Arthur Schnitzler im Nationalsozialismus


Magisterarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Stand der Forschung

Einleitung

1 Der Zeitraum vor 1933
1.1 Familiengeschichte
1.2 Zeitgeschichte vor 1933
1.3 Zur Lebenssituation Arthur Schnitzlers
1.4 Ruhm und Kritik
1.5 Veröffentlichungsgeschichte

2 Der Zeitraum von 1933 bis 1945
2.1 Kunst und Kultur ab 1933
2.2 Umgang mit Kultur im Nationalsozialismus
2.2.1 Nationalsozialistische „Würdigung“ der Literatur
2.2.2 Nationalsozialistische „Würdigung“ des Theaterwesens
2.3 Literaturgeschichten im Nationalsozialismus
2.3.1 Adalbert Schmidt
2.3.2 Josef Nadler
2.3.3 Zusammenfassendes Fazit
2.4.1 Veröffentlichungen von 1933 bis 1939
2.4.2 Veröffentlichungen von 1940 bis 1945
2.4.3 Veröffentlichungen von 1946 bis 1950
2.4.4 Zusammenfassendes Fazit
2.5.1 „Persönliches über Arthur Schnitzler. Aus meinen Erinnerungen“
2.5.2 „Die Sekretärin Arthur Schnitzlers“
2.5.3 Zusammenfassendes Fazit

3 Der Zeitraum nach 1945
3.1 Veröffentlichungsgeschichte
3.2 Theater
3.3 Zeitungen nach 1945
3.3.1 „Letzte Probe für ´Zwischenspiel`.
3.3.1 „Schnitzler und die Nachwelt“
3.3.3 „Schnitzlers Wiederkunft“
3.3.4 Zusammenfassendes Fazit
3.4 Die „Schnitzler-Renaissance“

Schlussbemerkungen

Quellennachweis

Literaturverzeichnis

Zeitungsquellen

Anhang

Stand der Forschung

Der in der vorliegenden Arbeit zu untersuchende Zeitraum der nationalsozialistisch-en Diktatur im Zusammenhang mit dem Werk Arthur Schnitzlers stellt aufgrund der rar vorhandenen Literatur und den daraus entstehenden nahezu unüberwindbaren Informationslücken einige Schwierigkeiten dar.

Im Rahmen der Erforschung des Themas der vorliegenden Arbeit habe ich mit den bedeutendsten Theatern in Wien („Burgtheater“ und „Theater in der Josefstadt“), Hamburg, Berlin, Dresden und Bochum Kontakt aufgenommen. Als Antwort auf themenbezogene Fragen erhielt ich jedes Mal die unbefriedigende Antwort, dass Schnitzler zwischen 1933 und 1945, teilweise bis in die 50er Jahre hinein, nicht gespielt wurde. Die nützlichs­ten Angaben waren die, dass die Theater selbst keine Informationen hätten und ihrerseits nur auf Theatermuseen verwiesen.

Arthur Schnitzler war durch sein ausgeprägtes Heimatgefühl stark mit Wien verbunden. Aus diesem Grund schien es sinnvoll, meine Recherchen zu dieser Arbeit direkt vor Ort in Wien zu betreiben. Doch auch die Forschungen in dem Wiener Theatermuseum, der Wiener Nationalbibliothek oder dem Wiener Zeitungsarchiv waren nicht zufrieden stellend, da diese keine nützlichen Informationen zur Verfügung stellen konnten. Das Stadtteilmuseum Alsergrund in Wien hat zwar Fotografien der Familie Schnitzler, des Weiteren aber keine Informationen. Auch das Theatermuseum in Wien und dessen Bibliothek besitzen keine Materialien, ebenso wie die österreichische Nationalbibliothek in Wien, die laut eigenen Angaben keinen Schnitzlerexperten unter den dort Angestellten beschäftigt. Die Recherche im Wiener Zeitungsarchiv brachte zum Vorschein, dass es für den betreffenden Zeitraum fast keine Artikel über Schnitzler gab. Die Ausgangslage für die Untersuchung des Themas ist demnach denkbar schlecht.

Mit der vorliegenden Arbeit wird versucht, die mangelhafte Informationslage des Untersuchungsgegenstandes „Arthur Schnitzler im Nationalsozialismus“ so weit es geht zu erhellen. Die Arbeit stützt sich stellenweise auf meine persönlichen archivarischen Untersuchungen. Da die Forschungszeit sehr begrenzt war, kann zwangsläufig kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden.

