Die Sieg ist ein Mittelsgebirgsfluss, der zum Einzugsgebiet des Rheins gehört. Ihren Namen hat die Sieg von dem keltischen Wort „Sikkere“ = schneller Fluss. Mit einer Gesamtlänge von 152,7 km, einer Nord-Süd Ausdehnung von ca. 60 km und einer Ost-West Ausdehnung von ca. 85 km befindet sich die Sieg 2.832 km 2 in Nordhein-Westfalen und 642 km 2 in Rheinland- Pfalz. Die Sieg entspringt nordöstlich bei Nenkersdorf 603 m ü. NN im Rotharrgebirge und mündet nördlich von Bonn bei Mondorf in den Rhein bei einer Höhe von 45m ü. NN. [...] An zwei Abschnitten konnte ein ca. 100 m langer repräsentativer Gewässerabschnitt der Sieg, mit Hilfe einer „Anleitung zur Ökologischen Gewässergütebewertung“, die Gewässerstrukturgüte bestimmt werden. Hierbei wurde die Gewässerstruktur und das Gewässerumfeld von Mittelgebirgsbächen unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und anschließend bewertet. 1.1.1 Bestimmungsabschnitt - Standort 1: Die Exkursion startete an der Brücke der Gaststätte „Sieglinde“ von dort aus konnte der Erste Bestimmungsabschnitt gut betrachtet und auf die Bewertungskriterien der Tabelle untersucht werden. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Die Sieg
1.1 Ökologische Gewässergütebewertung
1.1.1 Bestimmungsabschnitt – Standort 1
1.1.2 Bestimmungsabschnitt – Standort 2
1.1.3 Standort 3
2. Das Wanderfischprogramm NRW
2.1 Standort 4: Wehr St. Augustin-Buisdorf – Kontrollstation
2.2 Die Ziele des Wehrs
3. Die Lachse „ Symbol des Wanderfischprogramms“
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Exkursion zum Wanderfischprogramm NRW an der Sieg, wobei das primäre Ziel die ökologische Gewässergütebewertung sowie das Verständnis für die Schutzmaßnahmen zur Wiederansiedlung von Wanderfischen ist.
- Ökologische Bewertung der Gewässergüte anhand spezifischer Kriterien
- Analyse der Flussstruktur und des Gewässerumfelds
- Funktionsweise der Kontrollstation am Wehr St. Augustin-Buisdorf
- Biologie und Lebenszyklus des Lachses als Symbolart des Programms
Auszug aus dem Buch
3. Der Lachs „ Symbol des Wanderfischprogramms“
Systematische Einordnung: Lachse gehören zu der Familie der Salmonidae und bilden zwei verschiedenen Gattungen. Hierbei gehört der Atlantische Lachs zu der Gattung Salmo und der Pazifische Lachs zu der Gattung Oncorhynchus.
Lachse leben sowohl im Süß-, als auch im Salzwasser und kehren zum Laichen vom Meerwasser zurück in Süßwasser. Die Familie der Salmonidae zeichnen sich besonders durch ihren Wanderinstinkt aus. Sie zählen zu einer der beliebtesten Speisefische und sind im Wanderfischprogramm der Symbolträger geworden. Der Lachs ist nicht nur durch sein schönes Aussehen das Symbol des Programms geworden, sondern vielmehr steht der für die Reinheit und Sauberkeit des Wassers. Er vermittelt zusätzlich den Gedanken der „Heimatverbundenheit“ und soll so das Interesse der Menschen auf das Wanderfischprogramm lenken.
Der wandernde Fisch lässt sich von seinem Geruchssinn leiten und legt am Tag bis zu 6 km auf seiner Wanderung zurück. Für ihre Wanderung haben sie Fettreserven um den weiten Weg unbeschadet zu überstehen. Lachse besitzen die Fähigkeit bis zu 4 Meter hoch aus dem Wasser zu springen und so stromaufwärts viele Hindernisse umgehen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Sieg: Dieses Kapitel erläutert die geografischen Grundlagen des Flusses und führt die Methodik zur ökologischen Gewässergütebewertung an verschiedenen Standorten durch.
2. Das Wanderfischprogramm NRW: Hier werden die organisatorischen Hintergründe des Programms sowie die Funktion und Zielsetzung der Kontrollstation am Wehr St. Augustin-Buisdorf beschrieben.
3. Die Lachse „ Symbol des Wanderfischprogramms“: Das Kapitel behandelt die systematische Einordnung, den Lebenszyklus sowie die Bedeutung des Lachses als Indikatorart für ökologische Qualität.
Schlüsselwörter
Sieg, Wanderfischprogramm, Gewässergütebewertung, Lachs, Salmonidae, Laichplätze, Kontrollstation, Wehr St. Augustin-Buisdorf, Ökologie, Flussrenaturierung, Artenschutz, Gewässerstruktur, Fischzucht, Wanderinstinkt, Lebenszyklus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer Exkursion an den Fluss Sieg, um die dortigen ökologischen Bedingungen und die Maßnahmen des Wanderfischprogramms NRW zu untersuchen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Dokumentation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gewässerstrukturgütebewertung, der Funktionsweise von Wanderhilfen für Fische und der Biologie des Lachses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gewässerstruktur der Sieg an ausgewählten Standorten nach einem standardisierten Katalog zu bewerten und den Status der Lachswiederansiedlung zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bewertung verwendet?
Zur Anwendung kommt eine „Anleitung zur Ökologischen Gewässergütebewertung“, bei der zehn Kriterien (von der Auenutzung bis zur Durchgängigkeit) in fünf Stufen bewertet und gemittelt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Sieg, die Erläuterung der Kontrollstation am Wehr sowie eine detaillierte Darstellung des Lebenszyklus des Lachses.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Wanderfischprogramm, Sieg, Gewässergüte, Lachswiederansiedlung und ökologische Strukturqualität.
Warum ist die Kontrollstation am Wehr für das Programm so wichtig?
Sie ermöglicht es, die Anzahl der laichbereiten Lachse zu erfassen, biologische Daten zu erheben und die Bestandsentwicklung durch kontrollierte Aufzucht zu unterstützen.
Was versteht man unter dem Begriff „Rauschenkopf“?
Der Rauschenkopf bezeichnet den Scheitelpunkt zwischen tiefem Wasser und flachem Wasser in einem Flussbett, an dem Lachse bevorzugt ablaichen.
Warum laichen Lachse in der Sieg oft in Zuflüssen wie der Bröl?
Die Sieg bietet aktuell noch keinen optimalen Laichplatz, weshalb die Lachse auf strukturell besser geeignete Zuflüsse ausweichen.
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- Marie-Louise Victoria Heiling (Author), 2006, Wanderfischprogramm NRW - Kontrollstation an der Sieg 18.11.2006, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67160