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Medikamentenlogistik: Das Unit-Dose-Konzept zur patientenindividuellen Versorgung

Umsetzungsmöglichkeiten in einem Klinikverbund

Title: Medikamentenlogistik: Das Unit-Dose-Konzept zur patientenindividuellen Versorgung

Diploma Thesis , 2005 , 97 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Kauffrau Barbara Lausmann (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit will überprüfen, inwieweit die Unit-Dose-Versorgung als innovatives Modell in der internen Medikamentenlogistik für einen Klinkverbund umsetzbar ist.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Gesundheitsmarkt sind Kliniken dazu gezwungen, ihre interne Prozessorganisation zu optimieren, um eine gute Versorgungsqualität zu einem wirtschaftlichen Preis anbieten zu können. Nur dies sichert langfristig ihr Bestehen am Markt.

Ein Schnittstellenbereich, der vom Krankenhausmanagement häufig zu wenig Beachtung findet, da er nicht Teil der Kernkompetenz des Unternehmens – der medizinischen Versorgung – ist, wird in der vorliegenden Arbeit näher untersucht: die Krankenhauslogistik, hier insbesondere die Medikamentenlogistik.

Um eine Entscheidung über das optimale Patientenversorgungskonzept treffen zu können, erfolgt zunächst die theoretische Darstellung der Konzepte, die aktuell zur internen Medikamentenlogistik verfolgt werden können. Danach werden die Prozesse der internen Medikamentenlogistik, wie sie zurzeit im betrachteten Unternehmen vorzufinden sind, untersucht. Anschließend wird aufgezeigt, wie sich die Prozesse durch die Implementierung des Unit-Dose-Konzeptes veränderten.

Eine wirtschaftliche Betrachtung stellt das aktuell angewendete Versorgungsverfahren dem Unit-Dose-Konzept gegenüber. Hierbei wird neben den quantitativen auch auf die qualitativen Vor- und Nachteile eingegangen. Abschließend wird eine Empfehlung bezüglich des Versorgungskonzeptes der internen Medikamentenlogistik für den betrachteten Klinikverbund ausgesprochen und auf sich bereits jetzt abzeichnende zukünftige Entwicklungen eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Der Gesundheitsmarkt im Überblick

