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Gesprächsanalyse - Die Makrostruktur von Gesprächen

Title: Gesprächsanalyse - Die Makrostruktur von Gesprächen

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: "keine"

Autor:in: Kim-Christin Janßen (Author)

German Studies - Linguistics
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Die Grundeinheit menschlicher Rede und damit der Kommunikation ist das Gespräch. Unser sozialer Alltag lässt sich weitgehend durch Gespräche charakterisieren. Die Gesprächsanalyse beschäftigt sich mit den verschiedenen sprachlichen Verhaltensweisen, die es ermöglichen, dass wir Gespräche beginnen, korrekt führen und beenden können. Sie ist ein sehr weit umfassendes Forschungsgebiet, weshalb in dieser Arbeit der Schwerpunkt lediglich auf die Makrostruktur von Gesprächen gelegt wird. Diese lässt sich durch die einzelnen Phasen des Gesprächs -Gesprächsanfang, Gesprächsmitte und Endphase- charakterisieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Gesprächsanalyse

3. Die Makrostruktur von Gesprächen

3.1 Die Eröffnungsphase

3.2 Die Gesprächsmitte

3.2.1 Sprecherwechsel (turn- taking)

3.2.2 Organisationspannen und Reparaturmechanismen

3.3 Die Beendigungsphase

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Makrostruktur von Gesprächen, um aufzuzeigen, wie kommunikative Interaktionen systematisch in verschiedene Phasen gegliedert sind und nach welchen Regeln ihr Verlauf organisiert ist.

  • Grundlagen und Definition der Gesprächsanalyse als linguistische Teildisziplin
  • Die Strukturierung von Gesprächen in Eröffnungs-, Mittel- und Beendigungsphase
  • Mechanismen und Regeln des Sprecherwechsels (Turn-Taking)
  • Umgang mit Kommunikationsstörungen durch Reparaturmechanismen
  • Soziale und situative Einflussfaktoren auf die Gesprächsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Sprecherwechsel (turn- taking)

Der Sprecherwechsel gilt als die grundlegende Organisationsgröße eines Gesprächs. Im einfachen Dialog verläuft der Sprecherwechsel meist einfacher als im Gruppengespräch, da es dort mehrere Zuhörer gibt und nicht immer eindeutig ist, welcher der Gesprächsteilnehmer als nächstes die Sprecherrolle übernimmt. (Linke 2001, S. 264.)

Die Sprecherrolle kann durch Fremdwahl wie auch durch Selbstwahl gewonnen werden. Bei der Fremdwahl wird das Wort von dem vorhergehenden Sprecher erteilt. Dies kann auf explizite, wie auch implizite Weise geschehen. Die gängigste Form ist hier, einfach den Namen der Person zu nennen, der das Wort erteilt werden soll. Auch kann die Fremdwahl durch nonverbales Verhalten erfolgen. Durch Blickkontakt, Mimik und Gestik kann der vorhergehende Sprecher das Wort an einen anderen Gesprächsteilnehmer abgeben. Bei der Selbstwahl ergreift einer der Gesprächsteilnehmer ohne Aufforderung das Wort. Eine Selbstwahl kann nur dann erfolgen, wenn der vorhergehende Sprecher seinen Beitrag beendet hat und noch keinem anderen Sprecher das Wort erteilt hat. (Linke 2001, S. 265)

Der Sprecherwechsel kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen gibt es den Sprecherwechsel mit oder ohne Überlappung (“gap“). Dies bedeutet, dass es zwischen zwei Sprechern nur eine sehr kurze Sprechpause gibt. Auch kann der Sprecherwechsel mit Überlappen (“overlap“) stattfinden. In diesem Falle überlappen die Gesprächsbeiträge des aktuellen Sprechers sich mit denen des nächsten Sprechers. Diese Überlappung kann einzelne Silben wie auch mehrere Worte bis hin zu einen ganzen Satz betreffen. Überlappungen kommen häufig zustande, da an den Anfängen wie auch den Enden von Gesprächsbeiträgen oftmals so genannte verbale Knautschzonen bestehen wie „nicht wahr?, oder?“ Da das in den Knautschzonen Gesagte nicht von großer inhaltlicher Bedeutung ist, wird das Gespräch in den meisten Fällen nicht beeinträchtigt. (Linke 2001, S. 266f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsfeld der Gesprächsanalyse ein und definiert den Fokus der Arbeit auf die Makrostruktur von Gesprächen.