Einleitung

Mißverstanden wurden natürlich alle Künstler von Rang, - die Betonung – und die Lautheit der ‚Verstehenden' ist eben doch zum allergrößten Teil nur aus meinem Judentum zu erklären.“ (Tagebucheintrag vom 29.1.1919)[1]

Warum ist es interessant zu untersuchen, wie es einem Autor in der national-sozialistischen Zeit ergangen ist, besonders wenn der Autor zu diesem Zeitpunkt schon verstorben war und die besondere Dramatik durch Exil oder Flucht somit außen vor bleibt? Deutlich ist die globale Antwort, dass die NS-Zeit uns hoffentlich für immer beschäftigen wird, damit die Menschen wachsam und aufmerksam bleiben, denn nur unter solchen Voraussetzungen kann es möglich sein, sich erneuten Terrorregimen entgegen zu stellen. Trotz aller Aufmerksamkeit gibt es doch eine ansteigende Tendenz rechtsradikaler und antisemitischer Strömungen. Deshalb kann es nur positiv sein, diesen dunklen Aspekt deutscher, aber auch österreichischer Zeitgeschichte in möglichst vielen Aspekten zu beleuchten.

Arthur Schnitzler war eine Person, die durch die Betrachtung seines Lebenswerkes eine Untersuchung ermöglicht, die Drama und Epik jener Zeit beleuchten kann und Höhen und Tiefen in der Rezep­tionsgeschichte aufweist (ob das nun an Zeitgeist oder Zeitdruck liegt, bleibt dahingestellt). Er bietet für einen Zeitraum von über dreißig Jahren vor der Nazire­gierung bis heute die Möglichkeit die Rezeption und Publikumsgunst zu betrachten.

Die vorliegende Arbeit gibt die Verhältnisse vor 1933 aus zwei verschiedenen Blickwinkeln wieder. Zum einen soll die Tendenz der nationalsozialistischen Strömung aufgezeigt werden. Schon lange, bevor am 10. April 1938 nach offiziellen Angaben über 90% der Bevölkerung Österreichs dem „Anschluss“ an das „Deutsche Reich“ zustimmten (wobei es den jüdischen Österreichern nicht erlaubt war, abzustimmen) und auch lange vor der „Machtergreifung“ durch die National-sozialisten am 30. Januar 1933 war die Atmosphäre in Deutschland und Österreich für Menschen jüdischen Glaubens bedrohlich.

Für Österreich ist es wichtig, den Zeitraum ab 1933 und nicht erst ab 1938 zu betrachten, da sich durch die politische Veränderung Deutschlands in Österreich ein Wandel vollzog. Mehrere österreichische Theater strichen Schnitzler schon 1933, vor dem Zeitpunkt des „Anschlusses“ aus dem Programm. Dies führte zwangsläufig zu weniger Berichterstattungen in Zeitungen. Wie bereits angesprochen gibt es in diesem Zeitraum in österreichischen Zeitungen erstaunlich wenige Artikel über Schnitzler, obwohl doch zuvor die christlich-nationalen und die liberalen Zeitungen gegensätzlich und stetig berichtet hatten. Dies kann auch durch Schnitzlers Tod 1931 und dem damit verbundenen Ende der Neuerscheinungen und Premieren von Stücken beeinflusst worden sein, erklärt aber nicht das ausgeprägte Ausbleiben von Artikeln.

Der Blickwinkel soll zum anderen auf die persönliche Ebene Arthur Schnitzlers gerichtet werden. Schnitzler verstarb erst 1931. Daher ist es bedeutsam zu beleuchten, wie er selbst den Wandel von einem latenten zu einem manifesten Antisemitismus erlebte. Die Tendenzen einer antisemitischen und später auch nationalsozialistischen Färbung der Gesellschaft dokumentiert der Autor in „Jugend in Wien“ bereits für die Jahre seiner Kindheit und Jugend.

Das erste Kapitel befasst sich mit dem Zeitraum vor 1933. Anhand der Familiengeschichte Schnitzlers sollen seine Verbundenheit zur Heimat und die ihn betreffenden Auswirkungen des Wandels in Österreich gezeigt werden. Auch die politische Entwicklung hin zum Nationalsozialismus wird thematisiert. Es folgt ein kurzer zeitgeschichtlicher Überblick über Österreich und die Situation der jüdischen Menschen für den Zeitraum vor 1933. Weiterhin beschäftigt sich das Kapitel mit den konkreten Lebensumständen Arthur Schnitzlers. Durch Tagebucheinträge wird die Präsenz antisemitischer Vorfälle im Leben Schnitzlers verdeutlicht. In der Folge wird Kritik dargestellt, die über Schnitzler laut wurde. Mit der Veröffentlichungsgeschichte der Werke Schnitzlers im Fischer Verlag bis zum Inkrafttreten der nationalsozialistischen Verbote jüdischer Autoren schließt das Kapitel.

Im zweiten Kapitel finden sich zeit- und literaturgeschichtliche Entwicklungen in Deutschland und Österreich für die Zeit der NS-Regierung. Nach einer allgemeinen Betrachtung des Umgangs mit Kultur im NS werden zwei charakteristische national-sozialistische Literaturgeschichten vorgestellt. Schließlich werden mit Bezugnahme auf Schnitzler die Bereiche Literatur, Theaterwesen und Veröffentlichungen über Schnitzler und sein Werk untersucht. Das Kapitel endet mit einer Abhandlung der Zeitungsartikel, die über Schnitzler veröffentlicht wurden.

