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Der Pflegebericht: Probleme mit der Pflegedokumentation

Title: Der Pflegebericht: Probleme mit der Pflegedokumentation

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Krug (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Für die Bewertung und Einschätzung von Pflegeprozessen hat die Pflegedokumentation eine entscheidende Bedeutung. Anhand ihrer lassen sich Qualität und Probleme der konkret vorgenommenen Pflegetätigkeiten am Patienten nachvollziehen und sowohl rückblickend bewerten als auch für die Zukunft verbessern und planen. Die Pflegedokumentation ist als Informationsmedium für alle an der Pflege Beteiligten nicht mehr wegzudenken. Aus juristischer Sicht ist sie erst seit wenigen Jahren verbindlich. Seitdem hat sich eine bedeutende Diskussion um die Dokumentation entwickelt, wobei sich zeigt, dass die theoretische Aufgabe und Bedeutung von Pflegenden meist nicht in der Weise wahrgenommen wird, wie dies eigentlich wünschenswert wäre. Oft kommt es auch zu Formen der Implementierung der Pflegedokumentation, die den Sinn einer solchen nicht mehr erfüllen. Dies stellt ein grundsätzliches Problem im Alltag der Pflege aber auch für die Pflegewissenschaft dar, der es um die Umsetzung ihrer Erkenntnisse geht. Ich möchte daher folgenden Fragen im Zusammenhang der Dokumentation nachgehen: Warum sollte überhaupt dokumentiert werden? Woher stammen die Probleme bei der Umsetzung? Weshalb und in welcher Weise treten diese Probleme auf? Und schließlich: Wie könnten sie zu beheben sein? Dazu werde ich die in der Literatur gegebenen Erklärungen heranziehen und darstellen. Abschließend werde ich einige Vorschläge zur besseren Umsetzung der Pflegedokumentation diskutieren und kritisch dazu Stellung nehmen. Hierbei ist mir das Projekt der Musterdokumentation der AOK aufgefallen, dem ich mich besonders widmen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlagen

2.1 Krankenpflegegesetz

2.2 Regelungen für den stationären und ambulanten Bereich gemäß Sozialgesetzbuch XI

2.2.1 Rahmenvereinbarungen gemäß § 75 SGB XI

2.3 Zusammenfassung

3. Dokumentationssysteme

3.1 Handschriftliche

3.2 Software

4. Wieso Dokumentation?

5. Welche Probleme finden sich in der Praxis?

5.1 Externer Druck

5.2 Berufsspezifische Gründe

5.3 Sprachliche Gründe

5.4 Von Pflegenden benannte Ursachen für unzureichend geführte Dokumentationen

5.4.1 Der Zeitfaktor

5.4.2 Bürokratie

5.5 Praxisprojekt „Optimierung der Pflegedokumentation“

5.6 Weitere in der Literatur beschriebene Probleme

5.7 Was steht tatsächlich im Pflegebericht?

6. Mögliche Verbesserungen

6.1 Dokumentationssysteme

6.2 Rückbesinnung auf eigentliche Aufgaben der Dokumentation / Entbürokratisierung

6.3 Versprachlichung

6.4 Motivation durch Vorgesetzte / Rolle der Vorgesetzten

6.5 Multiplikatorenschulungen

6.6 Räumliche und zeitliche Bedingungen zur Dokumentation

6.7 Musterdokumentation AOK

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die bestehenden Probleme und Herausforderungen im Bereich der Pflegedokumentation, insbesondere des Pflegeberichts, und leitet daraus Strategien zur Optimierung sowie Entbürokratisierung ab, um die Qualität der Pflege zu fördern.

  • Rechtliche Anforderungen an die Pflegedokumentation
  • Systemvergleich: Handschriftliche versus softwaregestützte Dokumentation
  • Analyse praktischer und sprachlicher Hürden für Pflegende
  • Lösungsansätze wie Multiplikatorenschulungen und Musterdokumentationen
  • Motivation und Rolle der Vorgesetzten im Dokumentationsprozess

Auszug aus dem Buch

5.1 Externer Druck

Es wird angenommen, dass Pflegende die Dokumentation weitgehend „nicht aus fachlicher Einsicht, sondern auf externen Druck“ hin erledigen und auch dieser bezieht seine Legitimation nur allzu häufig aus einer juristischen Argumentationskette, in dem auf Einstufer, Prüfer, Richter und Trägervorgaben verwiesen wird. Man könnte hier hinzufügen, dass auch Abrechnungsfragen häufig Teil einer solchen Argumentationskette sind.

