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Suchtprävention in der Sekundarstufe

Theoretische Grundlagen, Konzepte, Kritik, Alternativen

Title: Suchtprävention in der Sekundarstufe

Examination Thesis , 2006 , 190 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hannes Langhammer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Meine Arbeit hat das Ziel, das Phänomen Suchtprävention einer detaillierten Betrachtung zu unterziehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf primärpräventiven Methoden für die Sekundarstufe. Um zu einem umfassenden Verständnis des Umfassensbereiches der Suchtprävention zu gelangen, wird vor der eigentlichen Beschäftigung mit ihr ein ausführlicher theoretischer Teil vorangestellt, welcher sich neben den wichtigsten in jugendkulturellen Szenen konsumierten Drogen auch der Jugend als Lebensphase, jugendlichem Problemverhalten sowie Erklärungsansätzen zur Entstehung von Abhängigkeit widmet.
Der eigentliche Hauptteil der Arbeit, in welchem ich mich mit dem Phänomen der Prävention auseinandersetze, ist gegliedert in acht Kapitel. Im ersten Kapitel wird der Versuch unternommen, eine Definition des uneinheitlich gebrauchten Begriffes „Prävention“ zu finden.
In Kapitel 2 werden einige einführende Informationen gegeben und die Suchtprävention als Teilgebiet der allgemeinen Prävention vorgestellt.
Kapitel 3 untersucht die Suchtprävention in detaillierterer Weise und beschäftigt sich mit zwei ihrer Unterdisziplinen, der Primär- und der Sekundärprävention. Dabei werden jeweils die Handlungsfelder, Methoden und Zielsetzungen der beiden Disziplinen beleuchtet.
Kapitel 4 unterzieht die Geschichte der Suchtprävention einer genaueren Betrachtung. Die Entwicklung der Suchtprävention wird in diesem Zusammenhang in insgesamt vier Phasen unterteilt, welche jeweils kurz umrissen werden.
In Kapitel 5 geht es um das momentan aktuelle suchtpräventive Konzept der Lebenskompetenzförderung. Nach einer allgemeinen Vorstellung der wichtigsten Aspekte dieses Konzepts wird auf die ihm zugrunde liegenden theoretischen Hintergründe eingegangen. Vor der Erörterung der Evaluation der life-skills-Programme sowie ihrer Ergebnisse werden die Ziele und Inhalte sowie die Didaktik der Programme nach dem Ansatz der Lebenskompetenzförderung dargestellt.
Das 6. Kapitel widmet sich der Darstellung von drei primärpräventiven Maßnahmen, die derzeit in der Sekundarstufe deutscher Schulen durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um die beiden Lebenskompetenzprogramme „ALF“ und „Lions Quest“ sowie den primärpräventiven Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“. Die genannten Programme werden im Hinblick auf ihre Konzeption, ihre Inhalte, die jeweilige didaktische Ausrichtung sowie auf die Ergebnisse ihrer Evaluation untersucht. Anschließend erfolgt eine kritische Zusammenfassung der Evaluations-Ergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

