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FAT MAN: Die Rolle der Atombombe in der Containment-Politik der USA unter Präsident Truman

Title: FAT MAN: Die Rolle der Atombombe in der Containment-Politik der USA unter Präsident Truman

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nina Westermann (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Einige Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs bekam der amerikanische Präsident Roosevelt einen Brief, welcher ihn über eine unglaubliche neue Entdeckung unterrichten sollte. Unterzeichner des Briefes waren Leo Szilard und Albert Einstein. Man habe eine Möglichkeit entdeckt, so schrieben die beiden Wissenschaftler, eine Bombe von gewaltiger Zerstörungskraft zu bauen. Leider, so informierte der Brief, seien auch die deutschen Wissenschaftler in Berlin auf bestem Wege eine solche Bombe zu bauen. Präsident Roosevelt zögerte keinen Moment und gab den Auftrag so schnell wie möglich weiter zu forschen. Doch die Beschaffung der benötigten Materialien, vor allem metallisches Uran, stellte sich anfangs als schwierig heraus. 1940 berichteten Emigranten, dass die in Deutschland verbliebenen Wissenschaftler bereits an der Bombe bauten. Dies gab dem Projekt erneut Aufschwung, denn jedem der Beteiligten war klar, was eine solche Waffe in den Händen Adolf Hitlers bedeutet hätte.
Als das Jahr 1943 anbrach, befanden sich die USA mit drei Nationen im Krieg. Japan hatte ohne weitere Probleme die Philippinen eingenommen und drohte, ganz Südostasien zu überrennen. Auch die Deutschen spürten noch kaum Rückschläge. Zudem hatten letztere 18 Monate Vorsprung bei ihrer Atomwaffenforschung. Ende 1944 kam jedoch die beruhigende Nachricht: Bei der Einnahme Straßburgs hatten die Alliierten deutsche Dokumente sichergestellt, aus denen hervorging, dass das deutsche Atomwaffenprojekt etwa auf dem Stand der Amerikaner von 1942 war. Damit waren die Deutschen aus dem Rennen ausgeschieden. Fraglos war aber schon zu diesem Zeitpunkt, dass die Atombombe eine wichtige Rolle bei der endgültigen Besiegung Japans spielen würde. Diese Arbeit beginnt im Jahr 1945, die Zeit, in der die Probleme der Kriegsallianz mit jedem weiteren Vorrücken ihrer Armeen in Zentraleuropa offensichtlicher wurden. Roosevelt, Churchill und Stalin hatten im Februar versucht, die Probleme der Ost-West Beziehung zu lösen. Der Westen wollte die Probleme lösen, bevor er seine Truppen vom europäischen Kontinent abzöge. Obwohl die Konferenz von Jalta mit einer Einigung beendet wurde, wurde in der Folgezeit schnell klar, dass die alliierte Zusammenarbeit mehr Schein als Wirklichkeit war.
Roosevelt starb nur zwei Monate nach der Konferenz von Jalta am 12. April 1945. Er kam nicht mehr dazu seinen größten Trumpf auszuspielen, den einige der besten Wissenschaftler der Welt in der Zwischenzeit in New Mexiko erforschten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Der 2. Weltkrieg

A. Von Roosevelt zu Truman

B. Von Stettinius zu Byrnes

C. Von New Mexiko nach Potsdam

D. Von Trinity zum Ernstfall

II. Amerikanisches Atommonopol

A. Von Asien nach Europa

B. Von Showdown zu Containment

C. Von Monroe zu NATO

III. Atomares Patt

A. Von Fat Man zu Super

B. Von Kennan zu Nitze

C. Von Europa zurück nach Asien

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Atombombe auf die US-Außenpolitik zu Beginn des Kalten Krieges unter der Regierung von Harry S. Truman und analysiert, inwieweit die neue Waffentechnologie als diplomatisches Druckmittel gegenüber der Sowjetunion eingesetzt wurde.

  • Die Rolle der Atombombe in der diplomatischen Strategie der USA
  • Veränderungen im Verhältnis der Supermächte nach 1945
  • Die Entwicklung von der diplomatischen Konfrontation zum atomaren Patt
  • Der Übergang von der "Containment"-Strategie zur nuklearen Abschreckung

Auszug aus dem Buch

C. Von New Mexiko nach Potsdam

Das wichtigste Ziele Präsident Trumans für sein erstes Zusammentreffen mit dem sowjetischen Diktator war es, eine Einigung über die politische Zukunft Mittel- und Osteuropas sowie die Besatzung Deutschlands zu erreichen. Truman fuhr nach Potsdam mit vier Assen im Ärmel: die immer noch 3 Millionen britischen und amerikanischen Truppen in Europa, die starke amerikanische Wirtschaft im Gegensatz zur schwächelnden sowjetischen, die Übereinkunft der Experten des Weißen Hauses, dass die Hilfe der Sowjetunion im Krieg gegen Japan nun nicht mehr zwingend notwendig sei sowie natürlich das Wissen über die Atombombe. Bei der Durchsetzung der amerikanischen Interessen bezüglich der Nachkriegsordnung in Europa sollte ihm vor allem Letztere dienen. Am Abend vor seinem ersten Treffen mit dem sowjetischen Diktator vertraute Truman einem Mitarbeiter an: „If it [die Atombombe] explodes, as I think it will, I’ll certainly have a hammer on these boys!“