Demzufolge wird selten mit der inneren Logik der Dokumentation, im Sinne wertvoller Informationshilfe, einer Verbesserung der Transparenz und des Pflegeprozesses, sowie des Aufzeigens der Wirkung von Maßnahmen für die Implementierung der Dokumentation argumentiert, sondern mit rein technisch-juristischen Gründen, die weder dazu geeignet sind, die Einsicht für die sorgfältige Bearbeitung auch der Dokumentation zu fördern, noch die dafür nötige Motivation bei den Pflegenden überhaupt zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Pflegedokumentation als Informationsmedium und verdeutlicht die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und pflegerischer Alltagspraxis.

2. Rechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere durch das Krankenpflegegesetz, das SGB XI und das Heimgesetz, welche die Dokumentationspflicht legitimieren.

3. Dokumentationssysteme: Hier werden die gängigen Formen der Dokumentation, unterteilt in handschriftliche Systeme und EDV-gestützte Softwarelösungen, vorgestellt.

4. Wieso Dokumentation?: Der Autor erörtert die wesentlichen Funktionen der Dokumentation für den Pflegeprozess, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die juristische Absicherung.

5. Welche Probleme finden sich in der Praxis?: Dieses Kapitel analysiert zentrale Hindernisse wie Zeitmangel, Bürokratisierung, sprachliche Hürden und unklare Verantwortlichkeiten bei der täglichen Dokumentationsarbeit.

6. Mögliche Verbesserungen: Hier werden Lösungsansätze wie die Entbürokratisierung, Multiplikatorenschulungen und die Anpassung an betriebliche Bedürfnisse diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gemeinsamen Professionalisierungsprozesses zusammen, bei dem Pflegende, Wissenschaftler und Kostenträger voneinander lernen sollten.

Schlüsselwörter

Pflegedokumentation, Pflegebericht, Pflegeprozess, Altenpflege, SGB XI, Dokumentationsqualität, Entbürokratisierung, Pflegequalität, Pflegewissenschaft, EDV-gestützte Dokumentation, Zeitfaktor, MDK, juristische Absicherung, Versprachlichung, Professionalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Problemen bei der Erstellung der Pflegedokumentation, speziell des Pflegeberichts, und wie diese im Alltag der Pflege bewältigt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf rechtlichen Rahmenbedingungen, den Auswirkungen von Dokumentationssystemen, den Ursachen für Dokumentationsmängel sowie praxisnahen Optimierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Unzufriedenheit und Probleme mit der Pflegedokumentation aufzudecken und Möglichkeiten aufzuzeigen, diese effektiver und sinnvoller in den Pflegealltag zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Praxisprojekten und fachlichen Diskussionen, um den aktuellen Stand der Pflegedokumentation kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Grundlagen, verschiedene Dokumentationssysteme, praxisrelevante Probleme wie der Zeitfaktor und die Bürokratie sowie konkrete Verbesserungsvorschläge detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pflegedokumentation, Entbürokratisierung, Pflegeprozess, Pflegequalität und Professionalisierung bestimmt.

Welche Rolle spielt die AOK-Musterdokumentation laut der Arbeit?

Die Musterdokumentation der AOK wird als interessanter Ansatz zur Vereinheitlichung und fachlichen Unterstützung wahrgenommen, steht aber aufgrund ihrer speziellen Ausrichtung und begrenzten Praxistauglichkeit in Teilen in der Kritik.

Wie bewertet der Autor den Zeitfaktor bei der Dokumentation?

Der Zeitfaktor wird als kritisches Problem identifiziert, wobei widersprüchliche Angaben zum tatsächlichen Aufwand bestehen; der Autor schlägt eine bessere Integration der Dokumentation in den Arbeitsablauf vor.

Was ist das "Relevanzproblem" im Pflegebericht?

Das Relevanzproblem beschreibt die Schwierigkeit der Pflegenden zu entscheiden, welche Informationen tatsächlich wichtig sind, was oft zu unnötigen Eintragungen führt, die den Pflegealltag eher belasten als klären.

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Details

Title
Der Pflegebericht: Probleme mit der Pflegedokumentation
College
University of Applied Sciences Mainz  (Fachbereich Pflege und Gesundheit)
Course
Seminar „Organisationssoziologie“ - Pflegeprozess
Grade
1,0
Author
Sebastian Krug (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V66495
ISBN (eBook)
9783638590723
ISBN (Book)
9783638671453
Language
German
Tags
Probleme Pflegedokumentation Pflegebericht Seminar Pflegeprozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Krug (Author), 2006, Der Pflegebericht: Probleme mit der Pflegedokumentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66495
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