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Die Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Am Beispiel der Integrationsfachdienste

Title: Die Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Diploma Thesis , 2006 , 129 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sylvia Rose (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Den Übergang aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen nur wenige. Obwohl Menschen mit Lernschwierigkeiten schon lange bewiesen haben, dass sie langfristig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehen können! Sie fordern für ihre berufliche Integration von der Gesellschaft die notwendige Unterstützung ein! Der Gesetzgeber hat viele neue Vorgaben erlassen, wonach die Bemühungen im Übergang aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verstärkt werden sollen.

Im Prozess des Übergangs auf den Arbeitsmarkt, sind jedoch für die Betroffenen viele Hürden zu nehmen. Voraussetzung ist dafür ein hohes Maß an Eigenmotivation und eine Idee von einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Wie erleben Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre soziale Integration nach dem Wechsel aus einer Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Soziale Arbeit? Welche Unterstützung bieten dabei die Integrationsfachdienste?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau der vorliegenden Arbeit

2 ARBEIT

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Der Wandel des Arbeitsmarktes und der Arbeitskraft

2.3 Die aktuelle Arbeitsmarktsituation bezogen auf Nordrhein-Westfalen

2.4 Die Bedeutung von Arbeit für Menschen mit Lernschwierigkeiten

2.5 Zusammenfassung

3 BEHINDERUNG

3.1 Begriffsbestimmung

3.2 Systemisch - konstruktivistische Sicht von Behinderung

3.3 Zum Begriff der geistigen Behinderung

3.4 Zum Begriff der Lernbehinderung

3.5 Zusammenfassung

4 INTEGRATION

4.1 Die Definition des Begriffs Integration

4.2 Kritische Anmerkung zur Integration

4.3 Soziale Eingliederung von Menschen mit Lernschwierigkeiten

4.4 Zusammenfassung

5 DIE BERUFLICHE LAGE VON MENSCHEN MIT LERNSCHWIERIGKEITEN

5.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen zur beruflichen Integration

5.2 Arbeitsmarktbarrieren für Menschen mit Lernschwierigkeiten

5.3 Der berufliche Werdegang von Menschen mit Lernschwierigkeiten

5.3.1 Nachschulische Möglichkeiten auf dem Weg ins Berufsleben

5.3.2 Förderinstrumente zur beruflichen Bildung

5.4 Berufliche Integration in den zweiten Arbeitsmarkt

5.4.1 Entstehung und Auftrag der Werkstätten für behinderte Menschen

5.4.2 Übergang aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

5.5 Zusammenfassung

6 INTEGRATIONSFACHDIENSTE (IFD)

6.1 Entstehung des IFD

6.2 Aufgaben des IFD

6.3 Der Personenkreis des IFD

6.4 Arbeitsweise der IFD

6.5 Auftraggeber und Finanzierung im IFD

6.6 Zusammenfassung

7 MENSCHEN MIT LERNSCHWIERIGKEITEN UND IHR PERSÖNLICHES ERLEBEN DER SOZIALEN INTEGRATION NACH DEM ÜBERGANG AUS DER WFBM AUF DEN ALLGEMEINEN ARBEITSMARKT

7.1 Vorteile der qualitativen Sozialforschung im Bezug zur Fragestellung

7.2 Die Einzelfallanalyse als verwendetes Forschungsdesign

7.3 Der Untersuchungszweck im Kontext Sozialer Arbeit

7.4 Die Untersuchungsmethode

7.5 Die Untersuchungsteilnehmer

7.6 Die Untersuchungsbedingungen und -durchführung

8 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNGSBEFUNDE

8.1 Einzelfallstudien

8.1.1 Einzelfallstudie Frau A.

8.1.2 Einzelfallstudie Herr L.

8.1.3 Einzelfallstudie Herr E.

8.1.4 Einzelfallstudie Herr J.

8.1.5 Einzelfallstudie Herr A.

8.1.6 Einzelfallstudie Herr N.

8.1.7 Einzelfallstudie Frau B.

8.1.8 Einzelfallstudie Herr R.

8.2 Auswertung nach der Grounded Theory

8.2.1 Wahrnehmung des Übergangs WfbM / allgemeiner Arbeitsmarkt

8.2.2 Soziale Situation am Arbeitsplatz

8.2.3 Sozialkontakte in der Freizeit

8.2.4 Soziale Situation im Wohnbereich

8.2.5 Situation im Bereich der Mobilität

9 INTERPRETATION DER BEFRAGUNGSBEFUNDE

9.1 Aussagen aus dem Datenmaterial

9.1.1 Wie erleben Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre soziale Integration nach dem Wechsel aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

9.1.2 Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Ergebnissen für die Soziale Arbeit?

