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Das Sportartenkonzept - Stärken und Schwächen

Title: Das Sportartenkonzept - Stärken und Schwächen

Term Paper , 2005 , 11 Pages , Grade: 1

Autor:in: Kathrin Kaasch (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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In einer Zeit, in der auch und vor allem die deutschen Kinder immer fettleibiger werden, gilt es, sich genau mit den Möglichkeiten zur Gegensteuerung auseinander zu setzen. Der Sport und insbesondere der Schulsport ist hier einer der wichtigsten Ansatzpunkte, da er prinzipiell alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen vermag.
Nicht zu vergessen neben der rein sportlichen Erziehung und der Gesundheitserziehung ist aber auch die Erziehung zu sozialen Kompetenzen, die besonders im Sport eingeübt werden können. Teamfähigkeit, Gruppengefühle, Solidarität und Hilfsbereitschaft sind nur einige wenige Eigenschaften, die im Sportunterricht vermittelt werden müssen, da sie außerschulisch immer weniger eingeübt werden.
Es werden also hohe und vielschichtige Ansprüche an den Sportunterricht gestellt; doch darüber, wie Sportunterricht am effektivsten, ansprechendsten und vor allem motivierendsten gestaltet werden kann, gibt es unterschiedliche Meinungen. Am gängigsten im deutschen Sportunterricht ist wohl das Sportartenkonzept, dessen bekanntester Vertreter Wolfgang Söll ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Sportartenkonzept nach W. Söll und mit seinen Stärken und Schwächen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Sportartenkonzept

2.1 Merkmale und Ziele des Konzepts

2.2 Stundenstruktur und Methodenkonzept

3 Kritik am Sportartenkonzept

3.1 Stärken

3.2 Schwächen

4 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Sportartenkonzept nach Wolfgang Söll, das im deutschen Sportunterricht weit verbreitet ist. Das Hauptziel besteht in der kritischen Analyse dieses didaktischen Modells, indem dessen Stärken beleuchtet und vor allem die methodischen sowie pädagogischen Defizite im Hinblick auf moderne Anforderungen an den Schulsport hinterfragt werden.

  • Grundlagen und Zielsetzung des Sportartenkonzepts nach Söll
  • Methodische Gestaltung und Stundenaufbau im Sportunterricht
  • Kritische Betrachtung der Leistungsorientierung
  • Integration und Förderung sozialer Kompetenzen im Sport
  • Vergleich des Sportartenkonzepts mit alternativen didaktischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.2 Schwächen

Als größte Schwäche des Sportartenkonzepts wird in der Literatur die extreme Leistungsorientierung genannt. Andere sportpädagogische Zielsetzungen sind kaum vorhanden und werden höchstens als automatisches implizites Beiwerk bei einigen Sportarten aufgeführt. Ziele des Schulsports sind also primär Leistungsoptimierung und -steigerung. Infolgedessen dominiert der eng gefasste reine Sportbegriff auch die Sport Randgebiete Kunst und Spiel. Gerade diese könnten aber das enge Konzept Sölls bereichern, indem sie das Ziel der Leistungssteigerung mit anderen Zielen, wie Ästhetik oder Körpergefühl, ergänzen könnten.

Der Leistungsbegriff allein ist als pädagogische Kategorie nur dann sinnvoll, wenn er mit anderen pädagogischen Werten, wie zum Beispiel intrinsischer Motivation, Reflexivität oder Soziabilität, ergänzt wird.

In Sölls Sportartenkonzept bleibt der Zielbegriff allerdings eindimensional und verschließt sich gegenüber möglichen Zielkategorien, wie der Herausbildung von Selbstständigkeit und Urteilskraft oder dem sozialen Lernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Schulsports angesichts gesellschaftlicher Veränderungen wie zunehmendem Übergewicht bei Kindern und betont die Notwendigkeit, neben sportlichen auch soziale Kompetenzen zu vermitteln.

2 Das Sportartenkonzept: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und die Merkmale des Modells, bei dem die fachlich richtige Vermittlung sportlicher Kanons und die Leistungsoptimierung im Vordergrund stehen.

3 Kritik am Sportartenkonzept: Die Analyse deckt auf, dass die starke Leistungsorientierung und die lehrerzentrierte Methodik wichtige pädagogische Aspekte wie Selbstständigkeit und soziale Integration vernachlässigen.

4 Schluss: Das Fazit stellt fest, dass das Sportartenkonzept den modernen Ansprüchen an den Schulsport aufgrund seiner Eindimensionalität nicht mehr vollumfänglich gerecht wird.

Schlüsselwörter

Sportartenkonzept, Sportunterricht, Wolfgang Söll, Leistungsorientierung, Schulsport, Körperbildung, Bewegungsbildung, Sportdidaktik, Unterrichtsdifferenzierung, pädagogische Kompetenzen, soziale Erziehung, Fachkönnen, Lehrermethodik, Bewegungserfahrung, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem von Wolfgang Söll geprägten Sportartenkonzept, einem der gängigsten Modelle im deutschen Sportunterricht, und untersucht dessen theoretische Grundlagen sowie seine praktische Umsetzung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die fachliche Strukturierung von Sportarten, die Leistungsoptimierung als primäres Ziel, die methodische Gestaltung von Sportstunden sowie die pädagogische Kritik an diesem spezifischen didaktischen Modell.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sportartenkonzept, um herauszuarbeiten, ob es den vielfältigen pädagogischen Anforderungen eines modernen Schulsports noch gerecht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um das Konzept nach Wolfgang Söll auf Basis sportdidaktischer Fachliteratur darzustellen und mit kritischen Gegenpositionen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär diskutiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Merkmale und Ziele des Konzepts (inklusive Stundenstruktur) und eine ausführliche kritische Analyse, die Stärken und Schwächen gegenüberstellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Sportartenkonzept, Leistungsorientierung, Sportdidaktik, fachliche Sachstruktur und pädagogische Zielkategorien.

Warum kritisiert die Autorin die starke Lehrerzentrierung bei Söll?

Die Kritik basiert darauf, dass die vom Lehrer dominierte Methodik die Selbstständigkeit der Schüler einschränkt und Integrationsansätze, bei denen Schüler voneinander lernen, vernachlässigt.

Inwiefern beeinflusst das Konzept die Auswahl der sportlichen Inhalte?

Das Konzept reduziert die Vielfalt der Bewegungserfahrungen auf einen festen Kanon technischer Fertigkeiten, wodurch andere wertvolle Erfahrungen, wie etwa barfuß laufen oder Hindernisläufe, oft zu kurz kommen.

Welche Bedeutung haben soziale Kompetenzen im Vergleich zur Leistungssteigerung?

Während Söll primär die motorische Leistungssteigerung verfolgt, betont die Autorin, dass soziale Kompetenzen und Selbstständigkeit heute essentiell sind und durch eine zu starke Fixierung auf das "Fachkönnen" oft zu kurz kommen.

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Details

Title
Das Sportartenkonzept - Stärken und Schwächen
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät)
Course
Proseminar: Schwerpunkte der Sportdidaktik
Grade
1
Author
Kathrin Kaasch (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V67095
ISBN (eBook)
9783638599801
ISBN (Book)
9783656801122
Language
German
Tags
Sportartenkonzept Stärken Schwächen Proseminar Schwerpunkte Sportdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Kaasch (Author), 2005, Das Sportartenkonzept - Stärken und Schwächen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67095
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