Die Transaktionsanalyse. Zu Grundlagen der Transaktionsanalyse und ihrer praktischen Umsetzung


Hausarbeit, 2001
20 Seiten, Note: Sehr gut

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Ziel und Aufbau der Ausarbeitung

2 Die Lebensanschauungen
2.1 Entstehung einer Lebensanschauung
2.1.1 Ich bin nicht o.k. – Du bist o.k
2.1.2 Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k
2.1.3 Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k
2.1.4 Ich bin o.k. – Du bist o.k

3 Ich-Zustände
3.1 Definition der Ich-Zustände
3.1.1 Eltern-Ich
3.1.2 Kindheits-Ich
3.1.3 Erwachsenen-Ich

4 Transaktion
4.1 Definition einer Transaktion
4.1.1 Parallele Transaktion
4.1.2 Gekreuzte Transaktion
4.1.3 Verdeckte Transaktion
4.2 Analyse einer Transaktion

5 Spiel
5.1 Der Begriff der Spiele
5.1.1 Ablauf eines Spieles
5.2 Das „Ich bin dumm“–Spiel
5.2.1 Ausstiegsstrategie für das „Ich bin dumm“-Spiel
5.3 Das Drama-Dreieck
5.3.1 Retter-Rolle
5.3.2 Opfer-Rolle
5.3.3 Verfolger-Rolle
5.3.4 Neutrale Rolle
5.3.5 Das „Ich bin dumm“-Spiel im Drama-Dreieck

6 Zusammenfassung
6.1 Nutzen der Transaktionsanalyse
6.2 Transaktionsanalyse im Alltag

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Transaktionsdiagramm

Abb. 2 Parallele Transaktion

Abb. 3 Gekreuzte Transaktion

Abb. 4 Verdeckte Transaktion

1 Einleitung

1.1 Einführung

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft. Wir leben sie alltäglich im Beruf, unter Freunden, in der Familie und in vielen anderen Situationen. Mit ihrer Hilfe tauschen wir Informationen und Emotionen aus.

Dies funktioniert oftmals nicht reibungslos. Es kann zu Konflikten kommen, welche die Kommunikation stören oder unterbrechen. Oft ist den Gesprächspartnern dann gar nicht bewusst, wie es dazu kommen konnte. Ein Mensch kann von einem Gemütszustand urplötzlich in einen ganz anderen verfallen. Diese Störungen hinterlassen bei den Beteiligten meist ungute Gefühle. Sie können im beruflichen Bereich zu einem schlechten Betriebsklima führen und privat Freundschaften belasten. In der Transaktionsanalyse wird diese zwischenmenschliche Kommunikation als Transaktion bezeichnet. Der Begründer der Transaktionsanalyse Eric Berne definierte sie als Reiz, genannt Stimulus und eine Reaktion zwischen zwei bestimmten Ich-Zuständen [1] . Sie spielt sich zwischen zwei Personen ab. Die Transaktionsanalyse versucht aufzuzeigen, warum eine Transaktion in einer bestimmten Weise verläuft und wie man mit diesem Wissen den Verlauf aktiv beeinflussen kann.

1.2 Ziel und Aufbau der Ausarbeitung

Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen der Transaktionsanalyse zu erläutern und anhand von praktischen Beispielen umzusetzen. Es wird hieraus ersichtlich, wie man die Transaktionsanalyse im Alltag zum Vorteil einer funktionierenden Kommunikation einsetzen kann. Dazu werden zu Beginn die Grundbausteine dieser Methode erläutert, die wichtig sind für das Verständnis, der im späteren Teil behandelten Umsetzung.

2 Die Lebensanschauungen

2.1 Entstehung einer Lebensanschauung

Die Gründe, warum wir uns in gegebenen Situationen in einer bestimmten Art verhalten, resultieren aus unserer grundsätzlichen Lebensanschauung. Schon sehr früh im Leben entscheidet sich jeder Mensch unbewusst für eine Lebensanschauung. Wesentlich hierbei ist, wie das Kind die eigene Situation erlebt und wie das elterliche Verhalten wahrnimmt. Im weiteren Verlauf des Lebens können wir diese Grundeinstellung jedoch durch unsere Erfahrungswerte und persönlichen Sichtweisen ändern. „Entscheidungen können grundsätzlich wieder aufgehoben werden“[2]. Die Erkenntnis über die eigene Lebensanschauung und das Wissen um die Gründe dafür sind hierbei sehr hilfreich. In der Transaktionsanalyse unterscheiden wir vier verschiedene Formen, wie ein Mensch sich und andere sieht[3].

2.1.1 Ich bin nicht o.k. – Du bist o.k.

Da wir im frühen Kindesalter von unseren Eltern abhängig sind, empfinden wir aufgrund unserer eigenen Hilflosigkeit, dass wir nicht o.k. sind[4]. Die Eltern, die in dieser Zeit übermächtig wirken, mit Berührungen und Streicheleinheiten so viel Wohlbehagen auslösen können und von denen das Überleben des Kindes abhängig ist, sind demnach o.k.. Da diese Situation von den meisten Menschen erlebt wurde, ist dies die charakteristische Grundeinstellung, die oftmals auch im späteren Leben beibehalten wird. Menschen mit dieser Lebensanschauung durchleben, wie damals schon, in bestimmten Situationen die gleichen Gefühle, wie Enttäuschung über die eigene Unzulänglichkeit und Angst[5]. Man setzt voraus, dass man nicht o.k. ist, was sich in dem Bestreben äußern kann, anderen, die o.k. sind, gefallen zu wollen.