9.2 Konzeptentwicklung im Übergang WfbM / allgemeiner Arbeitsmarkt

10 SCHLUSSBETRACHTUNG

11 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das persönliche Erleben und die Zufriedenheit von Menschen mit Lernschwierigkeiten, die nach einer Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) erfolgreich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gewechselt sind. Ziel ist es, deren soziale Integration zu beleuchten und daraus Handlungskonsequenzen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Analyse des persönlichen Erlebens des Übergangs aus der WfbM
  • Bedeutung von Arbeit für soziale Teilhabe und Lebenszufriedenheit
  • Rolle der Integrationsfachdienste (IFD) und deren Unterstützungsmöglichkeiten
  • Konsequenzen und Anforderungen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsdefinition

„Die Arbeit ist zunächst ein Prozess zwischen Mensch und Natur, ein Prozess, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch seine eigene Tat vermittelt, regelt und kontrolliert. Er tritt dem Naturstoff selbst als eine Naturmacht gegenüber (...) um sich den Naturstoff in eine für sein eigenes Leben brauchbaren Form anzueignen. Indem er durch diese Bewegung auf die Natur außer ihm wirkt und sie verändert, verändert er zugleich seine eigene Natur“ (MARX / ENGELS 1993, S. 192).

Arbeit wird auch als zielorientierte, geplante und bewusst ausgeführte Tätigkeit von Menschen verstanden, welche unter Verwendung körperlicher, geistiger und psychischer Befähigungen ausgeführt wird. Arbeit ist damit ein „Produktionsfaktor“ (LANKENAU 1992, S.24). Für die Sozialwissenschaft definiert sich Arbeit ebenfalls als eine Auseinandersetzung mit der Natur durch eine zielgerichtete und gestaltende Tätigkeit, welche körperlicher oder geistiger Art sein kann. Arbeit wird im diesen Kontext als eine Aufgabe des Menschen gesehen, welche ursprünglich ist oder durch die soziale Umgebung vermittelt wird.

Schon das Tätigsein an sich und nicht erst das fertige Produkt erzeugt Befriedigung, selbst wenn die Arbeit sehr anstrengend ist. Die wirtschaftliche Arbeit dient der Befriedigung von Bedürfnissen im Konsumbereich. Geldwirtschaftliche Arbeit ist gleichermaßen wirtschaftliche Arbeit und zielt auf das Erreichen eines Erwerbseinkommens ab, bezieht sich daher auf Erwerbsarbeitsplätze. Belastungen durch die Arbeit werden vom Arbeitenden um des Geldwertes hingenommen. Bezogen auf das menschliche Individuum, erfüllt Arbeit noch weitere Zwecke: Befriedigung, soziale Teilhabe, Tagesstrukturierung und einen höheren gesellschaftlichen Rang. Dagegen kann Arbeitslosigkeit zum Selbstwertverlust, zur gesellschaftlichen Isolation und sogar zu Krankheit und Tod führen. Der soziale Rang einer Person wird entscheidend durch seine Position im Erwerbsleben definiert. Der gesellschaftliche Stellenwert der Erwerbsarbeit eines Familienvaters, wirkt sich daher auf die gesamte Familie aus (vgl. GOTTSLEBEN 1986, S. 54 f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung im Kontext des Übergangs vom zweiten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

2 ARBEIT: Analysiert den Begriff der Arbeit, ihren Wandel und ihre Bedeutung für Menschen mit Lernschwierigkeiten unter Berücksichtigung der aktuellen Arbeitsmarktsituation.

3 BEHINDERUNG: Diskutiert verschiedene Begriffsbestimmungen von Behinderung, insbesondere die systemisch-konstruktivistische Sicht sowie Lern- und geistige Behinderung.

4 INTEGRATION: Erörtert den Integrationsbegriff sowie die soziale Eingliederung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und kritisiert aussondernde Tendenzen.