1.2 Die besondere Rolle der Logistik für Krankenhäuser

1.3 Zielsetzung

2 Versorgungskonzepte

2.1 Kostenrechnung im Krankenhaus

2.2 Prozessketten und Prozesskosten

2.3 Konventionelles Konzept: Stationsversorgung

2.3.1 Konzeption des Modells

2.3.2 Konventionelle Arzneimittelversorgung nach dem KANBAN-Prinzip

2.3.3 Freiheitsgerade und Barrieren

2.4 Patientenindividuelle Versorgung – ein neues Konzept

2.4.1 Konzeption des Modells

2.4.2 Freiheitsgerade und Barrieren

2.5 Gegenüberstellung der Versorgungskonzepte

2.6 Logistikkosten

2.6.1 Prozesskostenrechnung

3 Ist-Situation

3.1 Klinikverbund

3.2 Stationen

3.2.1 Verordnungsprozess

3.2.2 Bestellprozess

3.2.3 Einlagerungsprozess

3.2.4 Verteilungsprozess

3.2.4.2 Parenterale Arzneimittel

3.3 Apotheke

3.3.1 Bestellabwicklung der Stationen

3.3.2 Lagerhaltung

3.3.2.1 Bestellung beim Lieferanten

3.3.2.2 Wareneingang vom Lieferanten

3.3.3 Retourenbearbeitung

4 Veränderungen der Prozesse durch Implementierung des Unit-Dose-Konzeptes

4.1 Klinikverbund

4.2 Stationen

4.2.1 Verordnungsprozess

4.2.2 Bestellprozess

4.2.3 Bestellungsannahme

4.2.4 Verteilungsprozess

4.2.4.1 Enterale Arzneimittel

4.2.4.2 Parenterale Arzneimittel

4.3 Apotheke

4.3.1 Bestellabwicklung der Stationen

4.3.2 Lagerhaltung

4.3.2.1 Bestellung beim Lieferanten

4.3.2.2 Wareneingang vom Lieferanten

4.3.3 Retourenbearbeitung

5 Wirtschaftliche Betrachtung der Einführung des Unit-Dose-Konzeptes

5.1 Wirtschaftlichkeitsvergleich

5.2 Veränderung der Kostenstrukturen

6 Empfehlungen für den betrachteten Klinikverbund

6.1 Der Übergang zur Prozessorganisation

6.2 Das empfohlene Versorgungskonzept

6.2.1 Überprüfung der Möglichkeit der Implementierung des Unit-Dose-Konzepts

6.2.2 Weiterer Untersuchungsbedarf

7 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Optimierungspotenzial innerhalb der internen Medikamentenlogistik eines Klinikverbunds unter besonderer Berücksichtigung des Unit-Dose-Konzepts. Ziel ist es, durch die theoretische Analyse der Prozessstrukturen und eine detaillierte Betrachtung der Ist-Situation zu klären, ob und inwieweit die Einführung patientenindividueller Versorgung die Qualität der Medikamententherapie steigern und gleichzeitig zu einer wirtschaftlichen Optimierung unter den Rahmenbedingungen der DRG-Abrechnung führen kann.

  • Analyse und Vergleich konventioneller versus patientenindividueller Arzneimittelversorgung.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Verordnungssoftware auf die Prozessqualität und Medikationssicherheit.
  • Evaluierung der Wirtschaftlichkeitsaspekte und Kostenstrukturveränderungen bei der Umstellung auf Unit-Dose.
  • Herausforderungen bei der Implementierung von Automatisierungslösungen in der Krankenhausapotheke und auf Stationen.
  • Bedeutung der Prozessorganisation und interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Zukunftsfähigkeit von Kliniken.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Konzeption des Modells

Das System der patientenindividuellen Versorgung basiert auf der Verwendung so genannter Unit-Doses. Diese Einzeldosen eines Arzneimittels werden industriell oder durch die Apotheke hergestellt. Das Pflegepersonal übernimmt im Rahmen der Arzneimittelversorgung lediglich die Aufgabe, die fertigen Einzeldosen an die Patienten auszugeben. Auf den Stationen werden nur noch Bestände für die Notfallversorgung vorgehalten.

Die patientenindividuelle Arzneimittelverteilung wird zentral aus der Krankenhausapotheke gesteuert. Die Apotheke hat somit einen Überblick über den gesamten Prozess der Verteilung, nicht nur über die Teilprozesse, die in der Apotheke stattfinden.

Die Arzneimittel werden zunächst in der Apotheke mit Hilfe automatischer Verpackungsautomaten in Einzeldosen verpackt. Je nach Typ des angewendeten Verpackungsautomaten können neben festen Darreichungsformen wie Tabletten und Dragees auch kleine Ampullen, Flaschen, Zäpfchen und Tuben in Einzeldosen verpackt werden.

Entweder wird Bulkware verwendet – welche aber in Deutschland kaum vertrieben wird – oder der Verpackungsautomat schneidet die in Blister verpackten Präparate auseinander. Dabei wird die licht- und luftdichte Blisterverpackung um die Einzeldosis erhalten. Ampullen und kleine Flaschen können aus den Aufbewahrungskartons dem Verpackungsautomaten zugeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Wandel im Gesundheitsmarkt durch Kostendruck und DRG-Reformen sowie die wachsende Bedeutung der Krankenhauslogistik.

2 Versorgungskonzepte: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Arzneimittelversorgung, unterteilt in die konventionelle Stationsversorgung und das patientenindividuelle Unit-Dose-Konzept.

3 Ist-Situation: Analysiert die aktuellen logistischen Prozesse in einem Berliner Klinikverbund bei der Anwendung der konventionellen Stationsversorgung.

4 Veränderungen der Prozesse durch Implementierung des Unit-Dose-Konzeptes: Zeigt detailliert auf, welche strukturellen und prozessualen Anpassungen auf Stationen und in der Apotheke durch die Einführung des neuen Konzepts notwendig sind.

5 Wirtschaftliche Betrachtung der Einführung des Unit-Dose-Konzeptes: Bewertet die monetären Auswirkungen und Veränderungen der Kostenstrukturen trotz fehlender detaillierter Prozesskostendaten.

