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Wortbildung in der Sprache der Segelflieger

Title: Wortbildung in der Sprache der Segelflieger

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 47 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Gebhardt (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Summary Excerpt Details

„Papa Fünf, Papa Drei, komm mal hier 'rüber, ich hab hier 'nen Fünf-Meter-Bart ausgegraben!“ „Hier Papa Fünf, verstanden.“ Eine Weile später: „Ok, lass uns weiterfliegen, dann haben wir den zweiten Schenkel auch fertig.“ Die Antwort: „Ja. Siehst du die Wolkenstraße da hinten? Die können wie für den Endanflug nachher noch mitnehmen.“

Was wollen uns die beiden Sprecher mitteilen? Sind es zwei Archäologen, die einen fünf Meter langen Bart ausgegraben haben, womöglich den eines berühmten griechischen Philosophen? Das ist eher unwahrscheinlich. Anschließend spricht der erste von beiden, augenscheinlich Herr „Papa Drei“, vom Weiterfliegen. Sind es Piloten, denen wir hier lauschen? Es wird ein Schenkel erwähnt. Dieser findet sich in dem Bereich der Mathematik oder Biologie, doch lässt sich das mit den restlichen Aussagen in Einklang bringen? Denn der Papa (Vater?) Fünf redet auch von einer Wolkenstraße, die sie mitnehmen wollen. Spätestens hier fragt man sich, ob es den Sprechern noch gut geht, denn von einer Straße aus Wolken hat man noch nie gehört. Aber es wird auch vom „Endanflug“ gesprochen. Vielleicht handelt es sich doch um Piloten? Aber was sollen dann der Bart und der Schenkel bedeuten?

So oder so ähnlich könnten die Überlegungen aussehen, wenn man zum ersten Mal den Flugfunk zweier Segelflieger auf einem Streckenflug belauscht. Es handelt sich um eine Fachsprache, die man erst erlernen muss, um sie zu verstehen und sich in ihr auszudrücken. Viele der Begriffe scheinen seltsam und bleiben dem Laien meist ein Rätsel, wenn sie ihm nicht erklärt werden, er also in die Sprache der Segelflieger eingeweiht wird. Dies will die vorliegende Arbeit durch die Betrachtung der Wortbildung innerhalb der Sprache der Segelflieger versuchen.

Als erstes wird daher auf den Begriff der Wortbildung eingegangen und es folgt eine genauere Betrachtung der Sprache der Segelflieger. Als Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit schließt sich daran ein kleines Wörterbuch zum Segelfliegen an, in dem auch die verschiedenen Wortbildungsmuster noch einmal angeführt werden. Am Ende sollte der Leser einen allgemeinen Eindruck über die Wortbildung in der Sprache der Segelflieger bekommen haben und es wird ihm auch möglich sein, das eingangs genannte Beispiel zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wortbildung im Deutschen

2.1. Derivation

2.2. Komposition

2.3. Konversion

3. Die Sprache der Segelflieger als Fachsprache

4. Wörterbuch „Segelflug“

4.1. Technik

4.1.1. Generelles

4.1.2. Bauteile eines Segelflugzeuges

4.2. Flugbetrieb

4.2.1. Generelles

4.2.2. In der Luft

4.2.3. Am Boden

4.3. Meteorologie

4.4. Umgangssprachliches

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die spezifische Fachsprache der Segelflieger unter dem Aspekt der Wortbildung, um dem Laien ein tieferes Verständnis für die oft rätselhaften Begriffe im Flugfunk und in der Kommunikation der Piloten zu vermitteln. Die Arbeit analysiert dazu linguistische Muster, stellt diese in einen fachsprachlichen Kontext und dokumentiert sie in einem strukturierten Wörterbuch.

  • Grundlagen der deutschen Wortbildung
  • Die fachsprachliche Kommunikation im Segelflug
  • Strukturelle Analyse segelflugspezifischer Begrifflichkeiten
  • Erstellung eines Glossars zu Technik, Flugbetrieb und Meteorologie
  • Untersuchung von umgangssprachlichen Ausdrücken im Flugsport

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Papa Fünf, Papa Drei, komm mal hier 'rüber, ich hab hier 'nen Fünf-Meter-Bart ausgegraben!“ „Hier Papa Fünf, verstanden.“ Eine Weile später: „Ok, lass uns weiterfliegen, dann haben wir den zweiten Schenkel auch fertig.“ Die Antwort: „Ja. Siehst du die Wolkenstraße da hinten? Die können wie für den Endanflug nachher noch mitnehmen.“

Was wollen uns die beiden Sprecher mitteilen? Sind es zwei Archäologen, die einen fünf Meter langen Bart ausgegraben haben, womöglich den eines berühmten griechischen Philosophen? Das ist eher unwahrscheinlich. Anschließend spricht der erste von beiden, augenscheinlich Herr „Papa Drei“, vom Weiterfliegen. Sind es Piloten, denen wir hier lauschen? Es wird ein Schenkel erwähnt. Dieser findet sich in dem Bereich der Mathematik oder Biologie, doch lässt sich das mit den restlichen Aussagen in Einklang bringen? Denn der Papa (Vater?) Fünf redet auch von einer Wolkenstraße, die sie mitnehmen wollen. Spätestens hier fragt man sich, ob es den Sprechern noch gut geht, denn von einer Straße aus Wolken hat man noch nie gehört. Aber es wird auch vom „Endanflug“ gesprochen. Vielleicht handelt es sich doch um Piloten? Aber was sollen dann der Bart und der Schenkel bedeuten?