5 DIE BERUFLICHE LAGE VON MENSCHEN MIT LERNSCHWIERIGKEITEN: Beleuchtet gesetzliche Rahmenbedingungen, Barrieren sowie den beruflichen Werdegang und die Rolle der WfbM.

6 INTEGRATIONSFACHDIENSTE (IFD): Beschreibt Entstehung, Aufgaben, Arbeitsweise und Finanzierung der Integrationsfachdienste als unterstützende Instanz.

7 MENSCHEN MIT LERNSCHWIERIGKEITEN UND IHR PERSÖNLICHES ERLEBEN DER SOZIALEN INTEGRATION NACH DEM ÜBERGANG AUS DER WFBM AUF DEN ALLGEMEINEN ARBEITSMARKT: Erläutert das qualitative Forschungsdesign und die Methode der Einzelfallanalyse für die vorliegende Arbeit.

8 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNGSBEFUNDE: Präsentiert die Ergebnisse der Einzelfallstudien und die Auswertung mittels Grounded Theory.

9 INTERPRETATION DER BEFRAGUNGSBEFUNDE: Setzt die gewonnenen Daten in Bezug zur Forschungsfrage und leitet Konsequenzen für die Soziale Arbeit ab.

10 SCHLUSSBETRACHTUNG: Führt die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert den Prozess der beruflichen Integration.

11 AUSBLICK: Skizziert zukünftige Herausforderungen für Menschen mit Lernschwierigkeiten auf einem sich wandelnden Arbeitsmarkt.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Integration, Arbeitsmarkt, Menschen mit Lernschwierigkeiten, WfbM, Integrationsfachdienst, berufliche Bildung, Einzelfallstudie, Grounded Theory, soziale Teilhabe, Arbeitskraft, Behindertengleichstellung, Inklusion, berufliche Rehabilitation, Beschäftigungsquote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten, die den Übergang aus einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vollzogen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wandel des Arbeitsmarktes, die Definition von Behinderung, das Konzept der sozialen Integration sowie die Unterstützungsinstrumente der Integrationsfachdienste.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch qualitative Einzelfallstudien zu untersuchen, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre soziale Integration nach dem Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleben und welche Konsequenzen dies für die Praxis der Sozialen Arbeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere das problemzentrierte Interview und die Einzelfallanalyse nach der Grounded Theory, um das subjektive Erleben der betroffenen Personen abzubilden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Begriffsbestimmungen Arbeit/Behinderung/Integration) und einen forschungsbezogenen Teil, in dem die Erfahrungen von acht Interviewpartnern ausgewertet und interpretiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Integration, WfbM, Integrationsfachdienst (IFD), berufliche Rehabilitation und soziale Teilhabe charakterisieren.

Wie bewerten die Interviewpartner den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

Die Befragten äußern überwiegend hohe Zufriedenheit mit ihrer Arbeit, betonen den Gewinn an Selbständigkeit, weisen jedoch auch auf Probleme wie das gestiegene Arbeitstempo und die teils mangelnden sozialen Kontakte in der Freizeit hin.

Welche Rolle spielt das Elternhaus für die Integration?

Die Studie verdeutlicht, dass das Elternhaus eine essenzielle Unterstützung im Integrationsprozess darstellt, insbesondere bei der Bewältigung des Alltags und der Überwindung von Hürden im Arbeitsverhältnis.

Welche Konsequenz ergibt sich für die Soziale Arbeit?

Die Soziale Arbeit muss ihre Angebote wie Freizeitgruppen oder eine langfristige Begleitung am Arbeitsplatz ausbauen, um die soziale Isolation der Betroffenen zu verringern und die betriebliche Integration nachhaltig zu sichern.

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Details

Title
Die Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Subtitle
Am Beispiel der Integrationsfachdienste
College
Bielefeld University
Grade
1,0
Author
Sylvia Rose (Author)
Publication Year
2006
Pages
129
Catalog Number
V66901
ISBN (eBook)
9783638587303
ISBN (Book)
9783638719766
Language
German
Tags
Integration Menschen Lernschwierigkeiten Werkstatt Arbeitsmarkt Beispiel Integrationsfachdienste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Rose (Author), 2006, Die Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66901
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