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Das Konzept Communities of Practice im Innovationsmanagement: Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers und deren Auswirkungen auf Innovationsprozesse

Title: Das Konzept Communities of Practice im Innovationsmanagement: Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers und deren Auswirkungen auf Innovationsprozesse

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Thiem (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die gegenwärtige Unternehmensumwelt ist durch verstärkte Komplexität und zunehmende Intensivierung des Wettbewerbs gekennzeichnet - ausgelöst durch die fortschreitende Fragmentierung, Expansion bzw. Globalisierung der Märkte (vgl. Roberts 2006: 632, Probst et al. 1999: 23 f). Damit verbunden ist die Erfordernis der kontinuierlichen Verbesserung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit, um so die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz erhalten und ausbauen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung für die Bewältigung dieser Herausforderungen ist die Identifikation, Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung von Innovationen. Dabei hängt die Generierung von Innovationen im entscheidenden Maße von der Fähigkeit eines Unternehmens ab neues Wissen zu entwickeln bzw. bestehendes Wissen effizient innerhalb der Organisation zu verteilen bzw. zwischen den Organisationsmitgliedern auszutauschen. Ein in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dieser Problematik viel diskutiertes Management-Konzept ist das der „Communities of Practice“ (CoPs). „CoPs“ bzw. „Wissensgemeinschaften“ (Probst et al. 2001: 38 ff, North 2005: 154) sind informelle Organisationsformen, die sowohl für die Wissensentwicklung als auch für die Teilung sowie Verteilung von Wissen in Unternehmen eine wesentliche Rolle spielen. Aufgrund ihrer spezifischen Merkmale(hohe Autonomie, Selbststeuerung und -organisation) werden CoPs positiv mit Aspekten des organisationalen Lernens, der Erleichterung des Wissensflusses in Unternehmen und der Entwicklung von Innovationen verknüpft (vgl. Swan et al. 2002: 478). Den CoPs wird somit als wichtiges unternehmerisches Wissensreservoir eine bedeutende Rolle bei der Implementierung von Innovationsprozessen zugeschrieben (vgl. Hislop 2003: 164). Diese Sichtweise resultiert daraus, dass der überwiegende Teil der CoPs-Literatur sich mit den innovationsfödernden Effekten des Wissensaustauschs zwischen den Mitgliedern einer einzelnen CoP auseinandersetzt. Die Probleme des Community übergreifenden Wissenstransfer und dessen Auswirkungen auf die Umsetzung von Innovationen werden dabei weitestgehend vernachlässigt bzw. nur unzureichend analysiert (vgl. Hislop 2003: 182). Vor allem für global agierende Unternehmen ist diese Problematik jedoch von weitreichender Bedeutung, da sie Innovationen über ihre international verteilten Geschäftseinheiten verbreiten und nutzbar machen müssen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der “Communities of Practice“

2.1 Lern- und wissensmanagementtheoretische Hintergründe

2.2 Begriffserklärung und Grundidee des CoPs-Konzepts

2.3 Funktionen von CoPs

3. Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers in Innovationsprozessen

3.1 Exogene Barrieren: Organisationaler Aufbau, Beziehungs- und Machtkonstellationen zwischen CoPs, Innovationswahrnehmung

3.2 Endogene Barrieren: Wissensdomäne, „practice“, Identität

4. Gestaltungsempfehlungen

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Barrieren, die den Wissenstransfer zwischen verschiedenen "Communities of Practice" (CoPs) in Innovationsprozessen behindern. Dabei wird analysiert, wie sowohl organisationale Rahmenbedingungen als auch die intrinsischen Merkmale der Gemeinschaften selbst die Zusammenarbeit und den notwendigen Austausch von Wissen in Unternehmen erschweren.

  • Wissensmanagement und die Rolle von "Communities of Practice"
  • Analyse exogener Barrieren im organisationalen Kontext
  • Untersuchung endogener Barrieren wie Identität und Wissensdomänen
  • Strategien zur Überwindung von Wissensteilungsbarrieren
  • Management von "knowledge brokers" und "translators"

Auszug aus dem Buch

3.1 Exogene Barrieren: Organisationaler Aufbau, Beziehungs- und Machtkonstellationen zwischen CoPs, Innovationswahrnehmung

Um zu analysieren, warum der Wissensaustausch zwischen verschiedenen CoPs erheblich schwieriger ist als der intrakommunale4 Wissenstransfer müssen zunächst die grundlegenden organisationalen Strukturen eines Unternehmens betrachtet werden. Denn deren Ausgestaltung kann einen wesentlichen Einfluss auf die Community übergreifende Interaktion haben. So ist davon auszugehen, dass Unternehmen, die traditionell durch eine hohe Autonomie und Selbststeuerung der einzelnen Geschäftsbereiche gekennzeichnet sind, die Entwicklung von deutlich verschiedenen CoPs fördern. Da stark autonome Geschäftsbereiche weitestgehend unabhängig voneinander operieren, besitzen deren Mitarbeiter kein bzw. kaum Wissen über die Aktivitäten der anderen Geschäftseinheiten. Dies führt dazu, dass sich voneinander isolierte CoPs herausbilden. Häufig werden die Grenzen zwischen diesen Einheiten noch zusätzlich dadurch erhöht, dass ein interner Wettbewerb um Ressourcen stattfindet, so dass die Beziehungen zwischen den CoPs eher kompetitiv statt unterstützend ausgestaltet sind (vgl. Hislop 2003: 174).

