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Legasthenie bzw. Lese- Rechtschreib-Schwäche

Title: Legasthenie bzw. Lese- Rechtschreib-Schwäche

Seminar Paper , 2001 , 23 Pages

Autor:in: Michaela Bongartz (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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,,Legasthenie" - Was ist das? Eine Frage die trotz intensiver Untersuchungen und Sensationsberichten - oder gerade deswegen - immer noch gestellt wird. Auch LehrerInnen sind nicht genügend aufgeklärt über den Begriff der ,,Legasthenie" und vor allem ihre Entwicklung. Eltern nehmen das Kind, welches mit diesem Problem umgehen muss gar nicht ernst und beschreiben es gegebenenfalls als dumm, nicht intelligent oder sogar schwachsinnig (,,Das ist eben so, da können wir auch nichts für."). Sogar LehrerInnen, die eigentlich, so sollte man annehmen, auf die Schwierigkeiten eines Kindes im Lesen und Rechtschreiben aufmerksam werden sollten, beschwichtigen häufig besorgte Eltern, denen die Probleme ihres Kindes aufgefallen sind, mit Sätzen wie ,,Sie müssen nicht zu viel erwarten." oder ,,...das wächst sich noch raus."

Um die Schwierigkeiten der Kinder sich besser vor Augen führen zu können, werden am Anfang die Voraussetzungen für das Lesen- und Schreibenlernen kurz genannt, um sich dann noch einmal über die Bedeutung der Rechtschreibung und des Lesens für das alltägliche Leben im 21. Jahrhundert bewusst zu werden.
Im folgenden werden verschiedene Definitionen vorgestellt, um die Entwicklung von dem Begriff der ,,Legasthenie", der heute im allgemeinen nicht mehr oder nur noch von Laien verwendet wird, bis hin zur Bezeichnung der Lese- Rechtschreib- Schwäche, als allgemein gültige Definition anerkannt, über Lese- Rechtschreib- Schwierigkeiten, aufzuzeigen.
Wichtig in diesem Zusammenhang sind die Ursachen ,,legasthener" Erscheinungsbilder. Hierzu werden verschiedene Forschungsergebnisse herangezogen, die, wie man später feststellen wird, unterschiedliche, teilweise widersprüchliche Ansichten aufweisen.
Als nächstes werden nun die Diagnosemöglichkeiten beschrieben, die nicht nur Eltern, sondern vor allem LehrerInnen anwenden sollten, um eine frühzeitige Förderung einleiten zu können.
Zum Schluss bleibt also die Frage nach der optimalen Förderung bzw. den Hilfen die nicht nur das Elternhaus, sondern auch die Schule den bedürftigen Kindern anbieten muss. Dies ist der ausführlichst behandelte Teil der Arbeit und fällt im Gegensatz zu den andere angesprochenen Aspekten sehr groß aus, da er mir am wichtigsten erschien.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen für das Lesen- und Schreibenlernen

3. Bedeutung der Rechtschreibung und des Lesens

4. Was ist Legasthenie ?

4.1. Historischer Abriss

4.2. Aktuelle Definition

5. Ursachen „legasthener“ Erscheinungsbilder

6. Diagnose

7. Fördermaßnahmen / Intervention / Prävention

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für das Phänomen der Legasthenie beziehungsweise der Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) zu schaffen, die Unsicherheiten im pädagogischen Umgang damit zu adressieren und praxisnahe Ansätze für eine frühzeitige Diagnose sowie effektive Fördermaßnahmen im schulischen und häuslichen Umfeld aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Lesen- und Schreibenlernens als kognitiver Prozess.
  • Historische und aktuelle Definitionen von Legasthenie und LRS.
  • Ursachenforschung und die Komplexität verschiedener Erscheinungsbilder.
  • Diagnosemethoden zur Identifizierung betroffener Kinder.
  • Förderstrategien, Interventionsmöglichkeiten und die Rolle des Elternhauses.

Auszug aus dem Buch

Fördermaßnahmen

Zunächst einmal liegt die Hauptaufgabe der Schule darin, dass möglichst viele Schüler die Grundanforderungen, sprich das Lesen und Schreiben erlernen. Es ist außerdem ihre Pflicht den Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen, egal welche Störungen oder Schwierigkeiten sie haben und ganz gleich wie schwierig dies nun für die Schule ist.

Die Aufgabe der LehrerInnen ist es, sich über die Erscheinungsformen der LRS zu informieren und falls ein Kind in der Klasse ist, welches unter der LRS leidet, muss der/die LehrerIn durch Beobachtung herausfinden was genau dem Kind fehlt und eine genaue Untersuchung veranlassen. Aber auch die Eltern bzw. Erziehungsberichtigten müssen benachrichtigt werden, wie sie mit den Schwierigkeiten umzugehen haben. Häufig besteht allerdings das Problem, dass leseschwache Kinder nicht rechtzeitig als solche erkannt werden und deshalb ihnen auch nicht die von ihnen benötigte Hilfe zukommt. Auch von Seiten der Eltern her besteht eine Unwissenheit über das Phänomen und dieses ungenügende Verstehen führt dann wiederum bei den Kindern zu Verhaltensstörungen.

