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Kroatien als Beitrittskandidat für die EU

Title: Kroatien als Beitrittskandidat für die EU

Seminar Paper , 2005 , 36 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Eva-Maria Krüger (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Summary Excerpt Details

„Wie viel Europa verträgt Europa? Hat die EU ihre Aufnahmekapazität bereits erreicht oder vielleicht schon überschritten?“ Nach der großen Aufnahmerunde 2004 von zehn weiteren Staaten in die EU, besteht die EU nun aus 25 Mitgliedsstaaten. Die einen sind sehr gut entwickelt und haben keine Probleme den Kopenhagener Kriterien gerecht zu werden, andere kämpfen mit Problemen aus der Vergangenheit und sind nicht so weit entwickelt wie andere. Hinzu kommen unterschiedliche Denkweisen, Kulturen und Religionen, die man vereinen muss. All das stellt die EU und ihre Mitglieder vor große Herausforderungen und Probleme, die es zu bewältigen gilt. Da ist Zusammenarbeit der Gemeinschaft gefragt und ein finanzieller Aufwand seitens der EU, damit die potenziellen Mitgliedsstaaten die für den Beitritt notwendigen Reformen umsetzen können. Doch umso mehr Mitgliedsstaaten der EU angehören, desto schwieriger wird es Entscheidungen durchzusetzen, für die ein einstimmiger Beschluss notwendig ist. Nachdem die Osterweiterung stattgefunden hat, wurden nun auch mit den Balkanstaaten wie Kroatien Verhandlungen aufgenommen, womit eine weitere Kultur und weitere Länder mit kommunistischer Vergangenheit einen Beitritt in Aussicht gestellt bekommen, in denen es viele grundlegende Probleme gibt wie die Gleichberechtigung von Minderheiten. Es ist an der Zeit, dass die EU sich Gedanken darüber macht, wie viele Mitglieder sie noch aufnehmen kann ohne die Integrationsdynamik zu verlieren, die sie aufgebaut hat. Bleibt auch die Frage wie man den kommenden Bewerberländern einen Beitritt abschlagen will, wenn laut Gesetz grundsätzlich jeder Staat einen Beitritt beantragen kann. Im Folgenden geht es um Kroatien als potenziellen Mitgliedsstaat der EU, womit ein Balkanland der EU 2009 beitreten könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

1.2 Aufbau der Seminararbeit

2. Die Europäische Union

2.1 Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften

2.2 Gründe für eine EU-Erweiterung

2.3 Kopenhagener Kriterien

3. Kroatien

3.1 Kroatiens Geschichte

3.2 Geographie Kroatien

3.3 Bevölkerung in Kroatien

3.4 Staatsaufbau Kroatien

3.4.1. Innenpolitik

3.4.2. Außenpolitik

3.4.3. Minderheitenpolitik, Kriegsfolgen, Situation der Flüchtlinge

3.5 Wirtschaftliche Lage in Kroatien

3.5.1. Außenhandel und Auslandsinvestitionen

3.5.2. Tourismus

3.6 Infrastruktur in Kroatien

3.7 Kultur, Medien, Bildung

4. Kroatien als Mitgliedsland der EU

4.1 Die Balkanländer als EU-Mitgliedsstaaten

4.2 Beziehungen zwischen der EU und Kroatien

4.3 Fortschrittsbericht 2005 von Kroatien

4.4 Zusammenfassung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen und den Prozess von Kroatiens möglichem Beitritt zur Europäischen Union. Dabei wird analysiert, inwieweit Kroatien die Kopenhagener Kriterien erfüllt und welche innen- sowie außenpolitischen Reformen für eine erfolgreiche Integration notwendig sind.

  • Historische Entwicklung und Strukturen der Europäischen Union
  • Analyse der politischen und wirtschaftlichen Lage Kroatiens
  • Bewertung der Kopenhagener Kriterien in Bezug auf den Beitrittskandidaten
  • Beziehungen zwischen der EU und Kroatien sowie der Fortschrittsbericht 2005
  • Identifikation notwendiger Reformen im Bereich Minderheitenpolitik und Justiz

Auszug aus dem Buch

3.5.2 Tourismus

Der Tourismus hat eine lange Tradition in Kroatien, die bis ins 15. Jahrhundert reicht. Ziel der kroatischen Regierung ist es einen Tourismus zu fördern, der mit der Natur und Kultur Kroatiens in Einklang gebracht wird. 7,5% des Landes stehen unter Naturschutz, was sich in den nächsten Jahren auf 15% verdoppeln und auch von den Touristen geachtet werden soll. Es gibt 8 Nationalparks und 10 Naturparks in Kroatien sowie viele Kulturdenkmäler verschiedenster Epochen, welche jährlich von hunderttausenden Touristen besucht werden. In Kroatien bestehen im Tourismus noch nicht erschlossene Entwicklungspotenziale, die es zu nutzen gilt.