In seiner Untersuchung zur Implementierung von IT-basierten Innovationen5 in Unternehmen, verdeutlicht Hislop (2003) diese organisationsstrukturbezogenen Effekte näher. So scheiterte die Einführung eines globalen Intranets in einer der untersuchten Firmen, da die einzelnen CoPs, aufgrund der stark autonomen Ausrichtung und Separierung der einzelnen unternehmerischen Geschäftsbereiche, nicht in der Lage waren über die Geschäftsbereichsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Vielmehr entwickelte sich in jeder einzelnen Geschäftseinheit ein eigenes Intranetsystem. Die Innovation mit der Intention die Community übergreifende Zusammenarbeit zu verbessern, verstärkte stattdessen die Barrieren zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen und ihren jeweiligen CoPs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen des Wissensaustauschs in globalen Unternehmen und führt das Konzept der "Communities of Practice" im Kontext von Innovationsprozessen ein.

2. Theoretische Grundlagen der “Communities of Practice“: Dieses Kapitel erläutert die lerntheoretischen Hintergründe, die Definition sowie die zentralen Funktionen von CoPs in Organisationen.

3. Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers in Innovationsprozessen: Hier werden exogene und endogene Faktoren analysiert, die den Wissensaustausch zwischen verschiedenen Gemeinschaften innerhalb eines Unternehmens blockieren.

4. Gestaltungsempfehlungen: Es werden Managementstrategien vorgestellt, um Rahmenbedingungen für einen verbesserten Wissensaustausch zu schaffen, ohne die informelle Selbstorganisation der CoPs zu gefährden.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont, dass CoPs kein Garant für Erfolg sind, sondern ihr Einsatz im Rahmen einer Wissensstrategie kritisch abgewogen werden muss.

Schlüsselwörter

Communities of Practice, CoPs, Wissenstransfer, Innovationsmanagement, Wissensmanagement, Wissensgemeinschaften, organisationale Barrieren, Wissensdomäne, Wissensaustausch, soziale Identität, Innovationsprozesse, knowledge brokers, Wissensstrategie, informelle Organisation, Wissensbarrieren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von "Communities of Practice" (CoPs) im Innovationsmanagement und untersucht insbesondere die Hindernisse, die den Wissenstransfer zwischen verschiedenen solchen Gemeinschaften innerhalb eines Unternehmens blockieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Wissensmanagement, die Funktionsweise informeller Netzwerke in Organisationen, die Identifikation von Barrieren in der Zusammenarbeit und Strategien für das Management dieser Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gründe für mangelnden Wissensaustausch zwischen CoPs in Innovationsprozessen aufzuzeigen und daraus Handlungsempfehlungen für das Management abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Literaturrecherche, die verschiedene Studien zu Wissensmanagement und Organisationstheorie integriert und auf die Problematik von CoPs anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Konzepts, eine detaillierte Analyse exogener sowie endogener Barrieren und einen Abschnitt zu praktischen Gestaltungsempfehlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Communities of Practice, Wissenstransfer, Innovationsmanagement, Wissensbarrieren und organisationale Strukturen.

Was genau sind "exogene Barrieren" in diesem Zusammenhang?

Exogene Barrieren beziehen sich auf den organisationalen Kontext, wie etwa die Strukturierung des Unternehmens in autonome Geschäftsbereiche, interne Machtverhältnisse oder einen Wettbewerb um Ressourcen, die den Austausch zwischen CoPs von außen erschweren.

Warum können "knowledge brokers" bei der Überwindung von Blockaden helfen?

Knowledge brokers sind Mitglieder mehrerer CoPs gleichzeitig. Sie dienen als Brückenbauer zwischen den Gemeinschaften, da sie die unterschiedlichen Sprachen, Sichtweisen und Wissensbestände der jeweiligen Gruppen verstehen und somit Verbindungen herstellen können.

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Details

Title
Das Konzept Communities of Practice im Innovationsmanagement: Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers und deren Auswirkungen auf Innovationsprozesse
College
University of Constance
Course
Management von Innovation und technologischem Wandel
Grade
1,7
Author
Melanie Thiem (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V66565
ISBN (eBook)
9783638591317
ISBN (Book)
9783656529842
Language
German
Tags
Konzept Communities Practice Innovationsmanagement Barrieren Community Wissenstransfers Auswirkungen Innovationsprozesse Management Innovation Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Thiem (Author), 2006, Das Konzept Communities of Practice im Innovationsmanagement: Barrieren des Community übergreifenden Wissenstransfers und deren Auswirkungen auf Innovationsprozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66565
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