2. Definition Gesprächsanalyse: Dieses Kapitel erläutert das Gespräch als Grundeinheit menschlicher Kommunikation und beschreibt die Ziele sowie die methodischen Grundlagen der Gesprächsforschung.

3. Die Makrostruktur von Gesprächen: Hier werden die drei Kernphasen eines Gesprächs – Eröffnung, Mitte und Beendigung – als grundlegende Verlaufsformen detailliert analysiert.

3.1 Die Eröffnungsphase: Das Kapitel beschreibt den Gesprächsbeginn als soziale und organisatorische Phase, die nonverbal oder verbal durch Begrüßungsfloskeln eingeleitet wird.

3.2 Die Gesprächsmitte: Die Gesprächsmitte wird als komplexe Kernphase dargestellt, in der sich die Teilnehmer dem eigentlichen Gesprächsthema zuwenden.

3.2.1 Sprecherwechsel (turn- taking): Dieses Kapitel widmet sich den Mechanismen der Sprecherrollenverteilung, inklusive Fremdwahl, Selbstwahl sowie Phänomenen wie Überlappungen und Pausen.

3.2.2 Organisationspannen und Reparaturmechanismen: Hier wird erläutert, wie Teilnehmer durch bewusste Strategien Kommunikationsstörungen beheben und das Gespräch in geregelte Bahnen zurückführen.

3.3 Die Beendigungsphase: Die Beendigungsphase thematisiert die kooperative Auflösung des Hauptgesprächsteils und den Austausch von Verabschiedungsfloskeln.

4. Schluss: Der Schluss fasst die Entwicklung der Gesprächsanalyse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Erforschung menschlichen Sprachverhaltens.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, Makrostruktur, Kommunikation, Interaktion, Sprecherwechsel, Turn-Taking, Eröffnungsphase, Beendigungsphase, Reparaturmechanismen, Ethnomethodologie, Sprachverhalten, Pragmatik, Gesprächsführung, Nonverbale Kommunikation, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Gesprächsanalyse, wobei der Fokus gezielt auf die Makrostruktur, also den grundlegenden Aufbau von Gesprächen, gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Phasenstruktur von Dialogen, die Regeln des Sprecherwechsels und die Methoden zur Aufrechterhaltung der Gesprächsordnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Aufbau von Gesprächen in ihre Phasen (Anfang, Mitte, Ende) zu gliedern und die zugrunde liegenden Kommunikationsmuster systematisch zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine gesprächsanalytische Untersuchung, die auf der linguistischen Pragmatik und Erkenntnissen der Ethnomethodologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Eröffnungs-, Mittel- und Beendigungsphasen detailliert analysiert, inklusive spezifischer Prozesse wie dem Sprecherwechsel und Reparaturstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesprächsanalyse, Makrostruktur, Turn-Taking, Gesprächsphasen, Reparaturmechanismen und linguistische Pragmatik.

Warum sind Begrüßungsfloskeln für die Gesprächsanalyse wichtig?

Sie dienen dazu, den sozialen Status und die Beziehung zwischen den Teilnehmern zu definieren und den Rahmen für das nachfolgende Gespräch abzustecken.

Was genau versteht man unter "verbale Knautschzonen"?

Dies sind Phrasen an den Rändern eines Redebeitrags, wie "nicht wahr?" oder "oder?", die inhaltlich wenig zur Aussage beitragen, aber den Sprecherwechsel signalisieren oder abmildern.

Welche Rolle spielt nonverbales Verhalten bei der Beendigung eines Gesprächs?

Nonverbale Signale, wie das Schauen auf die Uhr oder das Einpacken von Unterlagen, dienen als Ankündigung, dass ein Teilnehmer das Gespräch gemeinschaftlich beenden möchte.

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Details

Title
Gesprächsanalyse - Die Makrostruktur von Gesprächen
College
University of Flensburg  (Institut für Germanistik)
Grade
"keine"
Author
Kim-Christin Janßen (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V66596
ISBN (eBook)
9783638591522
ISBN (Book)
9783638802659
Language
German
Tags
Gesprächsanalyse Makrostruktur Gesprächen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim-Christin Janßen (Author), 2005, Gesprächsanalyse - Die Makrostruktur von Gesprächen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66596
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