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Ostern im Religionsunterricht der Grundschule

Title: Ostern im Religionsunterricht der Grundschule

Examination Thesis , 2006 , 71 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maja Lengert (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Neben Weihnachten ist Ostern das christliche Fest, das in der Lebenswelt der Grundschüler am meisten verankert ist. Da sich das Osterfest im christlich geprägten Deutschland nicht nur als privates Fest, sondern auch im öffentlichen Bereich vollzieht, betrifft es auch Kinder aus nicht christlichen Familien. Das Osterfest lässt sich also als ein alle Grundschüler betreffendes Fest verstehen und ist somit von besonderer Bedeutung für den Unterricht. Auch wenn sich diese Arbeit vornehmlich mit der Bedeutung des Osterfestes für den Religionsunterricht in der Grundschule beschäftigen wird, gilt es diese Voraussetzung zu bedenken. Bevor ich mich explizit dem Osterfest zuwende, werde ich zunächst grundlegend auf die Bedeutung des Festes im Allgemeinen eingehen und verschiedene Festtheorien kurz vorstellen. In einer zusammenfassenden Kategorisierung sollen wiederkehrende und charakteristische Pole in der Entwicklung der Festtheorien aufgeführt und letztlich die Bedeutung der Festlichkeit im Allgemeinen in der Grundschule geklärt werden. Im zweiten Abschnitt werde ich mich dann direkt dem Osterfest und seiner Festpraxis zuwenden und dieses zunächst relativ unabhängig von seiner Bedeutung für den Religionsunterricht auf seine Zeitstruktur, seine Symbole sowie die theologische Bedeutung untersuchen. Bei der Betrachtung der Zeitstruktur wird es zuerst um die geschichtliche Entwicklung des Osterfestes und damit die Frage, in wie weit dieses Fest von der Kirche inszeniert und geschaffen wurde, gehen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt dann auf der Betrachtung der Passionsgeschichte und der Auferstehung als Kern des Osterfestes sowie die damit verbundene Bedeutung der einzelnen Osterfeiertage von Gründonnerstag bis Ostermontag.

Nach einer kurzen Begriffsklärung, in der auch die Bedeutung der Symbole für die Grundschule erörtert werden wird, soll sich die Betrachtung der Symbolik des Osterfestes auf die bekanntesten Symbole und die mit ihnen verbundenen Riten des Osterfestes richten. Dabei soll sich der Schwerpunkt besonders bei nicht biblisch begründeten Symbolen, ihrer Herkunft, ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung für das christliche Osterfest liegen. In der theologischen Betrachtung des Osterfestes steht die Frage nach der Entwicklung und der Bedeutung seiner zentralen Botschaft von der Auferstehung für den christlichen Glauben im Mittelpunkt.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Bedeutung der Feste

1.1 Geschichtliche Entwicklung der Festtheorie

1.2 Kategorisierungsversuche

1.3 Folgerungen für die Festkultur in der Grundschule

2 Das Osterfest

2.1 Die Zeitstruktur des Osterfestes

2.1.1 Ostern als Erfindung der Kirche?

2.1.2 Passionsgeschichte und Auferstehung als Kern des Osterfestes

2.2 Die Symbolik des Osterfestes

2.2.1 Was ist ein Symbol?

2.2.2 Symbole des Osterfestes

2.3 Theologische Dimension des Osterfestes

2.3.1 Auferstehung als Kernaussage des christlichen Glaubens

3 Ostern als Thema des Religionsunterrichts in der Grundschule

3.1 Curriculare Rahmenbedingungen

3.2 Die Bedeutung des Osterfestes im Alltag der Schülerinnen und Schüler

3.2.1 Symbole, Riten, Bräuche und biblische Hintergründe des Osterfestes im Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler

3.2.2 Chancen und Probleme der Auferstehungsthematik

3.3 Der Religionsunterricht als Vor- und Nachbereitung des Osterfestes

3.4 Medien und Methoden

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die didaktische Bedeutung des Osterfestes für den Religionsunterricht an Grundschulen, wobei sie theoretische Festtheorien mit der konkreten Schulpraxis und den Lebenswelten der Kinder verknüpft, um Möglichkeiten für eine authentische, symbolorientierte Auseinandersetzung mit der Auferstehungsthematik aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Festtheorie und deren Bedeutung für die Schule
  • Historische Entwicklung und theologische Kernaspekte von Ostern
  • Symbolik des Osterfestes und deren didaktische Erschließung
  • Bedeutung der Auferstehungsthematik im kindlichen Erfahrungshorizont
  • Unterrichtsmethodische Ansätze zur Vor- und Nachbereitung des Festes

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Was ist ein Symbol?

Zur Begriffsklärung, möchte ich in Anlehnung an Hubertus Halbfas zunächst Merkmale des Symbols nennen und dann auf ihre Bedeutung eingehen.

