Wappen der Grafschaft und der Stadt Brehna


Ausarbeitung, 2006

18 Seiten


Leseprobe

Wappen der Grafschaft und der Stadt Brehna

Von Armin Feldmann

Es mag auf den ersten Blick verwundern, wenn der Titel dieses Aufsatzes den Plural „Die Wappen ...“ verwendet. Aber einerseits sind die verschiedenen Wappen der Grafschaft und der Stadt nicht immer identisch gewesen (vgl. Abb. 25 S. 11), wobei die Wappen der Grafschaft - auch hier schon wieder der Plural − viel älter als die der Stadt sind. Zum anderen sind die Bilder der Brehnaer Wappen unterschiedlich beschrieben worden, was ebenfalls den gewählten Plural rechtfertigt.

Die Brehnaer Wappen sind in der Literatur vielfach abgehandelt worden. Die jüngsten dem Verfasser bekannten Arbeiten sind die von Frank Görlich, Das Brehnaer Wappen, in: Bitterfelder Heimatblätter Heft V 1985, S. 23 ff.; W.-D. Spiethoff, Zur Geschichte und Münzgeschichte der ehemaligen Grafschaft Brehna (1156-1290), in: Numismatische Hefte des Kulturbundes, Heft 12/1985, S. 64 ff.; und der knappe Hinweis bei Stefan Pätzold, der das Brehnaer Siegel im Gegensatz zu den Siegeln anderer wettinischer Nebenlinien als Wappensiegel bezeichnet1.

Abb. 1: Brehnaer Wappen auf dem Briefkopf des Bürgermeisters von 1999: drei rote, 2 : 1 gestellte Seeblätter im silbernen Schild.

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Da die Brehnaer Grafen zum Adelsgeschlecht der Wettiner gehörten, kann deren ältestes überliefertes Wappen am Anfang dieser Darstellung erwähnt werden. Es ist ein Wappen aus der Zeit Konrads des Großen, der Markgraf von Meißen und gleichzeitig u. a. Graf von Brehna war. Dessen Wappen auf dem Siegel einer Urkunde stammt aus der Zeit um 1123

2. Sein Bild hat allerdings keinen Bezug zu Brehna: Es ist ein Reiterwappen, das Markgraf Konrad auf einem Pferd sitzend zeigt.

Abb. 2: Wappen über dem Eingangstor des Alten Rathauses

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Bürgerhauses: drei rote Herzen mit nach rechts gebogenen Spitzen. (Die Heraldik oder Wappenkunde bezeichnet die Seiten so, als stehe man hinter dem Wappen, daher hier „nach rechts gebogen“.) Foto: A. Feldmann 1999.

Kurz vor seinem Tod hatte Konrad beim Eintritt in das Kloster Petersberg, damals Lauterberg geheißen, seine Besitzungen unter seinen Söhnen aufgeteilt, dabei war die Grafschaft Brehna als eigenständiges Herrschaftsgebiet wiederentstanden. Konrads jüngster Sohn war als Friedrich I. Graf von Brehna geworden und besaß diese Grafschaft von 1156 bis 1182. Als er starb, wurde er, wie es der Vater für alle Angehörigen des Wettiner Adelsgeschlechts vorgesehen hatte, auf dem Petersberg beigesetzt. Auf dem steinernen Kenotaph, heute noch dort in der Kirche zu sehen, liegen zehn Wettiner, Friedrich I. von Brehna ist der Vierte von rechts (Abb. 3 S. 2). Oberhalb seines Kopfes ist ein - wie bei allen acht männlichen Personen des Kenotaphs − quadrierter (in vier Felder untergliederter) Wappenschild zu sehen, in dessen 1. und 4. Feld sich ein Stier, im 2. und 3. Feld ein halb aufgerichteter Löwe befindet. In der Mitte sieht man einen eingefügten (die Heraldiker sagen „aufgelegten“) kleineren Wappenschild mit den drei für Brehna typischen Wappenbildern in der bekannten Stellung 2 : 1; bei ihnen handelt es sich um eine Gestaltung der Seeblätter, die immer wieder zur Bezeichnung als „Schröterhörner“, dem Geweih des Feuerkäfers, geführt hat (Abb. 4 S. 2) (mehr dazu vgl. unten S. 6).

Allerdings wurde dieser Kenotaph erst zwei Jahre nach dem großen Brand auf dem Petersberg (1565), also 1567 errichtet, und somit ist er als Beleg für ein Wappen Graf Friedrichs I . in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts unsicher.