2.1.2 Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k.

Zu dieser Lebensanschauung gelangt man als Kind, wenn auf einmal die Fürsorge und das Streicheln der Eltern aufhören. Das Kind erkennt dann in seiner Einsamkeit und Verzweiflung, dass die Eltern, und somit die anderen, nicht o.k. sind[6] und ändert die Lebensanschauung. Hierbei handelt es sich um einen sehr hoffnungslosen und depressiven Zustand, denn unter diesen Umständen erscheint das Leben wenig lebenswert.

2.1.3. Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k.

Ein Kind, dass von seinen Eltern misshandelt wird, ändert seine Grundeinstellung. Es erkennt, dass es o.k. ist, wenn es alleine ist. Der Grund für die Schmerzen liegt bei den Eltern, denn wenn sie nicht da sind, geht es dem Kind wieder besser und die Schmerzen lassen nach. Ein solcher Mensch ist dann von der Einstellung geprägt, dass er immer o.k. ist und die Schuld immer die anderen haben. Solch eine Lebensanschauung kann nach Harris letztendlich zum Mord führen, der als gerechtfertigt angesehen wird[7].

2.1.4. Ich bin o.k. – Du bist o.k.

Dies ist die in der Transaktionsanalyse angestrebte Lebenseinstellung. In ihr empfindet man sowohl sich, als auch die anderen als o.k. und verfügt somit über die Grundlage für eine konstruktive Kommunikation. Man kommuniziert auf einer Ebene und ist nicht von den Gefühlen gelenkt, man selbst oder die anderen seien unterlegen. Im Gegensatz zu den ersten drei Lebensanschauungen, die aufgrund von Gefühlen im frühen Leben angenommen wurden, wird diese bewusst getroffen und basiert somit auf Denken, Glauben und Einsatzbereitschaft[8].

3 Ich-Zustände

3.1. Definition der Ich-Zustände

Eine weitere Grundlage der Transaktionsanalyse ist die Erkenntnis, dass ein Mensch sich in verschiedenen Situationen der Kommunikation unterschiedlich verhält, wobei er zwischen verschiedenen Ich-Zuständen wechselt. Diese hat man charakterisiert und ihnen allgemeinverständliche Namen gegeben. Jeder Ich-Zustand beinhaltet ganz eigene Formen der Gestik, Mimik und des verbalen Ausdrucks und ist somit für Außenstehende feststellbar. Sie unterscheiden sich voneinander im Denken, Fühlen und Handeln[9]. Wir differenzieren hierbei Eltern-Ich, Kindheits-Ich und Erwachsenen-Ich. „TA gründet sich auf die Beobachtung, dass wir alle drei Ich-Zustände in uns vereinigen“[10].

3.1.1. Eltern-Ich

Im Eltern-Ich sind die Erfahrungen enthalten, die wir in den ersten 5 Lebensjahren an unseren Eltern (oder Ersatzfiguren) beobachtet und erlebt haben. Diese Eindrücke wurden ungeprüft von uns übernommen, da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage waren die Informationen in Frage zu stellen. Das Eltern-Ich ist unauslöschbar, wir spielen es einfach ab, ohne damit zu denken[11]. „Jeder trägt sozusagen in seinem Inneren seine Eltern mit sich herum“[12]. Im Eltern-Ich sind beispielsweise Gebote, Regeln, Ethik und Vorurteile gespeichert. Ein verbales Beispiel hierfür ist: „Du sollst dir vor dem Mittagessen nicht immer den Magen mit Süßigkeiten vollschlagen“. Begleitet wird dies mit Gestiken, wie mit dem Finger drohen oder mit dem Fuß auftreten. Auch Fürsorge, Ermutigung und Hilfsbereitschaft zählen zu den im Eltern-Ich gespeicherten Informationen. Die Ermutigung „du schaffst das schon“ ist ein Beispiel hierfür. Begleitend hierzu tätschelt die Mutter dem Kind den Kopf oder klopft ihm auf die Schulter. Wenn wir also, vermeintlich überlegen, fürsorglich handeln oder Ratschläge und Tadel erteilen, handeln wir aus dem Eltern-Ich.

[...]


[1] Berne (1975), S. 26

[2] Harris (1975), S. 60

[3] Harris (1975), S. 60

[4] Harris (1975), S. 54

[5] Meininger (1987), S. 54

[6] Meininger (1987), S. 55

[7] Harris (1975), S. 68

[8] Harris (1975), S. 68-69

[9] Schmidt (1999), S. 48

[10] Harris (1990), S. 27

[11] Harris (1990), S. 30

[12] Meininger (1987), S. 36

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Transaktionsanalyse. Zu Grundlagen der Transaktionsanalyse und ihrer praktischen Umsetzung
Hochschule
accadis Hochschule - Internationale Berufsakademie Bad Homburg
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V6724
ISBN (eBook)
9783638142298
ISBN (Buch)
9783640861453
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transaktionsanalyse
Arbeit zitieren
Irma Verkaik (Autor), 2001, Die Transaktionsanalyse. Zu Grundlagen der Transaktionsanalyse und ihrer praktischen Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6724

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