1. DROGEN

1.1 Begriffsdefinition von „Droge“

1.2 Drogenarten

2. JUGEND

2.1 Entstehung des Begriffs der Lebensphase Jugend

2.2 Ausdifferenzierung der Lebensphasen

2.3 Abgrenzung der Lebensphase Jugend

2.4 Charakteristika der Lebensphase Jugend

2.5 Entwicklungsaufgaben während der Lebensphase Jugend

2.6 Zusammenfassung

3. JUGENDLICHES PROBLEMVERHALTEN

3.1 Soziostrukturelle Veränderungen und ihre Folgen

3.2 Bewältigung der Entwicklungsaufgaben

3.3 Substanzkonsum

4. ENTSTEHUNG VON ABHÄNGIGKEIT

4.1 Definition von „Abhängigkeit“

4.2 Psychische und physische Abhängigkeit

4.3 Charakteristika einer schweren Abhängigkeit

4.4 Theorien zur Entstehung von Abhängigkeit

4.5 Das Modell der Risiko- und Schutzfaktoren

III. PRÄVENTION

1. DEFINITION VON „PRÄVENTION“

2. SUCHTPRÄVENTION

3. DIVERSE FORMEN VON SUCHTPRÄVENTION

3.1 Primäre Suchtprävention

3.2 Sekundäre Suchtprävention

4. GESCHICHTE DER SUCHTPRÄVENTION

4.1 Anfänge der Suchtprävention

4.2 Die vier Phasen der Suchtprävention seit den 1970er Jahren

5. LEBENSKOMPETENZPROGRAMME

5.1 Das Konzept der Lebenskompetenzprogramme

5.2 Theoretische Grundlagen der Lebenskompetenzprogramme

5.3 Ziele und Inhalte von Lebenskompetenzprogrammen

5.4 Didaktik der Lebenskompetenzprogramme

5.5 Evaluation von Lebenskompetenzprogrammen

5.6 Ergebnisse der Evaluationsforschung

6. DARSTELLUNG VON DREI PRIMÄRPRÄVENTIVEN PROGRAMMEN

6.1 ALF - Allgemeine Lebenskompetenzen und Fertigkeiten

6.2 Lions Quest – Erwachsen werden

6.3 „Be Smart – Don´t Start”

6.4 Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse der drei Programme

7. KRITIK AN DER AKTUELLEN AUSRICHTUNG DER SUCHTPRÄVENTION

7.1 Kritik an der Evaluation

7.2 Kritik an der Konzeption

7.3 Kritik an den Zielsetzungen

7.4 Zusammenfassung

8. EIN ALTERNATIVER ANSATZ: DAS KONZEPT DER DROGENMÜNDIGKEIT

8.1 Theoretischer Hintergrund und Zielsetzungen

8.2 Konkrete Umfassensbereiche von Drogenmündigkeit

8.3 Notwendige Rahmenbedingungen für das Mündigkeitskonzept

8.4 Chancen der Realisierung des Mündigkeitskonzeptes

8.5 Wie wäre das Mündigkeitskonzept in der Schule umzusetzen?

IV. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Suchtprävention in der Sekundarstufe mit einem Schwerpunkt auf primärpräventiven Methoden. Ziel ist es, die Effektivität aktueller Ansätze kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu diskutieren, um Jugendlichen einen verantwortungsvolleren und kompetenteren Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu ermöglichen.

  • Theoretische Grundlagen zu Drogen, Jugendphase und Abhängigkeitsentstehung
  • Analyse aktueller Suchtpräventionskonzepte und deren Umsetzung
  • Kritische Evaluation primärpräventiver Maßnahmen (ALF, Lions Quest, Be Smart – Don’t Start)
  • Diskussion einer alternativen Ausrichtung der Prävention durch das Konzept der Drogenmündigkeit

Auszug aus dem Buch

1.2.3.2 Wirkung

Cannabis wirkt auf verschiedene wichtige Bereiche des Gehirns und führt zu einer vermehrten Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin. Generell ist die Wirkung von Cannabis durchaus unvorhersehbar, was gerade bei unerfahrenen Konsumenten zu negativen Rauscherlebnissen führen kann. Set und Setting sowie in besonderem Maße die Höhe der Dosis haben großen Einfluss auf das Erleben des Rausches.

Als typische psychische Auswirkungen sind Heiterkeit, Entspannung und Ausgeglichenheit zu nennen. Ebenso eine Intensivierung von Sinneswahrnehmungen sowie eine Veränderung des Zeitempfindens und eine vorübergehende Störung des logischen Denkens. Bei ungünstigen Rahmenbedingungen (Set und Setting) sowie einer Überdosierung kann es auch zu Gefühlen von Angst und Panik kommen. In schweren Fällen kann dies bis zu einer Verselbstständigung der Gedanken führen und alptraumhafte Panikzustände verursachen. Auf körperlicher Ebene bewirkt Cannabis vor allem eine Erhöhung der Pulsfrequenz, Mundtrockenheit, Zunahme von Appetit sowie eine Rötung der Augen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Verbreitung psychoaktiver Substanzen unter Jugendlichen und hinterfragt die Effektivität bestehender, häufig repressiver Präventionsansätze.

