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Feste feiern im Jahreskreis als mögliche Form der Gemeinschaftserziehung

Title: Feste feiern im Jahreskreis als mögliche Form der Gemeinschaftserziehung

Presentation (Elaboration) , 2006 , 15 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Mag. Susanne Biermair (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Kinder zum ICH, zum DU und zum WIR zu erziehen, das sind Forderungen, die seit jeher Brennpunkte der Erziehung, Förderung und Bildungsarbeit darstellen (Sedlak F., 1996, S.7 ff.).
Man unterscheidet nun 3 Stufen, auf denen sich Kinder während ihrer Persönlichkeitsentwicklung befinden können.ICH-Stufe:
Die ICH-Stufe ist gekennzeichnet durch ausgeprägten Egozentrismus, Arrangements mit der Umwelt zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls ohne Beitrag zur Gemeinschaft. Auf dieser Stufe wird grundlegendes Selbstbewusstsein aufgebaut. Es wird geübt, sich in Beziehungen zu einzelnen Personen unterschiedlich zu verhalten. Die egozentrische Wahrnehmung verhindert einen selbstsicheren, unbefangenen Kontakt zum DU. Gemeinschaftliche Aspekte werden vernachlässigt.DU-Stufe:
Auf der DU-Stufe ist das Kind bereit zur Einfühlung, aber auch zur Dialogfähigkeit. Dieser Punkt stellt die Vorbedingung für Gemeinschaftsfähigkeit dar.Gefahren:Die Probleme einer übermäßigen Bindung an eine bestimmte Person oder extremer Abhängigkeit treten ans Tageslicht. Ein Egoismus zu zweit wird gelebt.WIR-Stufe:
Auf der WIR-Stufe entwickelt sich die Gemeinschaft auf Grund von Selbstbewusstsein und Beziehungsoffenheit. Die Wir-Stufe ist demnach die höchste soziale Stufe.
Gefahrenergeben sich aus einer übermäßigen Abgrenzung, eines Geltungsbedürfnisses oder andererseits einer passiven Pseudoidentität durch Zugehörigkeit zu einer Gruppe.
Ins Positive gewendet sind die drei Ziele der Erziehung zum ICH, zum DU und zum WIR ebenfalls Hauptansatzstellen pädagogischen und psychologischen Bemühens.ICH:Hier geht es um die Förderung der Individuation,um das Bewusstmachen der spezifischen eigenen Möglichkeiten. Die Betonung der Individualität, die Abgrenzung von anderen wird besonders von der Differentialpsychologie vollzogen. Ebenso geht es um die Bewusstmachung der individuellen Verantwortung, Autonomie, um die Selbstwerdung im gegebenen gesellschaftlichen Rahmen. Wie der einzelne sich unter bestimmten Rahmenbedingungen entfaltet, ist u.a. Anliegen der Entwicklungspsychologie.
DU:Die soziale Wahrnehmung muss von Anfang an unterstützt werden. Dazu gehört das Aufgreifen prosozialer, d.h. entwickelten sozialen Handlungsweisen zugrunde liegender basaler Verhaltensformen. Die Öffnung zur Partnerschaftlichkeit erfordert das empathische Eingehen auf das jeweilige DU, das Erkennen der verbalen und nonverbalen Signale in der Kommunikation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsförderung

2. Bedeutung des Feierns

3. Feste und Feiern in der Schule

3.1 Das Fest kann beginnen

3.1 Lehrplanbezug

3.2 Schulpraktische Anregungen für Feste und Feiern in der Klasse

3.2.1 Kennenlernfest

3.2.2. Geburtstag

3.2.3 Martinsfest

3.2.4 Frühlingsfest

3.2.5 Sommerfest

3.2.6 Erntedankfest

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Festen und Feiern im Jahreskreis als pädagogisches Instrument zur Förderung der Gemeinschaftsbildung und Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen des Sachunterrichts in der Grundschule.

  • Stufen der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung (Ich-Du-Wir)
  • Die psychologische und soziale Bedeutung des Feierns
  • Integration von Festkultur in den schulischen Alltag
  • Lehrplanrelevanz und didaktische Einordnung
  • Praktische Umsetzungsvorschläge für klasseninterne Feste

Auszug aus dem Buch

3. Feste und Feiern in der Schule

Will die Schule das Leben widerspiegeln, dann gehört die Entwicklung einer Festkultur dazu. Vielen Kindern sind heutzutage keine Bräuche und andere Feste mehr bekannt. Eine Feier in der Klasse führt die Schüler/innen zusammen. Sie freuen sich auf ein Fest und erinnern sich noch lange und gerne daran. Bereits in der Vorbereitung kommt es darauf an, dass jeder einzelne seinen Beitrag zum Gelingen des Festes leistet. Das Kind erfährt sich als wichtiger Teil eines Ganzen.

