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Der Einfluss des Französischen auf das Englische

Title: Der Einfluss des Französischen auf das Englische

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 18 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Michael Kratky (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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Die Englische Sprache hat sich zur Zeit des Middle English so fundamental verändert, dass bis heute keine anderen vergleichbar einschneidenden Veränderungen festgestellt worden sind. Einige dieser sind auf schon vorhandene Tendenzen im Altenglischen zurückzuführen. Andere haben ihren Ursprung in der normannischen Eroberung und den damit verbundenen politischen, sozialen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Man kann davon ausgehen, dass der mit Willhelm dem Eroberer begonnene Einfluss des Französischen auf das Englische auch als Katalysator für die sich bereits im Altenglischen anzeichnenden Veränderungen gewirkt und entscheidend dazu beigetragen hat, dass sich das Englische sowohl in Grammatik als auch im Wortschatz entscheidend verändert hat: zum einen entwickelt sich Englisch von einer hoch synthetischen zu einer extrem analytischen Sprache, zum anderen geht ein großer Teil des altenglischen Wortschatzes verloren und wird ersetzt bzw. ergänzt durch tausende Wörter französischen und lateinischen Ursprungs.
Im Gegensatz zu den früheren, vergleichbar subtilen skandinavischen Einflüssen, nimmt das Französische eine Sonderrolle ein. Für die Bevölkerung waren die Normannen als Fremde spürbar: Sie übernahmen die Führung in Gesellschaft und Staat und repräsentierten eine für die Einheimischen höhere Kultur, besaßen ihre eigene Literatur und traten natürlich in Kontakt mit der einfachen Bevölkerung. Dieser Sprachkontakt zwischen beiden Völkern dauerte über Generationen hinweg an und macht das Jahr 1066 zu einem der wichtigsten Ereignisse in der englischen Sprachgeschichte.
Diese Arbeit befasst sich mit verschiedenen Aspekten des Französischen Einflusses auf das Englische, die sowohl lexikalischer und grammatischer, aber auch phonologischer und morphologischer Natur sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. lexikalische Perspektive

2.1 Entlehnte Wortkategorien

2.2 Die Zeit vor 1250

2.3 Die Zeit nach 1250

3. grammatische Perspektive

3.1 Substantive und Adjektive

3.2 Verben

4. phonologische Perspektive

4.1 Laute aus altfranzösischen Lehnwörtern

4.2 Betonung

4.3 Dialektvariationen

5. morphologische Perspektive

5.1 Hybride aus französischem Stamm und englischer Endung

5.2 Hybride aus englischem Stamm und französischer Endung

5.3 Das Suffix –able

6. Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die vielschichtigen Auswirkungen des normannischen Einflusses auf die englische Sprache, mit dem Ziel, den Wandel von Grammatik, Wortschatz, Phonologie und Morphologie seit dem Jahr 1066 darzulegen.

  • Lexikalische Entlehnungen und Wortkategorien
  • Grammatikalische Veränderungen und Anpassungen
  • Phonologische Einflüsse und Dialektvariationen
  • Morphologische Hybridbildungen
  • Diachrone Entwicklung des Einflusses zwischen 1250 und 1400

Auszug aus dem Buch

2.1. Entlehnte Wortkategorien

Aufgrund der Tatsache, dass die Normannen nach der Eroberung die herrschende Schicht in England waren und eine höherwertige Kultur repräsentierten, die einheimische Bevölkerung und deren Sprache in einer unterlegenen Situation waren, war ein Großteil der entlehnten Wörter aristokratischer Natur. Zwar blieben king und queen erhalten, sonst sind heute aber beinahe alle Wörter, die den Bereichen Regierung und Administration zuzuordnen sind, französisch: crown, state, government, reign, realm, sovereign, country, power, minister, chancellor, council, authority, parliament, people, nation, fief, feudal, vassal, liege, prince, peer, duke, duchess, marquis, viscount, baron, usw. Interessant ist die Tatsache, dass lord und lady sowie earl erhalten bleiben, während die Gemahlin eines earls mit dem französischen countesse bezeichnet wird.

Eine der größten Wortgruppen, die ihren Weg sehr früh ins Englische fanden, sind die so genannten Ecclesiastical Words. Hohe Positionen des Klerus, die geistliche und weltliche Macht vereinten, wurden beinahe ausschließlich mit Normanen besetzt. Wörter wie religion, theology, sermon, homily, sacrament, baptism, communion, confession, prayer, clergy, prelate, cardinal, vicar, novice, crucifix, censer, chancel, abbey, cloister, creator, savoir, trinity, saint, sacrilege, absolution, immortality, piety, sanctity, mercy, obedience, preach , pray, adore, confess usw. zeugen davon.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fundamentale sprachliche Transformation des Englischen nach der normannischen Eroberung 1066 und skizziert die wesentlichen Einflussbereiche.

2. lexikalische Perspektive: Dieses Kapitel analysiert die Übernahme von Vokabular aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Regierung, Klerus und Militär in zwei zeitlichen Phasen.

3. grammatische Perspektive: Hier wird erläutert, wie sich die Übernahme von Substantiven, Adjektiven und Verben im Kontext der unterschiedlichen grammatikalischen Strukturen der beiden Sprachen gestaltete.

4. phonologische Perspektive: Das Kapitel befasst sich mit lautlichen Veränderungen, Akzentverschiebungen und den Unterschieden bei der Entlehnung aus verschiedenen französischen Dialekten.

5. morphologische Perspektive: Untersucht werden Hybridbildungen, bei denen Elemente beider Sprachen kombiniert werden, und die Rolle spezifischer Suffixe wie -able.

6. Schlussgedanke: Das Fazit fasst die Bedeutung des dauerhaften Sprachkontakts zusammen und hebt die Dynamik der wechselseitigen Beeinflussung hervor.

Schlüsselwörter

Normannische Eroberung, Middle English, Sprachkontakt, Lehnwörter, Hybridbildung, Etymologie, Grammatikwandel, Phonologie, Morphologie, Dialektvariation, Wortschatz, Syntax, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Anglonormannisch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und strukturellen Einfluss des Französischen auf die englische Sprache, ausgehend von der normannischen Eroberung im Jahr 1066.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Lexik, Grammatik, Phonologie und Morphologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die weitreichenden sprachlichen Veränderungen des Middle English durch den Kontakt mit dem Französischen wissenschaftlich nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine diachrone linguistische Analyse auf Basis historischer Sprachdaten und einschlägiger sprachwissenschaftlicher Literatur durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine lexikalische, grammatische, phonologische und morphologische Untersuchung des Einflusses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachkontakt, Hybridbildung, Lehnwörter und historische Linguistik definiert.

Warum spielt das Jahr 1250 für die lexikalische Analyse eine Rolle?

Das Jahr 1250 markiert eine Zäsur in der Entlehnungsphase, da sich die Natur der übernommenen Wörter und die soziolinguistischen Rahmenbedingungen zwischen den zwei Phasen signifikant unterscheiden.

Welche Bedeutung haben die sogenannten "Hybride"?

Hybride sind Wörter, die germanische Stämme mit romanischen Endungen (oder umgekehrt) kombinieren und als wesentliches Charakteristikum der englischen Sprache gelten, die auf einen intensiven Sprachkontakt hindeuten.

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Details

Title
Der Einfluss des Französischen auf das Englische
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
2,00
Author
Michael Kratky (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V67319
ISBN (eBook)
9783638593830
ISBN (Book)
9783656807544
Language
German
Tags
Einfluss Französischen Englische
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kratky (Author), 2005, Der Einfluss des Französischen auf das Englische, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67319
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