Das dritte Kapitel nimmt sich der Ereignisse nach 1945 an. Es wird dargestellt, wie nach dem Ende der NS-Herrschaft eine erneute Entwicklung der Bereiche des kulturellen Lebens entstand, die in den Jahren zuvor verboten worden waren. Der Fischer Verlag wird ebenso betrachtet wie die Theaterlandschaft Wiens und die Darstellung Schnitzlers in den Zeitungen. Letztlich wird die Bedeutung der „Schnitzler-Renaissance“ aufgezeigt.

1 Der Zeitraum vor 1933

Zu Lebzeiten Schnitzlers veränderten sich die Ausprägung und das Auftreten des Antisemitismus sehr. Da diese Veränderung Einfluss auf das Leben des Autors hatte, wird sie im Folgenden dargestellt. Es werden Ereignisse beleuchtet, mit denen Schnitzler sich konfrontiert sah und die verdeutlichen, wie das Leben in Wien sowie in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn als Jude war. Schließlich war Schnitzler Jude in einem Land, das nur sieben Jahre nach seinem Tod den „Anschluss“ an das „Deutsche Reich“ erlebte.

Weiterhin wird durch die Betrachtung der Zeit vor 1933 deutlich, dass sich die Lage in Wien, besonders für Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung, veränderte und sich die Art und Weise, wie die Menschen den Autor Schnitzler wahrnahmen, verschob. Gezielte Beschimpfung und Propaganda gegen jüdische Autoren und Dramatiker bewirkten, dass sich die Leute abwandten von Schnitzler und vielen weiteren, deren Werke sie unmittelbar zuvor noch mit Begeisterung gelesen und geschaut hatten.

1.1 Familiengeschichte

Die Familiengeschichte der Schnitzlers ist ein „Musterbeispiel jüdischer Assimilation in der österreichisch-ungarischen Monarchie“. [2]

Die Familie von Johann Schnitzler, Arthur Schnitzler Vater, siedelte aus Ungarn nach Wien um. Der Umsiedelung folgte ein Aufstieg in die Geschäftswelt Wiens. Johann Schnitzler ging eine Ehe mit der Tochter einer schon länger in Wien emanzipierten Arztfamilie ein und wurde selbst Arzt. Auch seine Kinder ergriffen freie Berufe wie z.B. Arzt oder Schriftsteller, Arthur Schnitzler wählte schließlich beide Berufe.[3]

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren. So wie viele andere assimilierte Juden lebten Schnitzlers, ohne jüdische Traditionen und deren Rituale zu befolgen. Religiosität zeigte wenn überhaupt noch die Großmutter mütterlicherseits, dies aber auch nur zum Buß- und Fasttag. Die restliche Familie beging diesen Tag zusammen mit der Großmutter, hielt die Traditionen und Rituale ihrerseits aber nicht ein.

„[…] [I]n den folgenden Generationen trat – bei allem, oft trotzigen Betonen der Stammeszugehörigkeit – gegenüber dem Geist jüdischer Religion eher Gleich- gültigkeit, ihren äußeren Formen gegenüber Widerstand, wenn nicht gar spöttisches Verhalten zutage.“[4]

Besonders deutlich wird die Abgewandtheit von Arthur Schnitzler der Religion gegenüber im Religionsunterricht. Schnitzler beschreibt in „Jugend in Wien“ eine Episode, in der ihn sein Lehrer fragte, warum Hiob nicht Gotteslästerung begeht, wenn er den Tag seiner Geburt verflucht. Hierauf antwortete Schnitzler, getreu seiner „rationalistisch-atheistischen Weltanschauung“, dass Gott an Hiobs Geburt „voll-ständig unschuldig“ sei.[5] Diese atheistische Einstellung änderte sich im Laufe seines Lebens nicht, „[…] zu keiner Zeit erstrebte er eine Rückkehr zum jüdischen Glauben oder eine 'Assimilation' an die katholische Mehrheit“.[6]

Schnitzler begann 1879 mit dem Studium der Medizin. Zu diesem Zeitpunkt war eine offenere antisemitische Feindseligkeit zu spüren als in den Jahren zuvor, was bei ihm zu „Sorge und Erbitterung“[7] führte. Nachdem es zu vermehrten Beleidigungen gegenüber jüdischen Studenten und ihrem Ausschluss aus einigen Verbindungen gekommen war, erreichte der Antisemitismus innerhalb der Studentenschaft mit dem Waidhofenerbeschluss, der Juden für satisfaktionsunfähig erklärte, einen vorläufigen Höhepunkt. Der gesamte Wortlaut des Beschlusses ist in „Jugend in Wien“ zu finden, was sicherlich ein Indiz für die Wichtigkeit des Ereignisses für Schnitzler darstellt.[8] Die Verschärfung der Ablehnung ging 1908 in eine räumliche Ab- sonderung über. An der Wiener Universität wurde eine Mensa ausschließlich für Deutsche gegründet, damit die deutschen Studenten von Juden und Nichtdeutschen getrennt waren.[9]

