In wie fern und warum weicht sich Lessing von der aristotelischen Form ab, ist eine interessante Frage, mit der sich die Literaturwissenschaft beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage wird auch die Tatsache beweisen, warum Lessing als der Erneuer der deutschen Literatur gilt.
In dem ersten Teil der vorliegenden Arbeit werde ich erklären, was Aristotel in seiner Poetik unter Drama und Komödie versteht. Darauf folgt eine kurze Autobiographie von Lessing. Schließlich wird den Aufbau und die Struktur von „Minna von Barnhelm“ dargestellt und es wird die Abweichung von der aristotelischen Vorstellung des Dramas bei diesem Stück untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- Fragestellung und Vorgehensweise
- II. Hauptteil:
- 1. Zum Begriff Drama
- 2. Die Auffassung von Aristotel
- 2.1. Die drei Einheiten des klassischen Dramas
- 2.2. Was ist eine Komödie?
- 3. Gotthold Ephraim Lessing-kurze Autobiographie
- 4. Das Lustspiel „Minna von Barnhelm“
- 4.1. Aufbau und Struktur
- 4.2. Abweichung von der aristotelischen Vorstellung des klassischen Dramas
- III. Schluß.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert das Stück „Minna von Barnhelm“ von Gotthold Ephraim Lessing und untersucht, inwiefern es den aristotelischen Prinzipien des Dramas entspricht. Der Fokus liegt auf der Frage, ob und warum Lessings Werk von der klassischen Form abweicht und welche Bedeutung diese Abweichung für die Entwicklung der deutschen Literatur hat.
- Definition des Dramas und der aristotelischen Dramenlehre
- Analyse des Aufbaus und der Struktur von „Minna von Barnhelm“
- Untersuchung der Abweichungen von den aristotelischen Prinzipien, insbesondere der Einheit der Handlung, Zeit und Ort
- Bedeutung der Ständeklausel und Lessings Ablehnung dieser Konvention
- Lessings Bedeutung als Erneuer der deutschen Literatur
Zusammenfassung der Kapitel
- I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert die Fragestellung, welche sich mit der Analyse von Lessings „Minna von Barnhelm“ im Kontext der aristotelischen Dramenlehre beschäftigt.
- II. Hauptteil: Der Hauptteil der Arbeit beleuchtet zunächst den Begriff Drama und die aristotelische Dramenlehre, wobei insbesondere die drei Einheiten der Handlung, Zeit und Ort im Fokus stehen. Anschließend wird eine kurze Biographie von Gotthold Ephraim Lessing vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt dann auf dem Lustspiel „Minna von Barnhelm“, dessen Aufbau und Struktur detailliert dargestellt werden. Abschließend wird untersucht, inwiefern das Stück von der aristotelischen Vorstellung des Dramas abweicht.
Schlüsselwörter
Aristotelische Dramenlehre, klassische Form, Einheit der Handlung, Zeit und Ort, Ständeklausel, Gotthold Ephraim Lessing, „Minna von Barnhelm“, deutsches Drama, Erneuerung der Literatur
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Aristoteles unter den drei Einheiten des Dramas?
Aristoteles forderte im klassischen Drama die Einheit der Handlung, der Zeit (meist ein Sonnentag) und des Ortes.
Inwiefern weicht Lessing in 'Minna von Barnhelm' von Aristoteles ab?
Lessing nutzt zwar klassische Elemente, bricht aber mit starren Regeln wie der Ständeklausel, um eine modernere, bürgerliche Form des Lustspiels zu schaffen.
Warum gilt Lessing als Erneuerer der deutschen Literatur?
Er befreite das deutsche Drama von der strengen Nachahmung französischer Vorbilder und der aristotelischen Dogmatik und schuf lebensnahe Charaktere.
Welche Bedeutung hat die Ständeklausel für das Drama?
Die Ständeklausel besagte, dass die Tragödie dem Adel und die Komödie dem niederen Volk vorbehalten sei – eine Konvention, die Lessing ablehnte.
Wie ist der Aufbau von 'Minna von Barnhelm' gestaltet?
Das Stück folgt einer klaren Struktur, die Lessings Meisterschaft in der dramatischen Komposition und der psychologischen Figurenführung zeigt.
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- Elmira Nedelcheva (Author), 2003, Lessing, G.E. - Minna von Barnhelm - Inwiefern erfüllt Lessing in 'Minna von Barnhelm' die aristotelischen Merkmale des Dramas?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67195