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Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor der Internationalisierung

Title: Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor der Internationalisierung

Bachelor Thesis , 2006 , 65 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Bachelor of Economic Science (honours) Sohel Elham (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Schon seit mehreren Jahrzehnten wächst der Welthandel deutlich. Märkte und Produktion in den verschiedenen Ländern werden immer stärker voneinander abhängig. Die Dynamik dieser Entwicklung hat dabei stetig zugenommen. In der Literatur wird dieser Prozess durch Begriffen wie Internationalisierung, Multinationalisierung, Transnationalisierung oder Globalisierung zusammengefasst. Allen Bezeichnungen gemein ist hier die Überwindung nationaler Grenzen. In der vorliegenden Arbeit wird dabei Internationalisierung als Oberbegriff für sämtliche Formen der Vernetzung angesehen werden, die mit grenzüberschreitenden Interaktionen einhergehen, wobei die nationalstaatlichen Grenzen an Bedeutung verlieren. Aus Unternehmenssicht kann Internationalisierung „gleichgesetzt werden mit nachhaltiger und für das Unternehmen insgesamt bedeutsamer Auslandstätigkeit“ . Diese kann von einem hohen Exportanteil am Umsatz bis hin zu einem weltweit gestreuten Netz von Direktinvestitionen reichen, z.B. ausländische Standorte und Tochtergesellschaften. Für Unternehmen hat die Internationalisierung viele Vorteile, so etwa der leichtere Zugang zu lokalen Absatz- und Beschaffungsmärkten.
Doch viele grenzüberschreitende Aktivitäten scheitern trotz ökonomisch vorhandener Erfolgsbedingungen. „Dies hat nicht zuletzt auch dazu geführt, dass den in diesem Kontext Handelnden stärker bewusst geworden ist, dass Menschen in anderen Ländern anders denken, urteilen und handeln.“ Denn Kontakte mit Personen aus anderen Ländern und Kulturkreisen werden immer zahlreicher, sowohl extern im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern als auch intern bei Auslandseinsätzen oder der Arbeit in interkulturellen Teams. Bei solchen Interaktionsprozessen führen unterschiedliche Wahrnehmungs- und Interpretationsschemata sowie unterschiedliche Verhaltensweisen zu Missverständnissen und Unsicherheiten, was letztendlich zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit führt.
Aufgrund der Probleme, die sich aus kulturellen Unterschieden ergeben, wird immer wieder die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz betont. Dadurch sollen die beteiligten Personen befähigt werden, in interkulturellen Überschneidungssituationen angemessen handeln zu können.
Angesichts eines zunehmenden Wettbewerbs- und Konkurrenzdrucks und der Tatsache, dass grenzüberschreitende Aktivitäten immer wichtiger werden, ist interkultureller Kompetenz als kritischer Erfolgsfaktor zu bewerten. Darauf wird in der folgenden Arbeit näher eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kultur im internationalen Unternehmen

1.1. Kulturbegriff

1.2. Unternehmenskultur

1.3.1. Konzeptionen von Unternehmenskultur

1.3.2. Funktionen von Unternehmenskultur

1.3. Landeskultur

1.3.1. Kulturelle Dimensionen nach Hofstede

1.3.2. Das Schichtenmodell nach Dülfer

1.4. Interkulturalität im internationalen Unternehmen

2. Kulturelle Anpassungsprozesse als Problemfaktor der Internationalisierung

2.1. Veränderte Anforderungen und emotionales Erleben der Mitarbeiter

2.1.1. Interkulturelle Kommunikation

2.1.2. Interkulturelles Lernen und Akkulturation

2.1.3. Interkulturelle Arbeitsgruppen

2.2. Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg

3. Interkulturelle Kompetenz

3.1. Definition ‚interkulturelle Kompetenz’

3.2. Dimensionen interkultureller Kompetenz

3.3. Interkultureller Kompetenz als Erfolgsfaktor

3.4. Aufbau und Training interkultureller Kompetenz

3.4.1. Ziele interkulturellen Trainings

3.4.2. Inhalte und Methoden interkulturellen Trainings

3.4.3. Evaluation interkulturellen Trainings

3.4.4. Interkulturelles Coaching

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung interkultureller Kompetenz als kritischen Erfolgsfaktor für international agierende Unternehmen, beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen bei Anpassungsprozessen und stellt geeignete Methoden zur Förderung dieser Kompetenz vor.

  • Grundlagen von Kultur und Unternehmenskultur
  • Kulturelle Anpassungsprozesse und deren Problematik
  • Auswirkungen interkultureller Divergenzen auf den Unternehmenserfolg
  • Dimensionen und Definition interkultureller Kompetenz
  • Strategien zur Implementierung interkultureller Trainings und Coachings

Auszug aus dem Buch

1.1. Kulturbegriff

Kaum ein Begriff ist so schillernd und wird so kontrovers diskutiert wie der der Kultur. Nach Apfelthaler gehört er zu den „komplexesten Begriffen der Sprache überhaupt und ist eines der am häufigsten verwendeten Wörter der Neuzeit“. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (‚cultura’) und bezog sich ursprünglich auf die landwirtschaftliche Kultivierung und Bodenpflege. Gleichzeitig wurde der Kulturbegriff durch die Römer auch in einem übertragenen Sinne verwendet, nämlich in Bezug auf Menschenpflege bzw. Bildung.

