Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Theory of Competition, Competition Policy

Herausforderungen für die Wettbewerbspolitik

Title: Herausforderungen für die Wettbewerbspolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Meiko Merda (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zu Beginn der vorliegenden Hausarbeit werden zunächst einige Grundlagen der Wettbewerbspolitik erörtert. Diese dient dem Verständnis und soll den Leser in die Thematik einführen.

Danach beschäftigt sich der Verfasser mit den Ursachen, Merkmalen und Auswirkungen einer sich neu entwickelnden internationalen Arbeitsteilung. Dabei werden vor allem die Konsequenzen der neuen Globalisierungstendenzen für die Wettbewerbspolitik betrachtet.

Bei dem dritten Kapitel handelt es sich um den zentralen Teil der Hausarbeit. Zunächst werden wichtige bestehende wettbewerbspolitische Handlungsmöglichkeiten erörtert. Dabei beschäftigt sich der Verfasser mit der extraterritorialen Anwendung nationalen Rechts, dem ICN sowie bilateralen wettbewerbspolitischen Abkommen. In einem zweiten Schritt werden danach mögliche zukünftige wettbewerbspolitische Modelle diskutiert. Dabei handelt es sich um die Integration einer internationalen Wettbewerbsordnung in die WTO, die Einführung von gemeinsamen Mindeststandards und die Etablierung eines Weltkartellrechts. In einem letzten Teil der Hausarbeit werden die gefundenen Ergebnisse zusammengefasst. Die neuen Herausforderungen, derzeitigen Handlungsmöglichkeiten und zukünftigen Gestaltungsoptionen werden noch einmal kurz erörtert und evaluiert. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

1.2 Grundlagen der Wettbewerbspolitik

2. Die Welt im Wandel – Globalisierung und internationale Arbeitsteilung

2.1 Ursachen und Impulse für die Genese moderner internationaler Arbeitsteilung

2.2 Bestandsaufnahme – Merkmale internationaler Arbeitsteilung

2.3 Die neuen Rahmenbedingungen als Problemfeld wettbewerbsspolitischen Handelns

2.4 Zwischenfazit

3. Wettbewerbspolitische Aktionsparameter innerhalb einer globalisierten Wettbewerbsordnung

3.1 Der Status Quo

3.1.1 Extraterritoriale Anwendung nationalen Rechts

3.1.2 Das ICN

3.1.3 Bilaterale wettbewerbspolitische Abkommen am Beispiel USA – EU

3.1.4 Zwischenfazit

3.2 Modelle einer zukünftigen Wettbewerbsordnung

3.2.1 Die Integration einer internationalen Wettbewerbsordnung in die WTO

3.2.2 Einführung von gemeinsamen Mindeststandards

3.2.3 Etablierung eines Weltkartellrechts

3.2.4 Zwischenfazit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die sich durch die zunehmende Globalisierung und internationale Arbeitsteilung für die moderne Wettbewerbspolitik ergeben. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, welche wettbewerbspolitischen Probleme heutzutage existieren und wie eine effiziente Wettbewerbspolitik der Zukunft gestaltet werden kann, da rein nationale Ansätze zunehmend an Effektivität verlieren.

  • Globalisierungsprozesse und internationale Arbeitsteilung
  • Konzentrationsprozesse und Marktmacht
  • Extraterritoriale Rechtsanwendung und internationale Netzwerke
  • Bilaterale Kooperationsmodelle
  • Modelle einer zukünftigen internationalen Wettbewerbsordnung (WTO, Weltkartellrecht)

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Extraterritoriale Anwendung nationalen Rechts

Bei der extraterritorialen Anwendung nationalen Rechts wird nach dem so genannten Auswirkungsprinzip (effects doctrine) verfahren. Dabei wird nationalstaatliches Recht auch im Ausland angewandt. Bei Wettbewerbsbeschränkungen können die inländischen Behörden selbst dann aktiv werden, wenn das betreffende Unternehmen seinen Sitz im Ausland hat.