6 Empfehlungen für den betrachteten Klinikverbund: Gibt strategische Handlungsempfehlungen zum Übergang zur Prozessorganisation und überprüft die Umsetzbarkeit des Unit-Dose-Modells anhand der Stammdaten.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und beleuchtet zukünftige Entwicklungen im Bereich der Arzneimittellogistik und Medikationssicherheit.

Schlüsselwörter

Medikamentenlogistik, Unit-Dose-Konzept, Krankenhaus, Arzneimittelversorgung, Prozesskostenrechnung, Patientenindividuelle Versorgung, Medikationssicherheit, DRG, Fallpauschalen, Klinikverbund, Krankenhausapotheke, Prozessmanagement, Stationsversorgung, Patientenorientierung, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der internen Medikamentenlogistik im Krankenhaus. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen dem traditionellen Versorgungssystem über Stationen und dem modernen, computergestützten Unit-Dose-Konzept für die patientenindividuelle Medikamentenversorgung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Kostenrechnung im Krankenhaus, die Analyse von Prozessketten, die Arzneimittelsicherheit, die Rolle der Krankenhausapotheke sowie die notwendige organisatorische Neuausrichtung hin zur Prozessorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des Unit-Dose-Konzepts für einen konkreten Klinikverbund zu bewerten, um dem steigenden Kostendruck durch die Einführung von Fallpauschalen (DRG) zu begegnen und gleichzeitig die Qualität der Patientenversorgung zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Prozessketten, um die derzeitigen Schwachstellen der stationsbasierten Versorgung aufzudecken. Sie kombiniert qualitative Expertenansätze mit einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung der Kostenstrukturen und einer Untersuchung der Artikelstammdaten zur Implementierbarkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beschreibt detailliert die Ist-Situation der Logistik in den untersuchten Kliniken, erläutert die Funktionsweise von Unit-Dose-Systemen, analysiert die Veränderungen in den Abläufen durch deren Einführung und diskutiert die ökonomischen sowie qualitativen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Medikamentenlogistik, Unit-Dose-Konzept, Prozesskostenrechnung, patientenindividuelle Versorgung und DRG-Fallpauschalen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen enteralen und parenteralen Arzneimitteln für das Logistikkonzept wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie unterschiedliche Verabreichungsformen und Hygieneanforderungen bedingt. Während enterale Medikamente (Tabletten) gut in das Unit-Dose-Verfahren integrierbar sind, erfordern parenterale Mittel (Spritzen, Infusionen) eine direkte medizinische Verabreichung und teilweise besondere Lagerbedingungen.

Warum wird trotz der Vorteile einer Umstellung auf Unit-Dose vor schnellen Erwartungen gewarnt?

Die Einführung ist mit hohen Investitionskosten für Technik und Software verbunden. Zudem ist der Prozess organisatorisch komplex, da nicht alle Arzneimittel gleichermaßen für das automatisierte System geeignet sind und eine parallele Versorgung für bestimmte Sonderfälle vorerst beibehalten werden muss.

Welche Rolle spielt die Verordnungssoftware im neuen Konzept?

Sie fungiert als zentrales Steuerungselement, das nicht nur die Medikation effizienter dokumentiert, sondern durch automatische Abgleiche von Wechselwirkungen und Allergien die Arzneimittelsicherheit erheblich erhöht und Medienbrüche in der Kommunikation zwischen Arzt, Apotheke und Pflege minimiert.

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Details

Title
Medikamentenlogistik: Das Unit-Dose-Konzept zur patientenindividuellen Versorgung
Subtitle
Umsetzungsmöglichkeiten in einem Klinikverbund
College
Technical University of Berlin  (Institut für Technologie und Management)
Grade
1,7
Author
Diplom-Kauffrau Barbara Lausmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
97
Catalog Number
V66720
ISBN (eBook)
9783638591751
ISBN (Book)
9783638680677
Language
German
Tags
Medikamentenlogistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kauffrau Barbara Lausmann (Author), 2005, Medikamentenlogistik: Das Unit-Dose-Konzept zur patientenindividuellen Versorgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66720
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