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Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe

Title: Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Ing. Klaus Wewer (Author)

Theology - Systematic Theology
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Gerade in der letzten Zeit hat die Diskussion um die aktive Sterbehilfe wieder an Brisanz zugenommen. So versucht z. B. die schweizerische Sterbehilfeorganisation Dignitas in Deutschland Fuß zu fassen und wird dabei indirekt durch Äußerungen einzelner Politiker wie die des Hamburger Justizsenators Roger Kusch (CDU) unterstützt. Anfang Oktober 2005 war Herr Kusch mit seiner Vorstellung an die Öffentlichkeit getreten, dass Tötung auf Verlangen nicht mehr strafbar sein solle. Dazu müsse der Paragraph 216 des Strafgesetzbuches geändert werden. Sterbehilfe für Todkranke sei »kein Verstoß gegen humane Grundwerte, sondern ein Gebot christlicher Nächstenliebe«. Andererseits sind gerade in der Hospizbewegung durch Weiterentwicklungen in der schmerzfreien Therapierung todkranker Menschen große Erfolge zu verzeichnen, die in das Licht der Öffentlichkeit rücken. In dieser Arbeit sollen zunächst die Begriffsbestimmungen zum Thema Sterbehilfe und Menschenwürde genau definiert werden, um anschließend verschiedene Standpunkte aus weltlicher und kirchlicher Sicht darzustellen. Danach werden die Argumente pro und contra einer aktiven Sterbehilfe beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Euthanasie

2.2 Aktive Sterbehilfe

2.3 Passive Sterbehilfe

2.4 Indirekte Sterbehilfe

2.5 Sterbebegleitung

2.6 Menschenwürde

2.6.1 Die theologische Definition der Menschenwürde

2.6.2 Die „weltliche Sicht“ der Menschenwürde

3. Rechtliche Regelungen zur Sterbehilfe

3.1 Deutschland

3.2 Niederlande

4. Verschiedene Standpunkte zur Sterbehilfe

4.1 Der Standpunkt der katholischen Kirche

4.2 Der Standpunkt der Ärzteschaft

4.3 Der Standpunkt der Allgemeinheit

5. Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe

5.1 Die Argumente pro aktive Sterbehilfe

5.2 Die Argumente contra aktive Sterbehilfe

6. Resümee

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der ethischen und rechtlichen Debatte um die aktive Sterbehilfe auseinander. Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Sterbehilfe zu definieren, verschiedene gesellschaftliche und kirchliche Perspektiven gegenüberzustellen und eine begründete ethische Positionierung zu erarbeiten, wobei die Palliativmedizin und Sterbebegleitung als Alternative hervorgehoben werden.

  • Begriffliche Differenzierung verschiedener Sterbehilfeformen
  • Rechtliche Situation in Deutschland und den Niederlanden
  • Ethische Positionen der katholischen Kirche und der Ärzteschaft
  • Argumentationsmuster der Befürworter und Gegner
  • Bedeutung von Palliativmedizin und Sterbebegleitung

Auszug aus dem Buch

2.2 Aktive Sterbehilfe

Unter aktiver Sterbehilfe versteht man die gezielte Tötung eines Menschen zur gewollten Verkürzung des Sterbevorganges oder auch des Lebens. Dieses Ziel wird erreicht durch die Verabreichung von lebensverkürzenden bzw. lebensbeendenden Substanzen, um so einem Patienten physisches oder auch psychisches Leid zu ersparen. Dieser Akt der Tötung wird im Normalfall vom Arzt vorgenommen. Es wird unterschieden zwischen der freiwilligen aktiven Sterbehilfe, also auf Verlangen des Patienten, der unfreiwilligen aktiven Sterbehilfe ohne Einwilligung des Patienten, der dazu in der Lage ist, sich aber nicht dazu äußert, und der nichtfreiwilligen aktiven Sterbehilfe, bei der der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu äußern und gegebenenfalls nur noch der mutmaßliche Wille in schriftlicher Form vorliegt.3 Nach deutschem Recht ist eine aktive Sterbehilfe nicht zulässig und wird mit Strafe bedroht, auch dann, wenn sie auf Verlangen des Patienten geschieht.4

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor thematisiert die aktuelle Brisanz der Sterbehilfe-Debatte in Deutschland, ausgelöst durch mediale Berichterstattung und politische Vorstöße.

2. Begriffsbestimmungen: Es erfolgt eine Klärung grundlegender Konzepte wie Euthanasie, verschiedene Arten der Sterbehilfe sowie die Definition der Menschenwürde aus theologischer und weltlicher Sicht.

3. Rechtliche Regelungen zur Sterbehilfe: Dieser Abschnitt beleuchtet den gesetzlichen Rahmen in Deutschland sowie die liberalere Praxis in den Niederlanden.

4. Verschiedene Standpunkte zur Sterbehilfe: Gegenüberstellung der Haltungen der katholischen Kirche, der medizinischen Fachwelt und der Allgemeinheit anhand von Umfragen und ethischen Prinzipien.

5. Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe: Eine detaillierte Analyse und Abwägung der Argumente pro und contra aktive Sterbehilfe unter Berücksichtigung von Mitleidsethik, Autonomie und der Bedeutung der Hospizbewegung.

6. Resümee: Der Autor fasst seine eigene ethische Position zusammen und plädiert gegen die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zugunsten einer Stärkung der Palliativmedizin.

Schlüsselwörter

Aktive Sterbehilfe, Passive Sterbehilfe, Indirekte Sterbehilfe, Euthanasie, Menschenwürde, Bioethik, Selbstbestimmungsrecht, Palliativmedizin, Sterbebegleitung, Hospizbewegung, Katholische Moraltheologie, Fremdtötungsverbot, Medizinethik, Lebensqualität, Strafgesetzbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethische und rechtliche Debatte rund um die Zulässigkeit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die begriffliche Klarheit, die juristischen Rahmenbedingungen, unterschiedliche gesellschaftliche Standpunkte und die moraltheologische Bewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik, um eine reflektierte eigene Position zur Frage der aktiven Sterbehilfe zu beziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ethisch-theologische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse, dem Studium von Richtlinien und der Auswertung statistischer Umfragen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, Rechtsvergleiche, eine Übersicht über diverse Standpunkte sowie eine ausführliche Pro- und Contra-Argumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Aktive Sterbehilfe, Menschenwürde, Selbstbestimmungsrecht, Palliativmedizin und Sterbebegleitung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?

Die aktive Sterbehilfe wird als gezielte Tötungshandlung definiert, während die passive Sterbehilfe als Unterlassung von lebensverlängernden Maßnahmen bei infauster Prognose verstanden wird.

Warum lehnt der Autor die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ab?

Er befürchtet eine fatale Eigendynamik, bei der wirtschaftliche Interessen zur Selektion von Menschen führen könnten, und setzt sich stattdessen für den Ausbau der Palliativmedizin ein.

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Details

Title
Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe
College
University of Osnabrück
Course
Verantwortung für das menschliche Leben. Grundfragen der Bioethik
Grade
1,3
Author
Dipl.-Ing. Klaus Wewer (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V66767
ISBN (eBook)
9783638591829
ISBN (Book)
9783638799553
Language
German
Tags
Diskussion Sterbehilfe Verantwortung Leben Grundfragen Bioethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. Klaus Wewer (Author), 2006, Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66767
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