Schnitzler wurde in Wien geboren und er lebte sein ganzes Leben in dieser Stadt, die seine Heimat war und die er als Heimat fühlte. Der Zionismus war keine Vorstellung, die für ihn zur Diskussion stand, Heimat war ihm das Bekannte, nicht ein Ort der Vorfahren. In seiner Autobiographie erklärte Schnitzler, dass ein längerer Aufenthalt in Ungarn, der Heimat seiner Großeltern, ihm wie Fremde oder sogar wie Ver- bannung vorkäme. Den zionistischen Gedanken einer fernen Heimat bezeichnete er als „fragwürdige Auffassung“ und betonte, dass diese Fremde nicht eine „gefühlsmäßige“ Heimat sein könne.[10] Gerade seine Heimatverbundenheit muss den Antisemitismus für Schnitzler zu einer so großen Bedrohung gemacht haben, da dieser schon in frühem Stadium Schnitzler in seiner Existenz als Schriftsteller angriff.[11] „Die politische Formation des bislang latenten Antisemitismus in den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat den jüdischen Autor Schnitzler politisiert.“[12]

Natürlich fühlte Schnitzler sich nicht hauptsächlich „jüdisch“, er war assimiliert, religionsfrei und lebte sein Leben als Wiener. „Yet there can be no doubt that Schnitzler was aware of the existence of a Jewish problem and felt its implications for himself.”[13] Dies wird immer wieder deutlich, wenn man die Tagebücher Schnitzlers betrachtet, denn schon die frühen Einträge im Jugendalter belegen, dass Schnitzler auf sein Judentum harsch hingewiesen wurde, sowohl direkt als auch durch Erlebnisse. Und auch sein Werk weist indirekt darauf hin:

„In zwei Werken nimmt Schnitzler […] explizit zu gesellschaftlichen Fragen Stellung, in ‚Der Weg ins Freie’ (1908) und in ‚Professor Bernhardi’ (1912). Diese Texte beziehen sich offen auf den ständig aggressiven Antisemitismus der Deutschnationalen und Christlichsozialen […].“[14]

Die beiden Werke sind „literarische Antworten auf die so genannte Judenfrage“.[15] Hamann wertet diese beiden Texte sogar als Schnitzlers Wiederentdeckung des Judentums, da er mit ihnen „[…] gegen den Antisemitismus [kämpft] […]“.[16]

Aus der Familiengeschichte Schnitzlers und dem Verhältnis der Familie zum Judentum wird deutlich, dass seine Religion für Schnitzler nie ein bedeutendes Thema war. Vielmehr wurde eine Auseinandersetzung, auch in seinem Werk, anscheinend erst durch den wachsenden Antisemitismus überhaupt notwendig. Es wird deutlich, dass der Religionshass und die Anfeindungen seiner Person sowie seines Werks nicht nur unerträglich waren, sondern auch nachhaltig sein ganzes Leben änderten.

1.2 Zeitgeschichte vor 1933

Wien war als Mittelpunkt eines Vielvölkerstaats ein Schmelztiegel von Traditionen und Kulturen […]. Das Aufeinanderstoßen verschiedenster Kulturen, Nationalitäten und Menschen hat hier den Nährboden für höchste wissenschaftliche, künstlerische und kulturelle Leistungen geschaffen.“ [17]

Im Gegensatz zu dieser positiven Darstellung durch einen ehemaligen Wiener Bürgermeister war weder Österreich-Ungarn noch die Metropole Wien ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft friedlich und unvoreingenommen miteinander lebten. Dabei waren 1867 den Juden sowie allen anderen Bürgern der k.u.k. Monarchie durch das „Grundgesetz über die Rechte der Staatsbürger“ Gleich- berechtigung und die Wahrung der Nationalität und Sprache zugesichert worden, was endlich eine Emanzipierung der Juden ermöglichte. Juden durften von nun an Grund- besitz in Wien erwerben, Staatsbeamte werden, ihren Wohnort frei wählen und ohne Einschränkungen Universitäten besuchen, all das, was den nicht-jüdischen Wienern schon immer eine Selbstverständlichkeit war. Jedoch nahm schon mit Beginn der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts der Antisemitismus in Wien wieder zu.[18]

Es dauerte nur kurze Zeit, bis sich – dem neuen Grundgesetz zu Trotz – ein rassistisch und auch politisch begründeter Antisemitismus entwickelte. Die Assimilationsbestrebungen, die bei vielen jüdischen Familien so weit gingen, dass sie sich von ihren alten Traditionen freigesagt hatten, wurden ad absurdum geführt.

