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New Economic Geography: Die Rolle des 'cultural turn'

Title: New Economic Geography: Die Rolle des 'cultural turn'

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steffen Schuerer (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Zusammenfassung: Die wissenschaftstheoretische Grundposition der Raumwirtschaftslehre ist eine deduktiv- nomologische, d.h. Ziel ist das Herausfinden von Gesetzmäßigkeiten bzw. wenn- dann oder je- desto Aussagen treffen zu können. Der raumwirtschaftliche Ansatz prägte die Wirtschaftsgeographie in den letzten 30 Jahren sehr deutlich. Es gab zwar auch andere wissenschaftliche Konzeptionen, wie der verhaltenswissenschaftliche oder der Wohlfahrtsansatz, diese blieben jedoch weitgehend unbedeutend.
Diese eben beschriebene Forschungslandschaft der letzten 30 Jahre kann im Rahmen dieser Hausarbeit als „alte Wirtschaftsgeographie“ bezeichnet werden.
Diese Arbeit bzw. dieses Referat soll ein Beitrag zum Verständnis der Rolle des cultural turn in der neuen Wirtschaftsgeographie leisten bzw. versuchen ansatzweise die Unterschiede von „alter“ und „neuer“ Wirtschaftsgeographie aus kulturtheoretischer Sicht zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitender Rückblick in die wissenschaftliche Disziplin der Wirtschaftsgeographie – Unterscheidung von alter und neuer Wirtschaftsgeographie

2. Kultur, eine lediglich unbedeutende Variable in der wirtschaftsgeographischen Fachdiskussion?

3. Cultural turn- eine theoretische und thematische Schwerpunktverschiebung; hin zum interpretativen Konstruktivismus mit Hilfe von hermeneutisch- phänomenologischer Forschung

4. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht den Einfluss des sogenannten "cultural turn" auf die Wirtschaftsgeographie. Ziel ist es, die theoretische Neuausrichtung des Fachs zu analysieren und aufzuzeigen, wie kulturelle Aspekte und soziale Kontexte zunehmend an Bedeutung gegenüber rein ökonomischen, deduktiv-nomologischen Erklärungsansätzen gewinnen.

  • Historische Entwicklung der Wirtschaftsgeographie ("alte" vs. "neue" Wirtschaftsgeographie)
  • Die Rolle des Kulturbegriffs und dessen zunehmende Integration in die Fachdiskussion
  • Methodische Verschiebung hin zum interpretativen Konstruktivismus
  • Verhältnis von Kultur, Raum und ökonomischem Erfolg
  • Bedeutung von Kontextualität und sozialen Bindungen für wirtschaftliches Handeln

Auszug aus dem Buch

3. Cultural turn- eine theoretische und thematische Schwerpunktverschiebung; hin zum interpretativen Konstruktivismus mit Hilfe von hermeneutisch- phänomenologischer Forschung

Als möglicher Hauptgrund für einen solchen cultural turn lässt sich die Trennung von Raum und Zeit in der Moderne konstatieren. Durch diese Trennung wurde die steigende Bedeutung von Kultur in der Moderne eingeleitet. Die Erfindung des Kühlschrankes zur Frischhaltung von Agrarprodukten bzw. die Möglichkeit des Transportes derselben durch ein ausgebautes Schienen- und Straßennetz waren lediglich die Vorboten der Moderne. Die Trennung von Raum und Zeit vollzog sich erstens durch den immer breiteren Zugang für immer mehr Menschen zu immer schneller werdenden Transportmöglichkeiten und zweitens durch die Möglichkeit des grenzenlosen Informationsaustausches ohne Zeitbarriere. Zudem erlangt der Mensch die Fähigkeit über ferne Distanzen handeln zu können, ohne nennenswerte Zeitverluste in Kauf nehmen zu müssen.