Eine erste Eigenschaft von Symbolen ist ihre Funktion über sich hinaus „auf eine Wirklichkeit, die nicht unmittelbar ergriffen werden kann und der wir auf keinem anderen Weg begegnen können als auf dem Weg des Symbols“, hinzuweisen. Ein Symbol ebnet also den Weg zum Verständnis solcher Ereignisse, die auf anderem Wege unverständlich bleiben. Es ist folglich auch unmöglich ein Symbol verbal zu „erklären“, weil es somit wieder durch rationale Begriffe ersetzt werden könnte und somit überflüssig würde.

Diese Ereignisse werden dann durch das Symbol jedoch nicht nur erinnert, sondern auch als bestehende Wirklichkeit bewusst gemacht. In dem Symbol ereignet sich also bereits die Wirklichkeit auf die es hinweist. Bildsymbole erfüllen dieses Kriterium zwar primär nicht, weisen aber in ihrer Funktion auch nur repräsentativ auf das eigentliche Symbol hin, indem sie es bildlich darzustellen versuchen.

Symbole erfordern demnach immer auch die bereitwillige Deutung und Erkenntnis dieser hinter ihnen stehenden Wirklichkeit. „Erst die deutende Erkenntnis, der erkennende Vollzug, macht also das »Symbol« zum Symbol.“ Damit etwas zum Symbol wird, muss es demnach als Repräsentant einer verborgenen Wahrheit empfunden werden. Um seine Funktion erfüllen zu können, muss das Symbol außerdem von der Gesellschaft erkannt, anerkannt und vermittelt werden. Die bewusste Konstruktion eines Symbols ist damit unmöglich und Symbole sind nie willkürlich.

Die Notwendigkeit des „Empfindens“ von Symbolen, die es erst zu einem Symbol macht, hat wiederum zur Folge, dass jedes Symbol affektiv besetzt ist und im Erfahren und Vermitteln von Symbolen etwas ausgedrückt wird, was auf anderem Wege im Unterbewussten verschlossen bliebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Bedeutung der Feste: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung verschiedener Festtheorien und leitet daraus die Bedeutung der Festkultur für den schulischen Alltag ab.

2 Das Osterfest: Der Hauptteil analysiert die historische Entstehung, die inneren Zeitstrukturen, zentrale Symbole und die theologische Dimension der Auferstehung als Kern des Osterfestes.

3 Ostern als Thema des Religionsunterrichts in der Grundschule: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem schulischen Lehrplan, beleuchtet die kindliche Lebenswelt und erörtert didaktische Methoden zur Behandlung der Osterthematik.

Schlüsselwörter

Ostern, Religionsunterricht, Grundschule, Festtheorie, Auferstehung, Symbolik, Didaktik, Kirchenjahr, Lebenswelt, Schülerschaft, Lernperspektiven, Passionsgeschichte, Feiertag, Christentum, Unterrichtsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die didaktische Bedeutung des Osterfestes für den Grundschul-Religionsunterricht unter Einbeziehung theoretischer Festtheorien und praktischer Unterrichtsansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Festtheorien, die Zeitstruktur und Symbolik von Ostern, die theologische Dimension der Auferstehung sowie die didaktische Einbettung in den Religionsunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie die Osterthematik trotz schulfreier Feiertage authentisch und kindgerecht durch Symbole und Rituale im Unterricht erschlossen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse theologischer und pädagogischer Festtheorien, ergänzt durch die Reflexion eigener Erfahrungen aus der schulischen Kinder- und Jugendarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Festverständnisses, eine Analyse der österlichen Zeit- und Symbolstruktur sowie die didaktische Reflexion von Lehrplänen und Schülervoraussetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ostern, Religionsunterricht, Grundschule, Symbolik, Auferstehung, Festtheorie und didaktische Erschließung.

Wie unterscheidet sich die Behandlung des Osterfestes zwischen evangelischem und katholischem Lehrplan?

Während der evangelische Lehrplan eher die entdeckende Eigeninitiative der Kinder betont, misst der katholische Lehrplan Symbolen, Riten und dem Festcharakter explizit einen höheren Stellenwert bei.

Welche Rolle spielt die Auferstehungsthematik im Unterricht?

Die Auferstehung wird als zentraler Kern des christlichen Glaubens identifiziert, dessen Behandlung im Unterricht existenzielle Lebens- und Sinnfragen der Kinder berührt und ernst nehmen muss.

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Details

Title
Ostern im Religionsunterricht der Grundschule
College
University of Paderborn  (Kulturwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Maja Lengert (Author)
Publication Year
2006
Pages
71
Catalog Number
V66559
ISBN (eBook)
9783638591256
ISBN (Book)
9783656576778
Language
German
Tags
Ostern Religionsunterricht Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maja Lengert (Author), 2006, Ostern im Religionsunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66559
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