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Zur Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita

Titre: Zur Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 22 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Elmira Nedelcheva (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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Die vorliegende Arbeit versucht einen Einblick in die Problematik der Fugenelemente, die die Morphemgrenze zwischen zwei substantivischen Konstituenten bezeichnen, zu vermitteln und beschäftigt sich mit der Frage, welche Regularitäten das Auftreten der Fugenelemente bewirken. Dabei soll ein allgemeiner Überblick über Fugenelemente in natürlicher Sprache anhand von zahlreichen Beispielen gegeben werden. Welcher Art die Zusammenhänge zwischen Verbindungselement und Gliedern in einer Zusammensetzug sein können, ist eine Fragestellung, die in dieser Arbeit zum Tragen kommt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Theoretischer Rahmen

1.1. Definition – Determinativkompositum

1.2. Definition – Fuge

2. Zur Beschreibungsebenen und Funktionen der Fugenelementen

2.1. Die phonologische Ebene

2.2. Die flexionsmorphologische und semantisch / syntaktische Ebene

3. Zur Vielfalt der Fugenelementen

3.1. Die -s – Fuge

3.2. Die -es – Fuge

3.3. Die -e – Fuge

3.4. Die -(e)n – Fuge

3.5. Die -er – Fuge

3.6. Die -(e)ns – Fuge

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita im Deutschen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Regularitäten das Auftreten dieser Verbindungselemente steuern und inwiefern sie sich durch phonologische, morphologische und syntaktische Ebenen charakterisieren lassen.

  • Theoretische Grundlagen von Determinativkomposita und Fugen
  • Phonologische Analyse der Fugenelemente
  • Flexionsmorphologische Abgrenzung: Paradigmatisch vs. unparadigmatisch
  • Detaillierte Untersuchung spezifischer Fugen (-s, -es, -e, -(e)n, -er, -(e)ns)
  • Diskussion von Bedingungen und Funktionen der Fugensetzung

Auszug aus dem Buch

1.2. Definition – Fuge

In der diesbezüglichen Forschungsliteratur gibt es zahlreiche Definitionen von Fugenelementen, die in der Tat grundlegende Gemeinsamkeiten aufzeigen. Aus diesem Grund wird hier mit einem sehr allgemeinen Definitionsansatz begonnen.

„Als Fugenelemente werden fast immer die am Ende des Bestimmungswortes stehenden Biegungsmorpheme ( Kasus- und Numerusendungen ) bezeichnet, meistens mit der Begründung, dass sie ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt haben.“

Die geläufige Auffassung repräsentiert, dass der Bindevokal, der sich an der Nahtstelle befindet, wo zwei Konstituenten unmittelbar miteinander verbunden sind, wird in der Linguistik als Fugenelement bezeichnet. Semantisch sind sie leer und sie zeichnen sich durch bestimmte morphologische Funktionen aus. Die Fugenelemente dienen vor allem zur Erleichterung der Aussprache, der Artikulation des Kompositums und der Rezeption von komplexen Wörtern.

Nach Eisenberg ( 1998 ) erweist sich die Fuge als „das einzige für die Komposition charakteristische und weitgehend auf sie beschränkte Formmittel[...]“. Diesen Standpunkt vertritt auch Žepić:

„Das charakteristische morphologische Merkmal eines Kompositums ist das verbindende Element V, jenes die Komposition anzeigende Fugenmorphem – wir nennen es Verbindungsmorphem – , welches übrig bleibt, wenn das Kompositionsglied A auf seine Grundform zurückgeführt wird.“

Mit anderen Worten könnte man die Fugen als bedeutendste morphologische Mittel betrachten, mit denen die Verbindung zwischen zwei Substantiven hergestellt wird, wobei es noch wichtig zu erwähnen ist, dass sie vor allem dem ersten Glied angehörig sind.

Die geläufige Auffassung repräsentiert folglich, dass die Kompositionsfuge nicht nur die Morphemgrenze zwischen den zwei substantivischen Gliedern bezeichnet, sondern sie befindet sich auch in einer Abhängigkeit zu dem Erstglied. Diese Abhängigkeit wird erst im Laufe der Arbeit klarer werden. Um diese Problematik vertiefen zu können, benötigt man erstmal eine weitere Untersuchung der Beschreibungsebenen und die Funktion der Fugenelemente.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

1. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert Determinativkomposita sowie den Begriff der Fuge und legt die theoretische Basis für die nachfolgende Analyse.

2. Zur Beschreibungsebenen und Funktionen der Fugenelementen: Hier werden die Fugenelemente aus phonologischer, flexionsmorphologischer und syntaktischer Perspektive untersucht und ihre Funktionen beleuchtet.

3. Zur Vielfalt der Fugenelementen: In diesem Hauptteil wird eine detaillierte Analyse der einzelnen Fugentypen (-s, -es, -e, -(e)n, -er, -(e)ns) hinsichtlich ihrer Anwendung und Regularität durchgeführt.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und hält fest, dass der Status der Fuge trotz zahlreicher Forschungsansätze weitgehend ungeklärt bleibt.

Schlüsselwörter

Determinativkompositum, Fugenelemente, Fuge, Wortbildung, Substantivkomposita, Morphem, Flexionsparadigma, Sprachwissenschaft, Nominalkomposita, Morphologie, Phonologie, Paradigmatisch, Unparadigmatisch, Verbindungsmorphem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Problematik der Fugenelemente, die bei der Bildung von deutschen Determinativkomposita (Wortzusammensetzungen aus zwei Substantiven) auftreten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die Bedingungen, die das Setzen von Fugen steuern, sowie die Frage, ob diese Elemente rein morphologische Funktionen erfüllen oder prosodisch motiviert sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen den Fugenelementen und den Gliedern einer Zusammensetzung zu klären und eine Abgrenzung zwischen paradigmatischen und unparadigmatischen Fugungen vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen literaturbasierten Ansatz, bei dem sie verschiedene theoretische Konzepte (u.a. von Eisenberg, Fuhrhop und Žepić) vergleicht und anhand zahlreicher Sprachbeispiele analysiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Beschreibungsebenen (phonologisch, flexionsmorphologisch) und eine detaillierte Einzelbetrachtung der verschiedenen Fugenelemente von -s bis -(e)ns.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Determinativkompositum, Fugenelement, Flexionsparadigma, Morphemgrenze, Paradigmatische vs. unparadigmatische Fugung und morphologische Komplexität.

Welche Rolle spielt die Silbenzahl des Erstgliedes?

Die Arbeit erläutert, dass die Silbenzahl und der Auslaut des Erstgliedes einen maßgeblichen Einfluss auf die Wahl des Fugenelements ausüben, wobei insbesondere Mehrsilbigkeit bei Feminina eine Rolle spielt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen paradigmatischen und unparadigmatischen Fugen?

Paradigmatische Fugen entsprechen den Flexionsendungen des Erstgliedes (z.B. Genitiv), während unparadigmatische Fugen keine direkte Entsprechung im Flexionsparadigma des Wortes aufweisen.

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Résumé des informations

Titre
Zur Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita
Université
University of Heidelberg  (Deutsch als Fremdsprachenphilologie)
Cours
Wortbildung
Note
2,3
Auteur
Elmira Nedelcheva (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
22
N° de catalogue
V67196
ISBN (ebook)
9783638601818
ISBN (Livre)
9783638682008
Langue
allemand
mots-clé
Problematik Fugenelemente Determinativkomposita Wortbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elmira Nedelcheva (Auteur), 2006, Zur Problematik der Fugenelemente bei Determinativkomposita, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67196
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Extrait de  22  pages
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