Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Die Struktur der Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal

Title: Die Struktur der Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Katharina Kierig (Author)

Musicology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Beschäftigt man sich mit der Struktur des Verhältnisses zwischen Richard Strauss und seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal, so stellt man fest, dass trotz – oder gerade auf Grund – der umfangreichen Literatur, die sich schon mit dieser Kollaboration befasst hat, die Deutungen auseinander gehen.
So gibt es Stimmen, die die Zusammenarbeit der beiden Künstler als eine lange Geschichte von Missverständnissen bezeichnen. Doch es gibt auch die Stimmen derer, die die Kollaboration Strauss’ und Hofmannsthals für eine außergewöhnlich gelungene halten.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Struktur des Verhältnisses zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal exemplarisch an den Opern »Elektra«, »Ariadne auf Naxos« und »Die Ägyptische Helena« kritisch zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. «Elektra»

a) Das Libretto

b) Die Musik

3. «Ariadne auf Naxos»

a) Die Differenzen

b) Der «Ariadne-Brief» und seine Folgen

4. «Die Ägyptische Helena»

a) Eine reibungslose Kollaboration?

b) Die Helena-Einführung

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die komplexe Arbeitsbeziehung zwischen dem Komponisten Richard Strauss und seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal, um die tatsächliche Struktur ihrer langjährigen Zusammenarbeit jenseits von Missverständnissen zu analysieren.

  • Analyse der Kollaboration anhand ausgewählter Opernbeispiele.
  • Untersuchung der Rollenverteilung zwischen Komponist und Librettist.
  • Auswertung des Briefwechsels als primäre Quelle für die künstlerische Kommunikation.
  • Betrachtung von Konflikten und ästhetischen Differenzen bei Opernprojekten.
  • Bewertung des Einflusses von Hofmannsthals dramaturgischen Ideen auf die Musik.

Auszug aus dem Buch

2. «Elektra»

Die Oper Elektra stellt den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal dar. Nachdem letzterer bereits im Jahr 1900 an Strauss mit dem Wunsch herangetreten war, ein von ihm verfasstes Ballett von Strauss vertonen zu lassen, war es im Jahr 1906 Strauss, der an Hofmannsthal herantrat. Strauss hatte Hofmannsthals Drama Elektra gesehen und hegte den Wunsch, dieses als Oper zu vertonen. Während er noch einige Jahre vorher Hofmannsthals Anliegen abwies, bat er Hofmannsthal, noch bevor über die Zusammenarbeit an Elektra entschieden war, „[ihm] in allem Komponierbaren von Ihrer Hand [Hofmannsthals] das Vorrecht zu lassen. Ihre Art entspricht so sehr der meinen, wir sind füreinander geboren und werden sicher Schönes zusammen leisten, wenn Sie mir treu bleiben.“

Zu diesem Zeitpunkt mag diese Aussage durchaus verwundern, denn eine Prognose über den Erfolg einer Kollaboration zu treffen, bevor diese überhaupt begonnen wurde, scheint gewagt. Die Tatsache, dass Strauss Recht behalten sollte, relativiert dies insofern, als man sich fragt, ob Strauss Hofmannsthal wirklich so sicher einschätzen konnte, oder ob es ein glücklicher Zufall war, der die beiden auf produktive Weise die nächsten 23 Jahre verband. Elektra kommt in der Zusammenarbeit zwischen Strauss und Hofmannsthal nicht nur auf Grund der Erstmaligkeit eine besondere Bedeutung zu, sondern auch dadurch dass es sich um die Adaptation eines Dramentextes zum Opernlibretto handelt. Auch wenn Hofmannsthal bei der Auswahl der Themen für die folgenden Opern immer auf bereits existierende Stoffe zurückgriff, war dies die einzig direkte Umwandlung eines Dramas. Diese andere Herangehensweise äußert sich auch im Briefwechsel. Die Anzahl der Briefe, die sich mit Elektra beschäftigen, ist – verglichen mit den anderen gemeinsamen Werken – relativ gering.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Diese Einleitung reflektiert die gegensätzlichen Forschungsmeinungen zur Arbeitsbeziehung zwischen Strauss und Hofmannsthal und definiert das Ziel der Arbeit, diese Struktur anhand von drei Opernbeispielen zu untersuchen.