Im Februar 1882 wurde der „Antisemitische Österreichische Reformverein“ gegründet, dem anfangs Georg Ritter von Schönerer und Karl Lueger angehörten. Beide Männer führten den Antisemitismus im Laufe der nächsten Jahre weiter. Die Juden Wiens fühlten sich aber selbst durch randalierende Angehörige dieses oder anderer Vereine nicht verunsichert, da es immer wieder „Wellen“ von Juden- feindschaft gegeben hatte und diese keine ernste Bedrohung darstellten, da sie auch wieder abgeflaut waren.[19] Nun aber trugen Schönerer und seine „Partei der Alldeutschen“ zu Beginn der achtziger Jahre die antisemitische Ideologie in die Massen, wodurch sie eben nicht nachließ, sondern ganz im Gegenteil allgegenwärtig und spürbarer wurde.[20]

Bei den Wahlen in Wien von 1895 erlangten die Christlichsozialen und die Alldeutschen die Mehr­heit im Gemeinderat. Da Kaiser Franz Josef Lueger zwei Jahre lang ablehnte, wurde er erst 1897 Bürgermeister. Für die nächsten dreizehn Jahre sollte er im Amt bleiben. Der Antisemitismus entwi­ckelte sich in dieser Zeit weiter.

Die Stimmung gegenüber Juden in Wien änderte sich zum Negativen, das kann man an verschiedenen Ereignissen ablesen:

- Um 1900 riefen die deutschnationalen Parteien zu einem Kaufboykott gegenüber jüdischen Geschäften auf.[21]
- 1907 wechselte der von Schnitzler bewunderte[22] Gustav Mahler, seit zehn Jahren Direktor der Wiener Oper, nach New York. Grund hierfür war mitunter der Antisemitismus, der ihm in Wien entgegenschlug.
- 1908 kam es in der Wiener Oper zu Schlägereien zwischen Mahlerverehrern, die Stil und Inszenierung des ehemaligen Direktors den neuen gekürzten Wagnerinszenierungen vorzogen, und Verfechtern des neuen Direktors und dessen Inszenierung. Das „Alldeutsche Tagblatt“ schilderte diesen Vorfall als Kampf zwischen Juden, die Wagner nicht mochten, und ehrbaren, wohl „arischen“ Operbesuchern.[23]
- Kunstwerke der Wiener Moderne wurden schon in der Zeit nach der Jahr- hundertwende schnell abgelehnt, wenn auch nur eine entfernte „jüdische Abstammung“ des Künstlers vermutet wurde.[24]
- Die zwei Hauptlager der Presse, die liberale Presse oder „Judenpresse“ auf der einen, die „Antisemitenpresse“ auf der anderen Seite, lieferten sich erbitterte Artikelschlachten, beson­ders wenn es bildende Kunst, Musik oder Literatur betraf.[25]

Gerade der Bereich der Kunst war schon sehr früh ein stark umkämpfter und kritischer Punkt. Er war ein Bereich, dem der Antisemitismus früh entgegenschlug in dieser Stadt, in der Kunst wichtig war, denn er machte einen großen Teil des Selbstverständnisses aus.

Das 1868 verabschiedete Gesetz zur Religionsfreiheit brachte den Juden neue Möglichkeiten und Freiheiten, ihre Religion zu leben, zu vermitteln und weiterzugeben.[26] Dennoch hatte sich das Leben in Österreich für die jüdische Bevölkerung seit der Niederlage des Liberalismus verschlechtert. Nach dem Börsen- krach von 1873 war die wirtschaftliche Lage eskaliert, der „Volkszorn“ richtete sich nicht nur gegen den Liberalismus, sondern auch „[…] gegen die ‚Kapitalisten’ und ‚die Juden’“.[27] Die Antisemiten sahen sich bedroht durch eine Dominanz jüdischer Bürger, sowohl in der Finanz- und Textilwelt als auch in intellektuellen Kreisen. Gerade durch die „intellektuelle Potenz“ sah man die bisherige Herrschaftsstruktur in Gefahr.[28]

Die „[…] Antipathie gegen die Juden, [die,] wie die ganze Geschichte Österreichs zeigt, nachweislich schon immer bestanden hat, [trat] aber im Laufe von Schnitzlers Leben in eine neue Phase […]: die politische“.[29] Von einer „persönlichen Abneigung gegen Juden“ hatte sich der Antisemitismus in das „Ideal“ einer „Judenfeindschaft“ gewandelt.[30]

„Der moderne Antisemitismus unterschied sich vom alten Judenhaß dadurch, daß die hergebrachte religiöse und wirtschaftliche Argumentation um sozial-darwinistische, biologische vermehrt, daß dieses Amalgam zum Zentrum einer ganzen Weltsicht gemacht wurde, die einer Massenbewegung als politisches Kampforgan diente, und daß sich die von der Industrierevolution Bedrohten und Benachteiligten ihrer bemächtigten, um den erfolgreichen und Besserwegge-kommenen Macht und Privilegien zu entreißen.“[31]

Die neuen Verleumdungen und Angriffe gegenüber Juden begründeten sich nun nicht mehr in Bezug auf Religion, sondern auf die „Rasse“, in die Menschen jüdischer Abstammung eingeteilt wurden. Besonders der deutschnationale Georg Schönerer, der Führer der Alldeutschen, verbreitete dies. „Durch die Umwandlung des religiösen in einen rassistischen Antisemitismus geriet eine sehr viel größere Menschengruppe in sein Schußfeld als zuvor. So wurde plötzlich aus dem Wiener Arthur Schnitzler der Wiener Jude Arthur Schnitzler.“[32] Juden, auch christlich getaufte, sollten Sonderregeln unterstellt werden, die u.a. den Zugang zu Universitäten erschweren und den Ausschluss aus Staatsämtern bewirken sollten.[33] Damit erlebte die Gesetzgebung einen neuen Rückschritt zu konservativeren Tagen und die noch jungen Rechte der Juden wurden aufs Neue beschnitten.