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieser Abschnitt beleuchtet Drogenarten, die jugendliche Lebensphase und deren Entwicklungsaufgaben sowie die Entstehung von Abhängigkeit und psychischen Problemen.

III. PRÄVENTION: Hier werden Definitionen und Formen der Prävention sowie die Geschichte und Kritik der Suchtprävention in Deutschland detailliert analysiert und der alternative Ansatz der Drogenmündigkeit eingeführt.

Schlüsselwörter

Suchtprävention, Drogenkonsum, Sekundarstufe, Lebenskompetenzprogramme, Abstinenz, Risikoverhalten, Drogenmündigkeit, Jugendliche, Entwicklungsaufgaben, Primärprävention, Sekundärprävention, Evaluation, psychische Abhängigkeit, Sucht, psychoaktive Substanzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch aktuelle Suchtpräventionskonzepte in der Sekundarstufe, die häufig auf einem starren Abstinenzdogma basieren, und stellt diesen ein alternatives, realitätsbezogenes Konzept der Drogenmündigkeit gegenüber.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Drogenkonsum Jugendlicher als Teil der Lebenswelt, die theoretischen Grundlagen der Suchtprävention, die kritische Evaluation etablierter Schulprogramme sowie die Diskussion um neue, akzeptierende Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die chronische Ineffektivität bestehender Suchtpräventionsmaßnahmen aufzudecken und zu zeigen, wie eine modernere, an den Lebenswelten der Jugendlichen orientierte Präventionsarbeit aussehen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse und theoretische Erörterung durch, kombiniert mit einer kritischen Reflexion empirischer Evaluationsstudien zu bestehenden Suchtpräventionsprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine ausführliche Darstellung der Präventionsgeschichte und -formen, eine detaillierte Untersuchung von Lebenskompetenzprogrammen und eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Ausrichtung der Suchtprävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Suchtprävention, Lebenskompetenz, Drogenmündigkeit, Jugendphase, Risikoverhalten, Abstinenz, Evaluation und Gesundheitsförderung.

Was genau bedeutet der Begriff „Drogenmündigkeit“?

Das von Gundula Barsch entwickelte Konzept der Drogenmündigkeit zielt darauf ab, Jugendliche zu einem eigenständigen, selbstkontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu befähigen, anstatt lediglich ein generelles Drogenverbot zu fordern.

Wie unterscheidet sich „Safer Use“ von der klassischen Suchtprävention?

Während die klassische Suchtprävention oft auf vollständiger Abstinenz beharrt und Risiken tabuisiert, setzt das „Safer Use“-Konzept auf Schadensminimierung durch Aufklärung, um risikoärmere Konsummuster bei Jugendlichen zu erreichen.

Warum wird die „Defizit-Perspektive“ kritisiert?

Kritiker wie Quensel argumentieren, dass eine einseitig auf Risiken und Fehler fokussierte Prävention die Realität jugendlichen Konsums verkennt, stigmatisierend wirkt und die Jugendlichen als mündige Akteure nicht ernst nimmt.

Excerpt out of 190 pages  - scroll top

Details

Title
Suchtprävention in der Sekundarstufe
Subtitle
Theoretische Grundlagen, Konzepte, Kritik, Alternativen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,0
Author
Hannes Langhammer (Author)
Publication Year
2006
Pages
190
Catalog Number
V66420
ISBN (eBook)
9783638595452
ISBN (Book)
9783638670975
Language
German
Tags
Suchtprävention Sekundarstufe Theoretische Grundlagen Konzepte Kritik Alternativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes Langhammer (Author), 2006, Suchtprävention in der Sekundarstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66420
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