Es gibt bereits ein großes Freizeitangebot für Touristen wie Segeln (auf den 1.246 Inseln), Kreuzfahrten, Kongresstourismus, Natur-, Öko-Tourismus, Städtetourismus (v.a. Zagreb, Dubrovnik und Split), Kultur, Wallfahrtsorte, Fischer-, Taucher- und Jagdtourismus sowie Urlaub auf dem Bauernhof.

Der Tourismus ist für die Küstenbewohner der wichtigste Wirtschaftszweig. Der Küstenstreifen zieht von Mai bis Oktober Besucher aus ganz Europa an. 2004 waren es 9,4 Millionen Touristen, die nach Kroatien kamen, davon 1,6 Millionen aus Deutschland. Das entsprach 2004 47,4 Millionen Übernachtungen.

Ein weiterer Pluspunkt für Kroatien ist der hohe Wasserreichtum sowie die hohe Wasserqualität. Kroatien zählt zu den 30 wasserreichsten Staaten dieser Erde. Europaweit steht Kroatien mit 32.828 m² an erneuerbaren Wasserreserven pro Einwohner an dritter Stelle und gehört damit zu den seltenen Staaten, deren Bevölkerung Trinkwasser mittels öffentlicher Wasserversorgungssysteme gesichert wird. Die kroatische Adria gehört zu den saubersten Badegewässern Europas, was vor allem daran liegt, dass Kroatien keine größeren Industriestaaten in Küstennähe hat, die die Gewässer verunreinigen könnten. Zahlreiche Strände in Kroatien wurden mit der internationalen blauen Flagge ausgezeichnet, die international ein Symbol für hohe Umweltstandards und gute Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen im Hafen- und Badestellbereich darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Erweiterungssituation der EU und führt in die Fragestellung ein, ob Kroatien als potenzieller Beitrittskandidat für 2009 in Frage kommt.

2. Die Europäische Union: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die Organe und die Erweiterungsgründe der EU sowie die für einen Beitritt maßgeblichen Kopenhagener Kriterien.

3. Kroatien: Es erfolgt eine umfassende Analyse von Kroatiens Geschichte, Geographie, Bevölkerung, politischem Staatsaufbau, wirtschaftlicher Lage, Infrastruktur sowie kulturellen Besonderheiten.

4. Kroatien als Mitgliedsland der EU: Das Kapitel behandelt die Beziehungen zwischen der EU und Kroatien, das CARDS-Programm, den Fortschrittsbericht 2005 und die notwendigen Anpassungsprozesse.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kroatien auf einem guten Weg zur Erfüllung der Beitrittskriterien ist, jedoch Reformen mit höherem Nachdruck verfolgen muss.

Schlüsselwörter

Kroatien, Europäische Union, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Minderheitenpolitik, Wirtschaftslage, Reformen, Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess, Balkan, Tourismus, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Infrastruktur, acquis communautaire

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kroatien als Beitrittskandidaten zur Europäischen Union und untersucht die Eignung des Landes basierend auf den politischen und wirtschaftlichen Kriterien der EU.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die EU-Strukturen, die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation Kroatiens nach der sozialistischen Ära und dem Krieg sowie die spezifischen Anforderungen für einen EU-Beitritt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu bewerten, ob Kroatien die notwendigen Kopenhagener Kriterien erfüllt, um den angestrebten EU-Beitritt im Jahr 2009 realisieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in Hochschulbibliotheken sowie umfassenden Internetrecherchen, um eine aktuelle Datenbasis zu gewährleisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EU, ein ausführliches Porträt von Kroatiens Geschichte, Geographie, Wirtschaft und Infrastruktur sowie eine detaillierte Analyse der Fortschritte und Defizite im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind EU-Erweiterung, Kopenhagener Kriterien, Minderheitenrechte, Wirtschaftsreformen, Stabilität sowie der acquis communautaire.

Welche Rolle spielt die Minderheitenpolitik für den Beitritt?

Die Minderheitenpolitik gilt als kritischer Punkt. Insbesondere die Behandlung von Serben und Roma sowie die Rückkehr von Flüchtlingen sind zentrale Forderungen der EU an Kroatien.

Warum wird die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) betont?

Die uneingeschränkte Kooperation mit dem IStGH in Den Haag bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern ist eine Grundvoraussetzung der EU für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen.

Welche wirtschaftlichen Probleme werden identifiziert?

Problematisch sind die noch unzureichende Privatisierung, die hohe Arbeitslosigkeit, Mängel in der Rechtssicherheit sowie die Notwendigkeit einer umfassenden Reform des Steuersystems und der Landwirtschaft.

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Details

Title
Kroatien als Beitrittskandidat für die EU
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
2,0
Author
Eva-Maria Krüger (Author)
Publication Year
2005
Pages
36
Catalog Number
V67179
ISBN (eBook)
9783638601696
ISBN (Book)
9783638671880
Language
German
Tags
Kroatien Beitrittskandidat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva-Maria Krüger (Author), 2005, Kroatien als Beitrittskandidat für die EU , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67179
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