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Die Bedeutung des Selbstmedikationsmarktes wächst

Title: Die Bedeutung des Selbstmedikationsmarktes wächst

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Iryna Spektor (Author)

Economy - Health Economics
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Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) hat alle parlamentarischen Hindernissen passiert und ist am 1. Januar 2004 in Kraft getreten. Von allen vorangegangenen Gesundheitsreformen greift das GMG in die ordnungspolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Marktes rezeptfreier Arzneimittel am meisten ein. 1 Das GKV-Modernisierungsgesetz hat die meisten OTC-Präparate (nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel) aus der GKV-Erstattung ausgeschlossen und deshalb wurde das ärztliche Verschreibungsverhalten einschneidend geändert. 2 Als Konsequenz dieser Veränderungen wird der Patient bei seiner Entscheidung zwischen einem Arztbesuch und der Selbstmedikation und den Arzt bei seiner Verordnungsentscheidung stark beeinflusst. Durchschnittlich greift jeder Versicherte zu selbst gekauften Präparaten und pro Jahr sind es 6 Arzneimittel pro Person. Soziodemografische Unterschiede spielen deutliche Rolle bei Selbstmedikation: Frauen neigen stärker dazu, sich selbstständig zu behandeln. Kranken kaufen öfter dazu rezeptfreie Medizin als Gesunde. Die Intensität der Selbstmedikation ist auch vom Einkommen und Bildungsgrad der Betroffener abhängig. Am meisten werden Präparate gegen Erkältung und Schmerzen verkauft. Vitamine, Mineralstoffe und Stärkungsmittel bilden einen weiteren Schwerpunkt bei der Selbstmedikation. Dank verschiedener gemeinsamen Initiativen von Apotheker und Ärzteschaft sowie der Arzneimittel-Hersteller, zu denen das „Grüne Rezept“, die Verbraucherbroschüre „Selbstmedikation“ und das Internet gehören, wächst die Bedeutung der Selbstmedikation stark.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff der Selbstmedikation

2.1 Zum Begriff der OTC

3 Der Selbstmedikationsmarkt zum Vergleich mit dem Verordnungsmarkt

3.1.1 Altersgruppen im Jahren

4 . Art der Selbstmedikation

4.1 . Arztgestützte Selbstmedikation

4.2 „Grünes Rezept“

4.3 Eigeninitiative Selbstmedikation

5 Die Situation in den Apotheken

5.1 OTC-Mark in der Apotheke

6 OTC-Werbung

7 Finanzielle Folgen für Versicherten

8 Ausblick und Perspektiven des Selbstmedikationsmarktes

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) auf den Markt für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und analysiert, inwiefern der Ausschluss dieser Präparate aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen die Bedeutung der Selbstmedikation verstärkt hat.

  • Analyse des Wandels im Gesundheitsmarkt durch das GMG
  • Strukturelle Unterschiede zwischen Verordnungs- und Selbstmedikationsmarkt
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Patientenverhalten
  • Bedeutung von ärztlicher Beratung und dem „Grünen Rezept“
  • Finanzielle Belastungen der Versicherten durch Eigenfinanzierung

Auszug aus dem Buch

4 . Art der Selbstmedikation

Die neue Gesetzeslage schließt nicht aus, dass Betroffene sind sich hinsichtlich ihrer Eigendiagnose oder der Artzneimittelauswahl unsicher. Sie können an ihren Arzt wenden, um von diesem die Empfehlungsschreiben für den Kauf eines rezeptfreien Arzneimittels zu bekommen. Die Ärzte haben bereits in der Vorzeit die arztgestützte Selbstmedikation angewendet und trafen dabei mit ihren Empfehlungen auf eine hohe Akzeptanz bei den Versicherten. Um diese Gelegenheit weiter zu unterstützen, ist in der ärztlichen Praxis auf Initiative von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Deutschem Apothekenverband (DAV) und Arzneimittel-Herstellern ein „Grünes Rezept“ eingeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die ordnungspolitischen Veränderungen durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) und dessen direkten Einfluss auf das Verschreibungsverhalten von Ärzten sowie die Wahlentscheidung der Patienten.

