Diese Studienarbeit gibt eine Einführung in das Themengebiet Usability und seine Bedeutung im Umfeld des ECommerce. Insbesondere wird dabei auf die Anwendung in Web-Shops eingegangen. Es wird erläutert, warum Usability-Aspekte
einen so hohen Stellenwert im E-Commerce einnehmen sollten. Des Weiteren wird gezeigt, in welchen Dimensionen Usability betrachtet werden kann, mit welchen Methoden man Usability messen kann, und wie die daraus ermittelten Ergebnisse im Web-Shop umgesetzten werden können.
Inhaltsverzeichnis
I. RELEVANZ VON USABILITY
II. USABILITY DIMENSIONEN
A. Web-Usability
B. Content-Usability
C. Emotional-Usability
III. USABILITY MESSUNG
A. Messbarkeit von Webauftritten
B. Usability-Messung durch Beobachtung
C. Usability-Messung durch Befragung
D. Kombinationen von Beobachtung und Befragung
E. Vergleich mit Erfahrungswerten
IV. USABILITY-GESTALTUNG
A. Gestaltung der Orientierungsphase
B. Gestaltung der Informationsphase
C. Gestaltung der Bestellphase
V. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Usability für den Erfolg von Web-Shops und analysiert, wie durch gezielte Evaluationsmethoden und eine nutzerorientierte Gestaltung der einzelnen Kaufphasen die Abbruchraten gesenkt und der Umsatz gesteigert werden können.
- Bedeutung der Usability im E-Commerce
- Dimensionen der Usability (Web, Content, Emotional)
- Methoden der Usability-Messung und -Evaluation
- Gestaltung der Orientierungs-, Informations- und Bestellphase
Auszug aus dem Buch
B. Usability-Messung durch Beobachtung
Mit Hilfe von Beobachtung ist es möglich, eine unmittelbare Datenerhebung während eines Tests durchzuführen. Der Beobachtete berichtet somit nicht über seine subjektive Wahrnehmung, sondern liefert sein objektives Handeln als Grundlage verwertbarer Daten. Da viele Handlungen unbewusst geschehen, können diese unverfälscht durch kognitive Prozesse der Testperson aufgezeichnet werden. Insbesondere sog. prozessorientierte Verfahren tragen dazu bei. Der Fokus liegt hier auf den tatsächlich stattfindenden Prozessen, wie z.B. dem Bestellprozess durch den Web-Shop. Die ermittelten Daten erreichen ein hohes Maß an Objektivität und somit eine hohe Wertigkeit für die Forscher [3].
Eines dieser Verfahren ist die Blickverlaufsbeobachtung. Durch Beobachtung der Augenbewegung sind verschiedene Analysen möglich. Sie kann als sog. Scanpfadanalyse eingesetzt werden, um die unbewusst stattfindende Erstorientierung zu messen. Sie ist von großem Interesse, da der Besucher oft schon in den ersten fünf Sekunden entscheidet, ob er auf der Seite verweilt, oder weiterklickt [4]. In diesen ersten Sekunden gilt es, dem Nutzer eine Orientierung auf dem Web-Shop zu geben. Sein Blick soll ruhig geführt werden und die Anordnungen sollen für ihn zügig und klar erkennbar werden. Dazu ist es wichtig, dass er die zentralen Elemente, wie Navigation, Suche und Login, schnell findet. In der Scanpfadanalyse werden die Augenbewegungen des Probanden mitverfolgt und aufgezeichnet. Anschließend können Wege und Verweildauer des Blickes auf der präsentierten Seite dargestellt werden. Die Nummern zeigen die sequentielle Reihenfolge der Blickpunkte, die Größe der Punkte veranschaulicht die Verweildauer und die Verbindungslinien zeigen die Blicksprünge. Dieser Scanpfad weist nun auf Usability-Schwachstellen im Hinblick auf die Orientierung hin und bildet Grundlage für Verbesserung.
Zusammenfassung der Kapitel
I. RELEVANZ VON USABILITY: Einführung in die Bedeutung der Benutzerfreundlichkeit als kritischer Erfolgsfaktor im E-Commerce aufgrund gestiegener Kundenansprüche.
II. USABILITY DIMENSIONEN: Differenzierung der Usability in die Bereiche Web-, Content- und Emotional-Usability zur ganzheitlichen Betrachtung der Nutzerinteraktion.
III. USABILITY MESSUNG: Vorstellung verschiedener Methoden wie Beobachtung, Befragung und Benchmarking, um Usability messbar und optimierbar zu machen.
IV. USABILITY-GESTALTUNG: Konkrete Empfehlungen für die nutzerzentrierte Gestaltung der Orientierungs-, Informations- und Bestellphase im Kaufprozess.
V. FAZIT: Zusammenfassung der Vorteile einer Usability-Integration, die durch höhere Kundenzufriedenheit und gesteigerte Umsätze belegt wird.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Usability, Web-Shop, Nutzerorientierung, Conversion Rate, Abbruchquote, Kaufprozess, Orientierungsphase, Informationsphase, Bestellphase, Blickverlaufsbeobachtung, Scanpfadanalyse, Usability-Evaluation, Content-Usability, Emotional-Usability.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Web-Shops durch den gezielten Einsatz von Usability-Prinzipien, um den Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die verschiedenen Dimensionen der Usability, Messmethoden für Online-Auftritte sowie die konkrete Gestaltung der verschiedenen Phasen eines Kaufprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine verbesserte Usability Kunden gewonnen und gehalten sowie die Abbruchraten im Kaufprozess minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter Evaluationsmethoden wie Beobachtungsverfahren (z.B. Blickverlauf) und Befragungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Usability-Dimensionen, die Methodik zur Messung und die praktische Gestaltung der drei Kaufphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen E-Commerce, Usability, Conversion Rate, Abbruchquote, Kundenbindung und nutzerzentriertes Design.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Web-, Content- und Emotional-Usability wichtig?
Sie ermöglicht eine gezielte Optimierung, da unterschiedliche Elemente wie technisches Design, inhaltliche Aufbereitung und emotionale Ansprache jeweils eigene Auswirkungen auf das Nutzerverhalten haben.
Welche Rolle spielt die Abbruchquote im Bestellprozess?
Die Abbruchquote ist ein kritischer Indikator, da sie hohe Unsicherheit beim Kunden signalisiert und das direkte Ziel der Umsatzgenerierung gefährdet.
Was zeigt das Beispiel der Firma Phaydon?
Es belegt empirisch, dass gezielte Usability-Optimierungen zu messbar höheren Zuwachsraten im Online-Versandhandel führen können.
- Quote paper
- Christian Ruffer (Author), 2007, E-Commerce: Usability in Web-Shops, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67000