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E-Mail, Chat und SMS - sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen

Title: E-Mail, Chat und SMS - sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Corinna Thömen (Author)

German Studies - Linguistics
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Ob E-Mail, Chat oder SMS - die Möglichkeiten zur medialen Kommunikation sind so vielfältig wie noch nie. Neue Bekanntschaften werden im Chat geschlossen, Beziehungen per SMS beendet und der Familie wird aus dem Urlaub statt Karte eine E-Mail geschrieben. Das Leben ohne Computer oder Handy scheint unmöglich geworden zu sein und insbesondere die Jugendlichen haben die neuen Kommunikationsformen in ihren Alltag integriert.
Aus diesem Anlass beschäftigt sich diese Arbeit mit den sprachlichen Strukturen von E-Mail-, Chat- und SMS-Kommunikation. Welche speziellen Merkmale gibt es und wie lassen sie sich sprachwissenschaftlich einordnen? Einer besonderen Betrachtung soll dabei der medienvermittelten Kommunikation unter jugendsprachlichen Aspekten zukommen. Inwiefern spiegeln sich jugendsprachliche Merkmale in E-Mails, Chats oder SMS wider? Handelt es sich bei den sprachlichen Strukturen tatsächlich um ‚Jugendsprache’ oder sind es vielmehr medienspezifische Strukturen?
Zu Beginn der Arbeit steht ein kurzer Überblick über den Bereich der Jugendsprachforschung, in dem es zu klären gilt, was unter Jugend bzw. Jugendsprache zu verstehen ist und wie sich die Jugendsprachforschung in Deutschland bis heute entwickelt hat. Den Hauptteil der Arbeit bildet die linguistische Analyse von E-Mail-, Chat- und SMS-Kommunikation. Vor der eigentlichen sprachlichen Untersuchung wird es jeweils einen kurzen Überblick über die verschiedenen Kommunikationsformen geben sowie eine Einführung in die technischen Grundlagen.
Die Untersuchung stützt sich weitgehend auf Studien, die in den letzten Jahren zur Internet- und Mobilkommunikation gemacht worden sind. Die Analyse der E-Mail-Kommunikation basiert auf Beispielen von Marlies Reinke (2001) und Johannes Bittner (2003). Für die Chat-Kommunikation wurde der Chat der FernsehserieGute Zeiten, Schlechte Zeiten(www.gzsz.de) untersucht und wird ergänzt durch Beispiele von Jennifer Bader (2002) und Johannes Bittner (2003). Die Beispiele für die Analyse zur SMS-Kommunikation setzen sich aus dem SMS-Korpus von Schlobinski (etwa 1500 SMS von Schülern und Studenten aus Osnabrück und Hannover) und persönlichen Kurzmitteilungen der Verfasserin zusammen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendsprachforschung

2.1 Begriffserklärung Jugend/Jugendsprache

2.2 Entwicklung der Jugendsprachforschung

3. Sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen

3.1 E-Mail-Kommunikation

3.1.1 Technische Grundlagen

3.1.2 Sprachliche Strukturen von E-Mails

3.2 Chat-Kommunikation

3.2.1 Technische Grundlagen

3.2.2 Sprachliche Strukturen von Chats

3.3 SMS-Kommunikation

3.3.1 Technische Grundlagen

3.3.2 Sprachliche Strukturen von SMS

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die sprachlichen Strukturen in E-Mail-, Chat- und SMS-Kommunikation, um zu untersuchen, inwieweit diese durch jugendsprachliche Merkmale geprägt sind oder ob es sich primär um medienbedingte, spezifische Ausdrucksformen handelt.

  • Grundlagen der Jugendsprachforschung und Definitionen von Jugend
  • Linguistische Untersuchung von E-Mail-Kommunikation bei Jugendlichen
  • Analyse sprachlicher Phänomene in Chat-Protokollen (z.B. Akronyme, Verbstammbildungen)
  • Untersuchung von SMS-Kommunikation hinsichtlich syntaktischer und lexikalischer Kürzungsprozesse
  • Vergleich zwischen jugendsprachlichem Einfluss und technischen Rahmenbedingungen der neuen Medien

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Sprachliche Strukturen von E-Mails

Bei der E-Mail handelt es sich um eine Kommunikationsform im Medium der Schrift, sie weist jedoch auch Merkmale der gesprochenen Sprache auf. Da es sich auch bei der Chat und der SMS-Kommunikation um Kommunikationsformen handelt, die schriftlich realisiert werden, aber auch Merkmale der Mündlichkeit aufweisen, soll zunächst eine Abgrenzung zwischen gesprochener und geschriebener Sprache erfolgen.

