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Ethik der Sozialen Marktwirtschaft

Title: Ethik der Sozialen Marktwirtschaft

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marco Iezzi (Author)

Ethics
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Marco Iezzi untersucht die Soziale Marktwirtschaft.
Unter dem Oberbegriff der Sozialen Marktwirtschaft hat sich das ereignet, was oftmals
als das deutsche Wirtschaftswunder bezeichnet wird. Dieses Konzept wurde deshalb
lange Zeit als Merkmal einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik angesehen.
Doch gleichzeitig ergeben sich auch Zweifel an diesem System. War es noch für die
Nachkriegszeit angemessen und führte zu einem großen wirtschaftlichen Aufschwung,
stellt sich nun immer häufiger die Frage, ob dieses System noch zeitgemäß sein kann.
Die Problemstellungen heute sind von denen der 50er und 60er Jahre grundverschieden.
War es in der Vergangenheit wichtig, die Auswirkungen des Weltkrieges zu überwinden
und dem Land zu einer intakten Wirtschaft zu verhelfen, besteht heute die Aufgabe,
den immer weiter gehenden Strukturwandel zu bewältigen. Hier ergeben sich neue
Zielkonflikte, z.B. im ökologischen und sozialen Bereich.
Bereits im Jahr 1983 wurde nach einer Phase des Aufschwungs ein Absinken der
Beschäftigungszahlen und der Zuwachsrate des Sozialprodukts ersichtlich. Gleichzeitig
kam es zur Ausbreitung von Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft und finanziellen
Problemen der privaten Haushalte. Der Ruf nach einer neuen Wirtschaftsordnung wurde
laut, da o.g. Probleme mit der Sozialen Marktwirtschaft nicht lösbar zu sein schienen.
Erörtert werden ethische Hintergründe und Fragestellungen der Sozialen
Marktwirtschaft die sich in ihrer Betrachtung auf die Bundesrepublik
Deutschland beschränken.
Zum besseren Verständnis beschäftigt sich das erste Kapitel mit der Geschichte und
den Einflussfaktoren der Sozialen Marktwirtschaft. Im Anschluss daran werden die
Ethik der Sozialen Marktwirtschaft sowie die Gedanken der christlichen Soziallehre
aufgezeigt. Das Kapitel IV hat die Soziale Marktwirtschaft als wirtschaftspolitisches
System zum Inhalt und führt von einer Begriffsuntersuchung zu einer Skizzierung der
Ergebnisse und Probleme dieses Konzepts. Den Abschluss bildet eine kurze
Schlussbetrachtung in Kapitel V.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte der Sozialen Marktwirtschaft

2.1 Die Kapitalismusforschung

2.2 Der Ordo-Liberalismus der Freiburger Schule

2.3 Die philosophische und wissenschaftliche Anthropologie

2.4 Das christliche Menschenbild

3 Ethische Einflüsse auf die Soziale Marktwirtschaft

3.1 Ethik und Wirtschaft

3.2 Die katholische Soziallehre

3.3 Die evangelische Sozialethik

4 Die Soziale Marktwirtschaft als wirtschaftspolitisches System

4.1 Der Begriff der Sozialen Marktwirtschaft

4.2 Das Soziale an der Marktwirtschaft

4.3 Ergebnisse

4.4 Probleme

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethischen Hintergründe und Fragestellungen des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob dieses System, das maßgeblich zum deutschen Wirtschaftswunder beitrug, angesichts heutiger struktureller Herausforderungen und sozialer Zielkonflikte noch zeitgemäß ist und inwieweit es eines ethischen Fundaments bedarf.

  • Historische Genese und ordnungspolitische Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft.
  • Ethische und anthropologische Einflussfaktoren, insbesondere christliche Soziallehren.
  • Analyse der sozialen Komponente im marktwirtschaftlichen System.
  • Auseinandersetzung mit aktueller Kritik, Problemen und Zukunftsperspektiven.

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Soziale an der Marktwirtschaft

Friedrich August von Hayek verwehrte sich gegen jegliche Form von sozialen Ansprüchen an eine Marktwirtschaft. Seiner Meinung nach ist eine Soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft mehr. Das Wort „sozial“ bezeichnet er als ein „Wiesel-Wort“. Es stehe nicht für ein Ideal, sondern diene nur dazu, die Regeln der freien Gesellschaft ihres Inhalts zu berauben.