Allerdings führt die Umsetzung des Auswirkungsprinzips u. U. zu erhöhten Transaktionskosten und Regelungskonflikten. So kann es einerseits sein, dass international operierende Unternehmen von mehreren Wettbewerbsbehörden gleichzeitig überwacht werden müssen, da sich Zuständigkeiten überlappen. Andererseits ist es aufgrund diffuser Verantwortlichkeitszuweisungen auch möglich, dass sich überhaupt keine Jurisdiktion bereit erklärt, Maßnahmen gegen wettbewerbsbeschränkende Maßnahmen einzuleiten. Außerdem führen sich überlappende Zuständigkeiten zu Problemen der Rechtsprechung und zu erhöhten Transaktionskosten. Schließlich kann die effects doctrine Exportkartelle nicht zwangsläufig unterbinden. So basiert das Auswirkungsprinzip juristisch auf dem Kollisionsrecht. Das Kollisionsrecht ist ein nationales Recht – jede Jurisdiktion kann deshalb im Einzelfall eigenständig entscheiden, ob nach der effects doctrine zu verfahren ist oder nicht. Dies ist insbesondere deshalb problematisch, da inländische Jurisdiktionen wenig Anreiz haben gegen Exportkartelle vorzugehen, da die negativen Auswirkungen nicht den heimischen Markt betreffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass nationale Wettbewerbspolitik aufgrund fortschreitender Globalisierung an Effizienz verliert, und stellt das Ziel der Untersuchung dar.

2. Die Welt im Wandel – Globalisierung und internationale Arbeitsteilung: Das Kapitel analysiert die Ursachen und Merkmale der modernen internationalen Arbeitsteilung sowie die daraus resultierenden neuen wettbewerbspolitischen Problemfelder.

3. Wettbewerbspolitische Aktionsparameter innerhalb einer globalisierten Wettbewerbsordnung: Hier werden bestehende Mechanismen wie die extraterritoriale Rechtsanwendung evaluiert und theoretische Modelle für eine zukünftige internationale Wettbewerbsordnung diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein schrittweiser Ansatz durch internationale Netzwerke und minimalistische Mindeststandards derzeit realistischer ist als eine weitreichende supranationale Organisation.

Schlüsselwörter

Wettbewerbspolitik, Globalisierung, Internationale Arbeitsteilung, Wettbewerbsordnung, Weltkartellrecht, WTO, ICN, Marktmacht, Exportkartelle, Transaktionskosten, Souveränität, Unternehmenszusammenschlüsse, Wettbewerbssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, vor denen die moderne Wettbewerbspolitik angesichts der globalisierten Weltwirtschaft steht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Auswirkungen der Globalisierung, die Zunahme multinationaler Unternehmen, die Grenzen nationaler Wettbewerbsgesetze sowie verschiedene Modelle internationaler Kooperation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bestehenden wettbewerbspolitischen Probleme zu identifizieren und mögliche Ausgestaltungsformen für eine effiziente Wettbewerbspolitik der Zukunft zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie eine Evaluierung bestehender und diskutierter wettbewerbspolitischer Instrumente.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden der Status Quo der internationalen Kooperation (z.B. ICN, bilaterale Abkommen) und zukünftige Modelle wie die Integration in die WTO oder ein Weltkartellrecht kritisch analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wettbewerbsordnung, Globalisierung, internationale Arbeitsteilung, Marktmacht und Souveränitätsverlust.

Warum greifen nationale Wettbewerbsgesetze laut der Arbeit oft zu kurz?

Da nationale Gesetze nur innerhalb der eigenen Landesgrenzen rechtskräftig sind, verlieren sie bei grenzüberschreitenden Aktivitäten multinationaler Unternehmen an Wirksamkeit.

Was spricht gegen die Einführung eines umfassenden Weltkartellrechts?

Neben der fehlenden Realisierbarkeit führt die Arbeit die mangelnde Flexibilität, den Verlust nationaler Souveränität und die Ausschaltung des Wettbewerbs zwischen verschiedenen Wettbewerbssystemen an.

Warum wird der "Weg der kleinen Schritte" als Lösungsweg vorgeschlagen?

Da derzeit kein Konsens zwischen den Staaten über weitreichende Souveränitätsabtretungen besteht, ist eine schrittweise Annäherung über Netzwerke oder minimalistische Standards der einzige praktisch gangbare Weg.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Herausforderungen für die Wettbewerbspolitik
College
University of Münster  (Institut für Ökonomische Bildung)
Course
Spezielle Probleme der Wirtschafts- und Finanzpolitik, Globaler Wandel und wirtschaftspolitische Herausforderung
Grade
1,7
Author
Meiko Merda (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V67167
ISBN (eBook)
9783638601641
ISBN (Book)
9783656793731
Language
German
Tags
Herausforderungen Wettbewerbspolitik Spezielle Probleme Wirtschafts- Finanzpolitik Globaler Wandel Herausforderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Meiko Merda (Author), 2006, Herausforderungen für die Wettbewerbspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67167
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint