands und es muss der Mitarbeitereinsatz festgestellt und geplant werden. Eine Kostenanalyse gehört ebenso in diesen Bereich wie die Ablauf- und Terminplanung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Projektmanagements ein und definiert die zentrale Fragestellung, wie Projekte durch optimale Vorbereitung zum Erfolg geführt werden können.
2. Definition von Projekt: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien, die ein Vorhaben als Projekt definieren, und stellt verschiedene theoretische Sichtweisen auf den Begriff dar.
2.1. Definition des Begriffs Management: Hier wird Management als soziotechnischer Prozess definiert, der darauf ausgerichtet ist, Ziele durch professionelle Methoden und den kooperativen Umgang mit Menschen zu erreichen.
2.2. Definition des Begriffs Projektmanagement: Dieses Kapitel beschreibt Projektmanagement als Konzept, das sowohl die fachliche Leitung als auch die organisatorische Eingliederung eines Vorhabens in das Unternehmen umfasst.
2.3. Projektarten: Hier wird auf die vielfältige Klassifizierung von Projekten nach Gegenstand, Branche und Ausführungsort eingegangen.
3. Initiierung eines Projektes: Dieses Kapitel thematisiert die grundlegende Vorgehensweise, Projekte strukturiert zu planen und die Regel "vom Groben zum Detail" anzuwenden.
3.1. Projektanalyse und Projektplanung: Es werden die wesentlichen Schritte wie Zieldefinition, Ist-Zustandsermittlung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Voraussetzung für den Projektstart behandelt.
3.2. Risiken: Hier werden verschiedene Risikobereiche – von organisatorischen über technische bis hin zu psychologischen – analysiert, die den Erfolg eines Projekts gefährden könnten.
3.3. Projektstart: Dieser Abschnitt beschreibt den Auftakt eines Projekts durch den Abgleich von Analysen und die formelle Einleitung durch ein Kick-Off Meeting.
3.4. Projektsteuerung und -überwachung: Es wird erklärt, wie Meilensteinpläne und Phasenmodelle genutzt werden, um den Projektfortschritt kontinuierlich zu kontrollieren und steuernd einzugreifen.
3.5. Projektabschluss: Dieses Kapitel behandelt das formelle Ende eines Projekts mittels Abschlusspräsentation, Rückschau und Soll-/Ist-Vergleich der Ziele.
3.6 Projektziel: Es wird hervorgehoben, warum eine präzise Zieldefinition für die Orientierung aller Beteiligten essenziell ist.
4. O2-Tchibo: Anhand des Hermes-Projekts wird verdeutlicht, wie durch gute Aufteilung und klare Aufgabenverteilung ein Kooperationsprojekt erfolgreich umgesetzt werden kann.
4.1. Flughafen Denver: Dieses Fallbeispiel dient der Veranschaulichung, wie schlechte Organisation, technische Probleme und unterschätzte Kosten zu massiven Verzögerungen und Verlusten führen können.
4.2. Siemens Transportsystem: Hier wird der Bau von Metrolinien in Kaohsiung als Beispiel für ein erfolgreiches internationales, technisches Bauprojekt unter Einhaltung strenger Standards analysiert.
5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Komplexität der Aufgaben eines Projektleiters und die Bedeutung einer guten Organisation zusammen.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Projektleitung, Organisation, Zieldefinition, Meilensteinplan, Risikoanalyse, Erfolgsfaktoren, Projektphasen, Ressourcenplanung, Prozesssteuerung, Kooperationsprojekt, Projektstruktur, Terminplanung, Kostenkontrolle, Projektkultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen des Projektmanagements und erläutert, wie durch eine strukturierte Organisation und methodische Vorgehensweisen komplexe Vorhaben erfolgreich in Unternehmen umgesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die Phasen eines Projekts – von der Initiierung über die Planung und Steuerung bis hin zum Abschluss – sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren und Risiken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den phasenweisen Ablauf eines Projekts zu erörtern und aufzuzeigen, wie durch eine optimale Nutzung der Vorbereitungszeit und ein ausgewogenes Verhältnis der Faktoren Zeit, Kosten und Leistung der Projekterfolg gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse basierend auf Fachhandbüchern und aktuellen Untersuchungen sowie eine fallorientierte Analyse, um theoretische Konzepte anhand praktischer Beispiele (Best-Practice und Negativbeispiele) zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die Erläuterung der Phasenmodelle der Projektinitierung sowie die detaillierte Darstellung von drei Fallstudien: O2-Tchibo, Flughafen Denver und Siemens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Projektmanagement, Meilensteinplan, Risikoanalyse, Prozesssteuerung, Erfolgsfaktoren sowie die spezifische Trias aus Ziel, Zeit und Kosten.
Warum wird das Projekt "Flughafen Denver" als Negativbeispiel angeführt?
Das Projekt dient als Beispiel für ein schlecht gesteuertes Großvorhaben, bei dem mangelnde Koordination, technische Überforderung und unterschätzte Risiken zu massiven Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen führten.
Was unterscheidet das Projekt "O2-Tchibo" von anderen Kooperationen?
Es wird als Erfolg gewertet, da es durch klare Aufgabenverteilung, strikte Termineinhaltung und die Nutzung von Synergien (Markenbekanntheit von Tchibo kombiniert mit O2-Technik) eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten schuf.
Welche Rolle spielt das "Raum-Zeit-Kräfte-Verhältnis" für die Autorin?
Das aus der militärischen Terminologie entlehnte Dreigestirn dient als Metapher für die notwendige Ausgewogenheit der Projektfaktoren: Ziel/Leistung (Raum), Zeit (Termin) und Kosten/Mitarbeiter (Kräfte), deren Balance über Erfolg oder Scheitern entscheidet.
- Arbeit zitieren
- Birte Wachtel (Autor:in), 2006, Projektmanagement - Organisation ist alles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66343