Die zu unterweisenden Auszubildenden befinden sich im ersten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Nachdem sie sich in einigen Abteilungen mit den betrieblichen Abläufen vertraut gemacht haben, sind sie nun seit zwei Wochen in der Personalabteilung eingesetzt. Die Auszubildenden sollen lernen, die Schutzfristen im Mutterschutz zu berechnen.
Die Unterweisung erfolgt anhand der Fallmethode. Die Arbeit enthält neben der ausformulierten Unterweisung einen kurzen Überblick über das Mutterschutzgesetz und eine Arbeitsaufgabe mit Lösung.
Gliederung
I. Allgemeine Daten und Überlegungen
II. Beschreibung der Ausgangssituation
III. Didaktische Überlegungen
1. Auswahl des Themas
2. Lernziele
a) Richtlernziel
b) Groblernziel
c) Feinlernziel
IV. Methodische Überlegungen
1. Auswahl und Begründung der Methode
2. Medien und Hilfsmittel
V. Durchführung der Unterweisung
1. Einleitung
2. 1. bis 6. Stufe
VI. Abschluss und Nachbereitung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Auszubildenden im Beruf Industriekaufmann/-frau fundiertes Wissen über die gesetzlichen Regelungen des Mutterschutzes zu vermitteln, mit besonderem Fokus auf die korrekte Berechnung der Schutzfristen in der betrieblichen Praxis. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch die Anwendung der Fallmethode die Handlungskompetenz zur Bewältigung personalwirtschaftlicher Aufgaben gesteigert werden kann.
- Grundlagen des Mutterschutzgesetzes (MuSchG)
- Methodik der Berechnung von Schutzfristen bei Normal- und Frühgeburten
- Verfahrensablauf bei Schwangerschaftsmeldungen in der Personalabteilung
- Anspruchsvoraussetzungen und Leistungen (Mutterschaftsgeld)
- Förderung der Problemlösungs- und Entscheidungskompetenz
Auszug aus dem Buch
Die Ausbildungssituation:
Beide Auszubildende befinden sich im ersten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Nachdem sie sich in einigen Abteilungen mit den betrieblichen Abläufen vertraut gemacht haben, sind sie nun seit zwei Wochen in der Personalabteilung eingesetzt. Beide Auszubildende zeigen seit Beginn der Ausbildung durchschnittliche Leistungen. Die Ausbilderin ist den beiden Auszubildenden durch das Probezeitgespräch sowie aus vorherigen Unterweisungen bekannt.
Angaben zu den Auszubildenden: Beide Auszubildende durchlaufen während der Berufsausbildung verschiedene Abteilungen des Unternehmens mit Firmensitz in Münster. Sie besuchen ebenfalls in Münster eine kaufmännische Berufsschule. Sie haben nach Erwerb der Fachhochschulreife ihre Berufsausbildung in unserem Hause begonnen. Katrin und Nadine sind stets pünktlich und gewissenhaft. Sie sind zuverlässig und arbeiten selbständig. Bei Nadine hat sich bei vorherigen Unterweisungen besonders die starke Teamfähigkeit gezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Allgemeine Daten und Überlegungen: Hier werden die organisatorischen Rahmenbedingungen der Unterweisung festgelegt, einschließlich der Zielgruppe, der gewählten Methode und der benötigten Arbeitsmittel.
II. Beschreibung der Ausgangssituation: Dieser Abschnitt analysiert das Vorwissen und die Lernvoraussetzungen der beteiligten Auszubildenden sowie die räumlichen Bedingungen im Betrieb.
III. Didaktische Überlegungen: Hier wird die Auswahl des Themas begründet und werden die Lernziele in Richt-, Grob- und Feinlernziele unterteilt, um eine strukturierte Wissensvermittlung zu gewährleisten.
IV. Methodische Überlegungen: Dieses Kapitel erläutert die Wahl der Fallmethode als optimales Werkzeug zur Förderung der Selbstständigkeit und Handlungskompetenz der Lernenden.
V. Durchführung der Unterweisung: Dieser Teil beschreibt den konkreten, stufenweisen Ablauf der Lerneinheit, von der Konfrontation mit dem Fall bis hin zur abschließenden Kollation.
VI. Abschluss und Nachbereitung: Der letzte Teil fasst die Sicherung des Lernerfolgs zusammen und schließt die Unterweisung formal ab.
Schlüsselwörter
Mutterschutz, Schutzfristen, Industriekaufmann, Auszubildende, Personalabteilung, Fallmethode, Mutterschutzgesetz, Lernziele, Berufsausbildung, Schwangerschaft, Mutterschaftsgeld, Handlungskompetenz, Unterweisung, Frühgeburt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt ein strukturiertes Konzept für eine betriebliche Unterweisung zum Thema Mutterschutz dar, speziell gerichtet an Auszubildende im Berufsbild Industriekaufmann/-frau.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterweisung?
Die zentralen Themen umfassen die gesetzlichen Schutzbestimmungen, den Meldeprozess bei Schwangerschaft sowie die Berechnung der Schutzfristen vor und nach der Entbindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Auszubildenden zu befähigen, die komplexen Berechnungen von Schutzfristen korrekt durchzuführen und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Mutterschutzes in der Personalverwaltung anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Fallmethode eingesetzt, bei der die Auszubildenden anhand eines Praxisbeispiels selbstständig Lösungen erarbeiten müssen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Planung sowie den konkreten Ablauf der Unterweisung in sechs Stufen, inklusive einer Übungs-Arbeitsaufgabe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mutterschutz, Fallmethode, Schutzfristen, Personalarbeit und Handlungskompetenz charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Berechnung bei einer Frühgeburt?
Im Falle einer Frühgeburt verlängert sich der Anspruch auf Mutterschaftsgeld nach der Entbindung auf insgesamt 12 Wochen, um den besonderen Schutzbedürfnissen Rechnung zu tragen.
Warum wurde gerade die Fallmethode gewählt?
Die Wahl fiel auf die Fallmethode, da sie die Problemlösungs-, Entscheidungs- und Kooperationsfähigkeit der Auszubildenden durch die Bearbeitung realitätsnaher Fälle aus der Personalpraxis gezielt fördert.
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- Anonym (Author), 2006, Mutterschutz, insbesondere die Berechnung der Schutzfristen (Unterweisung Industriekauffrau / -kaufmann), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67055