Wir sind damit bei der Beschreibung, die Wappenkunde nennt es Blasonierung, des Brehnaer Wappenbildes. Die moderne Heraldik hat sich inzwischen darauf geeinigt, dieses Wappenbild generell als Seeblätter zu bezeichnen. Diese werden so definiert: „Seeblatt, Mumblatt: in seiner ursprünglichen und eigentlichen Gestalt dem Lindenblatt ähnliches Blatt der Wasserrose. Im Mittelalter war das S. oft auch ornamental im Dreipaß3 durchbrochen, mitunter auch herzförmig dargestellt, so daß es in späterer Zeit aus Unkenntnis der mittelalterlichen Wappenkunst oft unrichtig als Schröterhorn oder Herz gedeutet wurde. Kurioserweise wurde es auch für eine Flamme gehalten4. Die französische Heraldik benennt eine ähnliche Figur gleichen Ursprungs bouterolle, d. h. das Ortband5 an der Scheide des Degens, Säbels oder Pallasches. Seeblätter kommen z. B. in den Wappen des Herzogtums Engern, der Grafschaft Brehna6, im Wappen derer von Seebach vor. Die Stadt Bitterfeld (bei Halle) führt z. B. drei Seeblätter im Wappen, weil sie im 13. Jahrhundert im Besitz des Grafen von Brehna war“7.

Abb. 3: Kenotaph in der Kirche auf dem Petersberg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Constantin Beyer/Weimar.

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Eine kürzere Fassung sagt: „Seeblatt: eine heraldische Figur in Form eines herzförmigen Blattes, dessen Mitte von oben her kleeblattförmig ausgeschnitten ist“8. Das Herzogtum Engern war nach einem der drei altsächsischen Stämme, den Angrivariern, benannt, es lag beiderseits der mittleren und unteren Weser. Über die Entstehung des Wappenbildes Seeblatt ist zu finden: „Der heraldischen Botanik werden ... allerlei Figuren zugewiesen, die lediglich

Abb. 4: Wappenschild mit vier Feldern und aufgelegtem Mittelschild mit den drei Seeblättern oder Schröterhörnern über dem Sarkophag Graf Friedrichs I. von Brehna in der Kirche auf dem Petersberg. Foto: A. Feldmann 2002.

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der Ornamentik des gothischen Styls angehören, denen allen die drei kreisförmig gestellten Halbkreise - der ‚Drei-Compaß‘ oder ‚Dreipaß‘

der Münzgesetze des 15. Jahrhunderts - zum Grunde liegen. Daraus wird zunächst das Kleeblatt ... Ein Herz, welches in Gestalt eines gestürzten Kleeblatts oder einer quergetheilten halben Linie oder eines Ankers oder nur kreisförmig ausgebrochen ist, giebt das ‚heraldische Ornament‘, in welchem man bald ein Seeblatt, bald die Fühlhörner eines Käfers (Lucanus Linn.): Schröterhörner, ... bald, wie die französischen Heraldiker, den Beschlag einer Degenscheidenspitze (bouterolle) hat erkennen wollen, welches aber ... lediglich in der heraldischen Phantasie des Decorateurs, der Tapeten-Dessins-Erfinder seinen Ursprung haben dürfte. Das ‚Seeblatt‘ ist gleichsam das Futteral, die Fassung der à jour [bei Tage - A.F.] erscheinenden Figur. (Das ‚Seeblatt‘ gehört) ausschließlich der deutschen Heraldik an, und bei diesen beiden Figuren [die zweite ist der Rautenkranz - A.F.] waltet das Eigenthümliche ob, daß ... das Seeblatt nie anders, als roth auf weiß erscheint. Eigentliche Seeblätter, d. h. Herzen mit Stielen, kommen meistentheils grün vor. Auch diese sind den deutschen Wappen eigenthümlich, dagegen die französischen überall das Kleeblatt vorziehen. - Mit dem Namen Seeblätter wird die Figur bereits im Mittelalter bezeichnet; so mehrfach in den, in Boehme’ns ‚Sächs. Groschencabinet‘ (I, 83) angeführten Stellen eines Diplomatars des Klosters Dobrilugk: tria folia lacualia (S. 131, 154), ‚seblettir‘ (S. 142 im gräflich Brene’schen Wappen); ‚Seheblade‘ (im Teckelnburgischen) nennt sie ein Inventarium des gräflich Diepholzischen Archivs von 1566 (Nieberding, Gesch. des Niederstifts Münster. Urk. S. XXV)“9. Eine nicht sehr überzeugende Beschreibung der Entstehung der Seeblätter. Ebenfalls in der Stiftskirche auf dem Petersberg ist unter den aufgestellten Grabplatten Wettiner Fürsten auch die Friedrichs I. vorhanden. Sie zeigt ihn stehend als Ganzkörperdarstellung, die Legende10 lautet (unten beginnend und entgegen dem Uhrzeigersinn verlaufend): FRIDERICUS COMES DE BRENE CVNRADI MARCHIONIS FILIUS ANNO DOM MCLXXXII NON JAN OBIIT [Friedrich, Graf von Brehna, Sohn Markgraf Konrads, starb im Jahre des Herrn 1182 an den Nonen des Januar {das ist der 6. Januar - A.F.}]. Er hält einen auf dem Boden stehenden Schild vor sich, in der Mitte dieses Schildes befindet sich ein Medaillon mit einem nach rechts schauenden Greif, jener mythischen Figur, bestehend aus dem Löwenkörper mit den Hinterpranken und dem geflügelten Adlerkopf mit den Klauen dieses Greifvogels11. (Eine Vorstellung des Greifen als Wappenbild vermittelt Abb. 5 S. 4.) Aber auch damit haben wir nicht das älteste Brehnaer Wappenbild gefunden, denn die Grabplatten wurden erst beim Wiederaufbau der verfallenen Kirche zwischen 1847 und 1857 angefertigt.