2 Zum Begriff der Selbstmedikation: Das Kapitel definiert Selbstmedikation als eigenverantwortliche Anwendung rezeptfreier Arzneimittel und erläutert die Rolle des Apothekers bei der Beratung.

3 Der Selbstmedikationsmarkt zum Vergleich mit dem Verordnungsmarkt: Hier werden statistische Daten gegenübergestellt, um das Mengenwachstum bei der Selbstmedikation und die potenziellen Risiken bei paralleler Einnahme verordneter und selbst gekaufter Medikamente zu verdeutlichen.

4 . Art der Selbstmedikation: Dieses Kapitel differenziert zwischen arztgestützter Selbstmedikation, dem „Grünen Rezept“ als Erinnerungshilfe und der Eigeninitiative der Patienten bei der Arzneimittelwahl.

5 Die Situation in den Apotheken: Es wird analysiert, wie das GMG den Apothekenmarkt durch sinkende Verordnungszahlen bei gleichzeitigem Anstieg der Selbstmedikation massiv verändert hat.

6 OTC-Werbung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Werbeausgaben der Pharmahersteller in klassischen Medien und die Positionierung der Branche im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen.

7 Finanzielle Folgen für Versicherten: Die finanzielle Belastung privater Haushalte durch Praxisgebühren, Zuzahlungen und Eigenkäufe wird hier im Kontext der Reformziele untersucht.

8 Ausblick und Perspektiven des Selbstmedikationsmarktes: Das Kapitel wagt einen Blick in die Zukunft, in der weitere Ausgrenzungen aus dem Leistungskatalog und die Notwendigkeit gut informierter Patienten erwartet werden.

9 Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die weiterhin steigende Bedeutung der Selbstmedikation und die wachsende Verantwortung der Apotheken für eine sichere und effektive Arzneimitteltherapie.

Schlüsselwörter

Selbstmedikation, GKV-Modernisierungsgesetz, GMG, OTC-Präparate, Arzneimittel, Gesundheitsreform, Grünes Rezept, Apotheken, Patientenverhalten, Eigenverantwortung, Verordnungsmarkt, Gesundheitsökonomie, Arzneimitteltherapie, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Selbstmedikationsmarktes im Kontext der gesundheitspolitischen Veränderungen durch das GKV-Modernisierungsgesetz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Einfluss des GMG auf das Marktgeschehen, das Patientenverhalten, die Rolle der Apotheken sowie die finanziellen Belastungen durch Eigenfinanzierung von Arzneimitteln.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Hypothese prüft, ob der Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen die Selbstmedikation zwangsläufig an Bedeutung gewinnen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten von Institutionen wie dem Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) und IMS Health.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Marktstrukturen, den Vergleich zwischen Verordnungs- und Selbstmedikationsmarkt, verschiedene Formen der Selbstmedikation sowie die finanzielle Situation der Versicherten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Selbstmedikation, GKV-Modernisierungsgesetz, OTC-Präparate, Arzneimittel, Apotheken und Eigenverantwortung.

Was genau versteht die Arbeit unter dem „Grünen Rezept“?

Das Grüne Rezept dient als Empfehlungsschreiben des Arztes für nicht verschreibungspflichtige Medikamente und soll die Therapietreue sowie die Orientierung für Patienten verbessern.

Warum ist die „Post-GMG-Phase“ laut der Arbeit problematisch?

Die Phase war durch Entrüstung und Trotzreaktionen vieler Versicherten geprägt, was teilweise zu irrationalem Verhalten gegenüber Gesundheitsleistungen führte.

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Details

Title
Die Bedeutung des Selbstmedikationsmarktes wächst
College
University of Hamburg  (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Course
Gesundheitspolitik
Grade
1,3
Author
Iryna Spektor (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V66466
ISBN (eBook)
9783638590525
ISBN (Book)
9783656802044
Language
German
Tags
Bedeutung Selbstmedikationsmarktes Gesundheitspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iryna Spektor (Author), 2006, Die Bedeutung des Selbstmedikationsmarktes wächst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66466
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