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Die Aussprache des Englischen im Zweitspracherwerb

Título: Die Aussprache des Englischen im Zweitspracherwerb

Trabajo , 2005 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Matthias Gebhardt (Autor)

Didáctica de la asignatura Inglés - Pedagogía, Lingüística
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Der Mensch als Gemeinschaftswesen ist darauf angewiesen, mit seinen Mitmenschen in Kommunikation zu treten. Diese Kommunikation kann zum einen nonverbal ablaufen, sich also auf Gestik und Mimik beschränken, oder aber verbal, also durch den Gebrauch von Sprache. Die Fähigkeit des Menschen, Sprache zu artikulieren und zu verstehen, ist in der gesamten Natur einzigartig. Sowohl die Produktion von Lauten als auch das Hören, Verarbeiten und Verstehen zählen zu den komplexesten Vorgängen, zu denen das menschliche Gehirn in der Lage ist. Beim Erwerb der Erstsprache im ungefähren Alter von zwei bis vierzehn Jahren werden sämtliche Bereiche wie z.B. Grammatik, Pragmatik oder Semantik erlernt und gefestigt. Der Vorgang des Erstspracherwerbs (L1-Erwerb) soll hier nicht weiter untersucht werden, aber es muss betont werden, dass die Erstsprache in jedem Fall das Sprachverständnis eines jeden Menschen prägt und einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Zweitspracherwerb (L2-Erwerb) hat. Ein Sprecher wird ihm unbekannte Wörter seiner Muttersprache in der Regel richtig aussprechen können und durch den Zusammenhang auch dessen semantische Bedeutung erfassen können, da er unbewusst ein Verständnis über das eigene Sprachsystem besitzt. Soll er aber unbekannte Wörter einer Zweitsprache aussprechen oder deren Bedeutung verstehen, wird er zuerst auf das Sprachsystem seiner Muttersprache zurückgreifen, bevor er das fremde System ausreichend verinnerlicht hat. Solange ihm dies noch nicht gelungen ist, werden ihm z.B. in der Grammatik und auch in der Aussprache immer wieder Fehler unterlaufen, die mehr oder weniger gravierend sind und eine Auswirkung auf das erwünschte Ziel des Sprechens haben können: die Kommunikation. Ein falscher Satzbau oder die Verwendung falscher Vokabeln ist eine Verletzung des strukturellen Systems der Sprache, also eine Missachtung explizit festgelegter Regeln. Bei der Aussprache allerdings ist eine Festlegung auf bestimmte Regeln nicht so einfach zu handhaben, wodurch dem Ausspracheerwerb eine besondere Bedeutung zukommt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle der Aussprache am Beispiel des Erwerbs des Englischen als Zweitsprache in einem gewissen Rahmen näher zu beleuchten. Ausgehend vom Deutschen als Erstsprache soll, anhand einzelner Fragestellungen, unter anderem auch der Aspekt der „falschen Aussprache“ behandelt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kann eine Aussprache fehlerhaft sein?

2.1. Fehlerbereiche

2.2. Fehlerarten

2.3. Fehlerursachen

3. Tragen die neuen Medien zu einer Verbesserung der Aussprache bei?

3.1. Fernsehen

3.2. Computer

3.3. Internet

4. Sollten bestimmte phonetische Realisierungen ersetzt werden, um die Aussprache im Zweitspracherwerb zu vereinfachen?

4.1. Der Lingua Franca Core

4.2. Begründungen und Gegenargumente

5. Zusammenfassung / Conclusion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Aussprache beim Erwerb der englischen Sprache als Zweitsprache. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Aussprachefehler definiert werden können, welchen Einfluss moderne Medien wie Fernsehen, Computer und Internet auf die Verbesserung der Aussprache haben und ob eine phonetische Vereinfachung durch Konzepte wie den "Lingua Franca Core" sinnvoll ist.

  • Definition von Aussprachefehlern und Fehlerursachen
  • Einfluss der neuen Medien auf den Ausspracheerwerb
  • Kritische Analyse des "Lingua Franca Core" (LFC)
  • Herausforderungen der Standardvarietäten im Englischunterricht
  • Die Rolle der Interimsprachen-Hypothese beim Spracherwerb