Vom Nachfolger Friedrichs I. in dieser Grafschaft, seinem Sohn Otto I. (1182-1203), sind keine Brehnaer Siegel oder Wappen überliefert, es ist nicht bekannt, ob er welche geführt hat. So hat also Otto Posse mit einem Siegel von 1208 Juli 19 des Grafen Friedrich II.12 das älteste bekannte Brehnaer Wappenbild/Siegel belegt (Abb. 5). Es zeigt ebenfalls einen Greif mit der Legende: SIGILL FRIDERICI COMITIS DE BRENEN [Siegel Friedrichs, Grafen von Brehna]13. Das Bild des Greifen auf der weiter oben erwähnten Grabplatte ähnelt dem auf diesem Siegelstempel Friedrichs II., ist mit ihm aber nicht identisch.

1290 starb das Geschlecht der wettinischen Grafen von Brehna aus. Die Grafschaft kam bis 1423 in askanischen Besitz, die Askanier führten das Wappen von Brehna weiterhin. Obwohl sie auch das Herzogtum Engern-Westfalen besaßen, führten sie die drei Seeblätter für ihre Grafschaft Brehna und nicht für Engern. Dann kehrte die Grafschaft an das wettinische Haus zurück: Friedrich I., genannt der Streitbare, Markgraf von Meißen, wurde die Kurwürde verliehen, zu seinem bisherigen Herzogtum, nunmehr Kurfürstentum Sachsen- Wittenberg, gehörte auch das Gebiet der Grafschaft Brehna. Deren Wappen blieb auch jetzt erhalten. Als kurfürstlich sächsisches Einzelwappen erscheint es erstmals 1425 (Abb. 8 S. 5). Im Gesamtschild, in dem die einzelnen Wappen der verschiedenen kurfürstlich- sächsischen Besitzungen vereinigt waren, erscheint es im Siegel des Kurfürsten Ernst (1464-1486) im Jahre 1477 (Abb. 9 S. 5)14.

Abb. 5: Erstes Siegel Brehnaer Grafen: Siegel Graf Friedrichs II.1208 [SIGL(LUM) FRIDERICI COMITIS DE BRENEN {Siegel Friedrichs Grafen von Brehna}]. Aus: Görlich, a.a.O., S. 27.

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Abb. 6: Gemeinsames Siegel der Grafen Otto II. und Dietrich I. Aus: Posse, a.a.O., Tafel X 2.