In Wien wurde der politische Antisemitismus willig aufgenommen, da es einen großen jüdischen Anteil in der Bevölkerung gab und jüdische Bürger überdies häufig gehobene Berufe wie Arzt, Journalist, Bankier oder Jurist ausübten. Das verarmte Kleinbürgertum nahm dies und die neue politische Propaganda der Deutsch- nationalen zum Anlass, die Juden Wiens für ihre wirtschaftliche und gesellschaft-liche Situation verantwortlich zu machen.[34]

Obwohl sich die Lage für Juden in Wien durch die neuen Gesetze viel versprechend verbessert hatte, verschlechterte sie sich nach kürzester Zeit wieder und spannte sich dann im Laufe der Jahre immer mehr an. Der Antisemitismus hatte schon lange, bevor die Nationalsozialisten an die Macht kamen großen Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen und gipfelte in einer weiteren Verschärfung des Anti- semitismus, der nun auch noch politisch motiviert war.

1.3 Zur Lebenssituation Arthur Schnitzlers

„Der um sich greifende Antisemitismus ist verantwortlich zu machen für eine große Anzahl von negativen und ungerechten Beurteilungen, ja sogar Beschimpfungen, die Schnitzler über sich ergehen lassen muß.“ [35]

Der offene Antisemitismus steigerte sich mit den Jahren immer mehr, so dass er zwangsläufig Einfluss auf Schnitzlers Werk hatte und auch sein Selbstverständnis als Künstler beeinflusste. „Schnitzlers Einstellung zum eigenen Künstlerdasein und seine Rezeption durch Publikum und Presse sind eindeutig durch sein Judentum beeinflußt.“[36] Dies ist ein Resultat aus den Berichterstattungen der Zeitungen, die über Schnitzlers Neuerscheinungen schrieben. Fast eben so häufig wurde in diesen Artikeln der „Autor Schnitzler“ zum „jüdischen Autor Schnitzler“. „Obwohl sich Schnitzler nur in einigen wenigen Stücken mit spezifisch jüdischen Fragestellungen auseinandergesetzt hat, obwohl er sich selber mehr als Deutscher denn als Jude fühlt, wird sein eigenes Judentum nur zu oft zum Maßstab der Beurteilung durch die Rezensenten.“[37]

Weil Schnitzler in allen Lebensbereichen ständig angegriffen wurde, ist die veränderte Selbsteinschätzung nur zu verständlich. Schließlich war er in der Wahr- nehmung und Darstellung vieler Menschen nicht mehr der Mensch, Künstler und Autor, sondern wurde auf seine Religion reduziert. „In einer Zeit des um sich greifenden Antisemitismus ist Schnitzler als Jude Angriffen von allen Seiten ausgesetzt, zumal er sich nicht scheut, gesellschaftskritische, erotische sowie auch jüdische Themen auf die Bühne zu bringen.“[38]

Schnitzler lebte nichts desto trotz ein assimiliertes Leben, er „[...] [sah] sich so fest in der deutschen Kultur verankert, daß er den Zionismus von vornherein ablehnen muß[te]. […] Nicht auf Glaube oder Rasse, sondern auf das einzelne Individuum kommt es ihm an.“[39] Seine eigene Lebenseinstellung änderte jedoch nichts an der Tatsache der zunehmenden antisemitischen Ereignisse. Diese schlugen Arthur Schnitzler freilich schon lange vor 1933 entgegen. So notiert er in seinen Tagebüchern:

„Prof. Dr. Reich wegen Vorlesung. Über allerlei politisches, den Antisemitismus an der Universität etc. Er sagte: ‚Immerhin ist es begreiflich, dass die Leute lieber einen Arier deutsche Literatur vortragen lassen – als einen Juden.’ – Also, frage ich, ich und Sie z.B. verstehn weniger von Goethe? Von Hebbel? – als Hr. Minor verstanden hat oder Hr. Brecht versteht -? – Und werde etwas grob.“

(Tagebucheintrag vom 26.11.1915)[40]

Die antisemitische Stimmung an der Universität weitet sich immer mehr aus und wird Alltäglichkeit. In deren Folge greifen nun auch Studenten öffentlich und doch anonym als „deutsche Studentenschaft“ die Inhalte der Seminare an und verlangen eine umfassende „Säuberung“:

„Mr. Loewenthal aus New York; in Fürsorgeangelegenheiten reisend. Die Zustände an der hiesigen Universität, die antisemitischen Schäbigkeiten und Schurkereien.“