Der erste Bericht über den Verlauf von Trinity erreichte Kriegsminister Stimson am Abend des 16. Juli: „Operation heute Morgen durchgeführt. Diagnose noch nicht vollständig, aber Erfolg scheint zufrieden stellend und übertrifft bereits Erwartungen….“ Stalin, bedingt durch einen leichten Herzinfarkt, reiste erst einen Tag später als geplant, also am 17. Juli an. Somit blieb Kriegsminister Stimson genügend Zeit, um den Präsidenten noch vor dem ersten Aufeinandertreffen der Großen Drei über diesen ersten Bericht in Kenntnis zu setzen. Die Bombe als Wahrscheinlichkeit war eine schwache Basis für Verhandlungen mit den Russen gewesen; als Realität in den Händen der amerikanischen Verhandlungspartner schien sie jedoch von umwälzender Gewalt. Am Eröffnungsplenum vom 17. Juli ging Truman auch gleich in die Offensive und forderte barsch «the immediate reorganization of the present governments in Rumania and Bulgaria».

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Entstehung des amerikanischen Atomwaffenprojekts während des Zweiten Weltkriegs und die politische Ausgangslage bei Trumans Amtsantritt 1945.

I. Der 2. Weltkrieg: Dieses Kapitel analysiert den Übergang von der Roosevelt- zur Truman-Administration und die Versuche der USA, die Sowjetunion durch eine härtere diplomatische Linie in Osteuropa einzubinden.

II. Amerikanisches Atommonopol: Hier wird thematisiert, wie der Besitz der Atombombe die amerikanische Strategie zur Sicherung ihres Einflusses in Europa und Japan prägte und zur Gründung der NATO führte.

III. Atomares Patt: Das Kapitel behandelt den Verlust des US-Atommonopols, die Debatte um die Wasserstoffbombe sowie die strategische Neuausrichtung durch Dokumente wie NSC-68.

Fazit: Das Fazit zieht die Bilanz, dass die Atombombe die Erwartungen an einen enormen Machtzuwachs für die USA nicht erfüllte, da sie die sowjetische Reaktion eher verhärtete und den Handlungsspielraum der Politik verkleinerte.

Schlüsselwörter

Atombombe, Truman-Administration, Kalter Krieg, Sowjetunion, Außenpolitik, Potsdam, Atommonopol, Containment, NATO, Trinity, Wasserstoffbombe, NSC-68, Machtbalance, Abschreckung, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strategische Rolle der Atombombe in der US-Außenpolitik gegenüber der Sowjetunion während der frühen Jahre des Kalten Krieges.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die diplomatischen Spannungen nach 1945, das Scheitern des Atommonopols als Druckmittel und die Etablierung des nuklearen Patts zwischen den Supermächten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Präsident Truman die Atombombe als Machtinstrument einsetzte und ob diese den erhofften politischen Spielraum für die USA tatsächlich vergrößerte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse primär- und sekundärwissenschaftlicher Literatur, insbesondere auf historischen Dokumenten und Tagebüchern politischer Akteure der damaligen Zeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den letzten Kriegstagen 1945 über die Potsdamer Konferenz und die Gründung der NATO bis hin zur Entwicklung der Wasserstoffbombe und den Auswirkungen des Koreakrieges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem das Atommonopol, die Containment-Politik, das strategische Gleichgewicht (Patt) und der diplomatische Einfluss von Nuklearwaffen.

Wie reagierte Stalin auf die Enthüllungen über die Atombombe?

Stalin zeigte sich nach Trumans beiläufiger Erwähnung der Waffe überraschend gelassen, war sich aber der Konsequenzen bewusst und ordnete eine Beschleunigung des sowjetischen Atomprogramms an.

Warum war der Test "Trinity" ein psychologischer Wendepunkt?

Der Erfolg des Tests gab Truman das notwendige Selbstvertrauen für seine Verhandlungen in Potsdam, da er nun wusste, dass die Waffe eine Realität war, die die Machtverhältnisse zugunsten der USA verschieben könnte.

Welche Rolle spielt NSC-68 für die Argumentation des Autors?

NSC-68 markiert den Übergang von einer defensiven Containment-Politik hin zu einer aggressiveren, militärisch orientierten Außenpolitik, die durch den Verlust des Atommonopols forciert wurde.

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Details

Title
FAT MAN: Die Rolle der Atombombe in der Containment-Politik der USA unter Präsident Truman
College
University of Bonn
Grade
2,0
Author
Nina Westermann (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V66797
ISBN (eBook)
9783638584883
ISBN (Book)
9783656788263
Language
German
Tags
Rolle Atombombe Containment-Politik Präsident Truman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Westermann (Author), 2005, FAT MAN: Die Rolle der Atombombe in der Containment-Politik der USA unter Präsident Truman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66797
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