Diese Aussage richtet sich nicht gegen die sittliche Verpflichtung, schwächeren Mitgliedern einer Gesellschaft Hilfe zukommen zu lassen, sondern vielmehr gegen eine Umverteilung in gleichmacherischem Sinn, die zur Beseitigung von individuellen Leistungsanreizen führt.

Zu einem Grundgerüst im sozialpolitischen Sinn gehören eine Arbeits- und Sozialordnung von freiheitlicher demokratischer Natur, eine zuverlässige Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit, betriebliche Mitbestimmung, eine solide Sozial- und Rentenversicherung, Kündigungsschutz sowie Mutterschutz und die Sicherung schwergeschädigter Personen. Ein solches Grundgerüst muss marktkonform sein und wirkt friedensstiftend, sofern es dem Effizienzziel nicht widerstrebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Erfolg des deutschen Wirtschaftswunders und stellt die aktuelle Relevanz des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft vor dem Hintergrund neuer sozialer und ökologischer Strukturkrisen infrage.

2 Geschichte der Sozialen Marktwirtschaft: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung des Konzepts nach 1948 unter Ludwig Erhard nach und beleuchtet die Wurzeln im Ordoliberalismus, der Anthropologie sowie christlichen Leitbildern.

3 Ethische Einflüsse auf die Soziale Marktwirtschaft: Der Abschnitt diskutiert die Rolle der Ethik im Wirtschaftsgeschehen und stellt die katholische sowie evangelische Sozialethik als notwendige Wertefundamente des Systems gegenüber.

4 Die Soziale Marktwirtschaft als wirtschaftspolitisches System: Hier wird der Begriff der Sozialen Marktwirtschaft definiert, die soziale Funktion im Wettbewerb analysiert sowie eine kritische Bestandsaufnahme der praktischen Ergebnisse und aktueller Problemlagen vorgenommen.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung des Konzepts als Erfolgsmodell, mahnt jedoch ein ethisches Umdenken an, um den demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsethik, Ordoliberalismus, Christliche Soziallehre, Wettbewerbsordnung, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Ludwig Erhard, Freiheit, Verantwortung, Strukturwandel, Soziale Gerechtigkeit, Marktsystem, Wertediskussion, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethischen Grundlagen und die historische Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Wirtschaftsordnung, die Bedeutung ethischer und religiöser Einflüsse für das Wirtschaften sowie die kritische Analyse des Begriffs „Sozial“ im marktwirtschaftlichen Kontext.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob die Soziale Marktwirtschaft trotz ihres historischen Erfolges noch als zeitgemäßes System betrachtet werden kann und wie sie mit aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Problemen umgehen sollte.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die ökonomische Konzepte (wie den Ordoliberalismus) mit soziologischen und ethisch-theologischen Perspektiven verknüpft.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte, die christlichen Soziallehren, die Definition der Sozialen Marktwirtschaft als politisches System sowie eine detaillierte Erörterung der aktuellen Ergebnisse und Problemfelder.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die vorliegende Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsethik, Ordoliberalismus, christliche Soziallehre, Wettbewerb und soziale Verantwortung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Wettbewerbs für die soziale Gerechtigkeit?

Der Wettbewerb wird als unverzichtbares Organisationsmittel gesehen, das durch eine Rahmenordnung begrenzt werden muss, um soziale Sicherheit und Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Inwieweit spielt das christliche Menschenbild eine Rolle für die Soziale Marktwirtschaft?

Das christliche Menschenbild liefert laut Autor ein notwendiges Fundament für Solidarität und Moral, welches das rein ökonomische Handeln in einem freiheitlichen System ergänzt und aufwertet.

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Details

Title
Ethik der Sozialen Marktwirtschaft
College
University of Osnabrück
Course
Wirtschaft und Ethik
Grade
2,3
Author
Marco Iezzi (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V66691
ISBN (eBook)
9783638599221
ISBN (Book)
9783638753968
Language
German
Tags
Ethik Sozialen Marktwirtschaft Wirtschaft Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Iezzi (Author), 2007, Ethik der Sozialen Marktwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66691
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