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Nach der Leipziger Teilung von 1485 in die ernestinische und die albertinische Wettiner Linie ist es in sämtlichen albertinisch-sächsischen oder wettinischen Gesamtwappen bis in den Beginn des 19. Jahrhunderts vorhanden (Abb. 10-15). „Spätestens seit der Bildung des Königreichs Sachsen 1806 ist dieses Wappen jedoch nach unserer Kenntnis aus der offiziellen sächsischen Heraldik verschwunden. Es wurde auch nicht mehr aufgegriffen, als 1889 anlässlich der 800-Jahrfeier des Hauses Wettin nochmals ein großes Majestätswappen eingeführt wurde“15. Andererseits haben drei ernestinisch-wettinische Herzogtümer, die Bundesstaaten im Deutschen Kaiserreich Sachsen-Altenburg, Sachsen- Coburg und Gotha sowie Sachsen-Meiningen, das Wappen der Grafschaft Brehna bis zur Abschaffung der deutschen Monarchien im Ergebnis der November- revolution von 1918 in ihren großen Wappen geführt16 (vgl. Abb. 16 S. 8).

Abb. 7: Siegel Theoderichs/Dietrichs von 1239. Aus: Köhler, a.a.O., S. 23

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Und schließlich befanden sich die Brehnaer Seeblätter um 1890 auch im Gesamtwappen der Herzöge von Anhalt, allerdings nicht als Anspruchswappen gegenüber der früheren Grafschaft Brehna, sondern als Anspruchswappen für Engern. Es war kein Besitzwappen, da sich Engern nicht im Besitz der Herzöge von Anhalt befand.

Die drei roten Seeblätter in ihrer bekannten 2 : 1-Stellung erscheinen auch als Wappenbilder anderer Territorien. Das Herzogtum Sachsen, im Besitz Heinrichs des Löwen, wurde diesem wegen seiner Untreue gegenüber Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1180 entzogen, geteilt und als Herzogtum

Sachsen-Wittenberg und Herzogtum Sachsen-

Lauenburg anderen Lehnsträgern übertragen. 1422 starb das Haus Sachsen-Wittenberg aus, Herzog Erich V. von Sachsen-Lauenburg nahm sofort die Wappen der Pfalzgrafschaft Sachsen und der Grafschaft Brehna an (Abb. 18 S. 9) und erhob damit Erbschaftsansprüche auf beide Territorien. Sie wurden jedoch bei der Lehnsübertragung der vakant gewordenen Kurwürde im folgenden Jahr anFriedrich I., Markgraf von Meißen, verliehen (vgl.oben S. 4). Für den Herzog von Sachsen-Lauenburg war das Wappen von Brehna damit nur ein Anspruchswappen, kein Besitzwappen, da Brehna nie im Besitz von Sachsen-Lauenburg gewesen ist. Dass Lauenburg die Wappen der Pfalzgrafschaft Sachsen und der Grafschaft Brehna trotzdem führte, entfachte einen fast hundertjährigen, mit großer Erbitterung geführten Streit: Der Kurfürst von Sachsen hatte 1476 den Herzog von Lauenburg zur Hochzeit der Kurfürstentochter nach Berlin eingeladen. Der Lauenburger befestigte an seinem Quartier sein Wappen mit den Feldern der Pfalzgrafschaft Sachsen und der Grafschaft Brehna. Der Kurfürst von Sachsen ließ dieses Wappen herunterreißen. „Er stützte sich hierbei wohl auf einen Kaiserlichen Befehl vom Jahre 1471, worin u. a. allen Behörden untersagt worden war, Briefe des Herzogs von Sachsen-Lauenburg, die mit dem verbotenen Wappen gesiegelt waren, anzunehmen. Endlich - 1507 - erklärte sich der Herzog (Magnus) von Sachsen-Lauenburg, in Folge wiederholten und stets verschärften Kaiserlichen Befehls bereit,

Abb. 8: Wappen der Grafschaft Brehna 1425. „Es ist ... nachgewiesen, daß das oben abgebildete Wappen das der alten Grafen von Brena (Brehna, Brene) aus dem Hause der Markgrafen von Meißen war und für Engern nur usurpiert war.“ [Gritzner, Maximilian (2): Landes- und Wappenkunde der Brandenburgisch-Preußischen Monarchie. Berlin 1894, S. 70 {Abb.} und S. 71 {Text}.] Vgl. auch S. 9.

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Abb. 9: Gesamtwappen des sächsischen Kurfürsten Ernst von 1477: Hauptschild (gekreuzte Schwerter) und 12 Felder. Aus: Gritzner (1), a.a.O., S. 22 {107}.

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[...]


1 Vgl. Pätzold, Stefan: Die frühen Wettiner. Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221. Köln Weimar Wien 1997, S. 343.