Auszug aus dem Buch

2.3. Fehlerursachen

Die Kontrastiv-Hypothese beschreibt, dass sich das neue Sprachsystem parallel zum System der Erstsprache entwickelt, der Lerner also Vorkenntnisse und Gewohnheiten aus seiner Muttersprache auf die Zielsprache überträgt. Sind die Strukturen beider Sprachen an bestimmten Stellen ähnlich, funktioniert dort die Übernahme relativ problemlos. Fehler erklären sich nach dieser Hypothese dadurch, dass beispielsweise die Relationen zwischen Schrift und Aussprache je nach Sprache divergieren können, der Lerner also mit den Vorkenntnissen über seine Muttersprache an Grenzen stößt. So kann ein „a“, welches im Deutschen [:] oder [a] ausgesprochen wird, im Englischen sowohl [:] , als auch [æ], [e] oder [] artikuliert werden; die Bildung von Diphthongen kommt dabei noch dazu. Der Lerner stößt quasi auf „phonetisches Neuland“ und muss sich diese Inhalte bewusst aneignen. Die Kernaussage der Kontrastiv-Hypothese, der Zweitspracherwerb würde allein auf der Muttersprache basieren, ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, denn „Analysen von Lernersprachen-Korpora sowohl aus Situationen des natürlichen Spracherwerbs als auch aus schulischen Lernsituationen [...] zeigen“ (Macht 1998: 355), dass sich die wenigsten Fehler auf den Einfluss der Muttersprache zurückführen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Aussprache im Kontext des Fremdsprachenerwerbs ein und skizziert die methodische Ausrichtung der Arbeit.

2. Kann eine Aussprache fehlerhaft sein?: Dieses Kapitel diskutiert die Definition von Aussprachefehlern anhand von Dialekten und sozialen Normen sowie die Unterscheidung zwischen Kompetenz- und Performanzfehlern.

3. Tragen die neuen Medien zu einer Verbesserung der Aussprache bei?: Es wird untersucht, ob Fernsehen, Computer und Internet den Lerner bei der Ausspracheschulung unterstützen können und wo deren didaktische Grenzen liegen.

4. Sollten bestimmte phonetische Realisierungen ersetzt werden, um die Aussprache im Zweitspracherwerb zu vereinfachen?: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Lingua Franca Core (LFC) und der Debatte um eine phonetische Vereinfachung der englischen Sprache für Nicht-Muttersprachler.

5. Zusammenfassung / Conclusion: Der Schlussteil fasst die zentralen Ergebnisse zur Fehleranalyse, der Rolle der Medien und der Problematik künstlicher Standards zusammen.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Aussprache, Englischunterricht, Fehleranalyse, Kontrastiv-Hypothese, Interimsprache, Lingua Franca Core, Medien, Aussprachefehler, Standardvarietät, Kommunikation, Phonetik, Spracherwerb, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Herausforderungen einer korrekten englischen Aussprache im Rahmen des Zweitspracherwerbs, ausgehend vom Deutschen als Erstsprache.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Aussprachefehlern, die Eignung neuer Medien zur Sprachschulung sowie die wissenschaftliche Debatte um phonetische Vereinfachungen für internationale Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle der Aussprache zu beleuchten, die Grenzen technischer Lernhilfen aufzuzeigen und die Sinnhaftigkeit eines künstlich vereinfachten Aussprachestandards wie dem Lingua Franca Core kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden verschiedene Spracherwerbstheorien wie die Kontrastiv-Hypothese und die Interimsprachen-Hypothese analysiert und mit didaktischen Erfahrungen in Bezug gesetzt.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Fehlerursachen, den Nutzen digitaler Medien und eine fundierte Kritik am LFC-Konzept nach Jennifer Jenkins.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interimsprache, Fehlerarten, Lingua Franca Core und das Spannungsfeld zwischen idealer Aussprache und effektiver Kommunikation.

Warum ist das Fernsehen nur begrenzt für die Ausspracheschulung geeignet?

Da es sich um eine einseitige Kommunikation ohne Rückkopplungsmöglichkeit handelt, fehlt der entscheidende Faktor der direkten Fehlerkorrektur durch einen menschlichen Gesprächspartner.

Warum lehnt der Autor die Einführung eines "Lingua Franca Core" ab?

Der Autor argumentiert, dass ein solcher Standard auf unzureichenden wissenschaftlichen Annahmen basiert und der Sprachgebrauch eher auf natürlichen Varietäten als auf künstlichen Konstrukten basieren sollte.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Aussprache des Englischen im Zweitspracherwerb
Universidad
Technical University of Braunschweig  (Englisches Seminar - Abteilung Englische Sprache und ihre Didaktik)
Curso
Errors: Analysis, Correction and Assessment
Calificación
1,0
Autor
Matthias Gebhardt (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
22
No. de catálogo
V67261
ISBN (Ebook)
9783638602310
ISBN (Libro)
9783638671903
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aussprache Englischen Zweitspracherwerb Errors Analysis Correction Assessment
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Gebhardt (Autor), 2005, Die Aussprache des Englischen im Zweitspracherwerb, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67261
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