2. «Elektra»: Dieses Kapitel beleuchtet den Beginn der Zusammenarbeit, wobei insbesondere die Anpassung des Dramentextes für die Oper sowie die Rolle der Musik im Kontext der Leitmotivtechnik analysiert werden.

3. «Ariadne auf Naxos»: Hier wird die Oper als „Prüfstein“ der Kooperation thematisiert, wobei die ästhetischen Differenzen bezüglich der Figur der Zerbinetta und die Bedeutung des Briefwechsels in Krisenzeiten im Vordergrund stehen.

4. «Die Ägyptische Helena»: Das Kapitel untersucht die letzte gemeinsame Oper und zeigt auf, wie Strauss und Hofmannsthal nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit ihre kreativen Meinungsverschiedenheiten und den Austausch über dramaturgische sowie musikalische Belange handhabten.

5. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung betont, dass die Kollaboration auf gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen basierte und trotz fachlicher Differenzen einen bedeutenden Platz in der Operngeschichte einnimmt.

Schlüsselwörter

Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal, Oper, Libretto, Kollaboration, Briefwechsel, Elektra, Ariadne auf Naxos, Die Ägyptische Helena, Musikdramatik, Leitmotiv, künstlerische Zusammenarbeit, Operngeschichte, Wort-Ton-Verhältnis, Komposition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Arbeitsbeziehung zwischen dem Komponisten Richard Strauss und dem Librettisten Hugo von Hofmannsthal, um die Dynamik ihrer langjährigen künstlerischen Zusammenarbeit zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entstehungsprozesse ihrer gemeinsamen Opern, der kreative Austausch über Libretto und Musik sowie die Aufarbeitung der oft zitierten „Missverständnisse“ zwischen den beiden Künstlern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die tatsächliche Struktur der Zusammenarbeit zwischen Strauss und Hofmannsthal kritisch zu beleuchten und ein nuanciertes Bild jenseits der Literaturmeinung zu zeichnen, die oft von einem Zerwürfnis zwischen Dichter und Komponist spricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer werkanalytischen Betrachtung und einer intensiven Auswertung des Briefwechsels zwischen Strauss und Hofmannsthal als primäre Quelle für die Entstehungsgeschichte der Werke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert exemplarisch die Opern „Elektra“, „Ariadne auf Naxos“ und „Die Ägyptische Helena“, um die Entwicklung und die spezifischen Herausforderungen innerhalb der jeweiligen Schaffensphasen zu demonstrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Strauss, Hofmannsthal, Kollaboration, Briefwechsel, Oper, Libretto, musikalische Struktur und Wort-Ton-Verhältnis.

Welche Bedeutung kommt der Oper „Elektra“ innerhalb der Zusammenarbeit zu?

„Elektra“ markiert den Beginn der Kooperation und ist bedeutsam, da sie die einzige direkte Umwandlung eines bestehenden Dramas Hofmannsthals in ein Libretto darstellt.

Warum wird „Ariadne auf Naxos“ als „Prüfstein“ der Kollaboration bezeichnet?

Die Oper führte zu intensiven Diskussionen, insbesondere über die Rolle der Zerbinetta, und erforderte eine offene Aussprache zwischen den beiden Künstlern, die für ihr späteres Vertrauensverhältnis prägend war.

Inwiefern beeinflusste Hofmannsthal die musikalische Gestaltung?

Hofmannsthal äußerte sich oft detailliert zu seinen Vorstellungen, wie bestimmte Szenen musikalisch umgesetzt werden sollten, womit er aktiv auf die kompositorische Arbeit von Strauss einwirkte.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die Struktur der Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal
College
University of Freiburg  (Musikwissenschaftliches Seminar)
Course
Hofmannsthal/Strauss
Grade
2,3
Author
Katharina Kierig (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V66732
ISBN (eBook)
9783638608497
ISBN (Book)
9783640386390
Language
German
Tags
Struktur Zusammenarbeit Richard Strauss Hugo Hofmannsthal Hofmannsthal/Strauss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kierig (Author), 2005, Die Struktur der Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66732
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint