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Zu: Gustav Le Bon - Die Psychologie der Massen

Title: Zu: Gustav Le Bon - Die Psychologie der Massen

Term Paper , 1999 , 9 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hanna Busemann (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Die wichtigste Eigenschaft der Massen ist schon in der Sprache verankert: "Masse" kommt vom griechischen "maza", was "Brotteig" bedeutet, den man kneten (mazein) muss. Das französische "foules" kommt vom lateinischen "fullo", was "Walker" oder "Tuchmacher" bedeutet. Das englische Wort "croud" ist mit dem mittelhochdeutschen "kroten" verwandt, was soviel wie "pressen" bedeutet. Alle Übersetzungen betonen die Formlosigkeit und das amorphe Verhalten der Masse, sowie deren Formbarkeit. 1895 schrieb Gustave Le Bon, der eigentliche Vater der Massenpsychologie, die herausragenden Eigenschaften der Masse seien ihre "geringe Urteilsfähigkeit, dann der Mangel an kritischem Denken, die Erregbarkeit, Leichtgläubigkeit und Einfalt". "Masse" sei ein triebhaftes Kollektiv, unfähig zu logischem Denken, einseitig und unverantwortlich: "Masse ist weibisch".
Die negative Einschätzung von Masse hat sich bis heute wenig geändert. Beinahe immer wird Masse als verächtlich, gefährlich für Geist und Kultur, und bedrohlich für die Freiheit beschrieben. Fast durchgehend wurde und wird Masse mit negativen Attributen belegt. Sie sei amorph, blind, chaotisch, entfesselt, wild, panisch und labil. Mit dem enormen Einfluss der Massen auf das Handeln der einzelnen Individuen hat sich als erster Soziologe Gustave Le Bon, in seinem Hauptwerk "Die Psychologie der Massen", auseinander gesetzt. In dieser Hausarbeit werde ich die Kerngedanken dieses Werkes beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Lebenslauf

Die Psychologie der Massen

Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die Darstellung und Analyse der zentralen Kerngedanken aus Gustave Le Bons Werk „Die Psychologie der Massen“. Die Forschungsfrage widmet sich der Frage, wie Le Bon die Entstehung einer sogenannten „Massenseele“ erklärt und welchen Einfluss diese auf das Handeln und die Entpersönlichung des Individuums ausübt.

  • Historischer Kontext und Entstehung der Massenpsychologie
  • Biografie und intellektueller Werdegang von Gustave Le Bon
  • Die psychologischen Mechanismen der Massenbildung
  • Einflussfaktoren wie Rassenseele, Beeinflussung und Übertragung
  • Rezeption der Le Bonschen Thesen in politischen Kontexten des 20. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

Die Psychologie der Massen

Le Bon ist der Ansicht, daß eine Versammlung von Menschen unter bestimmten Umständen neue, von den Eigenschaften der einzelnen, die diese Versammlung bilden, verschiedene, Eigenschaften entwickelt. Die bewussten Persönlichkeiten der einzelnen nehme ab, die Gefühle und Gedanken aller seien nach derselben Richtung orientiert. Es bilde sich damit eine Gemeinschaftsseele. Sie ist die Ursache, wodurch die Gesamtheit zu dem geworden sei, was man organisierte oder psychologische Masse nennen könne. Nach Le Bon ist diese psychologische Masse ein neues Wesen. Es ist aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammengesetzt, welche durch die Gemeinschaftsseele für einen Augenblick miteinander verbunden sind, ungefähr oder gerade so wie die Zellen des Organismus. Wie die einzelnen Menschen, ihre Charaktereigenschaften und alles, was zu ihrer Persönlichkeit dazugehört, in der psychologischen Masse auch sein mögen, wie ähnlich oder unähnlich ihre Lebensweisen und Beschäftigungen sind, allein durch die Gemeinschaftsseele fühlen, denken und handeln sie in ganz anderer Weise als jeder für sich allein fühlen, denken und handeln würde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft des Massenbegriffs und führt in die negative soziologische Einschätzung des Konzepts ein, die Le Bon maßgeblich geprägt hat.

Lebenslauf: Hier wird der Werdegang Gustave Le Bons nachgezeichnet, von seinem Medizinstudium über seine Forschungsreisen bis hin zu seiner Hinwendung zur Sozialpsychologie nach gescheiterten akademischen Ambitionen.

Die Psychologie der Massen: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung der Massenseele durch das Zusammenspiel von Rassenseele und psychologischen Faktoren wie Beeinflussbarkeit und Übertragung.

Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der drei Hauptursachen für Massenbildung und reflektiert die historische Wirkung Le Bons auf politische Akteure wie Mussolini und Hitler.

Schlüsselwörter

Massenpsychologie, Gustave Le Bon, Massenseele, Gemeinschaftsseele, Entpersönlichung, Rassenseele, Beeinflussung, Übertragung, Individuum, Kollektiv, politische Psychologie, Ideologie, Propaganda, Konformität, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Massenpsychologie, wie sie der französische Soziologe Gustave Le Bon in seinem Hauptwerk „Die Psychologie der Massen“ formuliert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Begriffe der Massenseele, die Entpersönlichung des Einzelnen in der Gruppe sowie die Mechanismen, durch die Massen von einem Führer beeinflusst werden können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Kerngedanken Le Bons verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie er das Phänomen des „Massenmenschen“ und dessen mangelnde Vernunftbegabung definiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenfassung der Thesen Le Bons sowie einer Einordnung seines Werkes in den historischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entstehung des „neuen Wesens“ Masse, der Rolle der Rassenseele und der psychologischen Wirkungsweise von Suggestion und Übertragung innerhalb einer Menschenmenge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Massenpsychologie, Entpersönlichung, Rassenseele, Beeinflussbarkeit und der Einfluss Le Bons auf totalitäre Ideologien des 20. Jahrhunderts.

Wie definiert Le Bon laut der Arbeit die psychologische Masse?

Le Bon definiert sie als ein neues, eigenständiges Wesen, das entsteht, wenn sich bewusste Persönlichkeiten der Einzelnen einer Gemeinschaftsseele unterordnen und nicht mehr autonom handeln.

Welche Rolle spielt die „Rassenseele“ in Le Bons Theorie?

Sie gilt als fundamental für die Gemeinschaftsseele und repräsentiert die gemeinsame, ererbte und unbewusste Beschaffenheit der Denk- und Gefühlsweisen einer bestimmten Menschengruppe.

Inwieweit beeinflusste Le Bon historische politische Bewegungen?

Die Arbeit führt aus, dass seine Theorien zur Massenbeeinflussung und Führung systematisch von Ideologen wie Adolf Hitler in „Mein Kampf“ aufgegriffen und in die Praxis der nationalsozialistischen Propaganda umgesetzt wurden.

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Details

Title
Zu: Gustav Le Bon - Die Psychologie der Massen
College
University of Hamburg  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar: Die Massen im Individuum
Grade
2,3
Author
Hanna Busemann (Author)
Publication Year
1999
Pages
9
Catalog Number
V66551
ISBN (eBook)
9783638591171
ISBN (Book)
9783656779551
Language
German
Tags
Gustav Psychologie Massen Seminar Massen Individuum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Busemann (Author), 1999, Zu: Gustav Le Bon - Die Psychologie der Massen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66551
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