Einsichtigerweise ist die Charakterentwicklung des Kindes auch abhängig von der Reaktion der Erwachsenen auf seine Schwierigkeiten. Aus zahlreichen Untersuchungen lässt sich sagen, dass die Einstellungen der Umwelt wichtig sind für einen positiven Verlauf der Entwicklung und auch für seine Leistungen. Hier spielt vor allem die Leistungserwartung der Eltern und der LehrerInnen eine Rolle.

Die Rolle der LehrerInnen ist es die Kinder zu beobachten unter den Gesichtspunkten der sprachlichen, kognitiven, emotional-sozialen und motorischen Entwicklung, als auch der „Sinnestüchtigkeit“. Gegebenenfalls muss der Schulpsychologische Dienst bzw. der Schularzt eingeschaltet werden. Allgemein ist es aber immer noch so, dass viele Lehrer versuchen das Problem LRS auf andere Institutionen bzw. das Elternhaus abzuschieben. Andere wiederum erkennen LRS überhaupt gar nicht erst an und tun diese Schwierigkeiten mit einer individuellen Lernschwäche ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unsicherheit von LehrerInnen und Eltern gegenüber dem Begriff Legasthenie und skizziert den Aufbau der Arbeit, die von theoretischen Grundlagen hin zu praktischen Förderempfehlungen führt.

2. Voraussetzungen für das Lesen- und Schreibenlernen: Dieses Kapitel erläutert die kognitiven Grundbedingungen und die notwendigen Erkenntnisse für den Erwerb der Schriftsprache sowie den Aufbau von Phonembewusstsein.

3. Bedeutung der Rechtschreibung und des Lesens: Hier wird die Relevanz des Lesens und Schreibens als überlebenswichtige Kulturtechniken im 21. Jahrhundert trotz zunehmender Medienkonkurrenz hervorgehoben.

4. Was ist Legasthenie ?: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über den Begriff sowie eine Analyse aktueller Definitionen, angefangen bei Ranschburgs ursprünglicher Unterscheidung bis hin zum heutigen Verständnis als umschriebene Entwicklungsstörung.

5. Ursachen „legasthener“ Erscheinungsbilder: Hier werden verschiedene Ansätze zur Ursachenforschung diskutiert, wobei die Komplexität und die fehlende Monokausalität bei der Entstehung einer LRS betont werden.

6. Diagnose: Dieser Abschnitt beschreibt diagnostische Verfahren, die Notwendigkeit qualitativer Analysen sowie die Bedeutung von Beobachtungen durch Lehrkräfte im Schulalltag.

7. Fördermaßnahmen / Intervention / Prävention: Das Hauptkapitel der Arbeit fokussiert auf didaktische Ansätze, die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und die Bedeutung einer spielerischen, motivierenden Lernumgebung.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS, Fördermaßnahmen, Schriftspracherwerb, Diagnose, Entwicklungsstörung, Schulisches Lernen, Intervention, Pädagogisch-didaktisches Problem, Phonembewusstsein, Frühförderung, Elternhaus, Lehrerrolle, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Legasthenie beziehungsweise der Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), beleuchtet deren theoretische Grundlagen, Ursachen und Diagnosemöglichkeiten und bietet umfassende Handlungsanweisungen für die schulische und außerschulische Förderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die kognitiven Voraussetzungen beim Schriftspracherwerb, die Differenzierung von Definitionen, die Komplexität der Ursachen von LRS sowie die Gestaltung einer effektiven pädagogischen Unterstützung betroffener Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Lehrkräften und Eltern ein fundiertes Verständnis für LRS zu vermitteln, um Ängste abzubauen, eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen und durch gezielte Förderkonzepte den Kindern zu einer erfolgreichen Lernentwicklung zu verhelfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse, Definitionen von Fachwissenschaftlern und schulrechtliche Erlasse (z. B. der Kultusministerien) herangezogen werden, um ein systematisches Bild des aktuellen Forschungsstandes zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse legasthener Erscheinungsbilder, eine detaillierte Darstellung von Diagnoseverfahren (wie standardisierte Tests oder Beobachtungen) und einen umfassenden Abschnitt zu Fördermaßnahmen, der besonders die spielerische und kindzentrierte Herangehensweise betont.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), Fördermaßnahmen, Entwicklungsanalyse, Diagnose, Schriftspracherwerb und die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Spiels bei der LRS-Förderung?

Die Autorin hebt das Spiel als essenzielles Instrument hervor, um Kindern die Freude am Lernen zurückzugeben, Defizite spielerisch auszugleichen und das Selbstbewusstsein zu stärken, wobei die pädagogische Planung flexibel und kindzentriert sein sollte.

Warum sieht die Autorin die Diagnose als fortlaufenden Prozess?

Die Diagnose ist für die Autorin kein einmaliger Akt, sondern muss eng mit den Fördermaßnahmen verzahnt sein, um den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes abzubilden und auf Basis der individuellen Fortschritte kontinuierlich angepasst zu werden.

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Details

Title
Legasthenie bzw. Lese- Rechtschreib-Schwäche
College
University of Münster  (Pädadogik)
Course
Proseminar: Einführung in die Analyse der deutschen Gegenwartssprache
Author
Michaela Bongartz (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V6698
ISBN (eBook)
9783638142113
Language
German
Tags
Legasthenie Lese- Rechtschreib-Schwäche Proseminar Einführung Analyse Gegenwartssprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Bongartz (Author), 2001, Legasthenie bzw. Lese- Rechtschreib-Schwäche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6698
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