2 Vgl. Posse, Otto: Die Siegel der Wettiner bis 1324 und der Landgrafen von Thüringen bis 1247. Leipzig 1888, S. 5 Anm. 1. 1

3 Dreipass bezeichnet in der Architektur eine aus drei Teilen von Kreisbögen zusammengesetzte gotische Maßwerkfigur, und Maßwerkfiguren sind wiederum ein Bauelement der Gotik, das mit Zirkelschlägen geometrisch konstruiert wurde. Als Beispiel für Maßwerkfiguren sei auf Fensterrosen in Kathedralen verwiesen.

4 Das ist nicht unbedingt kurios, wurde doch der Name Brehna in früheren Geschichtsbetrachtungen, wenn auch fälschlicherweise, von „brennen“ abgeleitet, weil die Stadt angeblich mehrfach von Feinden niedergebrannt worden sei.

5 Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Leipzig 1984, S. 294, definiert so: Ortbänder: gestürzten Seeblättern ähnelnde Beschläge an den Spitzen der Schwert- oder Degenscheiden. Als Wappenbilder werden sie oft mit den Seeblättern verwechselt.

6 Die Wappen der Grafschaft Brehna und des Herzogtums Engern sind identisch, das Brehnaer Wappen wurde in wettinischer Zeit auf das Herzogtum Engern übertragen. Vgl. unten S. 8 f.

7 Oswald, Gert: a.a.O., S. 361.

8 Lexikon Städte und Wappen der deutschen Demokratischen Republik. 2., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Leipzig 1984, S. 549.

9 Grote, H.: Geschichte des Königlich Preußischen Wappens. Kritisch historisch und kunst-historisch. Leipzig 1861, S. 83 f.

10 Legende: einem Kunstwerk beigegebener Text ... Auf Grabsteinen oder -platten ist die L. in den meisten Fällen über alle Seiten verteilt angebracht Oswald, Gert: a.a.O., S. 260.

11 Greif [lat. gryphus]: aus der Antike stammendes Fabeltier mit einem Adlerkopf, Krallenfüßen, Flügeln und dem Körper eines Löwen. Nach ursprünglicher Vorstellung war der G. nicht halb Adler und halb Löwe, sondern halb Adler und halb Stier Wahrscheinlich ist Indien die Heimat dieses Fabeltieres. Von dort gelangte es über Griechenland nach Europa und wurde vermutlich durch die Kreuzfahrer in das Wappenwesen eingebracht. Oswald, Gert: a.a.O., S. 167 f.

12 Hier sei für die Heimatgeschichte eingefügt: Eine von ihm und seinem Bruder Otto I. gemeinsam ausgestellte, aber nur in deutscher Übersetzung erhaltene Urkunde von 1220 bezeichnet Brehna erstmals als Stadt. Vgl.: Köhler, Johann Jakob: Geschichte der Stadt und Grafschaft Brena nebst einem Anhange von 72 alten und neuen, meistens ungedruckten Urkunden. Herausgegeben und mit einigen Anmerkungen erläutert von Johann Friedrich Köhler (unveröffentlichtes Manuskript, um 1760/78). Festschrift zur 950. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung des Namens Brehna am 29. September 1053. Transkribiert, übersetzt und bearbeitet von Armin Feldmann. Brehna 2003, S. 23. Die Angabe 1274 als städtische Ersterwähnung Brehnas ist damit nicht mehr haltbar.

13 Posse, Otto: a.a.O., Tafel IX Abb. 9. Vgl. auch: Görlich, Frank: a.a.O., S. 28 und mit Siegelabbildung S. 27.

14 Mitteilung des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden an den Verfasser vom 06.08.2004.

15 Gritzner, Maximilian (1): a.a.O., S. 31, nach: Arndt, J.: Wappen und Flaggen des Deutschen Reiches und seiner Bundesstaaten 1871-1918, zusammengestellt nach Tafeln von Hugo Gerhard Ströhl, in: Die bibliophilen Taschenbücher Nr. 81, 2. Auflage, Lengerich 1979, S. 12 und 60 ff.

16 Gritzner, Maximilian (1), a.a.O., S. 65.

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Details

Titel
Wappen der Grafschaft und der Stadt Brehna
Autor
Jahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V66840
ISBN (eBook)
9783638592284
Dateigröße
2717 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Wappen, Grafschaft, Stadt, Brehna
Arbeit zitieren
Dipl.-Lehrer Armin Feldmann (Autor), 2006, Wappen der Grafschaft und der Stadt Brehna, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66840

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