(Tagebucheintrag vom 7.12.1922)[41]

„-Gestern Abendbl. N. Pr. [Abendblatt der ‚Neuen Freien Presse’] Über die pöbelhaften antisemitischen Wandanschläge in der Universität; u.a. - 'Wir deutschen Studenten entscheiden uns für die Kultur, die Arndt, Goethe und Fichte gegeben haben und nicht für die, die Lasalle, Schnitzler und Korngold uns bringen...'“ (Tagebucheintrag vom 21.12.1926)[42]

In den Tagebüchern finden sich viele Bestätigungen für die Ausweitung des offenen Antisemitismus in allen Bereichen. Auch der literaturwissenschaftliche Antisemi-tismus entwickelte sich und Schnitzler war von dieser Entwicklung getroffen, wie die relativ detaillierten Notizen zu den Ereignissen und auch die Wortwahl in seinem Tagebuch zeigen:

„Mit O. [Olga Schnitzler] bei Julius’ Familie, auch die Altmanns. Blick in die Literaturgeschichte für Handelsakademien. Alles in antisem. Sinn. Unterschied zwischen deutschen und israel. Lyriker, etc. – Prof. R. Mayr (der Verfasser) trägt neulich vor: Der größte Lyriker (Dichter) seit langem in Oesterreich ist Kernstock. Neben ihm zu nennen A.[rthur] S.[chnitzler], ‚der sich auf allen Gebieten versucht hat’ – und H.[ugo] von H.[offmansthal] – Ferner: Bekannt sind besonders A.S. und H.v.H., die Söhne reicher jüdischer Bankiers, die’s eigentlich gar nicht nötig haben. – So und ähnlich wird die heutige Jugend mit der modernen oesterr. Literatur bekannt gemacht. “ (Tagebucheintrag vom 19.6.1914)[43]

„Annie zeigt mir eine Literaturgeschichte von Cerny für Mädchenschulen, - mit dem alten Schwachsinn über mich. Charakteristisch dass alle die jetzt approbirten Literaturgeschichten antisem. Tendenz zeigen, rückwirkend bis auf Heine.“ (Tagebucheintrag vom 18.10.1915)[44]

Die für den heutigen Leser schrecklichsten Vorkommnisse sind aber die, die eine eindeutige Verachtung und Abwertung der Menschen jüdischer Abstammung zeigen, welche einen Ausblick auf die Praktiken der Nationalsozialisten geben:

„Eine Dame im Cafe Heinrichsdorf – erzählt, sie habe beim Labedienst den jüdischen Soldaten natürlich nichts gegeben die sollten überhaupt in der Front ganz vorn stehn um erschossen zu werden; - Erbitterung – sie wird sogar verhaftet – am Tag darauf – auf Intervention des Erzherzog Salvator frei gelassen! – Ist dieses Land zu retten? “ (Tagebucheintrag vom 14.9.1914)[45]

„Julius [Schnitzler] erzählt u.a. dass vom Magistrat Wien bisher ausschließlich jüdische Aerzte den Fleckentyphusspitälern zugetheilt werden. Man spricht vom ‚gelben Flecktyphus’.“ (Tagebucheintrag vom 26.4.1915)[46]

Bülow schreibt dazu: „Für den heutigen Leser läuft diese Unheilslinie auf zwei Tiefpunkte zu, die der Autor nicht mehr erleben musste: die deutschen Scheiter- haufen, auf denen im Mai 1933 auch seine Bücher brannten und die Vertreibung seiner Familie aus Österreich im Jahr 1938.“[47]

Fazit

Schnitzler lebte in einer Gesellschaft, die kontinuierlich auf das Terrorregime der Nationalsozialisten zusteuerte. Wie stark ihn diese Entwicklung traf, lässt sich aus zahlreichen seiner Tagebucheinträge ersehen. Besonders erschreckend für den heutigen Leser ist es, wie früh, zu erkennen an Schnitzlers Tagebucheinträgen, der Antisemitismus sich schleichend in allen Lebensbereichen ausweitete und schon vor einer Zeit, die heute mit der Zeit des nationalsozialistischen Gedankenguts identifiziert wird, nach und nach alle Lebensbereiche wie z.B. die Literatur- wissenschaft erfasste.

[...]


[1] Schnitzler, Arthur: „Tagebuch 1917 – 1919“, Wien 1985, S. 283

[2] Farese, Giuseppe: „Arthur Schnitzler. Ein Leben in Wien 1862-1931, München 1999, S. 11

[3] vgl. Schwarz, Egon: „Arthur Schnitzler und das Judentum“, in: Grimm, Gunter E./Bayerdörfer, Hans-Peter (Hg.): „Im Zeichen Hiobs. Jüdische Schriftsteller und deutsche Literatur im 20. Jahrhundert“, Königstein 1985, S. 67

[4] vgl. Schwarz, S. 18f.

