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The New York Times - All the News That's Fit to Print?

Title: The New York Times - All the News That's Fit to Print?

Term Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Kathleen Deutschmann (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Für viele gilt die „New York Times“ als die „beste Zeitung der Welt“. Diese Bezeichnung wird nur allzu gern aufgegriffen, oft ohne dies entsprechend zu begründen. Es scheint fast, als sei eine kritische Bewertung dieser Zeitung nicht notwendig, angesichts ihres exzellenten Rufs, ihrer treuen Leserschaft, ihrer großen Geschichte und ihrer Tradition als ein Zeitungsunternehmen, das als eines der wenigen noch von einer Familie geführt wird.
Tatsächlich fällt bei der Suche nach Literatur zur New York Times auf, dass es nur sehr wenige wissenschaftliche Studien gibt, die sich kritisch mit der Zeitung auseinandersetzen. Gute und vor allem umfangreiche Überblicksdarstellungen liefern zwar die Werke von Susan E. Tifft/Alex S. Jones (1999) und Meyer Berger (1951), jedoch muss man hier beachten, dass es sich bei den Verfassern quasi um „Hausautoren“ handelt, die Arbeiten daher wenig differenziert sind und negative Aspekte darin keine Beachtung finden. Eine der wenigen Beiträge, die die Zeitung auch in einem kritischen Licht sehen, ist die Studie „Die veränderte Rolle der New York Times. Einfluss in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seit Veröffentlichung der Pentagon Papers“ von Stefan Elfenbein. Elfenbein stellt fest, dass die New York Times zwar als wichtigster Bestandteil des amerikanischen Mediensystems anzusehen ist, aber in der politischen Literatur des Landes genauso wenig Beachtung fand wie ihre Muttergesellschaft, die New York Times Company. Abgesehen von dieser Studie gibt es zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften der Medienwissenschaft, die sich – zumeist auf Inhaltsanalysen basierend – der Untersuchung der Berichterstattung der Zeitung über einzelne Themen oder Länder widmen. Zwar werden hier spezielle wissenschaftliche Fragestellungen erörtert, jedoch handelt es sich kaum um kritische Einschätzungen der Stellung und des Einflusses der New York Times.
In dieser Hausarbeit soll nicht versucht werden, eine spezielle Frage zu Inhalt und Berichterstattung der Zeitung zu beantworten. Hierfür wäre eine systematische Auswertung des Blattes in einem größeren Zeitabschnitt nötig. Da dies aber aufgrund der Verfügbarkeit der New York Times und des zu geringen Zeitumfanges nicht möglich ist, soll es das Ziel dieser Arbeit sein, ein Portrait der Zeitung zu zeichnen. Es soll dabei aber auch versucht werden, Kritik zu üben und den zahlreichen Lobeshymnen, die auf die New York Times gesungen wurden, keine weitere hinzuzufügen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Geschichte

3. Zahlen und Fakten

4. Ruf und Kritik

4.1 Die Veröffentlichung der „Pentagon Papers“

4.2 A.M. Rosenthal

4.3 Jayson Blair

4.4. „All the news that’s fit to print“ oder „All the news that’s fit to sell“?

5. Neuere Entwicklungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein kritisches Portrait der „New York Times“ zu zeichnen, indem sie die historische Entwicklung, die ökonomischen Strukturen und den journalistischen Einfluss der Zeitung beleuchtet und dabei hinterfragt, inwieweit das Blatt seinem eigenen Anspruch einer objektiven Berichterstattung gerecht wird.

  • Historische Entwicklung und Etablierung des Familienunternehmens
  • Strukturanalyse des Medienkonzerns und ökonomische Rahmenbedingungen
  • Kritische Würdigung der Rolle der Zeitung im politischen Machtgefüge
  • Analyse des journalistischen Selbstverständnisses anhand von Skandalen (Pentagon Papers, Jayson Blair)
  • Zukünftige Strategien und digitale Transformation des Medienhauses

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Veröffentlichung der Pentagon Papers

Ein besonderes Ereignis in der Geschichte der New York Times ist die Veröffentlichung der so genannten „Pentagon Papers“.