Peter Kraft (zit. n. Struck P., 1980, S. 116) bezeichnet gar „Feste als Hochformen des Schullebens, die ein- oder zweimal im Jahr die Schulgemeinde vereinen.“ Den Terminus „Fest“ trennt er dabei deutlich von dem der „Feier“. Dabei charakterisiert er Feste und Geselligkeiten (z.B.: Klassenfest, Faschingsfest, Schulfest, Sommerfest, Spielnachmittag, Schulbasar etc.) mit ihrem „freudigen Anlass“ sowie damit, dass sie „als Kern eine Feier haben“ können, dass sie „Spiel, Gesang, Musik, Tanz, Gespräch, Speis und Trank“ umfassen, dass sie „in ihrem Ablauf nicht durch ein vorher genau festgelegtes Programm bestimmt“ werden, dass sie „bunt, heiter, leicht, beschwingt und unterhaltsam“ sind, dass sie „Raum und Bewegungsfreiheit“ benötigen und dass sie misslingen können. Dagegen ereignet sich für ihn in Anlehnung an N. Kluge (1967) die Feier (Einschulungsfeier, kirchliche Feier: Weihnachten, Erstkommunion, Gedenkfeiern etc.) in „gedämpfter Stimmung“ „ernst, würdig, weihevoll und programmmäßig; sie möchte entheben und erheben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsförderung: Das Kapitel erläutert die drei Stufen der Entwicklung (Ich-, Du- und Wir-Stufe) und deren Bedeutung für die soziale Reifung der Kinder.

2. Bedeutung des Feierns: Hier werden die existentiellen und psychologischen Funktionen des Feierns dargestellt, wie etwa die Sinnstiftung, soziale Integration und das Erleben von Freude.

3. Feste und Feiern in der Schule: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die Rolle der Festkultur im schulischen Umfeld und unterscheidet zwischen der "Feier" und dem "Fest" als sozialem Ereignis.

3.1 Das Fest kann beginnen: Es wird erörtert, wie Feste aus dem gemeinsamen Erleben entstehen und welche inhaltlichen sowie strukturellen Anlässe dafür existieren.

3.1 Lehrplanbezug: Dieser Abschnitt verknüpft die Festkultur mit den offiziellen Lehrplananforderungen des Sachunterrichts im Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft.

3.2 Schulpraktische Anregungen für Feste und Feiern in der Klasse: Dieses Kapitel liefert konkrete Handlungsanleitungen für verschiedene Feste, von Kennenlern- über Geburtstagsfeiern bis hin zu saisonalen Anlässen wie dem Martins- oder Erntedankfest.

Schlüsselwörter

Sachunterricht, Gemeinschaftserziehung, Persönlichkeitsentwicklung, Festkultur, Jahreskreis, Soziale Kompetenz, Grundschule, Schulleben, Rituale, Gruppenarbeit, Integration, Identifikation, Erziehung, Kindgemäßer Unterricht, Soziales Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die pädagogische Bedeutung von Festen und Feiern als Mittel zur Gemeinschaftsbildung im Grundschulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Persönlichkeitsentwicklung (Ich-Du-Wir), die didaktische Einbettung in den Sachunterricht und die praktische Gestaltung schulischer Rituale.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll aufgezeigt werden, wie Feste im Jahreskreis als Form der Gemeinschaftserziehung genutzt werden können, um das soziale Gefüge in der Klasse zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung pädagogischer Literatur sowie der Analyse von Lehrplananforderungen und deren praktischer Umsetzung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der sozialen Entwicklung, die Bedeutung des Feierns und praktische Beispiele für die Klassengestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Sachunterricht, Gemeinschaftserziehung, Festkultur, Soziale Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung.

Welche Stufen der Persönlichkeitsentwicklung werden unterschieden?

Die Arbeit differenziert zwischen der Ich-Stufe (Egozentrismus), der Du-Stufe (Einfühlung/Dialog) und der Wir-Stufe (Gemeinschaftsfähigkeit).

Warum ist die Planung eines Festes gemeinsam mit den Kindern wichtig?

Die Einbeziehung der Schüler/innen fördert deren Verantwortungsbereitschaft und die Identifikation mit dem gemeinsamen Ziel.

Wie unterscheidet der Autor zwischen einem Fest und einer Feier?

Ein Fest wird als heiter, spielerisch und frei charakterisiert, während eine Feier als würdig, ernst und programmatisch beschrieben wird.

Welche Funktion hat ein Kennenlernfest?

Es dient der ersten sozialen Orientierung in einer neuen Klasse, fördert das gegenseitige Kennenlernen und hilft, erste gemeinsame Rituale zu etablieren.

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Details

Title
Feste feiern im Jahreskreis als mögliche Form der Gemeinschaftserziehung
College
Pädagogische Akademie des Bundes in der Steiermark
Course
Fachdidaktik 1 Sachunterricht
Grade
Sehr gut
Author
Mag. Susanne Biermair (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V67033
ISBN (eBook)
9783638593359
ISBN (Book)
9783656777618
Language
German
Tags
Feste Jahreskreis Form Gemeinschaftserziehung Fachdidaktik Sachunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Susanne Biermair (Author), 2006, Feste feiern im Jahreskreis als mögliche Form der Gemeinschaftserziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67033
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