[5] Schnitzler, Arthur: “Jugend in Wien. Eine Autobiographie”, hg. von Therese Nickl/Heinrich Schnitzler, Frankfurt am Main, S. 80

[6] Bülow, Ulrich von: „Sicherheit ist nirgends. Das Tagebuch von Arthur Schnitzler“, Marbach 2001, S. 78

[7] ebd., S. 93

[8] vgl. ebd., S. 152

[9] vgl. Hamann, Brigitte: „Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators“, München 2004, S. 220

[10] Schnitzler: “Jugend in Wien”, S. 14

[11] vgl. Rey, William: „Arthur Schnitzler. ‘Professor Bernhardi’”, München 1971, S. 12

[12] Fliedl, Konstanze: “Arthur Schnitzler. Poetik der Erinnerung”, Wien 1997, S. 215

[13] Apsler, Alfred: „A Sociological View of Arthur Schnitzler“, in: „The Germanic Review“, Volume XVIII, 1943, New York, 1964 Nachdruck, S. 92

[14] Fliedl, S. 38

[15] Fliedl, S. 215

[16] Hamann, S. 485

[17] Zilk, Helmut, Wiener Bürgermeister, zum Geleit in: Andics, Hellmut: „Die Juden in Wien“, Wien 1988, S. 7

[18] vgl. Gold, Hugo: „ Geschichte der Juden in Wien“, Tel-Aviv 1966, S. 32

[19] vgl. Andics, Hellmut: “Die Juden in Wien”, Wien 1988, S. 348f.

[20] vgl.Gold, S. 34

[21] vgl. Hamann, S. 476

[22] vgl. Schwarz, S. 73

[23] vgl. Hamann, S. 91ff.

[24] vgl. ebd., S. 113

[25] vgl. ebd., S. 115f.

[26] vgl. Andics, S. 322

[27] Hamann, S. 402

[28] vgl. Andics, S. 277

[29] Schwarz, S. 68

[30] Klüger, Ruth: „Katastrophen. Über deutsche Literatur“, Göttingen 1994, S. 64

[31] Schwarz, S. 69

[32] Alton, Juliane: „Überlegungen zur Rezeptionsgeschichte Arthur Schnitzlers und ihren Zusammenhängen mit gesellschaftlicher Konsistenz“, Wien 1991, S. 11, eigene Hervorhebung

[33] Hamann, S. 344f.

[34] vgl. Rey, S. 12

Luegers Form des Antisemitismus stieß Schnitzler besonders ab: Er, der in scharfen und radikalen Worten Juden mit Tieren verglich, ihren Unwert herausstellte und sogar ihren Tod in Reden billigte, hatte noch ein zweites Gesicht. Die politische Wirkung seines öffentlichen Antisemitismus ausnutzend, hielt Lueger stets Kontakt zu jüdischen Bekannten. Dieser Zweckantisemitismus, den Wiens Bürgermeister immer dann an den Tag legte, wenn er ihm von Nutzen war, galt Schnitzler als der „[…] stärkste Beweis seiner moralischen Fragwürdigkeit.“ (Schnitzler, Arthur: “Jugend in Wien. Eine Autobiographie”, hg. von Therese Nickl und Heinrich Schnitzler, Frankfurt a. M. ,1981, S. 143)

[35] Butzko, Ellen: „Arthur Schnitzler und die zeitgenössische Theaterkritik“, Frankfurt am Main 1991, S. 9

[36] Butzko, S. 17

[37] ebd.

[38] ebd., S. 137

[39] ebd., S. 18

[40] Schnitzler, Arthur: „Tagebuch 1913 – 1916“, Wien 1983, S. 241

[41] Schnitzler, Arthur: „Tagebuch 1920 – 1922“, Wien 1993, S. 387

[42] Schnitzler, Arthur: „Tagebuch 1923 – 1926“, Wien 1995, S. 383

[43] Schnitzler: „Tagebuch 1913 – 1916“, S. 121

[44] ebd., S. 230, eigene Hervorhebung

[45] Schnitzler: „Tagebuch 1913 – 1916“, S. 135

[46] ebd., S. 192

[47] Bülow, S. 73

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten

Details

Titel
Arthur Schnitzler im Nationalsozialismus
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut der Ruhr-Universität Bochum)
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
88
Katalognummer
V66906
ISBN (eBook)
9783638603119
ISBN (Buch)
9783656068136
Dateigröße
939 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Für die Arbeit habe ich in den verschiedensten Zeitungs-, Theater und Bücherarchiven geforscht. Dafür bin ich extra zur Wirkungsstädte Schnitzlers nach Wien gereist und habe dort alle zugänglichen Materialien gesichtet. An Etablierter Literatur ist zu genau diesem Thema wenig zu finden. Anhänge sind: Veröffentlichungen über Arthur Schnitzler und sein Werk von 1933 bis 1950, Zeitungen und Zeitschriften im Wiener Rathausarchiv, Die Bibliographie des Fischer Verlags (nur Schniztlers Werke)
Schlagworte
Arthur, Schnitzler, Nationalsozialismus
Arbeit zitieren
Britta Worbs (Autor), 2005, Arthur Schnitzler im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66906

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