1.1 Einführung
Diese Arbeit befasst sich mit dem Projekt der Konzeption einer Papierfabrik durch die S. GmbH. Ausgangspunkt ist ein Auftrag des US-amerikanischen Papierkonzerns W. Inc. in Höhe von 384.000 Euro. Dieser beinhaltet, dass die S. GmbH von der Marktbeurteilung über die Entscheidung bezüglich der technischen Ausrüstung bis zur Vorlage eines vollständigen Konzeptes zur Erstellung einer schlüsselfertigen Papierfabrik alle Schritte abwickelt. Dabei handelt es sich um einen komplexen Sachverhalt, der gut strukturiert werden muss, um die Rentabilität des Projektes zu sichern. Der Erfolg soll anhand des Deckungsbeitrages gemessen werden. Im konkreten Fall handelt es sich nicht um ein Muss-Projekt, weshalb schon sehr früh die Kosten- / Nutzen-Aspekte analysiert und abgewogen werden müssen. Die Ge-schäftsleitung der S. GmbH verspricht sich von W. Inc. weitere Folgeaufträge und somit eine gewinnbringende Geschäftsverbindung. Die Qualität der Durchführung und der Zielerreichung wird über die Vergabe von weiteren Aufträgen entscheiden. Daher ist die Priorität dieses Projektes hoch anzusiedeln.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Vorgehensweise
2 Projektsteuerung
2.1 Rolle des Projektcontrollers
2.2 Rolle des Projektleiters
2.3 Abgrenzung Projektcontroller und Projektleiter
3 Statusanalyse
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Stärken- / Schwächen-Analyse
3.2.1 Projektorganisation
3.2.2 Zieldefinition
3.2.3 Projektstrukturplanung
3.2.4 Kosten- und Finanzplanung
3.3 Projektbeurteilung
4 Projektoptimierung
4.1 Optimierungsvorschläge
4.2 Abwägung der Alternativen
5 Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Die Arbeit analysiert die Konzeption einer Papierfabrik durch die S. GmbH im Auftrag des US-Konzerns W. Inc. Ziel ist es, den Projektablauf kritisch zu untersuchen, Schwachstellen in der Organisation sowie Planung zu identifizieren und Optimierungsvorschläge zu erarbeiten, um die Rentabilität und den Projekterfolg zu sichern.
- Analyse der Projektsteuerung und Rollenverteilung
- Untersuchung der Projektorganisation und Kommunikationsstrukturen
- Bewertung der Kosten- und Zeitplanung sowie der Zieldefinition
- Erarbeitung von Optimierungsstrategien für komplexe Projekte
- Abwägung von strategischen Alternativen bei Marktveränderungen
Auszug aus dem Buch
Stärken- / Schwächen-Analyse
Die derzeitige Aufbauorganisation des Unternehmens stellt sich als Liniensystem dar. Der Projektleiter Herr Murrmann ist hier als Stabstelle angegliedert. Dies bedeutet, dass er keine direkte Entscheidungs- und Weisungsbefugnis und eine eher beratende Funktion hat. Arbeitsanweisungen müssen mehrere Hierarchiestufen durchlaufen. Dies beeinträchtigt die Kommunikation erheblich und Entscheidungen kommen erst verzögert zum Tragen.
Laut Organisationsform des Projektes sind Fachleute aus den verschiedenen Bereichen eingebunden, was dem Prinzip einer Matrixorganisation entspricht. Jedoch scheint der Projektleiter nicht über die notwendigen Weisungsbefugnisse zu verfügen. Dies zeigt sich daran, dass der Leiter der Abteilung Papier eigenständig seinen Projektbeitrag zeitlich vorverlegt, ohne dies mit dem Projektleiter abgestimmt zu haben. Die Rollen der beteiligten Personen sind nicht klar geregelt. Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen wurden von Anfang an nicht klar definiert. Offensichtlich können sich die Beteiligten nicht mit dem Projekt selbst identifizieren, sondern handeln isoliert, ohne das Gesamtprojektziel vor Augen zu haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt den Auftrag zur Konzeption einer Papierfabrik für W. Inc. vor und definiert die Vorgehensweise der Analyse.
2 Projektsteuerung: Beschreibt die Rollen und Aufgaben des Projektcontrollers sowie des Projektleiters und deren notwendige Abgrenzung.
3 Statusanalyse: Untersucht die aktuellen Rahmenbedingungen, identifiziert Schwachstellen in Organisation, Planung und Zielsetzung und nimmt eine Projektbeurteilung vor.
4 Projektoptimierung: Unterbreitet konkrete Verbesserungsvorschläge, inklusive einer beispielhaften Matrixorganisation, und wägt strategische Handlungsalternativen ab.
5 Fazit: Empfiehlt die Weiterverfolgung der Formatpapierstrategie bei gleichzeitiger vertraglicher Nachverhandlung mit dem Kunden zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Projektcontrolling, Projektleitung, Matrixorganisation, Papierfabrik, Kostenplanung, Zeitplanung, Zieldefinition, Prozessoptimierung, Unternehmensberatung, Schnittstellenmanagement, Wirtschaftlichkeit, Deckungsbeitrag, Marktstrategie, Projektabwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung eines spezifischen Projekts zur Konzeption einer Papierfabrik, das aufgrund mangelnder Projektsteuerung und unklarer Kommunikationswege in Schieflage geraten ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den zentralen Themen gehören die Projektsteuerung, die Aufbauorganisation (insbesondere Matrixstrukturen), die Kommunikation, das Kosten- und Finanzcontrolling sowie die strategische Zieldefinition.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Ist-Situation des Projekts kritisch zu bewerten, Schwachstellen zu identifizieren und konkrete Optimierungsvorschläge zu unterbreiten, um den Projekterfolg und die Rentabilität wiederherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Analyse aus Sicht einer unabhängigen Beratung, die auf der Auswertung von Projektdaten, Strukturplänen und Abweichungsanalysen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Rollenverteilung von Projektleiter und Controller, eine Stärken-/Schwächen-Analyse der bestehenden Abläufe sowie die Ausarbeitung konkreter Optimierungsvorschläge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Projektcontrolling, Matrixorganisation, Kostenplanung, Projektabwicklung und strategische Zielsetzung charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Steering-Board bei der Optimierung?
Das Steering-Board soll als übergeordnetes Gremium dienen, um eine verbindliche Kommunikation zwischen den Geschäftsleitungen und der Projektleitung sicherzustellen und strategische Entscheidungen wie "Change Requests" abzustimmen.
Warum empfiehlt die Analyse trotz Mehrkosten den Wechsel zum Formatpapier?
Da der Trend zum Formatpapier als nachhaltig eingestuft wird, bietet der Wechsel eine Chance für eine Marktführerschaft und langfristige Folgeaufträge, während die Beibehaltung der alten Strategie das Risiko einer Fehlinvestition birgt.
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- Irma Verkaik (Author), 2002, Projektanalyse Papierfabrik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6725