Es lässt sich von einer Globalisierung des lokalen Lebens bzw. der lokalen Kultur sprechen. Diese Entwicklung wird von Robertson als „Glocalization“ bezeichnet. Daraus folgen immer mehr Berührungspunkte verschiedener „Kulturen“ und die Hinterfragung durchgeführter Handlungen bzw. deren Legitimation in der eigenen Gesellschaft. Es lassen sich auf Grund dieser Reflexivität gesellschaftlicher Handlungen und deren Beziehungen keine Aussagen mehr aus dem Raum auf das Gesellschaftliche bzw. das Kulturelle ableiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitender Rückblick in die wissenschaftliche Disziplin der Wirtschaftsgeographie – Unterscheidung von alter und neuer Wirtschaftsgeographie: Dieses Kapitel skizziert den Wandel der Disziplin von der deskriptiven Länderkunde hin zur quantitativen, modellorientierten Raumwirtschaftslehre.

2. Kultur, eine lediglich unbedeutende Variable in der wirtschaftsgeographischen Fachdiskussion?: Hier wird die historische Vernachlässigung kultureller Faktoren beleuchtet und der Übergang von einer rein territorial verankerten Sichtweise hin zu neuen, kulturtheoretisch geprägten Ansätzen beschrieben.

3. Cultural turn- eine theoretische und thematische Schwerpunktverschiebung; hin zum interpretativen Konstruktivismus mit Hilfe von hermeneutisch- phänomenologischer Forschung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch die Entkopplung von Raum und Zeit ein Fokus auf kontextuelles Handeln und die Einbettung des Ökonomischen in kulturelle Rahmen entsteht.

4. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick: Der Autor resümiert die Bedeutung des cultural turn für die aktuelle Forschung und reflektiert über das Innovations- sowie Konfliktpotenzial durch die stärkere Berücksichtigung kultureller Differenzen.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsgeographie, cultural turn, Kultur, Globalisierung, Glocalization, Raumwirtschaftslehre, interpretativer Konstruktivismus, soziale Interaktion, Standortentscheidung, ökonomische Logik, kontextuelles Handeln, Paradigmenwechsel, Raum, Zeit, kritischer Realismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Neuausrichtung der Wirtschaftsgeographie und der wachsenden Bedeutung kultureller Einflüsse auf ökonomische Prozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die Unterscheidung zwischen alter und neuer Wirtschaftsgeographie, die Rolle des Kulturbegriffs sowie die methodische Abkehr von rein deterministischen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Beitrag des „cultural turn“ zur neuen Wirtschaftsgeographie zu analysieren und die Unterschiede zur traditionellen Raumwirtschaftslehre kulturtheoretisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interpretativ-konstruktivistischen Ansatz, der auf hermeneutisch-phänomenologischer Forschung basiert, um wirtschaftliches Handeln als kontextabhängig zu begreifen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Schwerpunktverschiebung, der Bedeutung der Globalisierung (Glocalization) und der veränderten Sichtweise auf Regionen als Arenen sozialer Interaktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Wirtschaftsgeographie, cultural turn, Kultur, Kontextualität, soziale Interaktion und Standortentscheidung charakterisiert.

Inwiefern hat die Trennung von Raum und Zeit den "cultural turn" beeinflusst?

Der Autor argumentiert, dass die moderne Entkoppelung von Raum und Zeit durch neue Transport- und Kommunikationstechnologien das lokale Handeln globalisiert hat, was eine stärkere Berücksichtigung kultureller Kontexte notwendig macht.

Wie unterscheidet sich das Verständnis von Regionen vor und nach dem "cultural turn"?

Während Regionen früher als Ansammlungen produktiver Faktoren betrachtet wurden, werden sie heute zunehmend als „territoriale Arenen sozialer Interaktion“ verstanden, in denen soziale Milieus und individuelle Akteure eine entscheidende Rolle spielen.

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Details

Title
New Economic Geography: Die Rolle des 'cultural turn'
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Geographie)
Course
Hauptseminar: 'Jüngere Ansätze der Wirtschaftsgeographie'
Grade
1,0
Author
Steffen Schuerer (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V67108
ISBN (eBook)
9783638599870
ISBN (Book)
9783656619925
Language
German
Tags
Economic Geography Rolle Hauptseminar Ansätze Wirtschaftsgeographie“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schuerer (Author), 2005, New Economic Geography: Die Rolle des 'cultural turn', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67108
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