Löffler sieht für die gesprochene Sprache unter anderem folgende sprachliche Merkmale als relevant: Häufigere Parataxe, Pausen und Wiederholungen, Konstruktionsbrüche, reduzierter Wortschatz, viele Abtönungen, phonetische Sprech-Erleichterungen und Verschleifungen und häufigere Verwendung von Dialekt oder Merkmalen einer regionalen Umgangssprache. Für die geschriebene Sprache gibt er unter anderem längere und deutlicher gegeneinander abgegrenzte Sätze an, die den grammatischen Regeln entsprechen.

Außerdem sind Nominalstil, komplexe Attribut-Gruppen und erweiterte Infinitivkonstruktionen häufiger als im Mündlichen. Zudem ist die Lexik komplexer und es werden alle möglichen Temporalformen sowie Konjunktive und eine Vielfalt an Konjunktionen verwendet. Anhand der folgenden Beispiele sollen einige sprachliche Merkmale der E-Mail Kommunikation von Jugendlichen herausgearbeitet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der medialen Kommunikation im Alltag ein und formuliert die Forschungsfrage nach dem Einfluss jugendsprachlicher Merkmale in digitalen Medien.

2. Jugendsprachforschung: Das Kapitel definiert den Begriff "Jugend" soziologisch und sprachwissenschaftlich und skizziert die historische Entwicklung der Forschung zu jugendlichen Sprachstilen.

3. Sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen: Hier erfolgt die detaillierte linguistische Analyse der drei Kommunikationsmedien, unterteilt in deren technische Voraussetzungen sowie ihre spezifischen sprachlichen Ausprägungen.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von jugendsprachlichen Elementen gegenüber rein medienspezifischen Notwendigkeiten in der elektronischen Kommunikation.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, E-Mail-Kommunikation, Chat-Kommunikation, SMS-Kommunikation, Linguistik, Medienlinguistik, Sprachwandel, Akronyme, computervermittelte Kommunikation, Anglizismen, geschriebene Mündlichkeit, soziale Identität, Sprachstil, Internetkommunikation, Mobilkommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich junge Menschen in neuen digitalen Kommunikationsformen (E-Mail, Chat, SMS) ausdrücken und welche Rolle die Jugendsprache dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Jugendsprachforschung, technische Grundlagen digitaler Kommunikation sowie die linguistische Analyse von E-Mails, Chats und Kurznachrichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit sprachliche Strukturen in E-Mails, Chats oder SMS jugendsprachlich geprägt sind oder ob es sich um medienbedingte, technische Ausdrucksweisen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden existierende Studien und Korpusanalysen (z. B. GZSZ-Chat, SMS-Korpus von Schlobinski) zur linguistischen Untersuchung der Kommunikationsformen herangezogen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert für jedes Medium die technischen Grundlagen sowie sprachliche Besonderheiten wie Kürzungen, Akronyme, Emoticons und den Einfluss der Umgangssprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendsprache, computervermittelte Kommunikation, Sprachstil, Medienlinguistik und Kurzformen charakterisieren.

Welche Rolle spielen Akronyme in der Chat-Kommunikation?

Akronyme dienen in der Chat-Kommunikation primär dazu, den Schreibprozess zu beschleunigen und Emotionen oder Handlungen (z.B. *lol*, *g*) kompakt darzustellen.

Wie unterscheiden sich E-Mail und SMS in der Arbeit?

E-Mail wird als asynchrone Form betrachtet, während die SMS neben der Asynchronität durch eine extrem begrenzte Zeichenanzahl (160 Zeichen) geprägt ist, was spezifische Kürzungsprozesse erzwingt.

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Details

Title
E-Mail, Chat und SMS - sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Sprachvarietäten im Kontext der Kontaktlinguistik
Grade
2,0
Author
Corinna Thömen (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V66640
ISBN (eBook)
9783638595698
ISBN (Book)
9783656812463
Language
German
Tags
E-Mail Chat Strukturen Kommunikationsformen Sprachvarietäten Kontext Kontaktlinguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Thömen (Author), 2006, E-Mail, Chat und SMS - sprachliche Strukturen in neuen Kommunikationsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66640
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