Im Zuge des Vietnam-Krieges gab der damalige amerikanische Verteidigungsminister Robert S. McNamara im Juni des Jahres 1967 eine Studie über die politischen Verstrickungen der USA in Indochina in Auftrag. Nötig wurde dies durch die Zuspitzung der Lage in Südostasien. Zudem wurden die Stimmen der Vietnam-Kritiker in der Öffentlichkeit immer lauter. Anhand einer Liste von Fragen sollten Ursachen, Folgen und mögliche Fehler des kriegerischen Eingreifens in Vietnam aufgedeckt werden. Unter den 36 Regierungsangestellten und Militärs, die diese Fragen beantworten sollten, war auch Daniel Ellsberg, ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und ehemaliger Angestellter eines militärischen Forschungsinstituts, der sich durch seine Arbeit für das Pentagon und eine Reise nach Südostasien vom Kriegsbefürworter zum Kriegsgegner entwickelt hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Es wird die Bedeutung der „New York Times“ als weltweit renommierte Zeitung dargelegt und die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem tadellosen Ruf betont.

2. Geschichte: Dieser Abschnitt beschreibt die Gründung der Zeitung durch Henry J. Raymond und die Übernahme durch Adolph S. Ochs, welche die Basis für den Aufstieg zum einflussreichen Familienunternehmen legte.

3. Zahlen und Fakten: Es werden die wirtschaftlichen Dimensionen der „New York Times Company“ sowie die Bedeutung von Werbeeinnahmen und die strategische Ausrichtung des Konzerns analysiert.

4. Ruf und Kritik: Hier werden Fallbeispiele wie die Pentagon Papers und der Skandal um Jayson Blair genutzt, um die Diskrepanz zwischen dem hohen journalistischen Anspruch und der tatsächlichen Machtausübung der Zeitung zu verdeutlichen.

5. Neuere Entwicklungen: Das Kapitel befasst sich mit der Transformation der „New York Times“ unter Arthur Sulzberger Jr., insbesondere im Hinblick auf den digitalen Wandel und die Versuche, ein jüngeres Publikum zu erreichen.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die „New York Times“ zwar eine einflussreiche Qualitätszeitung bleibt, ihrem eigenen Ideal der Unabhängigkeit jedoch aufgrund ökonomischer und politischer Verflechtungen nicht immer gerecht wird.

Schlüsselwörter

New York Times, Journalismus, Medienkonzern, Pentagon Papers, Jayson Blair, Pressefreiheit, Familienunternehmen, Objektivität, Medienkritik, Vietnam-Krieg, Digitalisierung, Werbeeinnahmen, Adolph S. Ochs, Qualitätszeitung, Machtgefüge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle und das Selbstverständnis der „New York Times“ im Kontext ihrer historischen Entwicklung und ihrer ökonomischen Stellung als einflussreiches Medienunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Familienunternehmens, den Einfluss auf die US-amerikanische Politik, die ökonomischen Krisen des Verlags sowie journalistische Ethik und Fehltritte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Portrait der Zeitung zu erstellen, das über die gängigen „Lobeshymnen“ hinausgeht und kritische Aspekte sowie Eigeninteressen aufzeigt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung vorhandener wissenschaftlicher Literatur, Studien und Medienberichten über die „New York Times“, um die interne Struktur und den äußeren Einfluss zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Geschichte, die wirtschaftlichen Kennzahlen, Fallbeispiele wie die „Pentagon Papers“ und der „Jayson Blair“-Skandal sowie die Kommerzialisierung durch „Lifestyle-Sections“ detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die „vierte Gewalt“, journalistische Integrität, ökonomische Abhängigkeit, „All the News That’s Fit to Print“ und die Rolle der Verlegerfamilie.

Warum war die Veröffentlichung der „Pentagon Papers“ für die Zeitung so bedeutsam?

Sie demonstrierte die Macht der Zeitung gegenüber der Regierungsadministration unter Nixon, sicherte den Einfluss des Blattes in Washington und führte zu einer massiven Steigerung der Auflagenzahlen.

Welche Rolle spielt die Familie Sulzberger für den Kurs der Zeitung?

Die Familie kontrolliert als Eigentümer maßgeblich die strategische Ausrichtung, wobei der Führungsstil und die unternehmerischen Entscheidungen, etwa bei Sparmaßnahmen oder der Einführung von Lifestyle-Beilagen, die journalistische Identität der Zeitung stark prägten.

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Details

Title
The New York Times - All the News That's Fit to Print?
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Das Mediensystem der Vereinigten Staaten von Amerika
Grade
1,0
Author
M.A. Kathleen Deutschmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V66575
ISBN (eBook)
9783638591409
ISBN (Book)
9783638671514
Language
German
Tags
York Times News That Print Mediensystem Vereinigten Staaten Amerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Kathleen Deutschmann (Author), 2003, The New York Times - All the News That's Fit to Print?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66575
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