So oder so ähnlich könnten die Überlegungen aussehen, wenn man zum ersten Mal den Flugfunk zweier Segelflieger auf einem Streckenflug belauscht. Es handelt sich um eine Fachsprache, die man erst erlernen muss, um sie zu verstehen und sich in ihr auszudrücken. Viele der Begriffe scheinen seltsam und bleiben dem Laien meist ein Rätsel, wenn sie ihm nicht erklärt werden, er also in die Sprache der Segelflieger eingeweiht wird. Dies will die vorliegende Arbeit durch die Betrachtung der Wortbildung innerhalb der Sprache der Segelflieger versuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Anhand eines fiktiven Funkspruch-Beispiels wird die Notwendigkeit einer fachsprachlichen Untersuchung der Segelfliegersprache verdeutlicht.

2. Wortbildung im Deutschen: Theoretische Einführung in die morphologischen Grundlagen der deutschen Sprache, insbesondere Kürzung, Derivation, Komposition und Konversion.

3. Die Sprache der Segelflieger als Fachsprache: Untersuchung der Fachsprache als Instrument zur Missverständnisvermeidung und deren vertikale sowie horizontale Gliederung.

4. Wörterbuch „Segelflug“: Zentrale Auflistung und linguistische Zerlegung der Fachbegriffe unterteilt in Technik, Flugbetrieb, Meteorologie und Umgangssprachliches.

Schlüsselwörter

Segelflug, Fachsprache, Wortbildung, Derivation, Komposition, Konversion, Flugfunk, Morphologie, Luftfahrt, Thermik, Segelflugzeug, Terminologie, Sprachwissenschaft, Flugbetrieb, Segelfliegersprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse der Fachsprache von Segelfliegern und untersucht, wie die dort verwendeten Begriffe sprachwissenschaftlich gebildet sind.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für die für Außenstehende oft kryptische Fachsprache zu fördern und die Wortbildungsmuster hinter den spezifischen Begriffen offenzulegen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert sich auf technische Aspekte, den Flugbetrieb, meteorologische Begriffe sowie humorvolle, umgangssprachliche Ausdrücke innerhalb des Segelflugs.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Analyse der Wortbildungsmuster (insbesondere Komposition, Derivation und Konversion) durchgeführt, die in einem strukturierten Wörterbuch dokumentiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil besteht aus einer detaillierten Begriffssammlung, bei der jedes Wort fachlich definiert und seine morphologische Entstehung hergeleitet wird.

Welche Keywords charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Fachsprache, Wortbildung, Segelflug, Morphologie, Flugbetrieb, Derivation und Komposition.

Warum spielt das Nato-Alphabet eine Rolle für Segelflieger?

Es wird zur fehlerfreien Kommunikation im Flugfunk genutzt, um bei Störungen oder Rauschen Verwechslungen bei ähnlichen Buchstaben zuverlässig zu vermeiden.

Was bedeutet der Begriff „Lepo“ im Kontext des Segelflugs?

„Lepo“ ist ein Anagramm von „Opel“ und bezeichnet umgangssprachlich ein Seilrückholfahrzeug, da diese früher oft auf Basis alter Opel-Modelle umgebaut wurden.

Warum wird der „Thermikhut“ von Piloten selten gewaschen?

Dies beruht auf einem Aberglauben, wonach sich die Thermik in der Kopfbedeckung sammelt und durch das Waschen „herausgewaschen“ würde, was zu schlechteren Flügen führen könnte.

Welche Bedeutung hat der „Flachkurbler“ in der Segelfliegersprache?

Der Begriff beschreibt einerseits technisch einen Piloten, der mit geringer Querneigung in der Thermik kreist, wird aber auch exozentrisch als milde Beleidigung („Weichei-Wort“) für Piloten verwendet, die sich keine steilen Kurven trauen.

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Details

Title
Wortbildung in der Sprache der Segelflieger
College
Technical University of Braunschweig  (Seminar für Deutsche Sprache und Literatur)
Course
Wortbildung
Grade
1,0
Author
Matthias Gebhardt (Author)
Publication Year
2005
Pages
47
Catalog Number
V67262
ISBN (eBook)
9783638602327
ISBN (Book)
9783638711470
Language
German
Tags
Wortbildung Sprache Segelflieger Wortbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Gebhardt (Author), 2005, Wortbildung in der Sprache der Segelflieger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67262
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