Heutzutage hat sich ein sehr pluralistisches Kulturverständnis entwickelt – nicht nur durch den Gebrauch in der alltäglichen Sprache, sondern auch als Gegenstand der verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen wie der Anthropologie, Psychologie oder Soziologie. Mittlerweile ist eine große Zahl von Abhandlungen und Aufsätzen zum Thema Kultur veröffentlicht worden.

Eine allgemeingültige oder allumfassende Definition von Kultur besteht allerdings nicht. Vielmehr existieren verschiedene Kulturansätze, deren Vertreter zum Teil gegensätzliche Meinungen vertreten. Die einzelnen Kulturkonzepte basieren auf verschiedenen Grundannahmen und legen ihren Fokus folglich auch auf unterschiedliche Gebiete.

Allen Unterschieden zum Trotz besteht jedoch zumindest insofern Einigkeit darüber, dass es sich bei Kultur um ein vom Menschen geschaffenes, überindividuelles, soziales Phänomen handelt. Es ist ein System gemeinsam geteilter Werte, Normen, Einstellungen, Überzeugungen und Ideale, die von den Mitgliedern einer sozialen Gruppe erlernt und durch Symbole weitergegeben werden. Solche kollektiven Verhaltensmuster streben dabei nach einer inneren Konsistenz und dienen der Integration und Funktionsfähigkeit einer sozialen Gruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kultur im internationalen Unternehmen: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Kulturbegriffs sowie Modelle der Unternehmenskultur und Landeskultur, um deren Einfluss auf internationale Organisationen zu verdeutlichen.

2. Kulturelle Anpassungsprozesse als Problemfaktor der Internationalisierung: Analysiert die Herausforderungen für Mitarbeiter bei internationalen Aktivitäten, wie Kulturschock und Probleme in interkulturellen Teams, sowie deren ökonomische Auswirkungen.

3. Interkulturelle Kompetenz: Definiert interkulturelle Kompetenz, identifiziert deren Dimensionen und stellt praktische Instrumente wie Trainings und Coaching vor, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, Interkulturelle Kompetenz, Unternehmenskultur, Landeskultur, Kulturschock, Akkulturation, interkulturelle Kommunikation, interkulturelles Training, Diversity-Management, interkulturelles Coaching, Wissensmanagement, Wettbewerbsvorteil, personale Entwicklung, globale Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie interkulturelle Unterschiede in internationalen Unternehmen auftreten, welche Probleme sie verursachen und wie interkulturelle Kompetenz als kritischer Erfolgsfaktor genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Unternehmenskultur, die Auswirkungen von Internationalisierung auf die Mitarbeiter, der interkulturelle Kompetenzbegriff und Instrumente der Personalentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz aufzuzeigen und Strategien bzw. Methoden zu evaluieren, wie diese im Unternehmen aufgebaut werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender Studien zu Kulturtheorien, Internationalisierung und Personalentwicklungsmodellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die kulturellen Rahmenbedingungen, die Probleme bei der internationalen Anpassung, die theoretische Definition und Dimensionierung interkultureller Kompetenz sowie Trainings- und Coaching-Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Internationalisierung, Unternehmenskultur, Akkulturation und Personalentwicklung.

Wie unterscheidet sich der Variablen-Ansatz vom Metapher-Ansatz bei Unternehmenskultur?

Der Variablen-Ansatz betrachtet Kultur als gestaltbares Instrument (etwas, das ein Unternehmen hat), während der Metapher-Ansatz das Unternehmen als soziales Konstrukt versteht, das durch Interaktionen erst zu einer Kultur wird (das Unternehmen ist Kultur).

Warum stellt ein Kulturschock nicht zwingend etwas Negatives dar?

Ein Kulturschock ist laut Autor keine bloße Störung, sondern ein notwendiger psychologischer Prozess der Verhaltensanpassung und des Lernens in einer neuen Umgebung.

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Details

Title
Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor der Internationalisierung
College
University of Wuppertal
Course
Internationales Management und Organisation
Grade
2,7
Author
Bachelor of Economic Science (honours) Sohel Elham (Author)
Publication Year
2006
Pages
65
Catalog Number
V66914
ISBN (eBook)
9783638584975
ISBN (Book)
9783638711326
Language
German
Tags
Interkulturelle Kompetenz Erfolgsfaktor Internationalisierung Internationales Management Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Economic Science (honours) Sohel Elham (Author), 2006, Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor der Internationalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66914
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